Jack Russel/Bodeguero/Border Welpe aus Spanien, 4 Monate

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  • möglichst wenig jagen

    Bei zwei Jagdhundrassen mütterlicherseits?

    Mit viiiiiel Glück ganz eventuell, aber aller Wahrscheinlichkeit nach eher nicht.

    Jackies und Bodis sind Solitärjäger, d.h. sie jagen blitzschnell und unabhängig. Da sind sie unglaublich eigenständig mit einer irre kurzen Zündschnur. Du musst IMMER all' deine Antennen beim Hund haben, entspannt rumdallern, sich abgelenkt unterhalten oder gar aufs Telefon gucken beim Spaziergang ist nicht.

    Und das bleibt bis ins hohe Alter so. Die Schwester meiner leider verstorbenen JRT Hündin ist 15, hat keine Augen mehr und ist völlig dement, aber Ratten fangen und töten klappt immer noch.

    Sie jagen ALLES, was sich in der Umgebung befindet, egal ob Maus oder Wildschwein, wenn du nicht rechtzeitig eingreifst oder den Hund an der Leine hast.

    Das soll dich jetzt bitte nicht abschrecken, auch solche Hunde können in den Freilauf, das sind keine blutrünstigen Monster. Aber sie sind blitzschnell (schneller, als du dir das jetzt vorstellen kannst) und kompromisslos. Terrier eben. Mutig bis zum Größenwahn. Nicht mit Hunden mit viel Will to Please (wie zB deinen ehemaligen Mix) zu vergleichen.

    Bei meiner Hündin kam der Jagdtrieb mit der ersten Läufigkeit, vorher war sie ein absolut braver und folgsamer Welpe und Junghund. Also wähne dich nicht in Sicherheit, falls da erst mal nichts in der Richtung kommt. Uns hat es eiskalt überrascht, obwohl wir wussten, daß sie ein Jagdhund ist. Einfach, weil sie vorher so absolut brav und folgsam war und wir dachten, sie wäre die Ausbahme ohne Jagdtrieb.

    Wir haben jahrelang Antijagdtraining gemacht - so gut wie erfolglos. Auch Alternativbeschäftigungen fand sie nur 1-2x interessant, danach nicht mehr. Und wir haben trotzdem 13 wunderschöne Jahre miteinander verbracht. Wir haben unseren Weg gefunden, gemeinsam Spaß zu haben, ohne jemanden zu gefährden. Wir haben regelmäßig lange Fahrten in Kauf genommen, damit sie frei rennen konnte. Es ging alles. Und es gibt bis heute keinen Tag, wo sie nicht fehlt.

    Du wirst gewiss an einigen Tagen sagen, daß ein Terrier (d)ein Sargnagel ist. Du wirst vielleicht auch ein paar graue Haare mehr bekommen. Aber gleichzeitig wird dir dein Herz vor Glück und Liebe schier überlaufen. Es sind geniale Hunde, aber es wird vermutlich komplett anders sein als das, was du bis jetzt gewöhnt bist.

  • Zucchini das hast schön beschrieben.

    Wir werden sehen, wie sie sich entwickelt.

    Vielleicht ist es ja das, was du beschreibst, was mir etwas Gedanken macht: das Jagen ist eben ein Instinkt und dagegen hilft Erziehung eben nur begrenzt...

    Mein Mann und ich hüteten regelmässig den Glatthaarfox meiner Schwiegereltern bis zu seinem Tod mit 15 Jahren , wenn sie in Urlaub fuhren und der war trotz hohem Alter noch ganz schön jagdinteressiert, aber händelbar

    Bei meinen Kids habe ich mir fast weniger Gedanken gemacht :beaming_face_with_smiling_eyes:Da wusste ich, mit viel Liebe, gutem Willen und Geduld wird da schon nix schiefgehen.

    Jetzt sind sie14 und 16 und ausser, dass 2 Teenie Jungs manchmal echt nerven können, sind sie "ganz gut geraten" :winking_face_with_tongue:

  • Hallo zusammen 😊


    Da die sechs Wochen bis zur Ankunft unserer Hündin noch seeeehr lang sind, habe ich natürlich viel Zeit zum Nachdenken – vor allem über Organisation und Erziehung.


    Ich habe früher mit meinem Schäfer-Collie-Mix viel Hundesport gemacht und würde das auch mit der neuen Hündin gern wieder aufnehmen (ca. 1x pro Woche). Deshalb war mein Gedanke, dass ich die Hauptbezugsperson werde.


    Allerdings wird sie drei volle Tage pro Woche bei meinem Mann im Büro verbringen.

    Wir wohnen und arbeiten sehr nah beieinander (alles im Umkreis von 500 m), ich kann also manchmal flexibel in der Mittagspause dazukommen, und auch die Kinder sind nachmittags zuhause.


    Mein Mann hatte immer Hunde, hat aber wenig bis keine Erfahrung mit bewusster Erziehung oder Training ist eher der Knuddel und Spaziergehtyp;-)

    Jetzt frage ich mich:
    Wie sind eure Erfahrungen mit zwei Bezugspersonen? Funktioniert das gut? Und wie problematisch sind unterschiedliche Erziehungsansätze in der Familie?


    Mein zweiter Gedanke betrifft unseren Alltag:
    Mein jüngster Sohn ist Leistungssportler und trainiert abends von 18.30h- 20 Uhr Basketball. Die Halle liegt direkt neben einem wunderschönen Wald- und Wiesengebiet mit See.

    Meine Idee wäre, ihn zu fahren (15-20min je nach Verkehr) und die 1.5 Stunden für Spaziergänge und Training mit dem Hund zu nutzen – später natürlich erst, wenn sie alt genug ist.


    Wie würdet ihr das mit dem Gewöhnen angehen?


    Kann man einen Welpen von Anfang an an solche Abende gewöhnen (z.B. ruhige Zeit im Auto mit mir, Kuscheln, kurze Spaziergänge)? Oder sind zwei Stunden außerhalb – wenn auch in meiner Anwesenheit – anfangs zu viel?
    Ich könnte sie auch mit in die Halle rein nehmen.

    Dort sind öfter Hunde dabei, aber es ist natürlich laut, viele Bälle, viel Bewegung – eben ein typisches Basketballtraining und das scheint sehr stressig.

    Fressen würde sie vorher.


    Mir ist klar, dass sich vieles von allein ergibt, wenn sie da ist und dass der Tagesablauf auch immer wieder spontan mal wechseln kann.

    Aber wie das mit der Vorfreude so ist, macht man sich einfach viele Gedanken 😊
    Ich freue mich über eure Erfahrungen und Meinungen

  • Jetzt frage ich mich:
    Wie sind eure Erfahrungen mit zwei Bezugspersonen? Funktioniert das gut? Und wie problematisch sind unterschiedliche Erziehungsansätze in der Familie?

    Ich denke das ist typabhängig. Meine Russells hatten beide mich als Hauptbezugsperson, waren aber jedem gegenüber völlig aufgeschlossen. Ich denke, dass es beim Training auch letztlich nur wichtig ist, dass die Beziehung zu dir überhaupt da ist, unabhängig davon, ob es noch Beziehungen zu anderen gibt (jetzt mal von reinen "Ein-Mann-Hunden" abgesehen).

    Wie würdet ihr das mit dem Gewöhnen angehen?


    Kann man einen Welpen von Anfang an an solche Abende gewöhnen (z.B. ruhige Zeit im Auto mit mir, Kuscheln, kurze Spaziergänge)? Oder sind zwei Stunden außerhalb – wenn auch in meiner Anwesenheit – anfangs zu viel?

    Meine aktuelle Hündin musste von Anfang an mit, wenn ich unseren Sohn zu Schule bringe. Das sind vor- und nachmittags jeweils eine gute Stunde im Auto. Vormittags hab ich schnell auf dem Rückweg eine "Gassizeit" im Waldstück an der Fahrtstrecke eingebaut. Ich denke, das kannst du so ähnlich handhaben. Mit reinnehmen würde ich den Hund nicht. Das dürfte zu Beginn viel zu viel Input sein und ist zudem vllt auch ungünstig, da es abends ist und der Hund dann vllt kurz vor Nachtruhe Potential hat, aufzudrehen, wenn die Reize doch zu viel waren.

    Aber ich denke, das wird sich letztlich zeigen, wenn es soweit ist. Meist kommt es ja doch irgendwie anders, als man sich das vorher so denkt und oft fügt sich alles "von selbst" zusammen :)

  • Wie sind eure Erfahrungen mit zwei Bezugspersonen?

    Ich persönlich finde es gut, wenn Hunde mehrere Menschen kennen. Es kann immer wieder etwas unerwartendes vorkommen, wie zum Beispiel ein Krankenhausaufenthalt. Dann ist es gut, wenn der Hund auch andere Menschen kennt, zu denen er kann.

    Ein-Personen-Hund - also bewußt so herangezogen - macht eher Probleme. Besonders beim Alleinebleiben.


    Und wie problematisch sind unterschiedliche Erziehungsansätze in der Familie?

    Hunde sind nicht doof. Sie können sich immer der jeweiligen Person anpassen. Das soll auch innerhalb einer Familie funktionieren.

    Ich würde halt nur darauf achten wollen, daß alle die gleichen Kommandos nehmen.
    Nicht daß einer Sitz sagt, und der andere Platz und beide meinen beim Hund, daß nur der Hintern runter gehen soll. Das ist vielleicht jetzt nicht das beste Beispiel, aber genau sowas ist tatsächlich schon einmal vorgekommen. Also solle man sich innerhalb der Familie zumindest die Wörter absprechen, die man nutzen will.
    Gerade, wenn man in den Hundesport rein will, empfiehlt es sich, kein HIER für den normalen Alltagsgebrauch Heranrufen zu nehmen. Denn es wird meistens schwieriger, dem Hund später zu erklären, daß man damit das saubere, gerade Herankommen mit dem Vorsitz meint. ich weiß, daß inzwischen zwar die freie Kommandowahl im Hundesport gibt, aber trotzdem wird noch gerne das HIER genommen. Für den Hund ist es schwieriger, das gleiche Wort für Sport und Alltag zu unterscheiden.


    Ansonsten bin ich auch ein Freund davon, dem Hund so früh wie möglich den normalen Alltag zu zeigen. Also, alles was bei Euch normal und üblich ist. Nichts verstellen. Natürlich dem Hund die Zeit geben, damit klar zu kommen, alles in Ruhe kennen zu lernen, plus die Pausen dazwischen, um die Eindrücke zu verarbeiten. Aber eben halt selbst so natürlich wie möglich dabei zu bleiben. Schließlich ist dies nun einmal Euer Leben, und der Hund soll ja da auch mit.

  • Wie sind eure Erfahrungen mit zwei Bezugspersonen? Funktioniert das gut? Und wie problematisch sind unterschiedliche Erziehungsansätze in der Familie?

    Hier gar kein Problem. Mein Mann lässt Karla zB, wenn er auf dem Boden sitzt, immer auf seinen Schoß sitzen und macht dann Quatsch mit ihr. Inzwischen rennt sie schon, sobald er nur den Ansatz macht, sich auf den Boden zu setzen, los und ist dabei MEGA aufdringlich. Würde es bei mir nicht geben. Sie versucht es auch gar nicht. Erziehungsstil meines Mannes ist: nicht erziehen 🤣 ich mach das aber schon. Funktioniert bei Karla prima. Er muss halt damit leben, dass die schöne Leinenführigkeit von mir nicht auf ihn übertragbar ist. 🤷🏻

    Kann man einen Welpen von Anfang an an solche Abende gewöhnen (z.B. ruhige Zeit im Auto mit mir, Kuscheln, kurze Spaziergänge)? Oder sind zwei Stunden außerhalb – wenn auch in meiner Anwesenheit – anfangs zu viel?
    Ich könnte sie auch mit in die Halle rein nehmen.

    Klar kann man einen Welpen daran gewöhnen. Finde ich auch nicht problematisch.

    Auf keinen Fall würde ich den Hund mit in die Halle nehmen. Ich kenne Basketballtraining. Das ist doch irre laut. Kann mir kaum vorstellen, dass irgendein Hund das okay findet.

  • Wie sind eure Erfahrungen mit zwei Bezugspersonen? Funktioniert das gut? Und wie problematisch sind unterschiedliche Erziehungsansätze in der Familie?

    bei uns läuft das so das meine Frau die Hundeschule macht (1x pro Woche) und ich hauptsächlich für die Spaziergänge zuständig bin. Seit neustem kommt dann noch unregelmäßig Mantrailing dazu was ich dann mache.

    Unsere "Erziehungsansätze" bzw die Sachen die einem Wichtig sind, sind bei uns schon sehr verschieden. Im Prinzip haben wir 2 Hunde in einem. Bei Frauchen läuft er so, bei mir halt anders, der Hund ist aber schon wesentlich mehr an Frauchen gebunden, "funktioniert" aber auch wunderbar nur mit mir. In so grundlegenden Sachen sollte man sich wahrscheinlich schon einig sein, je nach Hund ist das aber individuell wie konsequent man da sein muss.

    Bsp.: Meiner Frau ist kein Kontakt an der Leine sehr wichtig. Mir nicht. Grundsätzlich würde ich sagen das ist eine grundlegende Sache wo man an einem Strang ziehen sollte. Unser Hund hat damit aber kein Problem wenn er bei mir ab und an auch an der Leine hallo sagen darf, bei meiner Frau aber grundsätzlich nicht. Da haben dann eher die Passanten die man regelmäßig trifft ein Problem mit :)

    Kann man einen Welpen von Anfang an an solche Abende gewöhnen (z.B. ruhige Zeit im Auto mit mir, Kuscheln, kurze Spaziergänge)? Oder sind zwei Stunden außerhalb – wenn auch in meiner Anwesenheit – anfangs zu viel?
    Ich könnte sie auch mit in die Halle rein nehmen.

    Zeit im Auto mir dir und kuscheln würde ich wohl eher nicht machen. Ziel ist es ja eher auf kurz oder lang das der Hund im Auto auch alleine sein soll und entspannen kann. Das könntest du dann in der Zeit auch sehr gut und behutsam aufbauen, in dem du zb. deinen Sohn nur kurz mit reinbringst und der Hund 5min im Auto warten muss und ihr danach dann was auch immer macht, das dann vielleicht langsam erweitern.

    Geht es noch um den Hund in der Überschrift oder um einen Welpen? Bei einem Welpen wäre in die Basketball Halle gehen ga nicht schlecht wenn es ihn nicht überfordert, da kann er richtig viel sehen und kennenlernen. Natürlich langsam aufbauen und nicht direkt an die lauteste Stelle am Spielfeldrand setzen. Bei einem 4 Monate altem Auslands Hund wäre ich da wohl eher vorsichtiger, dann lieber raus gehen und irgendwo 2 Std auf eine Bank setzen und den Hund schnüffeln lassen, das ist überhaupt kein Problem und sehr positiv für den Hund. Solang du nicht 2 Std strammen Schrittes um den See rennst :)

    Vorfreude ist die schönste Freude, ich freu mich für dich mit :)

  • Völlig o/t:

    Spoiler anzeigen

    Zucchini was für eine tolle Liebeserklärung an Terrier. Ich erkenne sehr viel von Luna, besonders das "mutig bis zum Größenwahn". Neben Chihuahua haben Terrier den größten Anteil an ihrer DNA.

    Ich sehe auch wenig Erfolgsaussichten für AJT, und mit Alternativ-Beschäftigungen brauche ich gar nicht um die Ecke zu kommen... interessiert sie einfach in den Momenten nicht.

    Bewusst ausgesucht hätte ich mir einen solchen Hund nicht, aber wenn es einen "nächsten" geben sollte, würde es wieder "so ein Hund" sein, denn ich bin trotz allem was du so treffend beschrieben hast, hin und weg von ihrer Persönlichkeit.

    "Mutig bis zum Größenwahn" sollte mal auf ihrem Grabstein stehen...:rolling_on_the_floor_laughing:

  • Danke nochmals für das tolle Feedback

    Ich würde halt nur darauf achten wollen, daß alle die gleichen Kommandos nehmen.
    Nicht daß einer Sitz sagt, und der andere Platz und beide meinen beim Hund, daß nur der Hintern runter gehen soll. Das ist vielleicht jetzt nicht das beste Beispiel, aber genau sowas ist tatsächlich schon einmal vorgekommen. Also solle man sich innerhalb der Familie zumindest die Wörter absprechen, die man nutzen will.
    Gerade, wenn man in den Hundesport rein will, empfiehlt es sich, kein HIER für den normalen Alltagsgebrauch Heranrufen zu nehmen. Denn es wird meistens schwieriger, dem Hund später zu erklären, daß man damit das saubere, gerade Herankommen mit dem Vorsitz meint. ich weiß, daß inzwischen zwar die freie Kommandowahl im Hundesport gibt, aber trotzdem wird noch gerne das HIER genommen. Für den Hund ist es schwieriger, das gleiche Wort für Sport und Alltag zu unterscheiden.

    Bei diesem Thema muss vorallem ich noch viel dazu lernen...

    Wir leben in der französisch sprachigen Schweiz, unsere Familiensprache ist französisch, aber mit den Kindern spreche ich deutsch.

    Da muss ich dann echt drauf achten, von Anfang an Kommandos auf französisch zu geben und das alle die gleichen Kommandos benutzen.

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