Futterverweigerung nach Weiberkastra

  • Hallo Ihr,

    hatte jetzt eine gewisse Zeit lang kein Internet, mir geht es auch nicht allzu gut und ich versuche mich kurz und verständlich zu fassen.

    Meine Hündin Hexe ist fast 1 Jahr alt und wurde vor 4 Wochen kastriert. Aus Vorsorge. Bis dahin hat sie das Markus Mühle Futter bekommen. Nach der Kastra wollte sie dieses nicht mehr, hat zwei Tage lang nichts gefressen. Am dritten Tag begann ich zu kochen, auf Anrat der Tierärztin.
    Reis, mit Hühnchen, mal bisschen Karotte dazu, mal bisschen Ei. Hab immer etwas Trockenfutter drunter gemischt, was sie aber fein säuberlich aussortiert hatte. Sie bekam 4 kleine Reismixportionen am Tag die sie auch gerne fraß. Zwar nicht so gierig wie früher, aber gott sei dank fraß sie.

    Jetzt sind 4 Wochen vergangen, zwischendurch hat sie 2 Tage wieder nichts gefressen, weil ich laut Tierärztin - wenn es nicht anders klappt - radikal wieder auf ihr MM Futter umstellen sollte. Sie rührt es nicht an.

    So, der MM Sack ist bald leer und ich wollte auf lupovet IBDerma umstellen, weil sie einen sehr empfindlichen Magen hat. Das Futter rührt sie auch nicht an.

    Zwischendurch hat sie wieder 2 Tage "gehungert", weil ich ihr nichts anderes außer das MM Futter und das Lupovet "vorgeworfen" habe.

    Heut hab ich wieder gekocht. Durch das selbstgekochte bekommt sie ja nicht alle Nährstoffe, 4 Wochen ist die Kastra jetzt her - fast 5 - und mir macht das echt zu schaffen. Ihre Liebsten - ja ALLERLIEBSTEN - Leckerlis von früher sind auch nicht so der Renner. Geflügelwiener? Najaaa. Käse? Ihh, wie kannst du nur..

    Was soll ich nur machen? Wieso rührt sie ihr Futter plötzlich nicht mehr an? Sie hat durch das ganze Prozedere 700g abgenommen, hatte zwischendurch Fieber, was wir mit AB wieder hinbekommen haben.

    Wunde ist super verheilt, sonst ist sie fit und macht noch mehr Quatsch als zuvor.


    Hoffe, das mir jemand helfen kann - danke für alle Tipps!

    LG,
    Laura und die schlummernde Hexe

  • Hallo Laura ,

    mhmm , hast Du es mal mit Handfütterung versucht ?

    Ansonsten würd ich nochmal zur TA marschieren und Hexe auf den Kopf stellen lassen medizinisch .

    Kein Hund hungert freiwillig . Irgendwas muss da sein .

    Liebe Grüsse,


    Katzentier

  • Huhu,

    ja klar. Alles probiert. Hab auch mal das Futter verkleinert und ihr versucht, es anzubieten. Auf dem Hundeplatz kommen wir garnicht mehr richtig mit, wenn sie keine Leckerchen mehr mag...

    Hab auch mal das Futter aufgeweicht und unter den Reis gemischt, dann frisst sie vielleicht nur einen Teelöffel.

    Dann werden wir wieder zum Tierartz trotten und alles durchchecken lassen. Kannst du mir sagen, was das eventuell sein kann?

    Pferde-, Kuh- und Kaninchenmist sind aber immernoch ihre Lieblingsspeisen :D .

    LG,
    Laura

  • Nein , leider kann ich nicht sagen , was Deiner Hexe fehlt . Tut mir leid .

    Aber vielleicht haben die Anderen ja noch eine Idee .

    Liebe Grüsse und gute Besserung an Hexe ,

    Katzentier

  • Hallo!

    Zuerst muss abgeklärt sein, dass der Hund gesund ist.

    Wenn der Hund gesund ist, dann kannst du davon ausgehen, dass deine kleine Prinzessin dich springen läßt und du nur fragst wie hoch :lachtot: .

    Natürlich ging es ihr in den ersten Tagen nach der OP schlecht, und natürlich neigt man als Besitzer dazu alles zu tun, das den Hund zum Fressen bringt.
    Aber ein Hund merkt auch sehr schnell, dass er "besseres" Fressen und viel Aufmeksamkeit und Zuwendung zu bekommen sind, wenn man nur ein wenig beim Fressen zickt.
    Du hast jetzt 3 Möglichkeiten:
    1. Du lässt dich darauf ein und wirst noch sehr abwechslungreiche Kochrezepte suchen müssen, weil Hühnchen mit Reis bald langweilig sein wird ;) .
    2. Du stellst dem Hund 2 mal am Tag für 15 Minuten sein Fressen hin, kümmerst dich absolut nicht um das Tier (Geh in einen anderen Raum, lies gemütlich ein Buch, aber ignorier den Hund!) und nimmst nach Ablauf der Zeit den Napf kommentarlos wieder weg. Jegliches andere Futter oder Leckerchen sind gestrichen, es gibt nur das, was im Napf ist. Zur Hundeschule nimm das Futter als Leckerchen oder ein Spielzeug als Belohnung. Hab Geduld! Mein härtester Fall hat 9 Tage durchgehalten. Seitdem frisst er alles, sofern er es verträgt und kann alle nur erdenklichen Leckereien bekommen, die ich ihm von Herzen gönne.
    3. Du stellt die Ration im Napf hin und kümmerst dich weder um das Futter noch um den Hund. Ist der Napf leer, füllst du wieder auf. Aber auch hier ist es wichtig, den Hund nicht zum Fressen zu animieren. Du musst ganz gelassen sein und deinem Hund ganz klar vermitteln, dass es dir vollkommen gleichgültig ist, ob er frißt oder nicht. Dann wird der Hund irgendwann anfangen zu fressen. Es wird so wohl länger dauern weil er bei Bedarf mit ein paar Bröckchen wieder Energie für längeres Fasten sammeln kann, aber er wird nicht zum Schlingen neigen und sich die Mahlzeit irgendwann so einteilen, wie es ihm passt.

    Aber das alles eben nur wenn der Hund gesund ist!

    LG
    das Schnauzermädel,
    das mäkelnde Hunde hasst, weil die die Mehrhundehaltung echt kompliziert machen :motz:

  • Zitat


    Mein härtester Fall hat 9 Tage durchgehalten. Seitdem frisst er alles, sofern er es verträgt und kann alle nur erdenklichen Leckereien bekommen, die ich ihm von Herzen gönne.


    9 Tage!!!

    Das ist eine beachtliche Leistung. Vom Hund wie vom Frauchen. ;)

  • Hallo

    Hast Du mal einen anderen Napf versucht.
    Meine Hündin hat seit ihrer Kastra nie mehr etwas aus einem Edelstahlnapf genommen. Nix, nicht mal das ultimativste supergenialste Superlecker.

    Scheinbar hat sie in /vor / nach der NArkose irgendwas aus Edelstahl mitbekommen...Seit dem Tag...Nix mehr aus Edelstahl.

    Wir haben nun wieder hübsche Plastiknäpfe

  • :hallo:


    Hast Du sie noch mal durchchecken lassen? Noch mal die Tierärztin gefragt?

    Käme Barfen für Dich in Frage? Oder, zu welchem Futter ich noch raten

    würde wäre Bestes Futter. Das mag sogar meine mäkelige Hündin sehr gerne.


    liebe Grüße
    Alina

  • Zitat

    9 Tage!!!

    Das ist eine beachtliche Leistung. Vom Hund wie vom Frauchen. ;)

    :roll: Aber nur, weil es hier nicht anders geht...
    Ich habe hier eine Hündin, die frisst alles. Also müssen die Hunde etwa gleich schnell fressen oder ich füttere getrennt. Nur funktioniert selbst das getrennt fressen nur schlecht, wenn einer nix frißt. Madame sitzt dann vor der Tür und geifert jeden anderen Hund und mein Kind an. Den Stress, sie auf ihrem Platz zu beobachten, Beißereien vorauszusehen und zu verhindern und ein Kleinkind aus der Schußlinie zu halten, tue ich mir nicht an. Hier gibts ansonsten keinerlei Reibungspunkte und nur weil ein kerngesunder Hund nicht frisst, mache ich mir den Stress nicht.
    Der, der 9 Tage geschafft hat, hat eine Vorgeschichte. Sein Vorbesitzer hat wer weiß was unters Trofu gemixt, aber das zog alles nicht mehr. Der Hund ist vor dem Kauf komplett vom TA untersucht worden mit ausgiebigem Labor und Röntgen. Dann kam er bei uns an, bekam Barf und fraß 5 Tage problemlos. Dann wurde Barf auch öde und er stürzte bei jeder Fütterung zum Napf, schaute rein und ging angewiedert :kopfwand: . 5 Tage habe ich seine Portion morgens und abends angeboten und danach komplett entsorgt. Ab dem 6. Tag bekam besagte Staubsaugerhündin nur noch eine halbe Ration, die andere Hälfte wanderte in seinen Napf. Nach angemesser Wartezeit habe ich ihr erlaubt seinen Napf ebenfalls zu leeren. Das Entsetzen seinerseits war göttlich! Am 10. Tag hat er anstandslos gefressen. Seitdem frisst er alles bis auf Wild, das mag er eben nicht, muss er ja auch nicht. Man kann ihm echte Leckerbissen geben, eine Schale Katzenfutter nach der Arbeit, ein Leberwurstbrot oder was auch immer... Er freut sich über den Leckerbissen, aber er verweigert nicht mehr das Futter um Aufmerksamkeit oder etwas besseres zu bekommen. Ich stelle mich gern auf die Eigenheiten meiner Hunde ein, aber ich mache mich nicht zum Affen, wenn ich weiß, dass ein gesunder Hund seinen Kopf durchsetzen möchte.

    LG
    das Schnauzermädel

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