1. trainingsstunde mutiert zur flugstunde HILFE!!!!

  • Neuertag, Du wohnst in Berlin?!

    Dann kann ich Dir als Hundetrainer Thomas Baumann ans Herz legen!
    http://www.dogworld.de

    Was Dir und Deinem Hund bei weiteren Hundebegegnugen auch helfen sollte ist, wenn ihr einfach einen Bogen um den anderen Hund lauft (sofern von der Örtlichkeit her möglich). Denn frontales aufeinanderzugehen sorgt für ansteigende Anspannung und Erregung. Macht man aber einen Bogen, wird für alle Beteiligten die Situation entspannter.
    Ein weiterer Tipp, schaue DU selbst nicht zum anderen Hund!
    Such Dir einen Punkt in der Landschaft, Baum, Strauch, haus, was weiss ich, schau den oder das an und laufe Deine Richtung. In dem Du den anderen Hund gar nicht "siehst" also beachtest, zeigst Du Deinem Hund, dass da nichts schlimmes ist. Im besten Fall orientiert sich Dein Hund an Deinen Augen und schaut mit Dir in die andere Richtung, nach dem Motto ... "was gibts`n da zu sehn ...?!" :D

    Viel Erfolg!!!

    LG
    Kerstin

  • neuertag
    Das Problem: es kommt auf Hund und HH an. Bei manchen Hunden genau das Richtige, bei dem nächsten Hund kann es nach hinten losgehen. Und damit meine ich jetzt jede "Anwendung".
    Auch reicht es oft nicht wenn es zwar erst einmal dem HH schlüssig ist, das große Problem ist die Umsetzung. Ist es wirklich auch das Richtige für den HH? Denn wenn dieser nicht wirklich dahinter steht, harmoniert das Ganze dann nicht mehr.

    Also glaube ich brauchst du auf jeden Fall einen Trainer der das Ganze auf euch "zuschneidert".

  • Hallo "neuertag",
    hach, es schwierig zu verallgemeinern, weil es tatsächlich immer auf den Hund ankommt.
    Meine Hündin fühlt sich einerseits an der Leine sehr eingeengt, weil sie in solchen Situationen sozusagen zwangsweise be-kontaktet wird – worauf sie allerdings keinen Wert legt und schon zweimal nicht, wenn sie im Kommando steht ("stör nicht, ich hab zu tun!") .
    Zweitens hat sie mich zur Ressource auserkoren – nähert sich mir ein Hund zu sehr, findet sie das Obersch****.
    Wir arbeiten an beidem. Wenn sich aber solch eine unkontrollierte Situation ergibt, in der ich nicht ausweichen kann oder ein unageleinter Hund auf uns zu kommt, lass ich die Leine eben fallen und geh weiter.

    Da meine Süße – und wie ich bisher mitgekriegt hab, Deiner auch – solche Situationen höchstens mit Knurren und Weitergehen regelt, aber grundsätzlich unblutig, darf sie das.

  • Hallo Angelika,

    ich kann Dir leider nicht antworten .... :/ Bin kein "Clubmitglied" ....

    Ich kenne ihn selbst von Seminaren und seine Bücher.
    Wer genau für ihn arbeitet weiss ich nicht ....

    LG
    KErstin

  • Zitat

    Da meine Süße – und wie ich bisher mitgekriegt hab, Deiner auch – solche Situationen höchstens mit Knurren und Weitergehen regelt, aber grundsätzlich unblutig, darf sie das.


    Ja das ist ne spannende Frage, bleibt es deshalb unblutig, weil man durch`s weggehen deeskaliert oder wird es irgendwann dadurch blutig weil der Hund keine Grenze gesteckt bekommt....

    Seltsamerweise wurde meiner bisher zweimal blutig gebissen, jedesmal als die andere Besitzerin ihren während der Rangelei mit Geschrei wegzog.
    Wenn die anderen Besitzer wegblieben wurde meiner nur unblutig unterworfen. Selbst hat er noch nicht gebissen und auch nicht einen anderen Hund unterworfen nur grummelnd gewarnt, wenn er den anderen weghalten wollte, allerdings warnt er zur Zeit auch bei ganz coolen gelassenen Hunden die ihn absolut nicht anmachen und das stört mich....Also er ist mittlerweile der der anmacht eventuell nicht nur aus Größenwahn sondern auch aus der Erfahrung des gebissen und unterworfen werdens heraus....

    Auf jeden Fall werd ich an Leinenführigkeit, Erhöhung der Frusttoleranz üben und dass er nicht zu jedem Hund hindarf, und am besten dass er vorher Blickkontakt mit mir sucht, ob er nun darf oder nicht....
    Gleichzeitig muss ich ne regelmäßige Beschäftgung am besten mit anderen Hunden suchen (irgendwas mit Tricks oder Fährte sowas würde ihm Spaß machen) wo er lernt nicht auf die anderen Hunde zu achten sondern sich auf seine Aufgaben zu konzentrieren.
    Ja und für den Übergang wäre natürlich nen Einzeltrainer klasse vor allem um das Verhalten des Hundes erstmal lesen zu lernen...

    Thomas Bauman ist von dem was ich im Netz gefunde hab etwas zu weit weg und zur Zeit zu teuer für mich.
    Aber vielleicht hole ich mir schonmal nen Buch.

    Mit dem Bogen gehen das hab ich bis gestern so gemacht, wenn es möglich war. Das hat manchmal geholfen, am besten waren die Momente, wo er schon beim Anblick eines anderen Hundes zu mir geguckt hat um sein Leckeli zu bekommen. Deshalb hatte ich gehofft bei der Trainerin noch mehr Tipps für positive Konditionierung von Fremdhundebegegnungen zu bekommen, aber sie meinte nur das sei Quatsch weil der Hund ja für`s`fixieren belohnt würde also für ein Fehlverhalten.

    Aber an die Ursache seiner Anspannung bin ich mit den Leckerlis irgendwie auch noch nicht gekommen.

    Wahrscheinlich braucht er zusätzlich zu der positiven Konditionierung doch etwas mehr klare Grenzen ohne Gezeter oder Gewalt aber bestimmter und konsequenter als ich es in letzter Zeit gehandhabt habe.

  • Zitat

    blutig gebissen, jedesmal als die andere Besitzerin ihren während der Rangelei mit Geschrei wegzog.
    Wenn die anderen Besitzer wegblieben wurde meiner nur unblutig unterworfen.


    Das deckt sich definitiv mit meiner Erfahrung – wobei mein Hund ausgesprochen ungut wird, wenn ich eingreife. Mach ich nicht mehr, das gibt meinem Hund viel zu viel Rückendeckung.


    Zitat

    nur grummelnd gewarnt, wenn er den anderen weghalten wollte, allerdings warnt er zur Zeit auch bei ganz coolen gelassenen Hunden die ihn absolut nicht anmachen und das stört mich


    Das ist aber für Deinen Hund die einzige Möglichkeit, dem anderen Hund zu signalisieren: Bleib mir vom Leib, ich fühl mich bei Dir nicht wohl.
    Ich hab mal zu einer Frau, die mir auf einem Spaziergang begegnete (die sich hinterher als Animal Learn-Trainerin herausstellte): "Irgendwann kriegt mein Hund mal so Kloppe von einem anderen Hund mit ihrer Brummelei." Da sagte sie: "Neee, das macht er, damit er keine Kloppe kriegt."
    Wie gesagt, alles unter der Vorraussetzung, dass es beim eigenen Hund beim Knurren bleibt.

    Zitat

    Leinenführigkeit, Erhöhung der Frusttoleranz üben und dass er nicht zu jedem Hund hindarf, und am besten dass er vorher Blickkontakt mit mir sucht, ob er nun darf oder nicht....


    Das ist immer gut! ;)

    Zitat

    Gleichzeitig muss ich ne regelmäßige Beschäftgung am besten mit anderen Hunden suchen (irgendwas mit Tricks oder Fährte sowas würde ihm Spaß machen) wo er lernt nicht auf die anderen Hunde zu achten sondern sich auf seine Aufgaben zu konzentrieren.

    Auf jeden Fall. Ich hab aber mit meinen Hunden gemerkt, dass "Arbeiten" in der Grupe zunächst überhaupt nicht ging. War viel zu viel Ablenkung, und der Gehorsam saß nicht genügend. Deshalb hab ich erstmal für mich alleine was gemacht. Da war ein Spaziergänger oder ein vorbeifliegender Vogel schon Ablenkung genug und wir konnten üben, wenigstens mal darauf nicht zu reagieren.

    Zitat

    Mit dem Bogen gehen das hab ich bis gestern so gemacht, wenn es möglich war. Das hat manchmal geholfen, am besten waren die Momente, wo er schon beim Anblick eines anderen Hundes zu mir geguckt hat um sein Leckeli zu bekommen.


    Mööööönsch, das ist doch super! Mach daran weiter!

    Zitat

    sie meinte nur das sei Quatsch weil der Hund ja für`s`fixieren belohnt würde also für ein Fehlverhalten.


    Er kriegt das Lecker doch nur in dem Moment, wo er Dich anschaut.

    Zitat

    Aber an die Ursache seiner Anspannung bin ich mit den Leckerlis irgendwie auch noch nicht gekommen.


    Das kann alles Mögliche sein, die Stress-Anfälligkeit hängt von so vielen Faktoren ab – Rasse, Alter, Prägung, Ernährung, Tagesprogramm, Erfahrungen...


    Zitat

    Wahrscheinlich braucht er zusätzlich zu der positiven Konditionierung doch etwas mehr klare Grenzen ohne Gezeter oder Gewalt aber bestimmter und konsequenter als ich es in letzter Zeit gehandhabt habe.

    Das schadet auf gar keinen Fall! *zwinker* .
    Ab und zu mal klare Ansage (was nicht heißt, dass Du grob werden musst) wirkte bei uns gelegentlich auch Wunder.

    Du bist so klar und lieb in Deinen Überlegungen – Du und Dein Hund, Ihr werdet ein tolles Team!

  • Zitat


    Du bist so klar und lieb in Deinen Überlegungen – Du und Dein Hund, Ihr werdet ein tolles Team!


    :ops: danke für`s mutmachen, naja vielleicht manchmal etwas zu lieb... und an der klarheit ( in der praxis) kann ich ja auch noch arbeiten :D

    danke für die überlegungen, der kommentar von der animal learn- frau ist ja auch interessant, dass knurren in dem fall keine anmache sondern tatsächlich abwehr ist. also dann eine akkzeptable info "ich will nicht".

    gibt`s darüber eigentlich irgendwo einen guten film/ video wo man hundeverhalten / hundesprache studieren kann?

  • Zitat

    gibt`s darüber eigentlich irgendwo einen guten film/ video wo man hundeverhalten / hundesprache studieren kann?

    Ich finde die "Hündisch"-Filme von Meta-dogs ganz gut, haben mir in vielen Situationen die Augen geöffnet.

    lg
    susa

  • Zitat

    Ich finde die "Hündisch"-Filme von Meta-dogs ganz gut, haben mir in vielen Situationen die Augen geöffnet.

    lg
    susa


    mmh und wo finde ich die? beim googeln war nichts dabei

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