Mein Welpe schnappt bei Frust

  • Entschuldigt.. hat zwar mit dem eigentlichen Thema nichts zutun, aber ich muss da trotzdem mal fragen..

    Woher bezieht ihr denn eure Informationen?

    Selbst Hundetrainer erzählen doch unterschiedliche Dinge, wenn es ums selbe Problem geht.

    für mich gibt es da kein Fakt oder Falsch und richtig. Es gibt sehr sehr viele Wege die nach Rom führen, man muss für sich und den jeweiligen Hund einfach nur den passenden finden.

    Baden auch, da habe ich aber tatsächlich bisher nur "So oft wie nötig, aber so selten wie möglich." gehört.

    bei solch Fragen stelle ich mir meist erstmal selbst die Frage: welchen Vorteil sollte der Hund denn durchs Baden haben?

  • welchen Vorteil sollte der Hund denn durchs Baden haben?

    Schmutz, Staub, Feinstaub, Gülle- und Spritzmittelreste aus Wiesen und Feldern sitzen im Fell und auf der Haut, werden über das Maul aufgenommen. Ein Bad entfernt das.

    Manche Hunde haben Haut, die zu Fett, Schuppen oder Geruch neigt. Einige haben Kontaktallergien. Denen kann man damit helfen.

    Es gibt Felltypen, bei denen ein Bad mit den richtigen Produkten und einem Blower schneller und schonender hilft, ihre Unterwolle los zu werden als nur mit Bürsten.

    Bei bestimmten Rassen und Fellstrukturen ist regelmäßiges Baden für die Fellpflege oder das Scheren unerlässlich.

    Sauberes Fell lässt sich besser pflegen und verfilzt weniger.

    Und ja: Viele Hunde fühlen sich danach einfach besser.

  • Wir heben ihn hoch und setzen ihn am Boden wieder ab, verbunden mit einem "Nein".

    Das ist angekündigtes Hochheben. Untergrund ist dabei ja egal. Vermutlich hebt Ihr ihn ja im Alltag neben der Sofasituation auch mal.

    Soll er Hochheben als Strafe empfinden? Davon würde ich abraten. Das übe ich bewusst als Handlingübung mit Belohnung, damit meine Hund das Heben gut bis mindestens Neutral empfinden.

    Mir ist nicht klar wie der Hund da die Verknüpfung machen soll, dass er nicht aufs Sofa soll.

    Wenn bisher nur seine Vorderpfoten auf der Couch sind, schieben wir diese verbunden mit "Nein" herunter.

    Auch hier verstehe ich nicht, wie der Hund die Verknüpfung machen soll. Ihr spielt und knuddelt ihn ja bestimmt auch mal. Wo ist denn da jetzt der Unterschied im Anfassen zum Schieben?

    Das Wort "Nein" als Abbruch ist genetisch nicht vorinstalliert. Ihr trainiert es gerade in der Bedeutung als "wir fassen Dich dann irgendwie an".


    Du gehst ja in eine Hundeschule, sagst Du. Dort sollte man in der Lage sein Euch ein brauchbares Abbruchkommando beibzubringen, das man natürlich jenseits der Situationen, wo man es wirklich braucht, auftrainiert.

  • Achtet mal bisschen auf das Timing.

    Wenn euer Hund das Betreten der Couch mit Spiel und Spaß verbindet, weil ihr ihn „ablenken“ wollt, dann wird die Couch eine wichtige Möglichkeit, an euch, eine Ressource, ranzukommen.
    So bekommt er die von ihm gewünschte Aufmerksamkeit und im Grunde hat der Hund schwuppdiwupp euch erzogen.


    Couch gibt’s nicht und fertig. Wendet sich er Hund ab und geht weg, kann man ein Leckerli zum Hund hinrollern lassen, aber wichtig ist, das Abwenden zu belohnen und nicht das Betreten.

  • Nebst dem, was schon gesagt wurde und konkret zum Couch-Beispiel vielleicht noch:

    Ist für den Hund (und Euch) irgendwie ersichtlich und nachvollziehbar, ob und wann er auf die Couch darf? Später kann man da weniger pingelig sein, aber jetzt, so ganz zu Beginn Eures Zusammenwohnens, empfielt es sich, sich genau zu überlegen, wann der Hund was darf. Das reduziert Stress und schafft Transparenz und Klarheit für alle Beteiligten.

    Ausserdem empfielt es sich, dem Hund nicht nur erklären zu wollen, was er nicht tun soll, sondern ihm zu zeigen, was er stattdessen tun kann. Ich beginne schon sehr früh, meine jungen Hunde auf ihre Plätze zu schicken. Das lohnt sich für die auch sehr: dort gibts auch meist was zu kauen, ist bequem und allgemein ein angenehmer Ort.

  • Danke euch für die Tipps schon mal! Eine Frage hätte ich da noch: Wenn wir etwas verbieten, "trifft" der Frust immer mich und fast gar nicht mehr meinen Freund, der geht da eher dazwischen, und holt Bruno von mir weg ... woran könnte es da liegen, dass Bruno nach mir schnappt statt nach meinem Freund? Auch wenn das Verbot von ihm kam? Zur Einordnung: könnte es auch der Wunsch nach seiner Aufmerksamkeit sein, da ich quasi immer da bin (Homeoffice) und Herrchen nur nach der Arbeit?

    Auf Couch oder Bett darf er aktuell gar nicht. Hintergrund ist der, dass abtrainieren später bestimmt schwieriger ist als beibringen.

    Abbruchkommando nehme ich für Samstag mit, da kann mir die Trainerin bestimmt erklären, wie wir das gut aufbauen können.

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