Futter selbst zubereiten für Allergiker mit zusätzlich autoimmuner SDU - Hilfe gesucht

  • Guten Morgen,

    ich überlege momentan bei Sky nochmal einen Versuch mit selbst Kochen bzw. Reinfleischdose zu starten. Aktuell bekommt er seit August 2025 das Anallergenic von RC. Zu Beginn für 2-3 Wochen zusammen mit Apoquel, dann ohne. Aktuell bekommt er gerade wieder Apoquel weil wir dachten er hätte eine allergische Reaktion auf etwas, schlussendlich wars dann aber doch ein Fremdkörper und er hat sich deshalb so blutig geleckt.

    Mit dem Anallergenic hatte er keine Ohrenentzündungen mehr. Er kratzt sich nur noch im normale Maß. Bestätigt sind bei ihm Allergien gegen Hausstaubmilben und Futtermilben. Beim Futter vermute ich das er Huhn und Rind nicht verträgt. Milchprodukte sind teilweise auch eher schwierig. Öle gehen gar nicht.

    Da nun schon eine Weile Ruhe eingekehrt ist überlege ich eben nochmal was anderes zu probieren. Angedacht habe ich Schwein und Süßkartoffel oder normale Kartoffeln. Sollte das vertragen werden würde ich eventuell irgendwann aufgrund der höheren Kalorienzahl auf Nudeln wechseln. Ich bin mir relativ sicher, dass er die beim letzten Koch-Versuch (vor dem Anallergenic) gut vertragen hat. Da ich es aber nicht garantieren kann würde ich jetzt mal mit was starten was er noch nicht hatte.

    Bei den Süßkartoffeln bin ich mir unsicher wegen der autoimmunen SDU. Gehört ja zu den strumigenen Substanzen und bei manchen macht das wohl Probleme. Muss aber halt auch nicht.

    Nun stellen sich mir aber auch folgende Fragen:

    - Reinfleischdose nur mit Schwein, ohne Innereien, gibts nicht so viele. Es muss halt auch irgendwie noch bezahlbar sein da ich vermutlich für beide Hunde das Futter umstellen würde (bei Amy kann ich auch ne andere Fleischsorte nehmen, kostet aber auch nicht unbedingt weniger). Hättet ihr in diesem Fall Bedenken, Dosen mit Innereien zu füttern? Ich hab zuletzt die von Hopeys genommen (Pferd, Wild und Huhn) und war damit zufrieden. Schwein gibts dort aber nur zusammen mit Lunge und Leber. Ansonsten habe ich nur noch im einigermaßen bezahlbaren Bereich die von Kale gefunden. Die kenne ich aber gar nicht. Sonst noch jemand Tipps? Wenn ich eine Dose mit Innereien nehme, muss ich den Mineralzusatz dann auch anders berechnen?

    - Gemüse muss ich nicht unbedingt dazu geben oder?

    - kann man für einen Hund Kochen ohne das man Öle dazu gibt? Extra Fett beimengen ist auch schwierig. Er bekommt selbst bei kleinsten Ölmengen (hatte diverse probiert) sofort Durchfall. Bei 3-6-9 Öl fängt er an sich zu kratzen. Vermute er verträgt den Fisch nicht.

    - Zusätze müssen ja vermutlich sein. Ich hab mal an das Novomineral Sensitiv von Napfcheck gedacht. Das ist ja zumindest auch für Allergiker ausgelegt. Würde es nicht direkt zu Beginn geben, erst wenn klar ist das er die vorhandenen Komponenten verträgt. Amy neigt allerdings zu Sodbrennen, da ist das Calciumcarbonat vermutlich eher ungünstig. Aber müsste man wohl testen. Sky hat damit eher weniger Probleme

    Was gibts noch zu beachten? Ernährungsberatung ist leider finanziell momentan absolut nicht drin. Ich hatte eine EB, die arbeitet aber nicht mehr in der Praxis und ich weiß nicht wo sie hin gegangen ist. Nochmal neu anfangen ist wie gesagt aktuell nicht drin. Alternativ habe ich auch überlegt mal das Trockenfutter von Futalis zu probieren. Da bekomme ich aber aktuell keine Rückmeldung. Wäre auch Schwein und Süßkartoffel.

    Vielleicht hat ja jemand noch Tipps. Wenn die Idee völlig hirnrissig ist könnt ihr das auch gerne sagen. Finanziell wäre es sehr viel günstiger wenn ich Trockenfutter geben würde...

  • Ich habe auch einen Hund mit diversen Allergien und kenne die Problematik mit Kratzen, schlimmen Entzündungen etc.

    Warum willst du denn wieder neues Futter testen, wenn er mit dem jetzigen Futter beschwerdefrei ist? Mit allem, was man neu hinzunimmt oder ausprobiert, riskiert man ja wieder erneut Beschwerden und ein Kippen der Situation.

  • Warum willst du denn wieder neues Futter testen, wenn er mit dem jetzigen Futter beschwerdefrei ist? Mit allem, was man neu hinzunimmt oder ausprobiert, riskiert man ja wieder erneut Beschwerden und ein Kippen der Situation.

    Ich würde schon gerne nochmal einen Versuch starten was anderes als das Anallergenic zu füttern. Ich will nicht wild rumprobieren aber einen Versuch wäre es mir nochmal wert nachdem jetzt schon länger Ruhe eingekehrt ist. Wenn das nix wird bleibe ich halt lebenslang beim Anallergenic. Kann damit auch leben solange es dem Hund gut geht. Ich glaube allerdings nicht das es nix anderes gibt was er verträgt. Ich glaube nicht das er ein hochgradiger Futtermittelallergiker ist. Unverträglichkeiten auf jeden Fall, ja. Aber kein so richtiger Allergiker dahingehend.

  • Was bedeutet denn „eine Weile Ruhe“? Wenn er schon länger, also so ein zwei Jahre, absolut beschwerdefrei ist kann man langsam ans antesten gehen.

    Ich würde dann vermutlich, wäre es mein Hund, erstmal anfangen einzelne Stückchen gekochtes Schweinefleisch dazu zu geben. Also wirklich selbst gekochtes Fleisch, ausm Supermarkt. Nicht ganz so edle Stücke, damit‘s bezahlbar bleibt.

    Wenn er das verträgt dann mit kleinen Mengen gekochte, zermatschte Kartoffel weitermachen. So sparst du dir das Risiko eines ganz großen Rückfalls und kannst langsam austesten und die Mengen sukzessive erhöhen.

  • Seit Juli/August letzten Jahres. Eigentlich sollte das reichen um mal was neues zu probieren. Ganz sicher bin ich mir aber noch nicht.

    Vielleicht probiere ich es wirklich erst mal mit kleinen Stücken Schweinefleisch aus dem Supermarkt. Finde selbst kochen nur leider wirklich super ekelhaft bei Fleisch. Aber mal sehen.

  • Kaufe so flache Minutenschnitzel, wirf die mit etwa 100ml Wasser in eine Pfanne, Deckel drauf und richtig gut durchkochen lassen.

    Dann in kleine Stücke schneiden, hält im Kühli mehrere Tage. So kannst du in Ruhe ausprobieren und wirfst nicht gleich die komplette Routine übern Haufen.

    Hab ich mit meinem Allergiker immer so gemacht und bin sehr gut damit gefahren.

  • Kann ich verstehen und nachvollziehen.

    Sam ist auch seit ein paar Wochen beschwerdefrei, nachdem seine wirklich heftigen Entzündungen abgeklungen sind (nach unverträglichem Futter), und ich füttere stur nur das, was er nachweislich verträgt. Kein Anallergenic, das hat er noch nicht gebraucht, sondern ein Monoprotein, Nafu wie Trofu. Gemüseflocken und Lachsöl verträgt er auch. Ich liebäugele auch öfter damit, noch zusätzlich etwas zu testen. Ich mache es aber nicht, weil es mir zu heikel ist. Die letzte Reaktion auf unverträgliches Futter war so schlimm für ihn, das kann und will ich nicht nochmal riskieren.

    Ich wünsche dir viel Glück mit deinem Versuch, was anderes zu testen! Hoffentlich klappt es.

  • Es kann halt sein, dass du dann ständig die Forthyrondosis nachjustieren darfst.

    Meinst du wegen dem Jodgehalt?

    Wir bekommen den Hund auch unter dem Anallergenic nicht stabil eingestellt. Die Werte schwanken wie sie lustig sind, selbst bei gleichbleibender Dosis. Aber ja, das ist natürlich trotzdem ein guter Punkt den ich so bei meinen Überlegungen nicht auf dem Schirm hatte. Bei selbst gekochten Rationen oder generell Futterwechsel fange ich da vielleicht nochmal ganz von vorne an bzw. wirds nur noch schlimmer. Vermutlich ist es sinnvoll noch ne ganze Weile beim Anallergenic zu bleiben um zu schauen ob irgendwann mal stabile Werte rauskommen.

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