Langjährige Erfahrung mit Tierschutzhunden – Überlegungen zu einem Rassewelpen (Golden Retriever/ weißer Schäferhund)

  • Tierschutz bedeutet ja nicht nur Auslands-Direktimporte. Genug Rassehunde findet man ebenso im Tierheim und grade auch bei diesen Orgas.

    Ein Züchter ist an einem gewissen Punkt natürlich bequemer als der Aufwand über den Tierschutz. Ich kann online Rassebeschreibungen lesen, Züchter suchen, mich bewerben, dann schaue ich die Welpen 1-2x an und fertig.
    Da kann es im Tierschutz schon aufwendiger sein das passende zu finden und bedeutet sicherlich auch mehr Engagement. Außer ich bestelle aus dem Katalog oder ich bin super offen mit dem worauf ich mich einstellen kann und offen für Problemfelle.


    Womit ich für mich noch hadere ist der Privatkauf, der ja gern ebenfalls als Tierschutz deklariert wird. Wo der 5jährige Rassehund weg muss und weiterverkauft wird. Da heften ja auch viele Käufer gerne das Etikett Tierschutz dran, was es für mich nicht ist, es ist einfach ein ganz normaler Kauf wie auch bei einem Züchter, Vermehrer. Aber doch kein aktiver Tierschutz. Das ist doch wie Pferdekauf. „Der landet sonst im Tierheim“, ja nu, zählt für mich irgendwie nicht weil oft sowieso nur Druckmittel und viele Tierheime würden sowieso auch nur der Vermittlung helfen. Da gibt einfach jemand eine Hund ab, ganz normaler verkauft, Nix Tierschutz.

    Um mal ganz vom Thema abzukommen, bei Katzen muss ich da auch immer sehr nachdenke wo sich da Tierschutz finden soll eine Katze zu übernehme und abschließen als Freigänger in ein Ökosystem zu setzen wo diese dann lauter bedrohte Arten tötet. Wohnungskatzen was anderes. Vielleicht Einzel-Tierschutz? Halt so ohne Artenschutz und Naturschutz? Dann auf jeden Fall aber nichts mehr womit ich mich identifiziere. Das grosse Ganze fehlt..

  • Tierschutz bezieht sich doch immer nur auf die Tierart um die es gerade geht. Sonst könnte man auch Tötungsshelter Tierschutz nennen, weil so viel weniger Nutztiere sterben müssen um diese Hunde zu ernähren. Aus Hundeperspektive ist diese Sichtweise absurd.

  • Tierschutz bezieht sich doch immer nur auf die Tierart um die es gerade geht. Sonst könnte man auch Tötungsshelter Tierschutz nennen, weil so viel weniger Nutztiere sterben müssen um diese Hunde zu ernähren. Aus Hundeperspektive ist diese Sichtweise absurd.

    Ich finde schon dass man da das Nutztierthema auch mal etwas ausklammern darf.

    Wie gesagt bei Katzen geht’s mir ja insbesondere um eh schon gefährdete Arten und sowas, nicht ums töten Ansich sondern darum das etwas zerstört wird auf das man eigentlich besonders aufpassen sollte. Ein Extrem, über das ich nachdenke. Betrifft Hunde ja wirklich eher weniger. Aber betrifft mich, weil ich solche Katzen bislang genommen habe, aus dem Tierschutz, aber ich den Tierschutz da mittlerweile nach den ganzen Toten Mauswieseln und Singvögeln gar nicht mehr sehen und vertreten kann.

  • Bestimmt kann man argumentieren dass das eine Tierschutz sei und das andere Artenschutz. Für mich würde da der Artenschutz aber einfach wertvoller sein, als dieser Einzel-Tierschutz. Sicherlich ein Zielkonflikt, der sich auch gar nicht lösen lässt, wegen dem ich aber keine Freigänger aus dem Tierschutz mehr nehmen werde.

  • Das darfst du individuell so sehen. Hier leben Wildlinge im Garten, weil sie eben da sind und für mich ist die Streunerpopulation ein menschengemachtes Problem. Mir sind die kastrierten, ortsansässigen auch lieber, weil sie ein stückweit unkontrollierte Vermehrung verhindern, Revier ist besetzt merkt man immer deutlich wenn hier mal keine leben, was den Jagddruck für geschützte Arten auch verringert. Machen wir uns nix vor, das Katzenproblem in Deutschland ist so riesig, sie sind überall. Man sieht sie nur nicht.

    Trotz Katzen lebt hier aber deutlich mehr Vielfalt als bei meinen Nachbarn. Weil es hier Lebensraum gibt, der woanders fehlt.

    Für mich ist das alles nicht schwarz-weiß.

  • Na weil es das gängige Klischee ist.

    Die du hier eingebracht hast.

    Niemand hier hat diese Klischees verbreitet - außer dir....

    Das ist eine komische Art zu diskutieren, wenn man Aussagen kritisiert, die niemand gemacht hat. Zumindest hier an dieser Stelle. Wenn dich die Klischees ärgern, dass sag das doch den Leuten, die sie tatsächlich äussern.


    Was den Tierschutzbegriff angeht: Ich finde den Begriff unangemessen, wenn es um den Kauf eines Hundes geht.

    Einen einzelnen Hund "zu retten" - sprich, zu kaufen, weil man selbst einen Hund möchte - ist für mich kein Tierschutz. Tierschutz wäre, die Arbeit vor Ort, z.B. Kastrationsprojekte, zu unterstützen.

    Das ist für mich so ähnlich wie die Bezeichnung Züchter für jemanden, der halt Rüde und Hündin hat und die Welpen verkauft.

    Persönlich würde ich eher "Auslandsimport" oder "Tierheimhund" sagen. Ich fühle mich jedenfalls nicht selbst als Tierschützer, weil ich mal einen Hund aus dem Tierheim genommen habe.

  • Na weil es das gängige Klischee ist.

    Die du hier eingebracht hast.

    Niemand hier hat diese Klischees verbreitet - außer dir....

    Das ist eine komische Art zu diskutieren, wenn man Aussagen kritisiert, die niemand gemacht hat. Zumindest hier an dieser Stelle. Wenn dich die Klischees ärgern, dass sag das doch den Leuten, die sie tatsächlich äussern.

    Also irgendwie ziehst Du dich jetzt komplett an dieser Formulierung hoch, ignorierst mein Argument dabei total und findest dabei aber, ich hätte eine komische Art zu diskutieren. So was...

  • Was den Tierschutzbegriff angeht: Ich finde den Begriff unangemessen, wenn es um den Kauf eines Hundes geht.

    ich auch, egal, welche Bezugsquelle und ich finde es immer sehr verwirrend, warum manche Leute es als Tierschutz betrachten, den Hund vom Züchter zu kaufen und diesen nicht zu quälen. Allein die Zucht von Tieren kann niemals Tierschutz sein und nur weil man dann persönlich seinen eigenen Hund halt "gut" hält, macht einen das nicht zum Tierschützer.

    Und eben genausowenig, wie man Tierschützer oder 'besser' ist, wenn man den Hund von einer TschOrga/Tierheim/Second Hand holt. Für mich ist das halt die für mein Leben stimmige Bezugsquelle für einen Hund, ein anderer kauft beim Züchter, weils für ihn halt stimmig ist. Aber Tierschutz ist keins von beiden und wenn der Käufer eines Rassehundes das als Tierschutz bezeichnet, wirds halt einfach lächerlich, bzw halt nicht weiter gedacht.

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