Anbellen, Kamm aufstellen, hinterher rennen.....

  • Zitat

    @ Agathe
    Wie verhält sich dein Hund im Haus?

    Der Thread von Agathe ist 2 1/2 Jahre alt... ;)

    Zitat

    Wir waren grade unsere Pipi runde, schon an der Haustüre angekommen hab ich Spike abgeleint ( bei Spaziergängen eigtl immer an der Leine eben wegen beschriebenem Problem ) da kam aus der Einfahrt gegenüber ein Mann auf uns zu, nicht dirkt aber halt in unsere Richtung.
    Spike sieht ihn, fixiert,kamm hoch, und ab gehts: mit einem Riesen Gebell und Sprünge nach vorn den Mann bedroht.

    Es ist gut und auch erforderlich, dass dein Hund an der Leine bleibt - das war natürlich ein Erfolg für ihn!

    Wie gehst du denn bei den Spaziergängen vor, wenn dein Hund dieses Verhalten zeigt?

    Zitat

    Bin direkt hoch und hab Ihn in seinen Korb geschickt.

    Das hat der Hund nicht mit seinem vorherigen Verhalten in Verbindung gebracht, warum er in den Korb musste, wird er nicht verstanden haben.

    Zitat

    Was zu Teufel soll das??????

    Der Mann hat ihn weder angeguckt noch sonst irgendwie beachtet!!

    Wie alt ist dein Hund?

    In der pubertären und somit zweiten Unsicherheitsphase?

    Ich vermute, dass dein Hund durch diesen Mann verunsichert war, auch wenn er nichts gemacht hat.
    Also in Zukunft bleibt er an der Leine, du musst zu Menschen eben so einen großen Abstand einhalten, solange dein Hund ruhig ist, das belohnst du. Nimm ihn stets auf die Seite, halte ihn kurz, gib ihm Sicherheit, indem er auf der menschenabegwandten Seite läuft.
    Wenn er rumbellt, würde ich mich wortlos umdrehen und den Blickkontakt abbrechen, ein "Nein" oder "Aus" kommt in der Regel in der Situation nicht an - im Gegenteil, es bestätigt den Hund ggf. sogar.

    Gruß
    Leo

  • Mein Hund ist 1Jahr und 3Monate alt.

    Wenn solche situation sind, ruf ich ihn danach zu mir ,gebe ihm das Komando >platz< und Leine Ihn dann wortlos an und gehe in die entgegen gesetzte richtung wie die Person die Spike grade ,,attakiert,, hat

  • Zitat

    Mein Hund ist 1Jahr und 3Monate alt.

    Sehr wahrscheinlich reagiert dein Hund aus Unsicherheit so, er agiert, weil du nicht für ihn handelst bzw. ihm keine Sichreheit vermittelst, also regelt er das auf seine Art.

    Zitat

    Wenn solche situation sind, ruf ich ihn danach zu mir

    Du musst den Hund vorher abrufen, damit es erst gar nicht zu solchen Situationen kommt!!!
    Abgesehen davon, solltest du ihn vorläufig an der Leine lassen, mit jedem neuen Erfolg bestätigt er sich selber und für einen Menschen ist es nicht lustig, von einem Hund verbellt zu werden.

    ,

    Zitat

    gebe ihm das Komando >platz< und Leine Ihn dann wortlos an und gehe in die entgegen gesetzte richtung wie die Person die Spike grade ,,attakiert,, hat

    Auch hier: Vieeeel zu spätes Handeln - der Hund hat schon längst attackiert, sich wieder mal bestätigt, andere Leute verunsichert (NoGO!!).
    Deine Reaktion danach bringt der Hund in keinen Zusammenhang und er lernt daraus gar nichts!!

    Suche dir ggf. einen guten Hundetrainer, der dir zeigt, wann und wie du reagieren sollst (nämlich weit, weit vorher) und nicht erst, wenn längst alles vorbei ist.

    Das hast du im November gepostet:

    Zitat

    Hab seit längerem folgendes Problem.

    Spike bellt (ihm fremde) Leute an.

    Hast du die Tipps von damals befolgt?
    Hast du dir das Buch besorgt?

    Gruß
    Leo

  • ich kann mich Leos aussage nur anschließen.

    am besten greift man ein, bevor der hund in stellung geht. fixieren, die rückenhaare aufstellen, ein steifer gang, evtl grummeln sind sichere anzeichen dafür, dass es gleich losgehen wird. wenn man hier nicht aller spätestens eingreift (am besten noch bevor der hund diese ganzen anzeichen zeigt), ist es meistens schon zu spät und der hund schießt nach vorn (die erfahrung konnte ich bei meinem rüpel machen, als er in dieser unsicherheitsphase war).

    wenn der hund weiter solche erfolgserlebnisse hat und menschen stellen und verbellen kann, wird er dieses verhalten bei fast allen leuten zeigen, die euren weg kreuzen. das war zumindest bei uns so.

    Zitat

    ehr wahrscheinlich reagiert dein Hund aus Unsicherheit so, er agiert, weil du nicht für ihn handelst bzw. ihm keine Sichreheit vermittelst, also regelt er das auf seine Art.

    das war damals bei uns der fall. als ich den kurzen sicherheit vermittelte und in besonderen situationen die führung übernahm, wurde es immer besser- heute meldet er mal abends eine person durch wuffen an- wenn ich ihm sage, dass alles okey ist- ist die sache gegessen.

    man muß sich mal in die leute versetzen, die angebellt werden...manche können todesangst haben...man sollte das mit dem verbellen nicht auf die leichte schulter nehmen.

  • Zitat

    Das solltest du dringend in den Griff kriegen.

    Ne Bekannte vom HuPla hat für ihren über freundlichen irish setter( 8 Monate) jetzt 1 Jahr Leinen Pflicht.

    Der fand eine ältere Frau ( auf einer bank sitzend) total sympathisch, ist ihr entgegen gelaufen und hat ihr ein küsschen gegeben. hust

    Die hat dann nicht mit sich reden lassen und hat eine Anzeige gemacht, weil das ja ein total gefährlicher Hund ist.

    Das hast du im Juli jemandem geschrieben... (Thema: Hund rennt auf Passanten etc. zu... )

    Nichts für ungut, aber:
    Das Selbstgeschriebene solltest DU auch mal beherzigen...

  • Hey,

    ich klink mich hier mal ein, weil der Titel exakt das darstellt was mein Problem ist. Ich habe einen 20 Monate alten Rüden, der nun seid 3 Wochen kastriert ist. Er ist nen XL Zwergpinscher und entsprechend eines Pinschers recht sensibel und schnell hoch zu drehen. Wir hatten nie ein Problem mit fremden Leuten, gut Kinder sind ihm sehr suspekt aber das ist nichts neues und wenn es wärmer wird setz ich mich mit ihm auch neben einen Spielplatz und ihn daran zu gewöhnen, ich denke das bekommen wir hin.
    Aber seid neuesten ist es im Freilauf so, das er ( zumindest in meinen Augen) willkürlich Menschen hinterher rennt und exakt das macht wie es im Titel steht. Er stellt den Kamm auf, kläfft und rennt hinterher. Natürlich immer in "Hab Acht" Stellung, das heißt den Schwanz halb unter geklemmt, halb geduckt und jederzeit zur Flucht bereit. Bisher ist es mir zwei mal passiert, hören tut er eh nicht mehr. Zum Glück waren es Leute die ihn ignoriert haben. Aber es half nur noch anleinen und das wars. Ich weiß nicht wie ich darauf reagieren soll. Wir sind oft auf Hundewiesen unterwegs da sind ihm die Fremden egal, auch wenn wir normal Gassi gehen ( es sei denn sie haben Einkaufstaschen, Monsenieur bekommt ja auch NIE was zu fressen). Wir arbeiten in der Rettungshundestaffel also ist er Fremde gewöhnt. War heute auch wieder so, ich war jemanden Besuchen und er durfte auf dem Gelände frei laufen, während ich mich mit dem Bekannten gesprochen haben ( der für ihn Fremd war) war er durch das Gelände abgelenkt und hat nix gemacht. Sein Kollege kommt aus dem Gebäude, der Hund erschreckt sich und legt los mit der Show, der Bekannte geht zum Auto und meine Kröter im gestreckten Galopp hinterher... Ich erkenn bei ihm kein Schema. Was mach ich denn nur mit dem?! Habt ihr nen Rat, ich hab nun auch nicht dauernd Leckerli bei um die Leute zu bitten ihm was zu geben. Abgesehen davon das die dann doch sehr suspekt schauen und er das Leckerli nimmt und dann wieder los legt...bin ratlos :hilfe: :hilfe:

    LG Christiane

  • Ich arbeite mit meiner Hündin seit 1.5 Jahren an dem Problem. Wobei sie NICHT den Leuten hinterherrennt sondern auf sie zu.
    Angefangen hat es ähnlich, wie Du es geschildert hast, Christiane. Kamm, Kläffen, defensiv und jederzeit bereit zu flüchten. Sie hatte das zwei, drei Mal gezeigt – dann war die defensive Haltung verschwunden und sie hat angefangen, offensiv zu drohen, da war dann nix mehr mit Rückzug ihrerseits. Muss dazu sagen, dass mein Hund gross ist und die Leute dann auch wirklich Angst haben. Abgesehen davon ist es so, dass das Anbellen von Passanten meist als Erfolg verbucht wird, da Menschen von A nach B gehen, also am Hund vorbei laufen. Der Hund meint dann, die Menschen durch Getöse vertrieben zu haben.

    Ich würde den Hund sofort an die Schleppe machen und es nicht darauf ankommen lassen. Das Problem hat sich bei uns sehr rasch eingebrannt.

    Die Ursache war/ist bei meiner Hündin die Unsicherheit bei fremden Menschen. Insofern hätte ich es niemals zugelassen, dass Fremde sie erschrecken (als Therapie – wurde mir in der HS sogar empfohlen). Dann hätte sie sich wohl eher bestätigt gefühlt – "ha, ich wusste schon immer, dass Fremde böse sind!". Der Schuss kann wirklich nach Hinten losgehen.

    Auch aufgrund der Unsicherheit lasse ich meine Hündin nicht von Fremden füttern – ich bringe sie damit in einen zu starken Konflikt. Sie soll lernen, die Leute in Ruhe zu lassen und erfahren, dass die ihr dann auch nix tun.

    Mittlerweile prescht meine Hündin nicht mehr sofort los – ich habe Zeit zu intervenieren. Sie ist nach wie vor an der 10m-Schlepp gesichert und wird die wohl auch nicht so bald los. Kommt ein Mensch, dann verlange ich von ihr meine Hand zu berühren, je nach dem gehts ein paar Schritte ins Feld und sie kriegt viele Clicks und Leckerlis (fürs sich-auf-mich-konzentrieren und sitzen und ruhig bleiben). Mittlerweile muss ich sie nur noch selten auffordern, sich an mir zu orientieren, meist kehrt sie schon von selbst um und verlangt ihre Belohnung, wenn jemand auftaucht. An der kurzen Leine ists eigentlich kein Problem mehr, da ist sie im Fuss und wird geklickt und belohnt. Vom Zeitpunkt an, wo sie auf die Menschen reagiert, bis die Menschen bereits vorbeigelaufen sind wird sie durchgehend belohnt. Es geht nur in kleinen Schritten vorwärts und Freilauf ohne Intervention meinerseits ist noch nicht möglich. Aber es wird – dauert halt. Heute können wir auf ca 20 Meter an einem Fremden vorbeilaufen und sie guckt nicht mal mehr hin (früher hat sich was am Horizont bewegt und sie war bereits auf 180). Das Endziel ist, dass sie sich bei Menschensichtung an mich wendet und nicht mehr das Gefühl haben muss, die Bedrohung selbst abwehren zu müssen.

    Gruss, Windi

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