• Zitat

    Ich behaupte provokativ: jeder der im Hundesport Hilfsmittel benutzt der hat seinen Hund nur als Sportgerät. Hier steht alleinig die Befriedigung des Menschen im Vordergrund.


    Sorry aber bin ich blond????? :schockiert:
    Das so zu schreiben ist schon mehr als provokant!!!
    Hilfsmittel?????
    Ein Ball ,ein Leckerli ,meine Stimme das alles sind Hilfsmittel!!!
    Sogar das Halsband und meine Leine sind Hilfsmittel!!!
    Manchmal sollte man doch etwas genauer schreiben was man meint!!!
    LG Beate die all die genannten Hilfsmittel!!!! benutzt und bestimmt nicht dem Hund schadet,sondern ihm Spaß und Spiel im Hundesport vermittelt!!

  • Hallo Doris,

    deine Idee hörst sich ja gut an, aber ....!

    Ich habe in unserer Fr..n..f Filiale mal nachgefragt, warum die diese Dinger da hängen haben.
    Anwort: Wir sind darüber auch nicht glücklich. Uns wäre es am liebsten, wenn die Dinger niemand kaufen würde. Dann würden sie aus dem Programm genommen. - Toll :???:
    Der Satz von dem Verkäufer ging leider noch weiter: Leider verkaufen wir von den Würgern und Stachelhalsbändern aber mehr wie von den anderen.

    Ich schließe daraus, dass sehr viele HH diese Folterinstrumente bewusst kaufen - und die sind in der Überzahl :schockiert:

    Die Produktion und der Verkauf müssten verboten werden. Meine Meinung.

  • sorry Beate, aber jeder zieht sich den Schuh an der ihn passt.
    Und wenn man jetzt schon anfängt jedes Wort so auf die Goldwaage zu legen dem unterstelle ich einfach mal: der sucht was zu meckern.

    In diesem Thema geht es um Starkzwang und es wurde für den Hundesport befürwortet.
    Also wer es richtig verstehen will versteht es auch so um was es mir geht (viele andere haben es richtig verstanden) und wer nicht, dem kann ich dann auch nicht helfen.

    Also pflaume mich nicht an sondern versuche erst einmal sachlich zu dieser Sache zu schreiben (auf dieses Missverständis kann man nämlich auch vernünftig reagieren).

  • Zitat

    Ich habe in unserer Fr..n..f Filiale mal nachgefragt, warum die diese Dinger da hängen haben.
    Anwort: Wir sind darüber auch nicht glücklich. Uns wäre es am liebsten, wenn die Dinger niemand kaufen würde. Dann würden sie aus dem Programm genommen. - Toll :???:
    Der Satz von dem Verkäufer ging leider noch weiter: Leider verkaufen wir von den Würgern und Stachelhalsbändern aber mehr wie von den anderen.

    Das vermute ich auch, dass die Dunkelziffer der Benutzer dieser Halsbänder viel höher ist als von uns vermutet. Denn auch hier gilt: Was sich nicht rechnet, wird nicht produziert. Kleine Mengen wären bei den Herstellern schon lange aus dem Programm genommen worden.

    Aber klar sieht es ungemein gefährlich aus, einen Hund mit so einem Teil spazieren zu führen :kopfwand: Und die "Hundesportler" oder "Abrichter" (Hundetrainer mag ich zu denen nicht sagen), die des schnellen Erfolges wegen solche Teile benutzen, gibt es sicher auch zahlreich :irre: .

    Provokative Frage an Dich: Warum kaufst Du noch dort ein? Weil es bequem ist, nehme ich an (kein Vorwurf, nur eine Feststellung).

    Ich weiß nicht, ob es bei uns in der F...-Filiale Halsbänder dieser Sorte gibt, werde aber nächste Woche mal gucken. Wenn ja, kriegt die Filialleitung ein Schreiben von mir, dass ich dort nicht mehr einkaufen werde, weil sie diese Halsbänder im Angebot haben.

    Abgesehen davon kaufe ich dort - obwohl die Filiale in der Nähe meines Arbeitsplatzes liegt - an sich schon nicht mehr ein, sondern bestelle alles online. Bei einem Anbieter, der solche Halsbänder nicht im Angebot hat. Vorteil: Das Futter wird mir ins Haus bzw. an meinen Arbeitsplatz geliefert.

    Doris

  • Hi Doris,
    ich fühle mich durch deine Frage keineswegs provoziert. ;)

    Ich kaufe dort ein, weil es leider bei uns nicht so viele Geschäfte gibt, die Hundefutter, Spielzeug und ähnliches im Programm haben.

    Bei uns gibt es noch die Gartenmarktkette mit dem D. Die haben auch die Stachelhalsbänder.
    Der nächste F....pf ist von mir aus in Landsberg > 12 km ein weiterer in Kö.brunn > 16 km.
    Ich kaufe dort auch das Trockenfutter für meinen Bruno. MM gibts sonst bei uns nicht !!! Wir sind Happydog Gebiet.
    Kleinere, unabhängige Tierbedarfsläden verkaufen kein MM sondern RC, Eu....a und I...s. Scheinbar sind da die Gewinnspannen größer :kopfwand:

  • Hallo Heike,

    die Problematik (nur F... und D... und sonst fast nix) kenn ich auch. Ich beneide da oft Leute in Großstädten, naja. Außergewöhnliches würde ich noch über Baffos Friseurin bekommen. Was sie nicht im Angebot hat, versucht sie zu bekommen.

    Das Futter für Bruno müsste es doch auch bei zooplus.de geben, oder? Und die haben meines Wissen (ich hoffe, ich täusche mich da nicht) keine Stachelhalsbänder im Angebot und liefern ab 19 Euro Warenwert frei Haus.

    Macht mich jetzt richtig neugierig. Ich kaufe gerne bei einem großen Gartencenter in München (die haben ein Parkhaus, da kann Hundi im Auto warten), da bin ich nächste Woche wieder. Die haben auch Tierfutter und Zubehör, aber im Detail habe ich da noch nicht geguckt. Muss ich echt mal aufpassen, was die so im Sortiment haben.

    Doris

  • Zitat


    Ausserdem were es nett mir keine Roten Karten für meine Meinung zu geben, sondern nur dann wenn irgendeine Beleidigung vorliegt, die ich bisher noch nicht begangen hab!!

    HIer gehts aber nicht darum, Beleidigungen zu bewerten, sondern den Beitrag, ob er einem gefällt oder eben nicht.
    Und DEIN Beitrag hat mich zutiefst schockiert. Was übersetzt eben bedeutet, daß mir DEIN Betrag ganz und gar nicht gefallen hat und ich DEINE "Meinung" NICHT teile. Und punkt um - dafür gibts rot.
    Da stehe ich zu - fertig.

    Und wie ich glaube ich schon geschrieben habe - Solche Menschen, die meinen, daß soetwas erlaubt sein sollte, sollten meiner Meinung nach keinen Hund halten dürfen.

    Ich möchte nicht in dem Fell Deines Schnäuzelchens stecken.

  • Ich habe heute ja nun schon an die 12 Beiträge getippt und wollte eigentlich nicht an allen Stellen Diskussionen vom Zaun brechen, daher verweise ich mal grade auf eine andere Diskussion, die mich veranlasst hat, auch hier noch was zu schreiben:
    Unter dem angegebenen Link geht es gerade darum, ob Zwang in der Jagdhundeausbildung notwendig sein kann und wie der Thread schon heisst, nach meiner Einstellung zum Hund ist das ggf nötig und muss dann korrekt ausgeführt werden.
    https://www.dogforum.de/fpost6702376.html#6702376

    Das Stachelhalsband hat mit allen Zwangsmitteln, die es so gibt (ERG, Moxonleine, Würger, aber auch Halti und was weiss ich noch alles) eines gemeinsam - es ist sehr sehr wichtig, wie man es anwendet. Und, selbstverständlich, auch, aus welchen Gründen.

    Ich persönlich bin, das möchte ich gleich vorausschicken, der Meinung, dass man ohne Not (also bei Alternativwegen) solchen Zwang nicht anwenden sollte. Ich würde das weder beim Familien- noch Sporthund tun.

    Die gängigen Anwendungsfelder, wofür es oft benutzt wird (zB beim ziehenden Hund) lassen sich mMn ohne Zwang effizient regeln, man muss nur wissen, wie und verschiedene Wege ausprobieren, wenn man nicht weiterkommt. Es gibt sicher Hunde, bei denen Be-a-Tree nicht funktioniert, aber mit ein bißchen Einfallsreichtum (notfalls kann man ja nachfragen) gibt es auch andere Wege.

    Aber ich bin der Meinung, dass es, gerade im Gebrauchshundewesen, Felder gibt, bei denen Zwang nötig sein kann und dann ist es ganz entscheidend, wie er angewandt wird. Nämlich so, dass der Zwang auf den Hund passt, dass wirklich kein Deut mehr Zwang als unbedingt nötig verwendet und die Motivation aufrecht erhalten wird, dass der Hund also im Grunde durch das Hilfsmittel nicht bestraft, sondern nur korrigiert wird.

    Ich bin der Auffassung, es darf bei solchen Hilfsmitteln nicht darum gehen, dem Hund Schmerz zuzufügen, bis er nachgibt (wobei ich der Auffassung bin, dass fast alle Hilfsmittel, gerade auf Hundeplätzen etc, da falsch angewandt werden), es darf nur darum gehen, ein bereits erlerntes Verhalten zu festigen und dabei mit minimalem Druck einzugreifen.

    Daher würde ich Stachelhalsbänder nicht der Sache nach verwerfen, sonden nur so, wie fast alle, die eines benutzen, es anwenden.

    Ich halte wie gesagt in einigen wenigen Fällen Zwang für nötig und dann halte ich es für entscheidend, dass derjenige, der ihn einsetzt, damit umgehen kann und genau weiss, was er tut.

    Das ist aber leider ein Wunschdenken vor dem Hintergrund, dass alle Hilfsmittel einschließlich ERG im Handel frei erwerblich sind und - diese Unterstellung riskiere ich jetzt mal - die meisten Zwangsanwender in Unkenntnis und aus Zeitersparnis oder Fehlinformation heraus handeln.

  • Darum geht es nicht, ich meine hier nicht die Chef-im-Ring-Geschichten (ich glaube auch nicht an die Dominanztheorie, mMn gibt es nur lineare Dominanz).

    Ich meinte eher Situationen wie die hier (habe ich im verlinkten Thread schon beschrieben, kopiere ich der Klarheit halber hierher):

    wenn der Hund eine Hetze beginnt, beginnen bestimmte biochemische Abläufe in seinem Gehirn. Der Endorphinausstoss verdreieinhalbfacht sich, Adrenalin wird ins Blut gepumpt und der Eustress steigt auf einen maximalen Wert. Aus diesem Grunde ist es bei Hunden, die ein paarmal gejagt haben (nicht unbedingt bei 20 Sekunden, aber das kann schon bei 5 Minuten Jagdsequenz passieren) völlig unabhängig vom Wilderfolg in den meisten Fällen so, dass dann, wenn sie mal hinterm Hasen sind, keine Wurst, kein Spielzeug, aber auch keine Wurfdisc o.ä. mehr helfen. Die Wahrnehmung des Hundehirns ist in diesem Moment für alle Reize ausserhalb des Jagdobjekts stark eingeschränkt.

    Ich muss den Hund aber nun mal abrufen können. Und das muss nicht nur gelegentlich, sondern immer sitzen, denn in jedem Jagdrevier sind Strassen und bei jeder Hetze wird der Hund etliche davon überqueren.

    Ich kann im Gegensatz zum Nichtjäger kein Antijagdtraining machen und den Hund umkonditionieren, weil er eben genau das tun soll - hinter und mit Wild arbeiten. Aber eben jederzeit kontrollier- und abrufbar.

    Aus diesem Grund brauche ich einen gewissen Grad an Zwang in der jagdlichen Ausbildung.

    Es gibt die verschiedensten Ansätze, zunehmend jetzt auch Clickerer, zu denen ich ja auch gehöre, aber es gibt noch niemanden (!), der einen hier einsetzbaren Hund ganz zwanglos ausgebildet hätte. Ich meine damit in der Tat alle mir bekannten Ausbilder deutschlandweit, auch hier bin ich (ähnlich wie beim Kupieren) schon seit fast 10 Jahren dabei, mich weiter- und fortzubilden, ich bin natürlich auch irgendwo damit aufgewachsen, bemühe mich aber eben vor allem, neue Ausbildungswege durchzutesten und auszuprobieren. Bisher sind aber gerade auf dem jagdlichen Sektor nur drei Clickerer, die einigermaßen gut vorankommen und auch sie schaffen das nicht ganz zwanglos.

    So, und hier muss man nun ansetzen. EINE Art, wie ich den Hund zwingen kann, ist der Einsatz des Stachlers, wenn ich weiss, wie er eingesetzt werden muss.

    Daher, als Antwort auf die Frage:

    Zitat

    Würdest Du es effektiv finden, wenn Dein Chef Dir so ein Ding umlegt, um Dich bei der Arbeit zu korrigieren, wenn Du etwas falsch machst?

    das ist die falsche Frage. Ich wende ja keinen Zwang an, um den Lernprozess zu beschleunigen, ich wende Zwang dort an, wo das Gelernte wegen bestimmter Instinkte in bestimmten Situationen von biochemischen Reaktionen im Gehirn überlagert wird.

    Ich würde dem Hund auch lieber anders erklären, dass er stehen bleiben muss, weil es Strassen usw gibt, Fakt ist aber, dass das eine ganz spezielle Situation ist, wo die ganz zwangslose Arbeit an Grenzen stösst...und bevor ich riskiere, dass der Hund überfahren, vom Keiler angegangen oder sonst was wird, wende ich lieber Zwang an, so wenig und kurz wie möglich, aber eben doch, wenn und solange ich keinen anderen Weg sehe.

    edit:

    damit das wirklich ummißverständlich ist: Ich wende Zwang erst an, wenn das Kommando in allen Situationen ausser der beschriebenen beherrscht wird - und niemals, bevor der Hund es nicht gelernt hat.

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