4,5 Monate alter Junghund pöbelt an der Leine andere Hunde an

  • Hallo liebe Forenmitglieder,

    ich springe über meinen Schatten und möchte doch mal hier meine Situation schildern. Ich bin zusehends verunsichert und hoffe auf Erfahrungswerte, der vielen hundeerfahrenen Leute hier im Forum.

    Nun zu uns und unserer Situation:

    Bei mir ist im Januar diesen Jahres ein kleiner Labradorrüde eingezogen, der inzwischen 4,5 Monate alt ist. Für mich ist es der erste Hund (dementsprechend sorge ich mich oft, etwas falsch zu machen), daher habe ich mir direkt zu Anfang eine Trainerin genommen, zu der wir nach wie vor regelmäßig gehen.

    Labradortypisch (so zumindest meine Trainerin) wollte er von Anfang an unglaublich gern zu allen Menschen hin und alles und jeden wild begrüßen. Da ich aber die Leine erst langsam aufbauen und ihm auf Spaziergängen möglichst viel Freilauf und Zeit zu Entdecken ermöglichen wollte, sind wir für unsere Ausflüge immer dorthin gefahren, wo nicht viel los ist und er wursteln kann. Die Leine habe ich dann separat nach und nach aufgebaut.

    Leinenkontakt mit Menschen und Hunden gab es nie und bei Menschen hat er inzwischen verstanden (außer, wenn jemand doch mal wirklich direkt, frontal und nah auf uns zukommt), dass eine Umorientierung zu mir und ruhiges Vorbeilaufen gewünscht ist. Soweit so gut. Bei Hunden sieht das ganz anders aus. Da ist ihm schon von klein auf der Kamm geschwollen.

    Dazu muss man sagen, dass wir nie in einer Welpenspielstunde waren. Stattdessen hatten wir von Anfang an regelmäßigen Kontakt zu souveränen Althunden (die ich kenne), mit denen er (wenn sie Lust hatten) spielen konnte, von denen er aber auch bei Bedarf schon einiges an Hunde-Netiquette lernen durfte. Diese Hunde findet er auch alle ganz toll und hat große Freude am Beisammensein (soweit ich das beurteilen kann).

    Treffen wir aber fremde Hunde, fängt er bereits bei Sichtkontakt an zu Knurren und würde sich nach vorne ins Geschirr stürzen, wenn ich ihn nicht körperlich begrenzen würde. Das macht er bereits, seit er 13 Wochen alt ist, aber in letzter Zeit wird es immer intensiver. Bei der Trainerin und im Kontakt mit deren Hunden zeigt er super schönes Sozialverhalten (laut ihr), knurrt nicht bei Sicht und benimmt sich super. Sie würde über Abbruch arbeiten, aber dafür hat er im Moment gar nicht genug Aufnahmekapazität in solchen Situationen (bzw. oder ich setze den Abbruch nicht vehement genug durch).

    Nun muss mein Hund natürlich nicht alle Hunde mögen/ mit jedem interagieren und Kontakt zu fremden Hunden habe ich beim Spazieren nie zugelassen, aber ich habe das Gefühl, dass er zum Leinenpöbler wird (und er ist ja noch nichtmal in der Pubertät :zipper_mouth_face:) und ich habe Sorge, dass ich ihm irgendwie nicht genug Sicherheit vermittel und er das Gefühl hat, Dinge regeln zu müssen (?). Die Leute in der Nachbarschaft reden schon (weil er ist ja ein Labbi und "sollte" freundlich sein) und ich habe Angst, irgendwas grundlegend falsch zu machen.

    Themen zum Leinenpöbeln habe ich hier schon einige gefunden, aber keine, wo der Hund so jung ist, daher dachte ich mal, ich mache ein neues auf.

    Bitte entschuldigt den mega langen Text und danke an alle, die es sich durchgelesen haben!

    Ich bin echt ein bisschen verzweifelt und würde mich über jeden Ratschlag und jede eigene Erfahrung freuen!

    Liebe Grüße

  • Danke für die Antwort und bitte entschuldige, wenn ich nachfrage (nur um sicherzugehen, dass ich Dich richtig verstehe): Du meinst, dass meine Erwartungshaltung an den Zwerg zu hoch ist?

    Dein Hund ist ein Kleinkind.

    Was du erzählst beschreibt einen Verlauf von 2 Jahren.

  • Es ist ein Hund!

    Mit 4,5 Monaten kann der noch nicht an der Leine gehen, völlig uninteressiert an fremden Hunden sein und nur mit ausgewählten erwachsenen Erziehungsberechtigten "Althunden" zu tun haben.

  • Du schreibst von einer Trainerin. Welche Tipps hat sie euch bezüglich des pöbeln gegeben?

    Und tu dir einen Gefallen, mach dich frei davon, was die Nachbarn (oder wer auch immer) reden oder denken. Es soll jeder erstmal vor seiner Tür kehren und du machst dir damit nur noch zusätzlichen unnötigen Druck (der sich auf den Hund übertragen kann).

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