josie hat giardien, alle haben giardien-tierarztpfusch!

  • Mittlerweile ist nach Schätzungen fast jeder vierte Hund ein Giardienträger. Siehe hier:
    http://www.vier-pfoten.de/website/output…&idcontent=2264
    Der Hund kann sich die Parasiten also nahezu ständig und überall einfangen.

    Als wir unseren Hund aus dem Tierheim holten - übrigens kein Hund aus dem Süden - hatte er übelriechenden, gelben, schleimigen Durchfall und so schlimme Blähungen, dass wir die erste Nacht fast nicht schlafen konnten. Am nächsten Tag beim Tierarzt haben wir dann erfahren, dass er “bis über die Ohren” voller Giardien war und dass das häufig bei TH-Hunden der Fall wäre.

    Wir mussten drei Mal behandeln bis wir es unter Kontrolle bekamen. Decken und Näpfe mussten ständig so heiß wie möglich (aus)gewaschen werden. Sämtliches Spielzeug haben wir entsorgt und neu gekauft, die Böden täglich mit heißem Wasser gewischt. Da Giardien erst bei über 75 Grad Celsius absterben habe ich Keramikauflaufformen als Näpfe besorgt und diese jeden Tag nach dem heiß Auswaschen anschließend für 15 Minuten bei 150 Grad in den Ofen gestellt. Er bekam zusätzlich zu den Medikamenten auch noch Heilerde und Olewo-Pellets.
    Nach über zwei Monaten war er giardienfrei und ich konnte ihn endlich auf Barf umstellen, vorher wäre es nicht möglich gewesen, da sein Darm zu sehr in Mitleidenschaft gezogen war. Von da an gab es keine Probleme mehr.

    Man sollte nicht vergessen, die Darmflora des Hundes nach der Behandlung wieder aufzubauen, da die Medikamente sämtliche Bakterien im Darm abtöten. Wir haben mit Canibac-Gel gute Erfahrungen gemacht.

    Letztendlich hilft dem Hund nur ein starkes Immunsystem. Es gibt Hunde, die mit einem Giardienbefall selbst fertig werden.

    LG
    Nikka

  • Hallo

    cazcarra

    Das Panacur hat bei uns gar nicht geholfen. Wir hatten ein Mittel was bei Tauben benutzt wird. Und das war das Mittel.

    Wie Nikka richtig schreibt ist fast jeder 4. Hund ist davon betroffen. Wie gesagt, nicht nur die Südländichen Hunde auch TH und Zuchthunde. Diese Giardin sind gerne im Pfützenwasser aufzufinden und im Stehenden Gewässer im Wald.
    Ich kann mich Nikka nur anschließen. Mit den Mittel gegen Giardien geht die Darmflora in die Knie. Auch wir haben mit diesem Mittel nur in Pulverform und Heilerde den Darm wieder stabilisiert bekommen. Es ist eine langwierige Sache und man muss sehr reinlich sein. Aber man muss es nicht übertreiben.
    Ich habe einen kleinen Sohn der nichts hat, sogar meine Hauskatze die sich den Wassernapf mit dem Hund teilt hatte nichts abbekommen. Wir lassen den Stuhlgang regelmäßig untersuchen. Auf Wurm und Giardien.
    Dann weiß man was Sache ist. Aber ist das Immunsystem okay dann, a) bleibt man verschont oder b) man bekommte es leicht in den Griff.

    Ich denke trotzdem, der Hund kann sich überall egal wann, wie und wo immer wieder anstecken. Klar kann ich es verstehen wenn man dann auf den TA sauer ist, aber zum Glück gibt es von denen auch mehr und man kann wechseln.

    Ich wünsche gute Besserung und viel Erfolg bei der Behandlung.

    LG Feenchen

  • eine kleine hat auch welche und meine TÄ meinte das es über all her kommen kann... wir haben jetzt tabletten bekommen und es geht ihr schon viel besser ihr Kot ist kein durchfall mehr und ich bin sehr zufrieden damit und ich hoffe wir sind die biester bald wieder los...

    Trotzdem denke ich nicht das man bei nem check auf die Mittelmeer krankheiten automatisch nach Giardien sucht... Aber da bin ich mir nicht sicher...

    Ich hoffe ihr werdet die biester auch schnell wieder los ach so und meine Maus bekommt die tabletten namens Metronidazol...

  • Huhu...
    Erst mal tief durchatmen...
    Magen und Darm Grippe bei Menschen ist zur Zeit im Umlauf. Da muss nicht zwangsläufig der Hund dran Schuld sein.
    Wie schon geschrieben: Jeder Hund kann sich das auch in Deutschland zugefügt haben beim Pfütze trinken, das milde Wetter tötet die ja nicht grad ab.

    Dann kann der Tierarzt auf Grund irgendwelcher Symptome nicht gleich auf Giarden tippen sondern nur Kotprobe.
    Dann natürlich gleich die Gegenprobe machen lassen welches AB wirkungsvoll ist.
    Kann man auch nicht sagen dieses oder jenes Mittel ist es!

    Dazu sind die Biester echt hartnäckig und man sollte natürlich auch 2 Wochen später nochmal ne Probe untersuchen lassen.

    Und jetzt zur Ansteckung:
    Das stimmt nicht das sich jeder Hund da gleich mit ansteckt! Als mein "Kleiner" die hatte, hatte die meine Große das nicht und die 4 Pflegewauzis auch nicht!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

    Gruß Tamala

    Und wie geschrieben: Magen und Darm Grippe ist arg im Umlauf...

  • Unser TA meinte zu Giardien das bei normaler Hygiene man sich nur selten selber mitansteckt ,falls man da jetzt nicht sicher ist besser zu einem arzt gehen.
    Der TA bei dem wir sind hat uns Panacur gegeben,mit Erfolg,er hat aber auch einen Test gemacht(sogar zweimal).
    Ganz wichtig war ihm auch das alle unsere Katzen mit Panacur behandelt werden.Meiner Freundin hat er dann auch geraten ihre Hunde mit Panacur zu behandeln weil sie öfter miteinander spielen(auch mit Erfolg-also beide Giardienfrei).Bei unserer Hundeschule darf kein Hund zum Training erscheinen weil die Mistdinger höchst ansteckend sind .Ist ja auch klar Hunde beschnüffeln sich halt am Hintern.
    Zu dem uneinsichtigem HH ,ich würde ihm mal etwas Infomaterial über Giardien ausdrucken und geben.
    Nebenbeibemerkt ich wüsste nicht das Giardien eine Mittelmeerkrankheit ist, find es aber seltsam das darauf nicht geteset wurde bzw Parasiten gar nicht oder nicht richtig behandelt wurden.

  • Giardien sind keine Mittelmeerkrankheit, ich find es ziemlich frech dass du dem Tierarzt pfusch unterstellst.
    Wenn der Hund keine Symptome gezeigt hat, und der Besitzer explizit nur die Mittelmeekrankheiten getestet haben wollte...? Klar, wenn man bei einem Hund den man neu hat sicher gehen will, dann testet man einfach mal alles, auch Giardien. Aber das kostet halt auch, vielleicht wollte der Besitzer ohne Symptome keinen solchen Test.

  • Hallo,

    nur mal für's Protokoll: Giardien können auch da sein, wenn der Hund keine Symptome zeigt? Habe ich das richtig verstanden? Meiner wurde nämlich auch nicht drauf getestet. Die TA sagte, man könne das ausschließen, wenn er keinerlei Symptome zeigt.
    Wenn's nicht stimmt, verschicke ich morgen noch etwas Kot. Wieviele "Stichproben" brauch ich denn? 2-3 von unterschiedlichen Tagen?

    Beste Grüße,
    Geckolina

  • Also ich kann spontan keinen Tierarztpfusch erkennen. Arbeite selbst beim Tierarzt. Mir war bis dato auch nicht bekannt, dass es sich bei Giardien ausschließlich um Parasiten des Mittelmeerraums handelt. Das ist mAn Blödsinn. Welpen, die von deutschen Züchtern kommen, haben auch hin und wieder Giardien... und das sind Welpen, die idR nie mit Auslandshunden in Kontakt kommen, zumal Züchter da auch sehr drauf schauen und so oder so, idR, auf Giardien entwurmen.
    Wir haben in unserer Praxis häufig Fälle von Giardienbefall. Sind eben Parasiten, die sich sehr schnell verbreiten. Erst vor wenigen Wochen hatten die Hunde meiner Kollegin Giardien. Die allerwenigsten kommen aus dem Ausland oder haben mit Auslandshunden Kontakt. Das zunächst mal.
    Außerdem testen Tierärzte idR auf das, was die Besitzer verlangen. Empfehlungen sprechen wir immer aus, Dienstleistungen werden trotzdem nur auf Wunsch erbracht (wie beispielsweise ein Giardien-Test), weil die HH eben diejenigen sind, die Dienstleistung beauftragen und auch bezahlen. Und ganz ehrlich? Viele verzichten auch nach Empfehlung auf Giardien-Test, der ist im Labor (also ausführlich) nämlich alles andere als billig.

    Panacur wird bei uns auch gerne genommen bei Giardienbefall und wenn man alles andere auch beachtet, hilft Panacur auch, wie es soll. Giardien sind verdammt hartnäckig und - da du ja gefragt hast - sehr leicht zu übertragen, weshalb die Vorsicht eurer Hundegruppe durchaus angebracht ist. Auf den Menschen sind sie auch übertragbar, in Tierarztpraxen gibt es bei Giardienbefall daher spezielle Hygieneauflagen, sonst hat man ggf. ein Problem. Hunde haben die Dinger (bzw Eier) oft schon im Fell an den Hinterläufen/Po hängen. Sieht man nicht, aber sie verteilen sich einfach überall.
    Wir empfehlen bei Giardienbefall, abgesehen natürlich von entsprechender Medikation, eine Rundumreinigung. Ich persönlich würde das sehr pingelig einhalten. Sprich: Alles, womit der Hund in Kontakt kam (Hundedecken, Kofferraum, Hundebetten, Bettlaken, Bettdecke, Kopfkissen, Couch, häufig getragene Kleidung vor allem bei Gassis,...) so heiß waschen, dass Parasiten absterben. Alle Ecken, in denen der Hund sich häufig aufhält, gründlich reinigen, denn da befinden sich auch Giardieneier. Kot sollte eingesammelt werden, am besten mit Einmalhandschuhen (wie gesagt, Giardien übertragen sich sehr leicht). Kinder im Haushalt würde ich erstmal vom Hund fernhalten bzw. keinen zu engen Kontakt zulassen. Den Hund regelmäßig abwaschen, da die Eier im Fell hängen bleiben und sich so wieder verteilen. Auch mit der Wäsche der oben genannten Dinge wäre ich regelmäßig pingelig.

    So viel zum Thema. Der HH ist uneinsichtig, aber viele wissen auch nicht genug über Giardien um zu wissen, wie anstecken die Biester sind. Das gilt nicht nur für andere Hunde, sondern auch für Menschen. Solltet ihr noch andere Haustiere haben, mitentwurmen. Vielleicht hilft euch das weiter. Von dem Hund, der die Giardien ursprünglich übertragen hat, würde ich mich erstmal eine ganze Weile fernhalten. Giardien sind sehr hartnäckig und manchmal ist es mit einer "Runde" nicht getan, vor allem werden die restlichen Hygienemaßnahmen oft nicht ernst genommen. Wenn man sich daran wirklich hält, kriegt man den Hund aber auch gut wieder Giardienfrei. Bis dahin eben etwas vorsichtig sein.

    Magen-Darm-Symptome, je nach dem wie lang euer Hund schon befallen ist, würde ich evtl. schon ernst nehmen. Heftiger Giardienbefall ist kein Zuckerschlecken und können definitiv Magen-Darm-Symptome verursachen. Wenn schon bekannt ist, dass der Hund definitiv befallen ist, würde ich vielleicht einfach mal mit entsprechendem Verdacht zum Arzt. Besser 1x zu viel, als zu wenig.
    Wenn der Giardienbefall noch nicht stark ist, kann er auch symptomfrei einher gehen. Die ersten Symptome kommen aber eher früher oder als später und sind dann schon recht eindeutig. Kotproben müssen über 3 Tage gesammelt werden. Der Test im Labor ist nicht ganz billig, kommt etwa einem großen Blutbild gleich. Der Schnelltest ist günstiger, richtig ausgeführt auch recht zuverlässig, aber bei begründetem Verdacht wäre ein Labortest in jedem Fall vorzuziehen. Einfach noch viel zuverlässiger.

    Viel Erfolg und alles Gute!

  • Hej,
    ich würde von mindestens 3 Tagen sammeln. Und zwar von jedem Haufen und möglichst
    von verschiedenen Stellen an dem Haufen. Giardien werden nicht immer mit ausgeschieden.
    Und es gibt durchaus Tiere die keinerlei Symptome zeigen. Meine 5 Katzen haben sich
    vermutlich bei Kitten die ich mit der Hand aufgezogen habe angesteckt. Es hatte niemand
    Durchfall, erbrechen oder sah irgendwie krank aus und trotzdem waren sie voll. :verzweifelt:
    Und das sind reine Wohnungskatzen. :dead:
    Giardienl lieben Pfützen und stehendes Gewässer. Vor allem, wenn es nicht zu warm ist.
    Und gerade bei erwachsenen, fitten Tieren hast du oft keinerlei Anzeichen.


    :muede:

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