Die 5-Minuten-Gassi-Regel
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Hallo,
angeregt durch einen anderen Thread bin ich mit einer Userin dieses Forums in eine interessante Disskussion geraten - die ich hier gerne mal auf breiterer Ebene fortführen möchte.
Es gibt doch diese Faustregel, mit einem Welpen/Junghund pro Lebenswoche 1 Minute oder pro Monat 5 Minuten länger Gassi zu gehen.
dazu nun folgendes:
ZitatDie Minuten/Monat-Regel. Die finde ich immer wieder spaßig.... Die soll natürlich nur eine Richtlinie sein. Bei bestimmten Rassen oder einzelnen Hunden ist vielleicht das schon zu viel. Bei anderen viel zu wenig. Gerade Hütehunde wie borders, ACDs usw. sind doch für ganz andere Leistungen gezüchtet. Auch ein Jack russel kann in dem Alter sicher schon viel mehr ab und braucht das. Ich denke da muß man ganz stark differenzieren, wofür die Rasse auch gezüchtet und ausgelegt wurde. Mein 5 Monate alter ACD würde sich bei 20 Minuten nur schlapp lachen. Da ist der gerade mal aufgewärmt. Gut, zwei Stunden sind viel, aber auch da ist es wichtig zu wissen, wie die aussehen: Geht man vielleicht nur eine kleine Runde, die aber super langsam, so dass der Hund viel schnuppern, graben usw. kann? Oder joggt man zwei Stunden? Du siehst, es gibt sooooo viele Faktoren, die das alles beeinflussen. Mit dem Gelenkaufbau ist das so ne Sache: 10 Minuten normal an der Leine auf Asphalt sind sicher schlimmer, als 40 Minuten auf weichem Wald und Wiesenboden.... Auch da spielt die Rasse wieder eine große Rolle und natürlich wie schlank der Hund gehalten wird. Ein Jack Russel z.B. ist in dem Alter vom Körperaufbau schon so gut wie fertig, während eine Dogge gerade erst anfängt. Ein Border oder ACD ist mit 6 Monaten auch schon ziemlich fertig und bringt vor allem gar nicht so viel Gewicht auf die Gelenke... Es gibt also bei allen Fragen in diese Richtung viele Faktoren.
Klingt plausibel, oder?
neugierige Grüsse
susa - Vor einem Moment
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Hallo,
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Dort wird jeder fündig!-
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Nur etwas Hütehunden: gerade die sollten vor allem auch Ruhe lernen. Ich sehe den Unterschied bei meinen Beiden: Berner-Mix Lucy hat als Welpe überall ausruhen und abschalten können. Aussie Grisu hätte weiter gemacht, bis er tot umfällt, solange irgend etwas halbwegs interessantes in der Umgebung ist. Er konnte definitiv nicht selbst einschätzen, wann es zuviel war. Auch muss gerade ein Hütehund über Kopfarbeit ausgelastet werden. Über reine Bewegung (spazieren, Bällchen hinterher jagen) wird er nie wirklich müde/ausgelastet, sondern dreht eher noch mehr hoch. Nach 30 Minuten Kopfarbeit ist Grisu erstmal platt, nach 3 Stunden spazieren und toben fragt er mich, was wir als nächstes machen. Daher: man sollte sich schon sehr genau überlegen, wie man einen aktiven Junghund "auslastet" und was das Ergebnis dieser Auslastung ist.
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Ja,ich finde es kling plausibel.

Wahrscheinlich muss man echt ein Maas finden dass auf den eigenen Hund passt.Das ist viell.ist Rasse und ich denke vielleicht auch irgendwo "Typ-Abhäbgig"...der eine Hund legt sich einfach ab wenns zuviel wird:Emily
),ein anderer findet kein EndeEmily ist 13 Wochen alt...wir wohnen in der Stadt-ohne Garten...müssen also zu jedem Lösen erst mal ein Stückchen laufen...
Sie ist jetzt 3 Wochen bei uns und täglich merken wir dass das mit den 5 Minuten nicht hinhaut...ich glaube sogar dass ihr der momentan einmalige Ausflug auf die nächste Hundewiese(ca 10 Minuten hinlaufen,15 Minuten toben,10 Minuten zurücklaufen)nicht mehr sehr lange"reicht".
Sie ist ein Podenco-Mix und ich denke schon sehr lauffreudig...

Dennoch sind wir eben weil wir von der 5 Minuten Regel gehört haben etwas "vorsichtig"...
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Ich denke, gerade bei Hütehunden und Jackys - Rassen die ohenhin einen hohen Aktivitätslevel und viel Power mitbringen - sollte man daran denken, dass man sich ein Konditionswunder und einen actionhungrigen Hund heranzieht, wenn im Welpenalter schon stundenlange Spaziergänge und Bespaßung mit allen Mitteln die Regel sind. Wenn ein 4 Monate alter Welpe schon täglich drei Stunden durch Wald und Wiesen streift und dazu noch ein Dutzend Tricks beherrscht und mit Ballspielen und Co. ausgepowert wird, dann darf man sich nicht wundern, wenn der erwachsene Hund unter Dauerstrom steht. Und man sollte sich fragen, ob man die Zeit hat, beim erwachsenen Tier dann täglich ein 6-Stunden-Programm zu fahren? Wenn man das will - okay.
Sicher, mal ein langer Spaziergang oder ein Tag mit viel Action, dagegen ist sicher nichts einzuwenden. Niemand muß sich sklavisch an die Regel halten ;). -
Zitat
Nur etwas Hütehunden: gerade die sollten vor allem auch Ruhe lernen. Ich sehe den Unterschied bei meinen Beiden: Berner-Mix Lucy hat als Welpe überall ausruhen und abschalten können. Aussie Grisu hätte weiter gemacht, bis er tot umfällt, solange irgend etwas halbwegs interessantes in der Umgebung ist. Er konnte definitiv nicht selbst einschätzen, wann es zuviel war. Auch muss gerade ein Hütehund über Kopfarbeit ausgelastet werden. Über reine Bewegung (spazieren, Bällchen hinterher jagen) wird er nie wirklich müde/ausgelastet, sondern dreht eher noch mehr hoch. Nach 30 Minuten Kopfarbeit ist Grisu erstmal platt, nach 3 Stunden spazieren und toben fragt er mich, was wir als nächstes machen. Daher: man sollte sich schon sehr genau überlegen, wie man einen aktiven Junghund "auslastet" und was das Ergebnis dieser Auslastung ist.
Nein nein. Das ist ja etwas, was der Halter aus dem Hund macht und hat nichts mit der Rasse zu tun

Ich habe mich nie an diese Regel gehalten. Ich habe geschaut, das passende für meinen Hund zu finden.
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Zitat
Nein nein. Das ist ja etwas, was der Halter aus dem Hund macht und hat nichts mit der Rasse zu tun

Was willst du damit sagen, ich steh da gerade etwas auf dem Schlauch... Meine Beiden habe ich zu Anfang als Welpe gleich behandelt, bei Grisu dann angepasst, als ich merkte, so geht es nicht... -
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Das Problem bei derartigen wie oben Aussagen ist, dass sie realitätsfern sind...
Ein Welpe einer Arbeitsrasse kennt seine Grenzen nicht. Auch als Junghund kennt er sie nicht. Und als Erwachsener auch nicht. Nicht, weil er irgendwie ein bisschen deppert ist, sondern weil es ihm gezielt weggezüchtet wurde. Für jede Arbeitsrasse gibt es einen Fachbegriff für "nicht aufhören wollen zu arbeiten/dran bleiben an der Sache". Und das gehört mit zum Zuchtziel.
Und diese Eigenschaft hat auch schon der Welpe mitgeerbt. Daher hat der keine Ahnung, wann es reicht.
Aber ich habe die.
Und ich weiß, dass es ziemlich schnell reicht.Viele Grüße
Corinna
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