Hunde im Wald in der Brut- und Setzzeit

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  • Bei uns wurden gerade erst (letzte Woche) die Böschungen um die Wassergräben zw. den Feldern bzw Plantagen (Obst-/Weinanbaugebiet) gerodet ... Habe seitdem auch keinen Wildwechsel mehr gesehen.

    Das ist jetzt echt ein Zufall, aber ich stöbere grad in alten Zeitungen und das war schon vor 70 Jahren ein Thema


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  • Da jedes Jahr zig Kitze getoetet/massiv verletzt werden, es immer mehr Angebote gibt mit Drohnen zu schauen, bevor der Landwirt loslegt, usw., scheint da ja etwas mit dem Zeitfenster wann gemaeht werden kann und der Setzzeit zu kollidieren :ka: Das hat nix mit 'mit dem Finger zeigen' zu tun. Ich find dieses 'ja, aber die kuemmern sich/nehmen Ruecksicht' immer sehr strange. Das waere so, wie wenn man behaupten wuerde, alle HH nehmen Ruecksicht.

  • Mit dem Finger auf andere zeigen, ist immer leicht

    Das Benennen von simplen und hervorragend belegen Fakten als "mit dem Finger auf andere zeigen" zu framen, macht halt jeglichen faktenbasierten Austausch darüber unmöglich. Was zwar nicht überraschend, aber schade ist, denn den bräuchte es so dringend.

    Ich hab mich zwar gar nicht auf Dich bezogen - dennoch habe ich Dir nichtmal widersprochen, dass der gesellschaftliche Umgang mit landwirtschaftlichen Flächen eins der größten Probleme in Sachen Natur- und Artenschutz ist. Ich habe lediglich erkärt, warum der schwarze Peter nicht den Landwirten an sich, sondern der Agrarpolitik zugeschoben werden muss. Mehr nicht. Warum da jetzt wieder so eine Reaktion von Dir kommen muss, weiss ich nicht.

  • Warum da jetzt wieder so eine Reaktion von Dir kommen muss, weiss ich nicht

    Weil sich Dein Text für mich absolut so las, als würde er sich auf meinen Beitrag beziehen, selbst nach nochmaligem Lesen. Wenn das nicht so ist, kannst Du meine Reaktion natürlich gerne ignorieren, dann verstehe ich Deinen Text nur nicht. Was Du mit "wieder" und "so eine Reaktion" meinst, weiß ich nicht, ich habe mWn keinen Beef mit Dir.

    Zum Thema: "Die" Landwirte würde ich nie sagen (bzw nie bewusst), sowas finde ich unkonstruktiv (und faktisch falsch). Ihre Interessensverbände allerdings - die nicht von allen, aber von vielen Landwirt*innen getragen werden - gestalten die Agrarpolitik bedeutend mit. Daher kann man da in meinen Augen nicht so trennscharf unterscheiden. Und es ist - laut IPBES und Faktencheck Artenvielfalt - tatsächlich nicht der gesellschaftliche Umgang mit den Flächen das Problem, sondern die konkrete landwirtschaftliche Nutzung durch die Landnutzenden.

  • Da jedes Jahr zig Kitze getoetet/massiv verletzt werden, es immer mehr Angebote gibt mit Drohnen zu schauen, bevor der Landwirt loslegt, usw., scheint da ja etwas mit dem Zeitfenster wann gemaeht werden kann und der Setzzeit zu kollidieren :ka: Das hat nix mit 'mit dem Finger zeigen' zu tun. Ich find dieses 'ja, aber die kuemmern sich/nehmen Ruecksicht' immer sehr strange. Das waere so, wie wenn man behaupten wuerde, alle HH nehmen Ruecksicht.

    Aber auf die Landwirte oder die Landwirtschaft zu schimpfen ist umgekehrt genauso wie zu sagen alle HH verhalten sich rücksichtslos

    Ohne Landwirte würde die Landschaft in meiner Region komplett verbuschen und es gäbe gar kein Grünland und somit auch keine Flächen mehr für Bodenbrüter und co. Da hilft nur Beweidung und mähen und das ist in Steillagen mit entsprechendem Aufwand verbunden. Hier kann fast kein Landwirt davon leben und die Förderung reicht nicht annähernd aus um die Kosten zu decken

  • Aber auf die Landwirte oder die Landwirtschaft zu schimpfen ist umgekehrt genauso wie zu sagen alle HH verhalten sich rücksichtslos

    Es hat doch nichts mit "auf irgendjemanden schimpfen" zu tun, wenn man untersucht, was unsere aktuelle Polykrise verursacht bzw die ganz klaren Ergebnisse dann auch ganz klar kommuniziert. Und der Vergleich hinkt eben deswegen, weil die Rücksichtslosigleit von Hundehalter*innen sich nicht wissenschaftlich quantitativ einwandfrei belegen lässt. Wie zerstörerisch unsere aktuelle Landwirtschaft ist, aber schon.

    Welche Schlussfolgerungen man aus den Erkenntnissen zieht, ist ja dann der nächste Schritt. Ich kenne in meinem Umfeld (dem beruflichen Naturschutz/Biodiv-Forschung) niemanden, dessen Schlussfolgerung ist, dass man auf Landwirte schimpfen sollte, oder das Landwirtschaft ganz abgeschafft gehört. Solche seltsamen Populismen kenne ich nur aus Social media und das ist ja eh wieder ein Thema für sich.

  • Da jedes Jahr zig Kitze getoetet/massiv verletzt werden, es immer mehr Angebote gibt mit Drohnen zu schauen, bevor der Landwirt loslegt, usw., scheint da ja etwas mit dem Zeitfenster wann gemaeht werden kann und der Setzzeit zu kollidieren :ka: Das hat nix mit 'mit dem Finger zeigen' zu tun. Ich find dieses 'ja, aber die kuemmern sich/nehmen Ruecksicht' immer sehr strange. Das waere so, wie wenn man behaupten wuerde, alle HH nehmen Ruecksicht.

    Aber auf die Landwirte oder die Landwirtschaft zu schimpfen ist umgekehrt genauso wie zu sagen alle HH verhalten sich rücksichtslos

    Ohne Landwirte würde die Landschaft in meiner Region komplett verbuschen und es gäbe gar kein Grünland und somit auch keine Flächen mehr für Bodenbrüter und co. Da hilft nur Beweidung und mähen und das ist in Steillagen mit entsprechendem Aufwand verbunden. Hier kann fast kein Landwirt davon leben und die Förderung reicht nicht annähernd aus um die Kosten zu decken

    Wo genau schimpfe ich auf Landwirte? Ich hab sogar extra was vom Zeitfenster geschrieben, in dem gemaeht werden kann (so von wegen 'die machen das nicht, weil sie gerne Kitze schreddern')

    Aber nein, auch die Landwirte (als gesamte Gruppe) sind nicht die Helden und wenn an offizieller Stelle von tausenden toten Kitzen geschrieben wird, dann darf man das sehr wohl ansprechen und an der Ruecksichtnahme aller Landwirte gegenueber der Brut- und Setzzeit zweifeln.


    Vor zig Jahren meinte mal ein Landwirt und anzumachen, weil wir nen Pfad auf einer Wiese gelaufen sind. Wir wuerden alle Tiere toeten/verjagen. Kurz danach hat er da alles platt gefahren. Joa, sowas macht dann echt viel Sinn.. :roll:


    Und wie gesagt, meine Hunde duerfen nicht tief in den Wald, duerfen nicht stoebern oder in hohe Wiesen etc. Das duerfte so passen.

  • Es schreibt doch aber niemand, dass Landwirtschaft Artensterben nicht fördern würde. Natürlich tut es das. Genauso wie Wohngebiete, Autobahnen, Gewerbegebiete und viele viele andere Dinge.

    Es wäre ja genauso schön wenn jeder Häuslebauer da mal bisschen schauen würde bei der Gartengestaltung.

    Und genauso kann ja jeder Hundehalter mal schauen was er selbst tun kann. Hundekot zum Beispiel auch ein riesiges Thema.

    Politisch wird ja leider vieles noch gefördert im Bereich Landwirtschaft was Quatsch ist für den Umwelt und Artenschutz.

    Es ist halt als Hundehalter aber so, dass auch wir dafür verantwortlich sind dass das bisschen Lebensraum was den Tieren bleibt nicht noch unter Druck steht.

    Und die Leute sind halt deppert! Bei uns darf man nicht mal veröffentlichen wo Kulturflüchter brüten weil die Leute dann gucken fahren. Absolut bekloppt.

  • Natürlich tut es das. Genauso wie Wohngebiete, Autobahnen, Gewerbegebiete und viele viele andere Dinge

    Nein, eben nicht genau so wie alles andere, sondern nachweisbar als einer der Haupt-Treiber. Zu behauptet "genau so wie viele viele andere Dinge" ist in diesem Fall eine false balance, die den Impact verpennt.

    Und umgekehrt schreibt ja auch niemand, dass es nicht noch tausend andere Dinge gibt, die der Biodiversität auch nicht gerade zuträglich sind. Oder ich habe es überlesen.

    Bzgl der durch die Agraindustrie-Lobby getriebenen Politik und deren Fördermaßnahmen sind wir uns einig.

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