Pfeife für Hündin die halbseitig taub oder schwerhörig ist?

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  • Irish Terrier Dass "echtes", spontanes Richtungshören in statischer Positition mit nur einem funktionalen Ohr nicht möglich ist, mag sein, aber darum ging es mir nicht. Ich habe ja erläutert, was genau ich meine. Das hat mit dem Zusammenspiel zwischen beiden Ohren dann nichts zutun.

  • Nochmal zu dem Thema „in die richtige Richtung drehen“

    Klappt nur sehr bedingt. Das Gehirn arbeitet mit zwei Ohren. Und der Ohrmuschel als Verstärker und orientierungsmittel aufgrund der Laufzeit des Tons. Wenn eins fast komplett wegfällt, dann ist das Gehirn verwirrt und kann auch mit dem gesunden Ohr kaum noch Richtungen wahrnehmen. Zur Ortung gehören zwei Ohren. Wenn das Signal auf einer Seite mehr wird, wird es auf der anderen schwächer. Das ist hier nicht gegeben.

  • Irish Terrier Dass "echtes", spontanes Richtungshören in statischer Positition mit nur einem funktionalen Ohr nicht möglich ist, mag sein, aber darum ging es mir nicht. Ich habe ja erläutert, was genau ich meine. Das hat mit dem Zusammenspiel zwischen beiden Ohren dann nichts zutun.

    Der Punkt ist das neuronale Zusammenspiel der beiden Ohren. Daher der Hinweis auf den Link.

    Hören findet auch im Hirn statt und es braucht zwei Ohren damit das Hirn vernünftig die Information über die Geräuschquelle analysieren und verarbeiten kann. Die Zeitverzögerung in der Wahrnehmung des Schalls im linken und rechten Ohr kannst Du nicht via Physik aufheben.

  • Es ist auf jeden Fall so, dass Tiere sich in Bezug auf andere Dinge problemlos über ein einzelnes Sinnesorgan orientieren können. Und auch Menschen schaffen das ja, wenn es um Gerüche geht. Ein Gradient kann dann eben nicht im einem einzigen Moment (Tropotaxis), sondern nur im Vergleich zwischen mindestens zwei Zeitpunkten/Orten (Klinotaxis) erfasst werden.

    Dass das mit dem Gehör schwieriger ist (insbesondere, wenn man die Orientierung über zwei Ohren gewohnt ist und alles dafür ausgelegt ist), ist wohl so. Aber wie gesagt hat ein Hund ja auch nochmal andere Möglichkeiten des zielgerichteten Hörens durch Bewegung der Ohrmuschel, als es einem Menschen gegeben ist. Deswegen würde ich die Möglichkeit zumindest nicht pauschal ausschließen. Wie alltags- und trainingsrelevant das letztendlich wäre, ist ein anderes Thema. Zum Beispiel müsste dem Hund klar gemacht werden, dass er in mehrere Richtungen gelauscht haben muss, um halbwegs sicher zu entscheiden, woher das auftrainierte Geräusch kommt. Andrerseits ist ein ähnliches Vorgehen Hunden ja generell (eben durch die vielgenutzte Orientierung in der Geruchswelt) zumindest nicht unbekannt.

  • Ich kann mir ehrlich gesagt nicht erklären, wie das die einzige Antwort sein kann, die dir zu meinen Ausführungen einfällt. Bei der Art der Orientierung, von der ich spreche, wird die Schalldifferenz nicht simultan, sondern entlang einer Zeitachse an mehreren Punkten im Raum erfasst. Notwendig ist dafür in erster Linie eine generelle Erfassung der Lautstärke und ein Lautstärkegedächtnis (und das Bewusstsein, dass man sein Ohr im Raum bewegen muss). Die Differenz zwischen beiden Ohren ist explizit nicht notwendig, darum geht es ja.

    Noch ausführlicher kann ich es nicht beschreiben. Bin dann auch raus.

  • Märchen

    Das bräuchte die konstante Erfahrung, dass Töne sich nie aus anderen Gründen verändern als durch Entfernung. Alle Geräusche in der Welt des Hundes müssten gleichbleibende Lautstärke/ Intensität haben, damit das Hirn das lernen kann. Aber das geht nur im Labor, die Welt da draußen hat viele Geräusche, die aus unterschiedlichsten Gründen an- oder abschwellen, ohne dass das mit einer Richtungsänderung zu tun hätte. Z.B. ein leise beginnendes und dann stärker werdendes Rauschen ist zu häufig von stärkerem Wind verursacht, als dass ein einseitig hörendes Hirn lernen könnte, daraus eine Info zur Fahrtrichtung eines Autos abzuleiten.

  • Auch bei Tieren braucht es das Tusammenspiel beider Ohren und die Wahrnehmung der Schalldifferenz um räumlich Hören zu können.

    Hast du da eine umfassende Quelle dazu, dass das bei sagen wir mal Säugetieren so ist? Dass es das erste und wichtigste System ist, leuchtet ein, aber dass sie alle und besonders Hunde NICHT imstande sind, eine Peilung zu machen, wie sie es bei Gerüchen tun?

    Hunde können ja bekanntlich auch stereo riechen. Trotzdem bewegen sie sich im Geruch, um eine Kreuzpeilung machen zu können. Das müsste zumindest grob auch mit nur einem funktionstüchtigen Nasenloch funktionieren.

  • Wenn der Hund nur einseitig hört, dann wird er das Richtungsproblem nie akkustisch lösen können. Das geht physikalisch nicht.

    Das ist faktisch falsch,

    da ein Hund kein statischer, sondern ein dynamischer Empfänger ist. Durch Kopf, Ohr ,Hals und Körper besitzt er verschiedene Achsen, um den Raum aktiv abzutasten und die Richtung physikalisch einwandfrei zu bestimmen. Das funktionierende Ohr wirkt dabei wie eine rotierende Radar-Antenne, die den Schalleintrittswinkel über die Zeit präzise einpeilt.

    Entscheidend ist daher nicht die Lautstärke, sondern eine längere Signaldauer, die dem Gehirn Zeit für diesen Scan-Vorgang gibt. Man sollte die Ortung daher wie ein Suchspiel bei der Nasenarbeit trainieren: Lange, leise Signale statt kurzem Gebrüll.

    Bin da sehr skeptisch .. das Gehirn bestimmt die Richtung, aus der ein Geräusch kommt, an der zeitlichen Verzögerung von rechts und links. Ob du da den Kopf drehst oder nicht, ist völlig wurscht.

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