Erfahrungen mit hibbeligen Hunden

  • Ich weiß wohl was du meinst Mixxy... :D

    Das was du schreibst ist völlig richtig!
    Jedoch ist es bei uns momentan nicht möglich dies so durchzuführen.

    Wie oben schon geschrieben,
    ich bin gezwungen Snoopy immer wieder irgendwo mit hinzunehmen,
    ansonsten müsste er zu lange alleine sein.
    Also was soll ich machen?
    Ihn abgeben, weil ich so nicht trainieren kann? Sicher nicht...
    Es muss doch noch irgendeine andere Lösung geben.

    Deshalb war ich bei der Tierheilpraktikerin, damit sie eine Mischung zusammenstellt,
    mit welcher Snoopy ruhiger wird und ich dann in solchen Situationen besser
    auf ihn einwirken kann. Was momentan kaum möglich ist...

    Ich werde jetzt auf jeden Fall Tellington Touch versuchen.
    Vielleicht bringt uns ja das weiter...

  • Zitat

    Ich werde jetzt auf jeden Fall Tellington Touch versuchen.
    Vielleicht bringt uns ja das weiter...


    He, Du wirst TTouch nicht versuchen sondern machen und es wird euch helfen, denke positiv.
    Vor allem, sei ruhig, reg dich nicht auf und sei neutral sonst nimmt dein Hund noch deine Stimmung an.

    Gruß
    Herbert

  • Huhu Kakadus!

    Was macht Snoopy denn, wenn du ihn mitnimmst und ihm dann dort einen Platz zuweist, den er nciht verlassen darf? Vielleicht sogar mit einer Decke, auf der ihr genau das trainiert habt.

    Maja würde im Eiscafé auch ausflippen, wenn sie dürfte, sie würde an allen hochspringen und versuchen, dem Kellner ne Eiswaffel abzuluchsen.
    Ich habe so waschbare Felle hier, die sie aus Kindertagen kennt. Als Baby hat sie nur darauf geschlafen, heute haben die Seltenheitswert und dementsprechend gerne liegt sie darauf. Am Anfang habe ich das in bekannten Umgebungen gemacht, dass sie auf dem Fell liegenbleiben musste und nicht aufstehen durfte. Irgendwann hat sie sich draufgelegt, als ich das Fell nur hingelegt habe. Und dann haben wir das auf Spaziergänge usw ausgeweitet. Fell - Hund legt sich hin - Frauchen macht sonstwas - Hund muss liegenbleiben. Und das ging auch in Eiscafés und sonstigem. Am Anfang hat sie absolut gar nicht stilliegen wollen. Immer wieder hat sie aufgeschaut und geguckt, ob nicht doch was anliegt, ob man nicht doch was machen könne. Irgendwann hat sie begriffen, dass Eiscafé, Biergarten usw. für sie wirklich nur stillliegen bedeuten und dass man eh nicht aufstehen darf. Und ab da ging es dann langsam und die Betonung liegt hier wirklich auf langsam, bergauf. Sie hat nciht mehr bei jedem Geräusch gezuckt, nicht mehr bei jedem vorbeigehenden Menschen versucht aufzustehen. Heute ist es so weit, dass ich die Felle nicht mehr brauche und ihr nur einen Platz anweise, an dem sie "Heia machen" soll, das ist auch ihr Kommando, mit dem sie sonst ins Körbchen geschickt wird und der Hund legt sich hin und macht die Augen zu :)

    Wie gesagt, ich denke mal, dass Snoopy da noch schlimmer ist, aber es gibt Hoffnung :)

    Einige hier haben wohl auch schon mit konditionierter Entspannung Erfolge erzielt, ich bin grad nciht sicher, ob du das auch schon ausprobiert hast?

    LG, Henrike

  • Ja Herbert!

    Ich werde TTouch machen! :D

    Hast ja recht. Ich dachte nur vor kurzem noch, jetzt sei das gröbste überstanden...
    Er hört relativ gut, den Futterneid und sein Schnappen haben wir im Griff und jetzt das...

    Aber das wird auch noch! :^^:

    Danke nochmal!!! =)


    EDIT:
    Das mit der Decke ist auch noch eine gute Idee!!
    Er hat so eine in der Küche. Dort kommt er hin, wenn mal mehr los ist.
    Nimmt er auch relativ gut an mittlerweile.
    Die könnte ich auf jeden Fall beim nächsten Mal miteinpacken!
    Konditionierte Entspannung, hast du vielleicht einen Link für mich? =)

  • Danke Herbert,so einfach haette ich es nicht uebersetzen koennen!
    Ich habe ein paar links die das ganze auafuehrlicher erklaeren,allerdings auf Englisch.

    Erstmal zu der inneren Unruhe.
    Ich denke das es eine Form von Angst ist,nur weil er nicht total panisch reagiert,heisst das nicht das er keine Angst hat.
    Ich geb dir ein Beispiel aus meinem Leben.. Ich sch auf meinen Arbeitsplan fuer morgen und stelle fest das ich eine OP mit einem neuen Chirurgen habe.
    Auch hab ich bei dieser Art OP noch nie assistiert.
    Der naechste Tag ist da,ich bereite alles vor,aber ich bin unruhig,ruecke alle 2min die instrumente gerade,mir ist heiss und ich hab schweissperlen auf der stirn.ich kenn den doc nicht,weiss nicht was er mich fragen wird.
    Ich habe Angst...Angst was falsch zu machen,Angst vorm Versagen etc.
    Ich bin gestresst,aber ich renne nicht panisch schreiend ausm OP Saal und werf mit Skalpelen um mich.
    Got it?

    Dein Problem wird sein das deine Situation dein Training kaputtmachen wird.
    Siehe Flaggenmast.
    Du hast Hoehenangst und jemand erklaert dir das du es sehr laaaangsam angehen musst.
    Du stellst dich fuer 30 sek auf nen stuhl,das klappt gut,nach Tagen stuhltraining gehts auf die unterste Leiterstufe.
    Super,du bekommst langsam vertrauen,doch am naechsten tag wirst du wieder auf den flaggenpol geschickt fuer stunden...
    Got it?

    Ueberleg dir was du aus der info draus machst.


    Mixxy

  • Zitat

    Mittlerweile bin ich soweit, dass ich über eine Kastration nachdenke.
    Ich weiß wohl um die Nachteile einer Kastration und würde es auch nicht in
    Erwägung ziehen, wenn ich sonst keinen Ausweg mehr sehen würde...


    Aber ich frage mich, was das Verhalten des Hundes, mit einer Kastration zu tun hat. Zoe ist auch so ein Kandidat. Ich kann ihr befehlen was ich will, sie bleibt dann auch brav auf ihrem Platz liegen, aber ist trotzdem genauso aufgedreht... In manchen Situationen fiel mir aber auf, dass es hilft wenn die Situation ganz alltäglich wird, also nichts besonderes mehr.

  • Hallo Gitti,

    schön mal wieder was von Dir zu lesen - allerdings WAS ich da lese ist weniger schön.
    Meinst Du wirklich DEN Snoopy den ich kenne? Hat er sich so verändert?

    So wie ich ihn kennengelernt habe war er schon ein lebhafter, ehr hibbeliger Hund - aber nicht unter permanentem Dauerstress.
    Und ich hab ihn einmal in der HuSchu auf dem Platz, einmal auf der Wiese und einmal bei unserem gemeinsamen Gassigang gesehen - also für ihn lauter neue schwierige Situationen.

    Wie ist denn Dein Verhältnis zu den Mitbewohnern? Könntest Du ihn nicht doch öfters in der WG lassen wenn der Besuch bei Oma ansteht oder ähnliches? So ganz allein ist er dort ja dann nicht, oder?
    So könntest Du das Training langsam aufbauen - dafür melde ich mich hier auch gerne nochmal als Sparringspartner. :^^:

    lg
    susa

  • Die Decken-Idee finde ich ausgezeichnet! Wobei dazu evtl. nichtmal eine Decke nötig ist. Emma ist ja auch so ein immer hibbeliger, immer nervöser Hund und bei ihr ist es leider auch so, dass sie teilweise panisch reagiert.
    Wenn ich mit Emma in fremder Umgebung bin, dann mach ich folgendes:
    Grundsätzlich darf sie erstmal die Gegend erkunden, bleibt sie dabei einigermaßen gelassen, dann lass ich sie einfach machen, sobald ich aber merke, dass sie anfängt unsicher zu werden schicke ich sie ins Platz. Ich weiß nicht genau warum, vielleicht weil sie somit eine klar definierte Aufgabe hat und sich nicht mehr um ihre Umwelt kümmern muss, aber das klappt wirklich. Wenn der Angstreiz nicht zu groß ist, dann kann man zugucken, wie sie sich in dieser Situation von Sekunde zu Sekunde mehr beruhigt und teilweise sogar anfängt zu dösen...
    Versuchs einfach mal...allerdings muss die Ablage dafür schon ziemlich gut "sitzen"...

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