Schmerzen beim Hund
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Ich hätte geschworen, dass ich Schmerzen bei meinen Hunden sofort und IMMER merke… Gerade bei den empfindlicheren Kandidaten hätte ich ohne zu zögern gesagt: Das übersehe ich niemals.
Mittlerweile weiß ich, dass das nicht stimmt.
Ich hatte mehrere Situationen, in denen meine Hunde ganz definitiv Schmerzen gehabt haben müssen… und ich habe es nicht erkannt.
Ein Beispiel war ein vereiterter Zahn. Von außen komplett unauffällig. Kein Problem beim Fressen, kein Zögern, nichts beim täglichen Zähneputzen. Das Einzige war, dass das Zahnfleisch minimal zurückgegangen ist… so wenig, dass man es eigentlich nur sieht, wenn man gezielt danach sucht oder weiß, dass da etwas nicht stimmt. Also habe ich bei einer sowieso nötigen Operation darum gebeten, da mal einen genaueren Blick drauf zu werfen... Und der Zahn war einfach komplett unter Eiter.
Oder mein kleiner Hund mit einem Rücken voller Spondylose. Ich bin fast aus den Latschen gekippt, als ich die Röntgenbilder gesehen habe. Und trotzdem hat man ihr im Alltag nichts angemerkt. Es gab ein paar Situationen, da hätte ich gesagt, sie hat sich vielleicht mal den Nacken ein bisschen verspannt… mehr aber auch nicht. Never ever wäre ich auf die Idee gekommen, dass sie massive Schmerzen hat, eil sich ihre Wirbel immer weiter verknöchern.
Und gerade habe ich auch nur durch Zufall gesehen, dass bei meinem Pflegehund einen Zahn unter Eiter steht. Und das, obwohl ich durch meinen eigenen Hund mittlerweile enorm sensibilisiert bin, obwohl wir jeden Tag Zähne putzen, habe ich das gerade wirklich nur durch Zufall entdeckt, weil der Zahn normalerweise durch die Zunge verdeckt wird.
Und auch aus dem Salon kenne ich natürlich etliche Geschichten und Situationen, wo Hunde wirklich offensichtlich Schmerzen hatten, die aber zu Hause nicht aufgefallen sind. Sei es, dass ich Hunden Dornen und Grannen aus der Haut gezogen habe, natürlich das ewige Thema mit vergammelten Zähnen oder dass mir beim Waschen leichte Schmerzanzeichen aufgefallen sind
Und das ist etwas, was mich mittlerweile echt beschäftigt.
Ich höre und lese immer wieder solche Sätze wie „solange er frisst, kann es nicht so schlimm sein“ oder „der rennt doch noch rum und spielt, der hat keine Schmerzen“… und ich verstehe total, warum man so denkt. Ging mir ja lang genauso.
Aber Tiere sind da einfach anders. Die zeigen Schmerzen oft nicht so, wie wir das erwarten. Die laufen mit, die fressen, die funktionieren irgendwie weiter… und man denkt, passt schon oder schiebt Anzeichen auf andere, vermeintlich offensichtlichere Dinge, zum Beispiel das alt werden. Und oft merkt man erst im Nachhinein, dass da eigentlich schon längst was im Argen war.
Mich würde wirklich interessieren, wie das bei euch war oder ist.
Habt ihr schon mal Schmerzen bei eurem Hund übersehen oder erst sehr spät erkannt?
Und gab es im Nachhinein so Momente, wo ihr dachtet: Eigentlich war das schon ein Zeichen… ich hab’s nur nicht richtig eingeordnet?
Ich stehe ja mittlerweile auch durchaus solchen Aussagen wie "Mein Hund hat Arthrose, aber Schmerzmittel gibt es nur nach Bedarf" sehr kritisch gegenüber. Eben, weil die meisten Hunde schmerzen erst sehr spät zeigen oder dann, wenn es gar nicht mehr anders geht
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25. März 2026 um 18:53
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Schmerzen beim Hund - Vor einem Moment
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Habt ihr schon mal Schmerzen bei eurem Hund übersehen oder erst sehr spät erkannt?
Meine persönliche Antwort aus der Erfahrung lautet: bei jedem Hund spät wahrgenommen. Egal ob es ED, HD, Spondy u./od. allg. Arthrose war. Die Untersuchungen im direkten Anschluß meiner Wahrnehmung zeigten immer deutliche Ausmaße und da muß vorher bereits Schmerz vorhanden gewesen sein.
Ich habe inzwischen meinen Frieden damit geschlossen, daß ich nicht alles erahne gerade weil Hunde mMn Meister im Verbergen sind.
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Habt ihr schon mal Schmerzen bei eurem Hund übersehen oder erst sehr spät erkannt?
Ja. Meine verstorbene Hündin hatte Mal eine fiese, richtig heftigen Entzündung am Zahn. Hinter dem hintersten Backenzahn.
Sie hat hin und wieder aufgejault. Aber in völlig unterschiedlichen Situationen und auch nur super selten. So 2x in der Woche ca. Beim vom Bett springen, beim Liegen, beim streicheln.. wir hatten schon die Wirbelsäule röntgen lassen, etc. und erst dann fand die Tierärztin beim 3. Blick ins Maul diese Entzündung. Tat mir irre leid, dass es so lange dauerte.
Seitdem bin ich tatsächlich auch mit sparsamen Einsatz von Schmerzmitteln bei schmerzhaften Erkrankungen sehr kritisch.
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Ich denke mal, das Problem ist einfach, das Schmerz ein sehr komplexes Thema ist.
Wenn ich aus meiner Sicht als Physiotherapeutin gehe, ist Schmerz alles, was nicht "Kein Schmerz" ist.
Das brauche ich einfach zur Diagnostik und Befunderhebung.
Die meisten menschlichen Patienten haben damit schon ihre Probleme... wo fängt Schmerz an, wo hört er auf.
->eine leichte Verspannung, ein leichtes ziehen im Nacken ist ein Schmerz, wird aber von den meisten Patienten nicht als solcher beschrieben. Es fühlt sich anders an... dann ist es halt so... oder der Körper kompensiert es durch ausgleichsbewegungen.
=>das sind Menschen, bei denen uns eine leichte Schulterkippung aufstellt, ein nach vorne geneigter Kopf, der linke Arm lässt sich minimal nicht so hoch heben wie der rechte...
Keiner dieser Menschen würde sagen, das er Schmerzen hat.
Jedoch kann sich diese Problematik über Jahre und Jahrzehnte erweitern... auf einmal dreht der Kopf nicht mehr gut zur Seite... kein Problem, dann dreh ich halt den ganzen Körper... ich komme mit den Händen nicht mehr oben ans Regal.. egal, ich stell mich auf die Zehenspitzen
Und diese Überkompensation finden wir immer und überall... solange ich mich in meiner Komfortzone bewege ist alles gut... kommt jetzt aber jemand daher, und lässt mich dahin bewegen, wo ich es quasi wegeschummelt habe, habe ich plötzlich Schmerzen.
Oder ich habe mich mit diesen Schmerzen arrangiert... die sind halt... solange ich es nicht überlaste, ist es okay...
Und das gilt halt für Tier und Mensch.
Und wenn schon der Mensch ein Künstler von verdrängen und ausblenden ist, dann ist es der Hund ja erst recht. Da spielt ja noch das Urzeitgedächnis eine Rolle "Bloß keine Schwäche zeigen"
Leider blenden wir Menschen Warnzeichen, Überkompensation und Bewegungsvermeidung bei unserem Hund aus.
-weil wir seit 3 Jahren nicht mehr gesehen haben, wie der Hund sich eigentlich bewegen sollte (langsames gewöhnen an den Anblick)
-weil wir es nicht anders kennen(Hunderasse XY läuft immer im Passgang
-das ist doch das typische Terrierhinken(ich habe schon als Kind im Reitstallt hinterfragt, warum die Jack Russels hinten immer einen Schritt auslassen... das ist halt normal)
-im Agility Training seh ich immer wieder Bewegungsaussetzer in Kurven, doppelte Schritte vor dem Sprung, sehr weit gelaufene Kurven... das fällt mir als Physio auf... aber selbst sehr kritische Menschen sehen das dann erst in der Zeitlupenaufnahme
Das einzige, was wir als Menschen machen können, ist zu hinterfrage, ob der Hund irgend etwas vermeidet, was ihm vor 2 Jahren Spaß gemacht hat, und sobald wir merken, das Schmerzen da sind, ihn bestmöglich zu unterstützen.
Vernichtende Schmerzen und Schmerzen die mehr sind als "dann renn ich nicht mehr wie ein 1 jähriger Hund im ZickZack", oder "ich lauf halt ein wenig angepasster", das sind Schwerzen, die wir mitbekommen.
Schmerz darfst du niemals an einem
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Ich bin überzeugt, dass Sky Schmerzen bis zum gehtnichtmehr verstecken würde-ein Gedanke, der mir nicht gefällt... aber mehr als Vorsorge, Beobachten, genau gucken und Bauchgefühl, kann "Mensch" ja auch nicht machen.
Sky hat sich schon häufig mal was zwischen die Pfotenballen eingetreten... merkt man ihm nichts von an.... dabei muss das doch wehtun... ich vertraue besonders meinem Bauchgefühl. Aber schon schwer, wenn dann z.B. mehrere Tierärzte sagen, dass ich mir das einbilde... oder "Hunde haben das schon mal". (War bei Aimée, nicht bei Sky, der Fall)
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Ständig. Und ich bilde mir ein, mehr wahrzunehmen als viele andere Hundehalter.
Krass finde ich immer das geänderte Verhalten, wenn man die Schmerzen beseitigt. Dann sieht man erst wie anders sich der Hund vorher verhalten hat.
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Auf jeden Fall.
Früher noch mehr als heute. Nachdem ich mir bei Mike letztes Jahr habe ausreden lassen, dass da irgendwas mit dem Hund nicht stimmt und im Nachhinein raus kam, dass eben doch was war und er schmerzen hatte, bin ich übervorsichtig bzw über-skeptisch geworden. Bedeutet halt dass ich "wegen jeder Kleinigkeit" zum Tierarzt renne um eine Diagnostik machen zu lassen.
Bis jetzt hat sich das auch immer als richtig herausgestellt.
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