Organische Krankheiten und Verhaltensauffälligkeiten

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    @ Silvia: Welche weiteren Werte würdest du denn ansonsten noch untersuchen lassen? Von dem Stimulationstest habe ich auch schon gelesen. Gibt es da aber nicht auch zwei verschiedene? Kennst du vielleicht die Vor - und Nachteile von beiden?

    lg Zuse

    T3, ft3, Cholesterin

    Ja, und es gibt 2 Tests, wobei der eine wohl kaum noch durchgeführt wird.

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    Momentan haben wir grade wieder eine Tief-Phase. Wir denken, die Dosierung stimmt nicht mehr...

    Das Gefühl habe ich bei Aeneas im Moment auch, aber da ich eh mal wieder einen Test machen lassen wollte warte ich erstmal ab...

  • Hallo Björn,
    Du hast hier schon sehr gute Tipps, was die zu bestimmenden Blutwerte angeht, bekommen.

    Leider ist es so, dass einige Tierärzte hauptsächlich ihr "Leib-und-Magen-Labor" beauftragen, dass dann oftmals nicht alle Bluttests anbietet. Viele bekommen die Untersuchungsergebnisse, die sie in Auftrag gegeben haben, nicht. Das ist einer der Gründe, warum es wichtig ist, die Diagnostik von einem kompetenten TA durchführen zu lassen (einen Link zu dieser Liste hast Du ja auch schon erhalten).
    Der zweite Grund ist, dass die Auswertung der Bluttests gar nicht so einfach ist und ein in dem Bereich kompetenter TA da ganz andere Rückschlüsse zieht als ein normaler TA.

    Leider zu Lasten der Wauzis. Meine Hündin zeigte ähnliche Verhaltensauffälligkeiten wie Deine, war zuvor bestens sozialisiert und unauffällig und dann gings los. Schnell kam ich auf die Fährte "Schilddrüse" und habe den TA bekniet, Werte bestimmen zu lassen. Der hat sich lange bitten lassen. Als die Ergebnisse da waren, hat er abgewunken "es sei doch alles in Ordnung".

    Somit hat sie dann zwei Jahre weiter Panikattacken gehabt, immer weniger Lebensqualität (ich könnte jetzt noch heulen, wenn ich daran denke!), bis ich dann einen erneuten Anlauf bei einem TA, der sich mit Schilddrüsenproblematiken auskennt gemacht habe.

    Die Werte waren gleich (noch im Referenzbereich, dort im unteren Drittel), die TA hat aber aufgrund der Verhaltensproblematik eine Thyroxin-Substitution vorgeschlagen. Fast schlagartig hatte ich meinen "alten" lebenslustigen Hund wieder.

    Gewisse Ängste sind geblieben (z.B. Gewitterangst, Silvesterknaller) die sie in der Zeit erlernt hatte. Aber ihr geht es endlich wieder gut. Sie wird inzwischen seit 2 1/2 Jahren behandelt.

    Ich drücke die Daumen, dass Du fündig wirst und die Lebensqualität Deines Hundes wieder erhöhen kannst!
    Liebe Grüße
    Silke
    mit Jule und Tom

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    Das Gefühl habe ich bei Aeneas im Moment auch, aber da ich eh mal wieder einen Test machen lassen wollte warte ich erstmal ab...

    Wir haben anhand der Verhaltensprobleme nachdosiert und es hat bisher mal wieder durchschlagenden Erfolg.

  • So, gestern waren wir beim TA und haben Blut abnehmen lassen für ein Schilddrüsenprofil. T4 und TSH werden bestimmt, ist das ausreichend?
    Zumindest kam mir die Tierärztin, die auch Verhaltenstherapie anbietet sehr kompetent vor.
    Eigentlich sollten die Ergebnisse schon heute ankommen, sind sie natürlich nicht!
    Nun sitze ich hier auf heißen Kohlen und muss wohl bis Montag abwarten.
    Die Tierärztin sagte zu mir, nachdem ich ihr Emmas Leidensweg in allen Einzelheiten geschildert habe, dass man sich da ja fast wünschen könnte, dass sie unter einer Fehlfunktion der Schilddrüse leidet, dann könnte man ihr wenigstens recht schnell helfen.
    Hm...ich seh das eigentlich genauso...ich muss auch leider gestehen, dass ich mich schon ganz schön auf die Schilddrüse "eingeschossen" habe...wenn sie es doch nicht ist, dann stehen wir wieder bei Null... :/
    Und es muss da echt mal was geschehen, so geht das einfach nicht mehr.
    Mal ein Beispiel der letzten zwei Tage.
    Ich hab gestern Abend noch ne Runde durchs Dorf gedreht, wir kamen an keinen Angstauslösern vorbei, Emma war locker und ausgegliechen...
    Heute bin ich zur fast identischen Zeit genau die gleiche Runde gegangen.
    Es ist nichts auffälliges passiert, dass Emma hätte ängstigen können und trotzdem war sie die ganze Zeit total nervös, ängstlich, hat sich vor allen möglichen (und unmöglichen) Dingen erschrocken und war froh, als wir wieder zuhause waren...
    So macht Hundehaltung wirklich keinen Spass mehr...

  • Zitat

    T4 und TSH werden bestimmt, ist das ausreichend?

    Nein, das reicht nur, wenn wirklich RICHTIG was im argen liegt.

    Wenn (wie z.B. auch bei Pebbles) nur eine subklinische Unterfunktion vor liegt, reicht das bei WEITEM nicht.

    Man braucht normalerweise: T3, T4, fT3, fT4, TSH und Cholesterin.

  • Und wofür brauche ich all diese Werte? In dem Link, den Aeneas ganz am Anfang gepostet hat steht nämlich auch, dass TSH der potenziell beste Indikator für die Funktion der Schilddrüse sei?
    Kann man nicht davon ausgehen, dass eine Tierärztin, die sich auf Verhaltenstherapie spezialisiert hat damit auskennt... :???:

  • Ich denke fast, daß sie davon ausgeht, daß Emma eh voll aus der Norm ist und sie die anderen Werte daher für überflüssig hält.

    Sollte das so sein, ist es auch völlig ok.

    Problematisch wird es eben in dem Augenblick, wenn Emmas T4 und TSH Wert sich irgendwo ungefähr im unteren Drittel der Norm bewegen. Denn mittlerweile substituiert man auch diese Hunde nach Verhaltensauffälligkeiten.

    Dazu kommt eben das große "Hundeproblem". Sprich, beim Hund ist die Diagnostik scheinbar irre kompliziert. Je mehr Werte man dann für den Abgleich hat, desto besser.

    Ich DENKE (weiß es natürlich nicht), daß sie erstmal gucken will und sollte das fraglich sein, daß sie die restlichen Werte nach ordert. Somit wäre sie nicht nur ein Fachmann - sondern auch noch Geldbeutelfreundlich im Denken. (meine ist auch so, daher haben wir bei Pebbles ja direkt die TRH-Stimulation gemacht ;-) )

  • So, die TSH- und T4-Werte sind jetzt da...alle Werte sind absolut im Normbereich... :/
    Da natürlich trotzdem noch was mit der Schilddrüse sein kann wird von dem Labor jetzt ein komplettes Schilddrüsenprofil erstellt und die Leberwerte werden zusätzlich auch noch gecheckt.
    Die Tierärztin sagte aber schon zu mir, dass die Wahrscheinlichkeit, dass dadurch noch irgendwas entdeckt wird ziemlich gering ist.
    Wenn es dann, wie es jetzt wohl aussieht, doch ein reines Verhaltensproblem ist...oh man...dieser Hund bringt mich so an meine Grenzen.
    Ich bin grad echt ziemlich frustriert und ratlos...was mache ich nur mit diesem Hund???

  • Hallo Björn!

    Magst du mir dann mal die kompletten Werte schicken, wenn du sie hast? Ich würde dann gern eine Freundin draufgucken lassen, die sich auskennt.

    Sie hat mir neulich erst gesagt, daß viele Tierärzte mehr und mehr dazu übergehen, einen Hund mit Verhaltensauffälligkeiten und normalen Werten dennoch testweise zu substituieren und zu schauen, wie das Verhalten sich ändert / ob es sich ändert.

    So gehts momentan einer Bekannten von mir, deren Hund auch voll in der Norm war, jetzt testweise auf Fortyron gesetzt wurde - und zack gehts dem Hund besser.

    Ich kann auch nicht verstehen, warum das Thema SD beim Hund scheinbar so eine "Never ending Story" ist. Da fragt man sich manchmal, ob beim Menschen da nicht auch vieles übersehen wird. Ich bin auch immer Verdachtskandidat. Werte in der Norm - keine Medikamente. Aber so langsam beschleichen mich da wirklich zweifel...

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