Sammy ist Montag gegangen

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  • Hallo,

    ich bin neu hier und ehrlich gesagt hier gelandet, weil ich komplett am Ende bin. Meine Seelenhündin Sammy musste ich am Montag gehen lassen und das total plötzlich.

    Seit einem Jahr hatte sie anfangende Arthrose, wir haben das aber ganz gut erstmal in den Griff bekommen. Vor einer Woche dann fing das Humpeln wieder an, was sich aber innerhalb von einer Minute wieder eingelaufen hatte. Dann hatte sie am Dienstag beim Gassigehen, und weil sie sich so gefreut hatte ihren Hundekumpel zu sehen, einen Krampffall. Ich bin sofort in die Tierklinik und sie wurde neurologisch und auf alles mögliche untersucht. Es schien soweit alles normal und die Ärtztin meinte, es könne eine Art Hexenschuss sein, bedingt durch die Arthrose. Beim Abhören des Herzens ist ihr dann aber ein Rasseln in der Lunge aufgefallen. Wir haben Röntgenaufnahmen gemacht und da sind Auffälligkeiten zu sehen gewesen. Wir haben dann für den nächsten Tag einen Termin zum Röntgen gemacht und die anderen Organe schienen da nicht befallen zu sein, was gut war. Die Ärztin meinte, es könnte theoretisch auch eine Entzündung bedingt durch Lungenwürmer sein. Also beschlossen wir uns erstmal dagegen anzugehen, zudem noch Antibiotika zu geben, Schmerzmittel für die Arthrose und ein großes Blutbild zu machen.

    Ich muss dazu sagen, dass Sammy ansonsten wie immer war: Happy, wollte Gassi, kuscheln, essen, alles normal! Wir sind die Wochen davor noch ganz normal unsere Kilometer gelaufen und sie war einfach so ein glücklicher Hund.

    Am Sonntag dann hat sie mich schon beim Gassi öfter angeschaut als sonst. Das macht sie sonst nur, um mir zu sagen, wenn wir kurz vor der Hundewiese sind und sie da rauf will oder wenn die in ihrem Lieblingspark möchte. Ich dachte mir noch nichts dabei (mir fällt es jetzt nur auf). Sonntag Abend kam ich vom Sport, sie hat sich so gefreut, als ich wieder da war und hopste mich an und dann gingen wir raus. Ich merkte wie sie plötzlich wackelte, setzte mich hin und sie sackte in meinem Schoss zusammen. Ich hab gedacht vielleicht ist sie zu schnell aufstanden, es war der Kreislauf oder irgendwie sowas. Am Sonntagabend haben wir noch schön gekuschelt auf der Couch, ich hab sie ins Bett getragen, damit sie die Treppe nicht gehen muss. Sie hat sich nah an mich gekuschelt. In der Nacht merkte ich schon wie unruhig sie war, die Atmung ging sehr schnell, obwohl sie im Ruhezustand war. Ich brachte ihr Wasser und sie war immer bei mir. Am Morgen legte sie sich auch auf dem Rücken, aber die Atmung war halt immer noch sehr schnell, so anders als noch zwei Tage zuvor. Dann waren wir wie immer Morgens. Als wir auf unserer Runde waren sah sie mich immer noch öfter an als normalerweise auf unserer Morgenrunde. Auf dem Rückweg sprang sie dann an einer Stelle hoch, wo sie immer sprang (war nicht schnell genug um sie aufzuhalten). Sie schwankte wieder und ich hielt sie. Diesmal dauerte das länger als den Tag zuvor. Ich bin sofort in die Tierklinik und auf dem Weg fing dann auch ein ganz schlimmes Husten und Würgen an. In der Tierklinik hustete sie wieder und die Ärztin brachte ihr ein Sauerstoffgerät. Drei Ärztinnen kamen und sagten mir, dass die Medikamente übers Wochenende auf jeden Fall hätten anschlagen müssen und dass es so drastisch plötzlich schlechter wurde ist ein Zeichen, dass der Tumor anscheinend schon weiter ist als gedacht. Sowas kann schnell passieren und man sieht diese Anzeichen nicht, bevor es zu spät ist (sie hatte sogar Mitte November noch ein großes Blutbild und da war alles okay). Es ist wahrscheinlich, dass es jetzt nur noch schneller schlimmer wird und die am Ende ersticken würde.

    Da war die Entscheidung dann klar, nur wusste ich nicht, wie ich das machen sollte… Ich hatte Zeit mich zu verabschieden und ich wusste, sie wollte nur nach Hause. Ich hielt sie als sie ging. Seitdem bin ich wie in Trance. Es ist alles so unwirklich. Vor zwei Wochen ist sie noch gelaufen wie ein junger Hund und nun ist sie nicht mehr da. Sie ist mit mir durch Höhen und Tiefen gegangen, durch Trennung und Herzschmerz, durch Depressionen und war immer an meiner Seite. Wenn ich geweint habe, kam sie direkt und kuschelte sich so an mich wie es ging. Jetzt bräuchte ich genau das, aber sie ist einfach weg. Ich liebe sie so sehr und ich weiß einfach nicht, wie ich es ohne sie schaffen soll.

  • Es tut mir wahnsinnig leid. Manchmal geht es sooo schnell....
    Du schaffst das! Es dauert, aber irgendwann wird es besser.....
    Fühl dich mal virtuell gedrückt, wenn du magst.....

  • Danke. Ich bin gerad einfach nur am Ende. 7,5 Jahre war sie an meiner Seite. Sie ist ca. 11 Jahre, kam mit ungefähr 3 aus Rumänien aus einer Tötungsstation zu mir. Und jetzt ist von einer Sekunde auf die andere einfach ein Teil von mir weg.

  • Es tut mir schrecklich leid, wir hier wissen genau wie du dich gerade fühlst. Ich kann dir auch gar keine tröstenden Worte schreiben, denn gerade jetzt gibt es nichts was dich tröstet.

    Du hast ihr aber ein schönes Leben geschenkt und ihr den letzten Liebesdienst erwiesen.

    Ich hoffe du hast Familie oder Freunde die dir durch diese schwere Zeit helfen können.

  • Danke euch. Das Schlimmste ist gerade einfach diese leere Wohnung, ihr leeres Körbchen. Das Wissen, dass wir nie wieder gemeinsam einschlafen, weil wir es nicht rechtzeitig ins Bett schaffen. Es war einfach zu früh. Und so unerwartet. Wie kann sich einfach das Blatt so drehen innerhalb von einer Woche. Das ist meine Maus.

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