1. trainingsstunde mutiert zur flugstunde HILFE!!!!

  • Hallo,

    ich kann dir die zwei Huschus empfehlen:

    http://www.schnueffelschule.de/ und http://www.mensch-hund-lernen.de/

    Und an deiner Stelle würde ich bei der positiven Bestärkung bleiben und das mit dem Leinenruck ganz schnell wieder vergessen. ;)

    Was trägt denn dein Hund normal, Geschirr oder Halsband?

    Ich habe letztens das Büchlein von Patricia McConnel 'Trau nie einem Fremden' gelesen. Dort wird die klassische Gegenkonditionierung erklärt. Ich finde das Buch echt toll. Sie beschreibt es an dem Beispiel Unsicherheit gegenüber Menschen. Aber ich denke, als erste Anleitung wäre das auch was für dich und du hättest eine Basis, wonach du bei der Huschu suchen musst.

    LG Theresa

  • danke für die tipps
    bis jetzt trägt er immer ein geschirr, die trainerin hatte mir empfohlen die leinenführigkeit lieber mit halsband zu üben, dann würde der hund das schneller begreifen....

  • Vergiss das bitte schnell wieder....

    Geschirr ist goldrichtig. Nutz mal die Suchfunktion - zum Thema Halsband oder Geschirr gibt es einige Threads, die die Gründe dafür sehr genau erläutern.

    LG
    cazcarra

  • komisch irgendwie ist das echt seltsam. scheint wohl genau das thema zu sein, was ich mit mir rumtrage.

    heute quatscht mich auf der wiese nen typ an und sagt ich solle zum üben lieber nen halsband nehmen, das sei klarer und verständlicher für den hund, und ein hund brauche schwarz oder weiß sonst schwimme er in ner grauzone und bekäme stress. und man solle dem hund zeigen: wenn du was machst, was ich nicht will bedeutet das stress und wenn du die dinge machst, wie ich sie will hast du ruhe. und der hund funktioniere nur über triebe und man müsse den trieb den man nicht möchte ( wehrtrieb z.b. also anmache anderer hunde) umlenken in den meidetrieb ( hund kommt bei fuß und läßt anderen hund links liegen) und dafür wird er mit ruhe und entspannung belohnt. dafür sei ein ruck am halsband deutlicher für den hund als ein gleichmäßiger zug am geschirr.

    so die lösung des problems gefällt mir so nicht aber die analyse stimmte total: mein hund schwimmt gerade in einer grauzone und aus dieser unsicherheit heraus kommt sein gestänker...(was heute ausnahmsweise mal weg war :-) )

    also wie dem hund diese klarheit vermitteln ohne leinenruck?
    oder kann man da unterscheiden zwischen leinenimpuls und leinenruck???

    ist ein leinenimpuls also schnelles kurzes zuppeln mit wenig schwung o.k. da es klarer ist als so`n schwammiger gegenzug?
    und ist die tierliebe die ein geschirr benutzt in wirklichkeit weniger tierlieb da sie den hund länger in ungewisseheit lässt ???
    oder kann wirklich alles über positive bestärkung vermittelt werden.
    wie kann man denn ein NEIN noch verstärken außer mit leinenruck????

  • Kurz zusammengefasst:

    Ein Halsband oder ein Geschirr sind zum "Führen" eines Hundes nicht notwendig. Es stellt lediglich eine Sicherung in unserem für Hunde eben gefährlichen Alltag dar und ist in unserer Gesellschaft einfach vonnöten, wo nicht gar gesetzlich vorgeschrieben.

    Ich lenke den Hund durch Stimme bzw. Gesten.

    Dazu gehört allerdings, dass der Hund in mir jemanden hat, der klar und eindeutig rüberkommt. Der Ruhe, Gelassenheit und Souveränität vermittelt, so dass sich der Hund auf mich verlassen kann. Habe ICH einen schlechten Tag, merke ich es spätestens an meinen Hunden.

    Hinzu kommt, dass der Hund klare Regeln braucht, nicht heute so oder morgen so, was z.B. Verbote betrifft.

    Sowie Kommandos, die mit positiver Bestärkung aufgebaut sind und immer gleich - also nach dem gleichen Ritual - ablaufen.

    Wenn ich einem Hund die Leinenführigkeit beibringe, fange ich in der Regel an, ohne Leine mit ihm zu arbeiten. Folgt er mir durch Einsatz von Stimme bzw. Gesten, mach ich die Leine dran und es ändert sich für den Hund letztlich nichts.

    Was ich NICHT brauche, ist dem Hund mittels Meidemotivation beizubringen, was er nicht tun soll. Lieber zeige ich ihm, was ich gerne hätte und bestätige dieses Verhalten. Ich persönlich halte nichts davon, einen Hund zu verunsichern. Lieber habe ich einen Hund mit Selbstvertrauen und Vertrauen zu mir als HH.

    Die Methode, die dir beschrieben wurde, scheint der kurze, schnelle, erfolgreiche Weg zu sein, geht jedoch je nach Hundecharakter gerne mal nach hinten los. Die Probleme, die dann u.U. in einem halben Jahr auftauchen, bringt dann zwar niemand mehr mit der ursprünglichen Handhabung in der Erziehung in Verbindung, führen aber gerne dazu, dass HH und Hund mal wieder verzweifelt auf der Suche nach einem Trainer sind, der das "neue" Problem dann in den Griff kriegen soll.

    Deshalb arbeite ich mit dem fühlenden Wesen Hund lieber gleich so, dass er sich wohlfühlen kann und gerne mit mir arbeitet.

    LG
    cazcarra

  • Also ich persönlich benutze auch lieber ein Halsband bei der Leinenführigkeit - vorausgesetzt, dass der Hund auch ansprechbar ist und nicht völlig ausser sich in der Leine hängt. Der Hund kann die Einwirkung besser einordnen, weil sie weniger diffus über den Körper verteilt ist.

    Ob Leinensignal oder Leinenruck - da gibt es keine verbindlichen Regeln, und auch nicht jeder Hund nimmt das gleich wahr. Je nach Trieblage ist das auch beim selben Hund unterschiedlich. Aber ob mit oder ohne Leine - sehr wichtig ist, den Hund nicht in der Grauzone zu lassen! Das ist eine sehr schwierige Situation für den Hund, in der er nicht weiss akzeptabel ist und was nicht. Er ist dann gezwungen, das immer wieder auszutesten - mit entsprechendem Stress für Hund und Halter. Daher bitte Klartext für den Hund!

  • Wir handhaben es so, dass der Hund Halsband UND Geschirr hat. Je nachdem was wir machen hat er mal das mal das oder eben Beides an.

    In manchen Situationen bin ich der Meinung, kann man den Hund leichter händeln, wenn er am Halsband angeleint ist. Leinenruck gibts aber nicht, er zieht auch GsD nicht sondern läuft meist gut neben uns oder nur nen kleines Stück vor uns mit durchhängender Leine.

    Neben uns laufen wird immer mit dem Kommando "Fuß" und loben und Leckerchen belohnt. Ich hoffe wir können es ihm so vermitteln nicht anzufangen zu zerren.

    Wenn er vor uns oder mal hinter uns läuft animieren wir immer mal zu uns ins Fuß zu kommen und dann gibts auch wieder massig Lob.

    Bei mir und meinem Bruder läuft er beim Gassi in ungefährlichen Gegenden auch ohne Leine. Ist bei mir auch meist besser, weil der Hund gern mal unterm Rollstuhl geht und die Leine sich dann verheddern würde. Den Hund drunter vorziehen will ich ausserdem auch nicht sondern versuche ihm klarzumachen, dass NEBEN mir gelaufen wird, nicht unter mir.

    Achso: Evtl könnt ihr mir ja erklären, wieso der Hund so gerne unterm Rolli läuft und sich bei für ihn gefährlich anmutenden Situationen gerne mal darunter versteckt? Hab dann immer Angst, dass ich drüberfahre ...

    LG

    Carina

  • Zitat

    so die lösung des problems gefällt mir so nicht aber die analyse stimmte total: mein hund schwimmt gerade in einer grauzone und aus dieser unsicherheit heraus kommt sein gestänker...(was heute ausnahmsweise mal weg war


    das Schwimmen in der Grauzone hat aber nichts mit der Leine zu tun (siehe Post cazcarra).

    Probiere nichts an deinem Hund aus. Weder Leinensignal noch -rucken. Wäre schön wenn du es nächsten Freitag schaffst, dann können wir darüber mal ausführlicher reden.

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!