üben trotz stressituation?

  • huhu,
    ich übe momentan mit momo und es klappt sehr gut.er kann jetzt endlich ohne leine gehen und eigendlich ist alles soweit ok.
    aber:wir haben jedes 2. wochenende 6 kinder hier und wenn wir dann alle zusammen spazieren gehen,ist er total unkonzentriert,genervt,ohren nach hinten geklappt und zieht wie blöd(macht er eigendlich überhaupt nicht sonst)...
    die frage ist:hat es bei diesen spaziergängen überhaupt sinn,ihm etwas abzuverlangen? :???:
    er schaltet total auf durchzug und wenn ich ihn dann ableinen würde,wäre er über alle berge :roll:
    könnte es nachteilig auf die erziehung wirken,wenn ich ihm da etwas abverlange,er aber überhaupt nicht hört?
    mit abverlangen meine ich nur:ordentlich fuss gehe,sitz,stop,...
    oder soll ich bei diesen gemeinsamen kinderspaziergängen eben lieber nichts von ihm fordern,damit er kein fehlverhalten erlernt?


    etwas frustrierend heute gewesen...alle arbeit war dahin :/
    liebe grüsse
    susanne


  • Ordentlich "bei Fuss" gehen sollte er trotz Kinderschar und Ablenkung....alle anderen Uebungen wuerde ich mir fuer ruhigere Spaziergaenge aufsparen.


    Stress + Training = so gut wie null bleibt da haengen.....ist nicht fair dem Hund gegenueber :)

  • huhu,
    also du meinst,das er bei fuss laufen trotz der situation "drauf haben"müsste.
    nur schaltet er so auf durchzug,das ich dann bei dem spaziergang 30 meter hinter den kindern gehen musste,damit er überhaupt austreten konnte...
    also ich meine,es ist sehr schwer,zu ihm durchzudringen in dieser situation.
    er ist sowieso etwas ängstlich und das gibt ihm natürlich den rest..
    warscheinlich werde ich nächstes mal die kinder zu hause lassen :D

  • Ich würde den Hund nicht die ganze Zeit "bei Fuß" gehen lassen. Gerade das "bei-Fuß-gehen" ist eine anstrengende Sache für jeden Hund und wenn er im Stress ist, gerade noch mal mehr. Auf jeden Fall verdirbst Du so ein gutes "bei Fuß".


    Da der Hund ängstlich ist, ist ein großer Abstand zu den Kindern eher gut, vielleicht übst Du das mal mit "weniger" Kindern ein. So kann er sich langsamer an eine Kinderschar gewöhnen und seine Angst von Mal zu Mal mehr verlieren.


    Ein so stressiger Spaziergang ist kontraproduktiv und bringt ihn nicht weiter, außer, dass er diese Spaziergänge irgendwann hassen wird ... und seine Angst ausbaut.


    LGR Jenny

  • Zitat

    er ist 2 1/2 jahre alt und seit september bei uns in der familie.


    Wenn Momo bei Euren Solo Gaengen das das "bei Fuss" gut beherrscht soll das auch klappen wenn etwas mehr Ablenkung im Spiel ist.


    Bevor man ihm das aber abverlangt MUSS es beim Solo Gang fehlerlos klappen.

  • ja,
    ich habe ja selber 2 kinder..aber da reagiert er normal.
    ich habe eine bestimmte stelle(bis zu feld)da muss er bei fuss gehen.dann lasse ich ihn beim feld frei.
    das wäre heute in die hose gegangen,deswegen habe ich ihn angeleint gelassen.
    es ist ja auch nur alle 2 wochen so(glücklicherweise) und da werde ich nun drauf achten,das ich mit dem hund(en)alleine eine runde gehe.
    mein hund ist auch eben nicht viel gewöhnt ,was es so an stressachen gibt.
    wir leben hier auch sehr ländlich und er hat kaum gründe,ängstlich oder gestresst zu sein..
    danke euch für eure meinungen und ratschläge :^^:

  • Verlang ihm ersteinmal nichts ab in der Situation mit den vielen Kindern. Ich würde ihm ein Geschirr anziehen und nichts tun. Er sollte dann von allen Seiten ignoriert werden - auch von den Kindern.


    Es gibt Situationen, in denen ist es unmöglich mit dem Hund zu trainieren, weil er gar nicht aufnahmefähig ist.


    Mit meiner Teak z.B. bin ich früher in die Stadt gegangen um das mit ihr zu üben. Sie hatte totale Panik - anfangs "kroch" sie an den Häusern entlang. Ich habe gar nichts gemacht, außer meinen Weg zu gehen. Sie durfte ziehen - am Geschirr und ich habe nichts von ihr verlangt. Irgendwann wurde es besser und erst als ich merkte, dass sie ansprechbarer wird - selbst Kontakt mit mir aufnahm - habe ich angefangen leichte Übungen einzubauen.


    Wenn es gar nicht funktioniert und keine Besserung eintritt, dann würde ich ersteinmal drüber nachdenken ihn gar nicht mehr mitzunehmen mit den vielen Kindern... oder ersteinmal mit ein bis zwei fremden Kindern üben - also langsam steigern.


    Viele Grüße
    Corinna

  • Das seh ich genauso wie Corinna!!
    Wenn sich dein Hund an die neue Situation mit den vielen Kindern gewöhnt hat und du merkst, dass er aufnahmefähig ist, dann kannst du auch was verlangen.
    Wenn der Stress so groß bleibt, auch bei zukünftigen Spaziergängen, dann würd ich auch überlegen, ob du ihn nicht zu Hause lässt ;)


    Wenn dein Hund sonst den Grundgehorsam drauf hat, heißt das übrigens nicht, dass das auch mit den Kindern so sein muss.
    Mücke musst auch erst lernen, vernünftig an der LEine zu gehen, wenn wir mit anderen Hunden unterwegs waren.
    DAs ging anfangs gar nicht.
    Mittlerweile klappt das . Je nachdem, um welchen Hund es sich handelt, braucht er zwar ne Weile um sich runterzupegeln, aber im Großen und Ganzen klappt das. D. h. er ist aufnahmefähig. Daran war vor nem Jahr noch nicht zu denken !
    Da hat er nur den anderen Hund gesehen und alles was wir vorher erarbeitet hatten,war futsch... :kopfwand:

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