Was ein Fellknoten alles anrichten kann...

  • ...mußte ich heute erfahren :/

    Gestern Abend bemerkte ich, dass Tinker sich ständig an einer Stelle am Bein knabberte...ich guckte die Stelle an und sah, dass sie dort einen winzigen Fellknoten hatte, den sie sich offensichtlich abknabbern wollte. Doch knabberte sie wohl mehr an der Haut, als am Knoten, denn es bildete sich schon ein klitzekleiner eitriger Herd an der Stelle. Ich schnitt den Fellknoten vorsichtig heraus, machte Wundsalbe drauf und dachte, dass es mit regelmäßiger Behandlung wohl bald gut sein wird...VON WEGEN!! Heute Morgen traf mich fast der Schlag. Scheinbar hatte Tinker über Nacht an dieser Stelle kräftig weiter geknabbert und aus dem kleinen eitrigen Herd wurde über Nacht eine riesige, blutig-eitrige Fleischwunde. Natürlich sind wir sofort zum TA gegangen, der ihr die Stelle komplett kahl rasierte, die Wunde sauber machte und Antibiotika + fiebersenkendes Mittel spritzte.
    Tinker schrie vor Schmerzen, vor allem als er ihr die Stelle rasierte und die Wunde sauber machte. Ich bin bestimmt nicht überempfindlich, aber einen Moment lang bekam ich Schweißausbrüche und mir wurde mir so schlecht, dass ich mich setzen mußte...ihr Geschrei ging mir durch Mark und Bein.
    Nun hab ich Jod und eine Wundsalbe mitbekommen, mit der ich sie täglich mehrmals behandeln muß, vor allem nach dem rausgehen, weil die Wunde offen bleiben soll, also ohne Verband. Der TA meinte, dass sie so schneller heilt, und Tinker muß nun eine Halsschale tragen, damit sie sich nicht an der Stelle lecken kann. Jetzt scheint es, als hätte ich ein "Steiff Tier" zuhause sitzen. Wegen der Schale traut sie sich nicht mehr zu bewegen, und wenn sie es doch mal aus Versehen tut, bekommt sie nen regelrechten Anfall, weil sie die Schale loswerden will.

    Mußten eure Hunde schon einmal so eine Halsschale tragen? Und wenn ja, wie lang dauerte es, bis sie sich daran gewöhnten? Ich bin am überlegen, ob ich ihr nicht wenigstens über Nacht einen Verband ran machen soll, damit sie schlafen kann. Was denkt ihr?

  • Hallo ,

    ach herje....hört sich ja furchtbar an. Dein armer Zwerg :schockiert: .

    Gute Besserung und liebe Grüße. Burgit

  • .statt der Halskrause gibt es auch so eine Art Luftreifen, den man dem Hund anlegen kann, keine Ahnung, wie der heißt..aber der stört den Hund nicht so doll :roll:
    LG Fellini
    Gute Besserung

  • Als die Anouk ihre Zahnspange bekommen hat, sollte sie auch so einen "Lampenschirm" tragen. Nachdem ich ihr das Ding zu Hause angelegt habe, bewegte sie sich ebenfalls keinen Zentimeter. :|
    Mir tats einfach so leid, ich hab die Tülle sofort wieder abgemacht, hatte aber auch das Glück, dass sie nicht versucht hat, ihre Spange zu entfernen.

    Vielleicht ist ja ein Body oder Verband für Deine Maus auch die bessere Lösung, ich drück Euch auf jeden Fall die Daumen-blöde Sache :motz: .

    Liebe mitfühlende Grüße, Katha und Anouk.

  • ShihTzu ich habe gott sei dank noch keine Erfahrung mit diesen Tüten, aber mich würde interssieren warum er weiter geknabbert hat? Der Fellknoten war dann doch weg?

    Liebe Grüße und gute Besserung ;)

  • Danke erstmal für eure Antworten.

    Der TA meinte, dass es mit einem Verband viel länger braucht zum heilen, da die Wunde wirklich schon recht groß ist.
    Wobei ich von dieser Schale allgemein nicht angetan bin, da auch meine anderen beiden Hunde immer an die Wunde ran wollen, die ja frei liegt...von daher würde ich einen Verband auch besser finden.

    Gonzales, ich kann mir vorstellen, dass die Wunde gejuckt hat und sie vielleicht deswegen weiter geknabbert hat :???:

  • Hallo!

    Zuallererst einmal: Gute Besserung, das klingt ja nicht shcön, was die arme Tinker da durchmachen musste.

    Maja musste in ihrem Leben bereits mehrfach eine Halskrause, von mir auch liebevoll "Tröte" genannt, tragen. Beim ersten Mal blieb sie 10 Minuten lang stehen und guckte mich verwirrt an und tat gar nichts. Dann bin ich mit ihr rausgegangen und sobald sie von der Leine war, versuchte sie 10 Minuten lang durch Kratzen und wildes Rumspringen, das Dingen loszuwerden. Aber: Das ging nicht. Also hat sie sich damit abgefunden. Zuerst ist sie noch überall angeeckt, aber das war nach ca. einem Tag weg und sie hat die Ecken größer genommen und auch Türrahmen mittiger angepeilt. Sie musste das Dingen damals 14 Tage oder so am Stück tragen. Abgemacht habe ich es, wenn ich daheim war und sie so hundertprozentig unter Kontrolle hatte, dass sie nicht kratzen konnte.
    Nachts ist das Ding drangeblieben, damit Luft an die Wunden konnte, sie hatte sich da schnell dran gewöhnt, dass man auch den Kopf in der Tröte ablegen kann. War gar kein Problem.

    Und wenn sie dann nach einiger Zeit wieder mal die Tröte tragen muste, war es auch kein Problem mehr, dann brauchte sie auch wieder so jeweils einen Tag, um die Größe des Dings zu koordinieren, aber ansonsten - nichts...

    Mutmachende Grüße, Henrike

  • Mia hat sich auch schnell an den "Lampenschirm" gewöhnt, nur die anderen Hunde hattes Angst vor ihr. ;) Wahr also nicht sooo schlimm. Und nachts habe ich es erst recht dran gelassen, da sie ja eh schlafen und ich eben auch nicht alles mitbekomme.

  • Ich hab mich jetzt dazu entschlossen, es mit dem Halsring zu versuchen, weil der, im Gegensatz zu dem Lampenschirm/Tröte/Tüte/Trichter :D wohl angenehmer zu tragen ist.

    Niani, so einen "Crash" machte Tinker heut auch schon öfter...vor allem gegen mein Bein :motz: ;)

    lillameja, meine anderen Hunde haben keine Angst vor ihr, sondern sind total neugierig auf das Teil...beide stecken abwechselnd ihre kleinen Köpfchen in den Schirm und gucken, ob "da drin" bei Tinker alles ok ist.

    Mittlerweile ist sie schon nicht mehr ganz so steif. Heut im Laufe des Tages war das viel extremer, da wagte sie es nicht sich zu bewegen und schielte stattdessen von einer Seite auf die andere, wenn sie was sehen wollte. Wenn die Situation nicht so blöd gewesen wäre, wäre dieses Augenrollen fast lustig gewesen.

    Danke nochmal @ all :umarmen:

  • Hallo,

    Oskar musste auch schon oft so einen Trichter tragen. Er war am Anfang zwar auch etwas verwirrt, hat sich dann aber rasch daran gewöhnt.

    Er hatte nur das Problem, dass er an jedem Türrahmen, Schrank, ... anstieß, weil er immer so stürmisch in der Wohnung rumläuft. Er hat dannimmer verdutzt geschaut, wenn es nicht weiterging.

    Er hat es sogar geschafft, mit dem Kragen zu fressen und zu trinken.

    Wir konnten den Kragen nicht wegmachen, da er sich sonst die Verbände abnagte.

    Grüße, Michaela

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!