HD trotz HD-freier Ahnen und Beschwerdefreiheit?
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Hallo,
vielen Dank für eure Antworten.
Mich irritiert einfach total, dass Asko keinerlei Beschwerden hat aber angeblich hochgradige HD. Meine Eltern wollten mir gestern patu nicht glauben, dass der TA soetwas gesagt hat. Wenn man Asko sieht, kann man sich das einfach nicht vorstellen.
Ich werde morgen in der Tierklinik in Hochmoor anrufen und unddort für ein weiteres röntgen anmelden. Und wenn ich dann 100-200 € in den Wind geschossen habe, pech.
Schließlich würde ich mich auch nicht einfach so einer OP unterziehen, obwohl ich keine Schmerzen habe. Da würde ich mir auch eine zweite Meinung einholen.Drück uns die Daumen, dass nur die Bilder vertauscht wurden!
Liebe Grüsse
Linda - Vor einem Moment
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Hallo Linda,
ich geb auch mal noch meinen Senf dazu da mir ähnliches passiert ist. Meine Hündin hinkte auf einmal hinten (sie war davor von der Couch gefallen und ich dachte sie hat sich irgendwie doof angeschlagen.....
) Ab zum TA, Vertretung war da, Hund wurde abgetastet usw. und hat Schmerzmittel bekommen. Aber nix hat sich gebessert. Dann zum "richtigen" TA, dem alles erzählt, er hat Hund abgetaste und hatte gleich die richtige Stelle wo es weh tat, die Hüfte. Also Röntgenbilder gemacht und raus kam mittlere HD. Sie ist 4 Jahre und bis zu dem Zeitpunkt hat man nix bemerkt.TA hat erklärt das es sein kann das die Beschwerden nur sichtbar werden wenn sich der Hund angeschlagen oder verdappt hat und man sonst nix bemerkt, es kann auch Schubweise kommen und die Beschwerden müssen nicht ständig da sein. Ebenso kann es sein das sie den Rest des Lebens jetzt "beschwerdefrei" bleibt.
Mal schauen, wir machen das beste draus das wir es wissen, vermeiden blöde Bewegungen und geben ihr einen Futterzusatz.
Drück dir ganz fest die Daumen!
LG, Birgit
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Normalerweise sollte bei den Vorfahren eine HD-Auswertung erfolgen, die über HD-frei bzw nicht HD-frei hinausgeht. Bei einem guten Zuchtverband wird eine Einteilung vorgenommen - in Deutschland ist das überlicherweise mit A, B, C, D, E usw... Wenn also z.B. bei einer Rasse A bis C als frei gilt, kann man trotzdem bei der Zucht noch beachten, dass man z.B. keine zwei Elterntiere auswählt, die eine C-Hüfte haben - also gerade noch als frei eingestuft worden sind. Man würde dann eher einen Zuchtpartner mit einer A-Hüfte wählen.
Die Wahrscheinlichkeit für HD-freie nachkommen steigt dadurch noch mehr. Eine 100%ige Garantie gibt es leider trotzdem nicht.
Du solltest unbedingt nocheinmal zu einem spezialisierten Tierarzt gehen und dort die Röntgenbilder vorlegen. Am besten ist da tatsächlich der Gutachter für Retriever. Hier ist eine Liste von Tierärzten, die eine Zusatzausbildung auf dem Gebiet haben und für verschiedene Verbände für die Gutachten zuständig sind: http://www.grsk.org/mitglieder_liste.htm
Was für eine OP will denn Dein Tierarzt da durchführen? Gerade im Bereich HD gibt es da zig Methoden... da muss man genau auswählen... und wenn, dann dürfte die an meinem Hund nur einer machen, der sich darauf spezialisiert hat

Viele Grüße
Corinna -
Hi Linda,
es gibt durchaus Hunde, die trotz schlechter Hüfte keine Probleme haben. Zumindest nicht in jungen Jahren.
Und was das "Bilder vertauscht" anbelangt. Nun ja, will Dir ja deine Hoffnung nicht nehmen. Aber ich habe jahrelang vor und während meines Studiums in verschiedenen Tierarztpraxen gearbeitet. Und da habe ich sowas nie mitbekommen.
Bei den neuen digitalen Röntengeräten geht das sowieso nicht mehr. Und bei den alten wurden immer die Patientendaten mit auf den Film abgelichtet. Muss sein, schliesslich ist der TA verpflichtet, diese Bilder 10 Jahre aufzubewahren. Das gäbe ein schönes Durcheinander, wenn da die Bilder nicht gekennzeichnet werden. Und das werden sie idR direkt auf dem Film selbst.Aber eine zweite Meinung einholen kann nie schaden.
Viele Grüße
Cindy -
Hallo Ihr Lieben,
wie schon in einer anderen Antwort erwähnt würde ich nicht zu großes Vertrauen in diese Ahnentafel setzen.
Ich würde aber auch das röntgenergebnis nicht überbewerten. An deiner Stelle würd ich zur Prophylaxe mit dem Hund ein muskelaufbauendes Training machen. Da eignet sich schwimmen am besten denn da werden fast alle Muskelgruppen trainiert und es ist gelenkschonend. Es gibt übrigens viele Hunde die mit einer schweren HD bis ins Alter hinein schmerzfrei leben, bei anderen ist es so das sie schon bei leichter HD massive Probleme haben.
Sollten sich Symptome zeigen wie erschwertes aufstehen nach längerem liegen o.ä. ,eine Tierarzt suchen der auch berechtigt ist für Rassezuchtverbände zu röntgen. Die werten sie auch aus.
Sollten dann Maßnahmen erforderlich sein ist nach meinen Erfahrungen die Goldakupunktur die vielversprechendste Behandlung.
Ich wünsche Euch das Euer Liebling weiter so munterist und sende viele liebe Grüße. Marita -
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Hallo!
Meine Hündin hat schwerste HD, Spondylose und Cauda Enquina Syndrom.. Sie hat bis zum 6 Lebensjahr gar keine Anzeichen von Schmerzen gezeigt. Sie ist immer rumgesprungen wie ein junges Reh..
Erst im Alter hat man Anzeichen bemerkt und auch erst jetzt (8Jahre) fangen die Probleme erst richtig an. Und ürbigens: Cimbas Ahnentafel ist auch vollkommen HD frei, sogar 4 von ihren Geschwistern haben eine A Hüfte.Was Hayabusa sagt kann ich bestätigen: Es gibt Hunde, die werden trotz schwerster HD sehr alt und haben ein relativ schmerzfreies Leben.
ABER: Ich würde nie wieder warten, bis die ersten Symptome auftreten. Dann kann es für viele Hunde schon zu spät sein. Ein Hund zeigt erst aktiv seine Schmerzen, wenn es schon wirklich schlimm ist. Aber die meisten Hunde haben schon lange lange vorher Schmerzen, sie zeigen es nur nie. Dadurch können sich schlimme Schonhaltungen entwickeln, bestimmte wichtige Muskelgruppen verkümmern und der gesamte Bewegungsapperat leidet extrem. Aus solchen Schonhaltungen entwickeln sich oft in den anderen Gelenken schlimme Athrosen (kann man dann operativ nicht mehr viel machen). Bei einem HD kranken Hund leiden die Ellbogengelenke extrem und irgendwann werden auch diese schmerzhaft werden.Ich kann nur jedem empfehlen schon frühzeitig sich über Behandlungsmethoden zu informieren. Eine Goldakupunktur verhindert zB diese Schonhaltungen und beugt so den Athrosen vor.
Ansonsten kann ich Dir zu Vorsorge nur noch folgende Tipps geben, wie man mit einem HD kranken Hund umgehen solllte:
Bei HD-kranken Hunden ist es wichtig, dass sie eine gute Muskulatur haben. Das stützt den Bewegungsapparat. Ich habe damals bei meiner Hündin schon mit einem Jahr die schwere HD diagnostiziert bekommen. Ich habe sie nie in Watte gepackt, dass heißt, sie ist immer gut bewegt worden.
- Schwimmen ist sehr gut für die Muskulatur. Das sollte man dem Hund
auf alle Fälle anbieten
- Wassertreten ist auch super
- beim Fahrradfahren: bei einem HD kranken Hund sollte man nicht zuviel Fahrradfahren.. am besten ist es, wenn der Hund frei laufen kann, sich praktisch sein Tempo selber einteilen kann.. Weiche Böden sind dabei am besten. Einige sind der Ansicht, mit einem HD kranken Hund gar kein Fahrrad zu fahren. Allerdings Fahrradfahren in Maßen, wirklich in Maßen, und im angemessenem Tempo, schult auch die Muskulatur (durch das gleichmäßige Traben), man muss das selber abschätzen können
- es sollten keine Ballspiele/Stockspiele erfolgen.. die stauchenden Bewegungen sind nicht gut für die Gelenke
- Hundesport sollte angepasst erfolgen, bei einem HD - kranken Hund ist zB Agility zu gelenksbelastend, Sprünge sollten eher vermieden werden
- der Hund sollte nicht zuviel Treppen steigen
- bei heftigem Spielen mit anderen Hunden, sollte man dem Hund immer
mal wieder Auszeiten gönnen
- Buddeln ist eine gute Schulung für die Muskulatur in der Hinterhand
- man kann mit Homäopathie und Futterzusätzen gut vorbeugen
- der Hund sollte kein Übergewicht haben, jedes Gramm zuviel ist eine weitere Belastung für die GelenkeBei auftretenden Schmerzen:
- Bewegung auf mehrere Spaziergänge verteilen, lieber 2-3 kurze Spaziergänge als einen "großen"
- Wärme anbieten (Kirschkernkissen, Rotlicht)
- auf das Biowetter achten (viele Hunde reagieren bei naßkaltem Wetter, sehr empfindlich, da sollte man dann die Bewegung bissel reduzieren)
- TTouch soll gut helfenLG Tina
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Das Problem ist, dass wir oftmals gar nicht realisieren, dass unser Hund Schmerzen hat, denn für uns sind die Schmerzen erst dann sichtbar, wenn der Hund lahmt, schwer aufsteht oder quiekt. Aber die Schmerzen beginnen für den Hund schon oft mit einer Schonhaltung, damit kommt er vielleicht ne Weile ganz gut klar, es entstehen aber Überlastungen an anderen Stellen, Arthrosen und die Muskulatur baut an den falschen STellen ab.
Für den Spezialisten ist diese Schonhaltung sofort zu erkennen, für uns nicht. Die meisten TÄ lassen den Hund einfach nur kurz vortraben und sagen, er lahmt nicht. Aber die Schonhaltung ist nur bei einer richtigen Analyse des Gangbildes im Schritt und Trab zu sehen, und wie sich der Hund hinsetzt oder hinlegt. Z. B. sitzt er gerade oder rutscht er auf einen Oberschenkel, dann kann das schon oft heißen, dass ihm eine Hüfte wehtut.
Ist für uns als Laien echt oft schwer!!!
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Hallo,
wow, ist ja toll, wieviele nette Leute sich an unserem Problem beteiligen!
Unser TA hat mir folgende OP-Methoden aufgeschrieben (damit ich sie bei unserer Versicherung anfragen kann):
-Goldimplantation
-Goldakupunktur
-PIN (Pectineusmyektomie Iliopsoasmyektomie Neurektomie = DenervationEr würde PIN bevorzugen.
Bisher habe ich von der Agila die Info, dass alle Op´s übernommen werden, bis auf Prothesen. Also müsste die PIN kein Problem darstellen.
Sicherheitshalber werde ich morgen nochmal anrufen, Freitag war ich 15 min zu spät :kopfwand:Ich melde mich sobald ich Neuigkeiten habe!
LG
Linda
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