HSH Hund als normaler Hund verkauft? Maremmano Mischling

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  • Hier davon auszugehen, dass er definitiv bestimmte EIgenschaften haben wird, ist genauso naiv wie anzunehmen, dass er bestimmte Eigenschaften nicht haben wird.

    Tut doch keiner. Die TE hatte sich Sorgen gemacht, weil sie nicht wissen kann, was in dem Hund steckt.

    Wenn man sich jedoch einen Kleinpudel vom Züchter kauft, kann man sicher sein, dass kein Herdenschutzhund drin steckt.

    Natürlich könnte auch der Kleinpudel Verhalten zeigen, dass überrascht oder stört. Das ist ein anderes Thema.

  • Jemand der mit sowas nicht klar kommt, sollte sich gar keinen Junghund oder sogar Welpen holen, egal von wem oder woher. Weil auch ein Rassehund vom Züchter vor Ort, kann eine kleine Wundertüte sein.

    Natürlich bleibt jeder Hund ein Individuum, aber Rassen wurden ja nicht ohne Grund über viele Generationen für bestimmte Aufgaben und Verhaltensweisen gezüchtet. Diese Grundtendenzen verschwinden nicht einfach. Ein Herdenschutzhund‑Mix entwickelt sich nun einmal anders als ein Begleithund oder ein Terrier, selbst wenn es innerhalb jeder Rasse immer individuelle Unterschiede gibt.

    Wenn man so tut, als würde das alles keine Rolle spielen, stellt man im Grunde das ganze Prinzip der Hunderassen infrage. Die rassetypischen Eigenschaften existieren nun mal, und sie sind genau dafür da, Vorhersagen über Temperament, Arbeitsbereitschaft oder Schutztrieb treffen zu können. Das heißt nicht, dass jeder Hund „nach Lehrbuch“ funktioniert – aber gewisse Richtungen sind sehr wohl erkennbar und relevant.

    Richtig, Rassen wurden für bestimmte Aufgaben gezüchtet. Die Entwicklung von Mixen verschiedener Rassen, gerne auch Mehrfachmixen über viele Generationen, ist weder charakterlich noch optisch vorauszusehen.

    "Ein Herdenschutzhund-Mix entwickelt sich nun mal anders als ein Begleithund oder ein Terrier"?

    Aha. Wie entwickelt sich denn ein Mix aus Herdenschutzhund und Terrier? Oder Begleithund und Herdenschützer? Der im Ausgangsthread beschriebene Hund wiegt mit ca. fünf Monaten 9,5 kg. Welche Herde sollte der denn wovor schützen? Das sind einfach Mehrfachmixe über viele Generationen und damit komplette Wundertüten.

    Wer damit nicht umgehen kann oder will, darf sich keinen Hund aus dem Katalog bestellen, den er nicht mal vorher kennengelernt hat.

  • Ich finde es sehr schwierig zu antworten, da ich den Gesprächsverlauf zwischen der TS und der Organisation nur aus einer Sicht kenne. Für mich bleibt daher die Frage im Raum, ob die Erwartungen wirklich deutlich kommuniziert und die Erfahrung mit Hunden realistisch dargestellt worden sind. Und es so zu dieser Diskrepanz von Wunsch und Wirklichkeit gekommen ist.

  • Was hier geschildert worden ist, klingt eigentlich eher wie ein klassischer Fall von „Kaufreue“. Bei dem im Nachgang die aufkommenden vagen Ängste auf einen plausibel klingenden Grund projiziert worden sind. Das ist menschlich. Das Problematische in dieser Konstellation ist, dass kein Objekt gekauft wurde, sondern ein Lebewesen. Wenn man sich Zeit seiner Existenz insgeheim darüber ärgert, ein bestimmtes Objekt gekauft zu haben oder andauernd doch nicht ganz zufrieden damit ist, dann juckt das das Objekt nicht. Bei einem Lebewesen ist das anders.

    Wenn die TS es nicht für höchstwahrscheinlich hält, dass sie diese Reue überwinden kann und sich auf die Ungewissheiten einstellen kann, die die Übernahme eines unbekannten Lebewesens mit sich bringt, ist die Abgabe das Beste für alle Beteiligten. Wer da an was Schuld hat, ist für mein Empfinden da erstmal völlig irrelevant.

  • Natürlich bleibt jeder Hund ein Individuum, aber Rassen wurden ja nicht ohne Grund über viele Generationen für bestimmte Aufgaben und Verhaltensweisen gezüchtet. Diese Grundtendenzen verschwinden nicht einfach. Ein Herdenschutzhund‑Mix entwickelt sich nun einmal anders als ein Begleithund oder ein Terrier, selbst wenn es innerhalb jeder Rasse immer individuelle Unterschiede gibt.

    Wenn man so tut, als würde das alles keine Rolle spielen, stellt man im Grunde das ganze Prinzip der Hunderassen infrage. Die rassetypischen Eigenschaften existieren nun mal, und sie sind genau dafür da, Vorhersagen über Temperament, Arbeitsbereitschaft oder Schutztrieb treffen zu können. Das heißt nicht, dass jeder Hund „nach Lehrbuch“ funktioniert – aber gewisse Richtungen sind sehr wohl erkennbar und relevant.

    Richtig, Rassen wurden für bestimmte Aufgaben gezüchtet. Die Entwicklung von Mixen verschiedener Rassen, gerne auch Mehrfachmixen über viele Generationen, ist weder charakterlich noch optisch vorauszusehen.

    "Ein Herdenschutzhund-Mix entwickelt sich nun mal anders als ein Begleithund oder ein Terrier"?

    Aha. Wie entwickelt sich denn ein Mix aus Herdenschutzhund und Terrier? Oder Begleithund und Herdenschützer?

    Darum ging es in meinem Beitrag doch gar nicht. Leider fehlt das Zitat dazu und ist so völlig aus dem Zusammenhang gerissen.
    Es war auf die Aussage bezogen, dass es überspitzt gesagt egal ist, ob ich einen Rassewelpen nehme oder einen Welpen unbekannter Rassen. Die große Überraschung wie sich der Welpe entwickelt bleibt immer und das stimmt einfach nicht.

  • Der im Ausgangsthread beschriebene Hund wiegt mit ca. fünf Monaten 9,5 kg. Welche Herde sollte der denn wovor schützen?

    Dass in der Genetik festgelegte Eigenschaften auch nach mehreren Generationen von Mixen mit anderen Rassen durchschlagen können, sollte doch wohl verständlich sein. Und nur, weil der Hund physisch nicht dazu in der Lage ist, die genetisch vorgegebene Aufgabe durchzuführen, bedeutet das doch nicht, dass er die Verhaltensweisen, die dadurch an ihn vererbt wurden, nicht zeigt. Bei einem Hund mit HSH in den Vorfahren KÖNNEN HSH-Eigenschaften durchschlagen und sie könnten es auch, wenn er physisch ein Teacup wäre. Dass ihn kein Wolf ernstnehmen würde, ändert doch nichts daran, dass er tut, was ihm seine Anlagen vorschreiben.

    Genauso sollte man bei einem Mix aus Weimaraner und Labrador nicht überrascht sein, wenn man einen schwarzen, fiddelnden, aber mannscharfen Hund erhält und nicht ein silbergraues Schaf im Labbikostüm.

    (Ich weiß, dass Labbis auch anders können, aber so ist ja doch eher das allgemeine Bild vom Labrador.)

  • Aha. Wie entwickelt sich denn ein Mix aus Herdenschutzhund und Terrier? Oder Begleithund und Herdenschützer?

    Das kann keiner ahnen - genau das ist doch der Punkt.

    Ich fand die Hysterie der TE auch übertrieben, aber wenn man den neuen Hund derart ablehnt, ist eine Rückgabe sicher besser, völlig egal, ob es nun ein HSH Mix ist oder nicht.

  • Mal abgesehen davon, dass es doch lange kein Geheimnis mehr ist, dass Junghunde aus dem Ausland nur allzu regelmäßig deutlich älter gemacht werden, um früher ausreisen zu können und besagte Junghunde darüber hinaus oft ein deutlich verzögertes Wachstum wegen vorausgegangener Nährstoff-Unterversorgung aufzuweisen haben: Es ist doch vollkommen egal, ob und wie groß der HSH-Anteil in dem besagten Hund ist. Selbst wenn da gar kein HSH drin ist, kann der Hund doch zig Eigenschaften anderer Rassen vereinen, die ebenso wenig zu den Wünschen der TE passen.

    Fakt ist, die TE hat hier ein ganz klares Anforderungprofil an einen Hund beschrieben: familientauglich, menschenfreundlich, umweltsicher, nervenfest, nicht zu reizoffen, sehr futteraffin, leicht motivierbar, wenig eigenständig. Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass irgendein x-beliebiger Hund aus dem Ausland das erfüllt, wenn das nicht mal die meisten Hunde hier in Deutschland leisten können?

    Selbst wenn es ne 50/50 Chance gäbe, dass der Hund genau so wird - dann ist da immer noch ein Junghund, der mit 50%iger Wahrscheinlichkeit nicht das ist, was die TE sich vorstellt. Und bei der Anschaffung (oder hier: beim Behalten) eines Lebewesens auf ne 50/50 Chance zu pokern, ist und bleibt dem Hund gegenüber einfach unfair.

  • Junghunde aus dem Ausland nur allzu regelmäßig deutlich älter gemacht werden, um früher ausreisen zu können

    Der Hund kommt aus Italien und dem Foto nach würde ich schon vermuten, daß er mindestens 15 Wochen alt war. Warum sollte man da bewusst betrügen? Das ist den Aufwand doch nicht wert, innerhalb der EU.

  • Warum sollte man da bewusst betrügen? Das ist den Aufwand doch nicht wert, innerhalb der EU.

    Auch bei Grenzübertritten innerhalb der EU braucht es eine gültige Tollwut-Impfung. Sonst dürften ja Hunde aus Polen, Rumänien & Co. ebenfalls schon früher einreisen, das ist ja ebenfalls EU.

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