Notfallmäßig Hündin übernommen
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Hallo zusammen,
längere Geschichte, ich freue mich um jeden, der sie liest und mir Tipps geben kann. Deshalb schreibe ich auch detailliert.
Ich habe am Samstag notfallmäßig eine Hündin übernommen, weil die Besitzerin (84 Jahre) ins Krankenhaus musste und ihre Pflegestelle nicht konnte.
Ich kenne die Besitzerin und die Hündin nur von der Straße. Sie wohnt gleich gegenüber. Sie hatte schon Hunde, ich hatte immer das Gefühl, sehr verzogen. Als die letzte Hündin starb, war sie schon Ende 70 und nahm eine junge Hündin, maximal ein Jahr als. Die Hündin dürfte jetzt irgendwas zwischen 5 und 6 sein. Kniehoch, schwarz. Keine Ahnung, was da drin ist.
Mein Hundehintergrund: Ein Jahr eigener Hund, ist allerdings schon 27 Jahre her. War ein Border/Schäfermix, die ich mit einer Hundetrainerin ausgebildet habe. Sie war als Welpe im Tierheim, wir übernahmen sie jünger, als wir dachten, bildeten sie aus. Toller Hund, absolut folgsam, toller Familienhund. Allerdings war sie bei uns ständig mit Durchfällen geplagt. Wir wohnten in einem Gebiet mit vielen Schafen, wir konnten bei den Spaziergängen nicht auf andere Flächen ausweichen. Ihr Immunsystem war mies, sie scheint schon mit 4 Wochen von der Mutter weggewesen sein. Der Tierarzt meinte, dass es bei ihr reiche, auf den von den Schafen verunreinigten Flächen zu sein, um immer wieder Durchfall auszulösen. Sie hatte wohl immer dadurch wieder Parasiten oder bakterielle Infektionen. Auf massives Anraten des Tierarztes gaben wir sie aufs Land. Sie wurde gegen Parasiten gespritzt - und hatte nie wieder etwas.
Seitdem nur noch Hunde in Mitbetreuung. Wir zogen in eine Schule (Hausmeister), wir hatten an der Schule Schulhunde, die Rektorin hatte nacheinander 3 Hunde, die wir immer mitbetreuten.
Die Notfallhündin freute sich immer, wenn sie mich oder auch meinen Mann auf der Straße sah. Drückte sich an uns, forderte Streicheleinheiten. Ich bot der alten Dame an, dass ich mit der Hündin spazieren gehe, denn ein so junger Hund mit einer Dame, die schon schlecht zu Fuß ist, ist nicht optimal. Die alte Dame ließ das nicht zu, die Hündin würde nicht mit jemand anderem mitgehen. Als vor zwei Jahren so viel Schnee lag, bot ich es ihr wieder an. Ich war mir sicher, die Hündin zum Mitgehen bewegen zu können. Aber nein. Tja, die Zeit vergeht, die alte Dame geht inzwischen am Skistock. Letztes Jahr musste sie sich die Knie machen lassen, da war die Hündin auf einer Pflegestelle bei einer Rentnerin mit Garten. Das schien zu funktionieren.Nur diesmal wohl nicht. Die Rentnerin hatte wohl die Hündin jetzt schon zur Pflege, weil die alte Damen Probleme mit dem Rücken hatte. Die alte Dame sollte wohl notfallmäßig am Freitag ins Krankenhaus, was sie aber wegen Hund verweigerte. Die andere Pflegestelle kann nämlich diese Woche nicht. Also rief mich die alte Dame am Samstag an, ob ich die Hündin nehmen könne.
Puh. Klar, alles nicht optimal, aber was nützt es. Die alte Dame lag rum, konnte sich kaum auf den Beinen halten und wollte erst in die Klinik, wenn der Hund versorgt ist.
Die andere Pflegemutter brachte die Hündin, aber kein Kontakt mehr zur Besitzerin. Ich brachte erst ihre Sachen in die Wohnung, dann kam der Hund aus dem Auto, freute sich, mich zu sehen und ging mit mir gleich freudig eine Runde. Sie war zwar, klar, etwas angespannt, aber ging mit. Danach brachte ich sie in die Wohnung.
Dort schaute sie sich um, hat gleich getrunken, auch ein Leckerli genommen. Schon mal gut, auch unter Stress nimmt sie es. Sie hat vielleicht eine Dreiviertelstunde gefiept, dann wars vorbei. Wenn ich mich hingesetzt habe, drückte sie sich an mich, forderte mich mit ihrer Schnauze zum Streicheln auf. Ganz intensiv, wahrscheinlich zu intensiv. Eine Hand musste auf ihr liegen. Wir gingen mehrmals spazieren, alles kein Thema. Die Besitzerin meinte, sie gehe nicht gerne spazieren, ich habe eine total andere Erfahrung. Sie freut sich, sie sieht nichtmal Richtung Heimat. Sie wohnt ja wirklich gegenüber.
Aber, und nun zu dem Problem: Die Hündin mag keine Männer. Sie wohnt mit der Besitzerin in einer kleinen Wohnung alleine, dort ist es sehr ruhig. Und ich habe einen Mann. Sie kennt ihn eigentlich von draußen, aber in der Wohnung ist es ein Problem.
Er war leider am Samstag nicht da, als die Hündin kam, er musste bis in die Nacht arbeiten. Er rief mich an, bevor er heimgekommen ist, weil wir schon geschlafen haben.
Schlafsituation: Ich gebe ihr das Büro/Gästezimmer, dort steht ihr Bett, ich schlafe bei ihr. Das nützt sie inzwischen als Rückzugsort.
Die erste Begegnung war nicht gut, da habe ich auch einen Fehler gemacht, ich hätte mit ihr vor der Türe gehen sollen, eine Runde mit meinem Mann spazieren. Sie verbellte ihn, knurrte.Mein Mann ignoriert sie. Gestern früh natürlich wieder. Er ignorierte sie, wenn er aufstellt, verbellt sie ihn und knurrt.
Mein Mann igoriert sie, sitzt auf der Eckbank, hat ein Leckerli in der Hand. Sie kommt, schnuppert, nimmt das Leckerli.
Wir gingen spazieren, waren den ganzen Tag zusammen, waren zusammen im Schulhof, dort durfte sie auch mal frei laufen (weil gesichert), spielte mit einem Stock, bellte mal wieder den Mann an. Dann auf einmal drückt sie sich an ihn und stupst. Okay. Er führte sie in die Wohnung, Leckerli.
Sie ist verzogen, darf auf die Couch. Okay. Wir haben ein Handtuch, wo sie drauf darf. Eckcouch, ich auf dem einen Teil, Mann auf dem anderen. Dazwischen Handtuch. Sie legt sie da drauf, robbt zu GG, stupst ihn, fordert ihn auf.
Wenn er aufsteht, verbellt sie ihn und knurrt. Sie kompensiert dann wohl, denn sie holt ihr Bärli und trägt es rum, knurrt dabei. Mann lässt sie. Ich kann sie da schon mit meiner Stimme rausreißen, bin mir aber nicht sicher, ob das das Richtige ist.
Setzt er sich hin, kommt sie wieder zu ihm, leckt, stupst vehement für Streicheleinheiten.
Ist er im Wohnzimmer, sie bei mir im Büro und er ruft nur: Verbellen, knurren, Bärli tragen.
Dann wieder stupsen.
Gestern ist sie zwischen uns gelegen. Sie hat erst exessiv GG oder mir die Hand gelegt, dann fing sie an, ihre Vorderläufe zu schlecken und in ihre Wolfskralle zu beißen. Scheinbar Stressanzeichen.Ich habe sie abgelenkt, sie von der Couch geholt. Dann ging es. Ich machte das immer, wenn sie es wieder angefangen hat. Sie hat sich dann irgendwann auf den Boden gelegt, dann hat sie dieses Verhalten nicht mehr gezeigt.
Wir gingen abends noch raus, dann ins Büro, ins Bett. GG schläft nebenan im Schlafzimmer. Ganze Nacht entspannt.
Morgens natürlich wieder Verbellen, Knurren, Bärli tragen.Und: Heute ist Schule. Für sie natürlich Stress, denn sie hört etwas. Aber sie macht sich ganz gut. Wuff, knurren, Stimme von mir, dann wieder Ruhe. Ich bin mit ihr im Büro, sie in ihrem Bett.
Es ist eine Kamera aufgestellt mit Ton. Wenn ich die Wohnung verlasse, bekommt sie ein Knabberstäbchen, Kommando bleib (was sie sicher nicht kennt), Bürotüre zu (GG muss ja auch die Wohnung betreten können). Die Kamera hat gezeigt, dass sie sich mit dem Knabberstäbchen beschäftigt, wenn sie etwas hört, wufft, sich aber wieder hinlegt. Die Bürotüre ist zu, wenn GG natürlich in der Wohnung ist, lässt er sie im Büro. Dann ist natürlich Alarm.
Jetzt war ich mit ihr eine ganz große Runde. Hundeverträglich ist sie. Zwar vorsichtig, aber okay. Gefressen, jetzt Ruhe.
Bei dem Verbellen von GG bin ich mir ziemlich unsicher. Angst? Territorial kann es ja fast noch nicht sein. Wie passt das mit dem Anstupsen und Streicheleinheiten fordern zusammen? Wie am besten reagieren?
GG ignoriert sie eh schon, reagiert nur noch auf ihre Anstupser.
Habt Ihr vielleicht Anregungen?
LG
Schnuckelina -
19. Januar 2026 um 15:04
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Notfallmäßig Hündin übernommen - Vor einem Moment
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Verstehe einer die Hunde.
GG im Sitzen ist der Hit. Im Stehen ging es heute auch, sie hat sich an ihn geschmiegt, sogar mit ihm geblödelt. Alles im Stehen. Er durfte dann auch in der Wohnung umhergehen, ohne dass sie irgendetwas machte. Sie suchte immer wieder Kontakt zu ihm. Dann ging er duschen.
Als er herauskam, wieder verbellen, knurren. Als erinnere sie sich nicht. Total interessant.
Unser Sohn kam heute, etwas bringen, ich bin mit der Hündin runter ins Freie. Sie schaute Sohn an (der ist auch groß), drückte sich an ihn und forderte Streicheleinheiten. Draußen gehts auf Anhieb, in der Wohnung sind Männer wohl gefährlich.
Aber sie fügt sich sonst gut ein. Die Geräusche in der Schule sind ihr nicht mehr so suspekt. Manchmal schlägt sie an, wenn sie bei mir hier im Büro ist und ich etwas am Rechner mache, kaum. GG ruft an, bevor er kommt, ich schaffe Wohlfühlmomente. Er kommt rein, setzt sich oben auf die Band. Hündin geht mit mir hin, sie schmust mit ihm, er kann aufstehen.
Draußen würde sie manchmal auf Männer reagieren, aber dem kann ich vorgreifen. Sie geht dann brav vorbei.
Sie taut auf, sie ist ganz lebendig, so kenne ich sie mit der alten Frau gar nicht. Sie freut sich rauszugehen.
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Dann ging er duschen.
Direkt nach dem Duschen hat der Mann den (vorher der Hündin bekannten) Eigengeruch verloren - der ist ein total Fremder für sie.
Darüberhinaus kann das schmusen/spielen auch Kontrollverhalten und/oder Fiddeln sein und würde damit das genaue Gegenteil zu dem, was Du erhoffst (Freude, Freundlichkeit, Mögen des Mannes) bedeuten. Das muss man aber genau anschauen, um das beurteilen zu können.
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Ich war vor ein paar Jahren in einer ähnlichen Situation, wie du.
Eine Patientin hatte sich den Oberschenkelhals gebrochen, und wurde gerade in den Krankenwagen geladen, als ich zum Hausbesuch kam. Kurzerhand habe ich die Hündin der alten Dame eingepackt.
Am Schluß war die Maus etwa 4 Monate bei uns.
Jette war ein Chiauau-mix, und auch so ein verwöhnte Alt Damen Prinzessin.
Die ersten Wochen war sie recht schüchtern, packte aber dann relativ schnell ihren etwas größenwahnsinnigen Charakter aus.
Sie hat sich erst meinen Mann rausgepickt, als ihren "Liebling". Er durfte alles mit ihr machen, nur wenn ich etwas wollte, holte sie die Zähne raus. Wahrscheinlich, weil sie das erste mal in ihrem Leben Regeln bekommen hat.
Im Endeffekt haben wir uns mit ihren Macken arrangiert. Ich habe ein paar versuche unternommen, Regeln durchzusetzen, und ihr ein paar Dinge beizubringen. Am ende konnte sie ganz passabel apportieren.
Wir haben uns aber später entschieden, mehr zu managen, als zu erziehen, da das Zusammenspiel mit Frauchen und Hund ja zu funktionieren schien, und die Betreuung nur für eine "kurzen Zeit" bestand, hab ich es nicht eingesehen, mich mit einem Hund grundlegend anzulegen.
Vielleicht besteht das Problem deiner Pflegehündin auch nicht mit dem Thema "Mann", sondern, wie bei uns, bei dem Konzept "wir leben zu zweit", und dein Mann passt einfach nicht in ihr "Familien Konzept".
Ich würde ihr einen Platz zuweisen, und wenn sie mit einem Spielzeug knurrend an deinem Mann vorbei läuft, schickt ihr sie konsequent auf ihren Platz. Im Grunde ist das ein provokatives verhalten von ihr.
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Ich habe ehrlich gesagt nicht ganz verstanden, worum es dir geht.
Dass der Hund so stressfrei wie möglich die kurze (?) Zeit bei euch ist? Dass dein Mann nicht gebissen wird?
Oder mal anders gefragt: von welcher Zeitspanne reden wir da? Die eigentliche Pflegestelle kann diese Woche nicht, holt den Hund aber kommendes Wochenende bei dir ab? Also bloß noch so drei Tage und fertig? Dann würde ich eher sagen, nicht zu viel Bohei machen, nicht zu viel an gewohnten Abläufen ändern oder irgendwelche Erziehungsversuche starten und dein Mann lässt den Hund halt in Ruhe.
Oder steht im Raum, dass der Hund langfristig bleibt? -
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Schwierig zu lesen, ich verstehe nicht, worum es geht. Dein Haus, Deine Regeln. Wenn Du auf der Couch liegen, als verwöhnt empfindest, dann lass sie nicht auf die Couch, das lernt die Hündin schnell, auch wenn sie ständig Streicheleinheiten einfordert, Du musst die Hand nonstop auf den Hund legen? kannst Du ignorieren. Gemeinsam spielen, streicheln machst Du, wenn Du das möchtest. Du bietest ja andere Sachen, mehr Spaziergänge... Dass die Hündin nicht unbedingt zu ihrem eigenen Zuhause zieht, bedeutet nicht, dass es ihr ab sofort bei Dir besser gefällt, sie nimmt es hin. Dein Mann sollte sie erstmal möglichst ignorieren, damit sie sich an ihn gewöhnen kann. Ist sie ein kleiner Hund? Ich hatte mal einen Spitzmix in Pflege, der war anfangs ziemlich ähnlich. Ist sie mit in einem Schulbüro?
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Ich verstehe auch nicht so richtig was die Frage ist. Insgesamt klingt das doch ganz gut.
Ich würde lediglich dieses Euch permanent zu belästigen und kontrollieren verbieten. Der Hund benutzt Euch wie frei verfügbare Kauknochen ohne eigenen Willen.
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Hallo zusammen,
danke für Eure Beiträge. Sie helfen mir wirklich.
Ich versuche mal so zu antworten, dass man mich verstehen kann.
ZitatOder steht im Raum, dass der Hund langfristig bleibt?
Wissen wir nicht. Ich habe ja nur erfahren, die Besitzerin muss in die Klinik. Ich habe theoretisch bis zu den Osterferien mit ein paar Ausnahmen Zeit, dann fahre ich in den Urlaub, wo ich sie nicht mitnehmen kann. Die andere Pflegedame kann sie nicht die ganze Zeit über nehmen, sie hat teilweise Verpflichtungen. Also war die Idee, dass sie bis auf Ausnahmen bei uns bleibt, bis die Besitzerin wieder daheim ist oder fit genug, um den Hund wieder zu nehmen. Da wir nur wissen, sie hat Rückenschmerzen, wissen wir nicht, wie lange es dauert. Im Nachhinein habe ich erfahren, dass das Ganze schon seit vor Weihnachten so geht. Die Besitzerin ist morgens mit ihr ihre Morgenrunde geschlichen, scheinbar hat den zweiten Spaziergang die Pflegedame übernommen. Seit Dezember. Die Befürchtung ist ja schon berechtigt, dass sie sich nicht mehr kümmern kann. Das ganze letzte Jahr war gesundheitlich sehr schwierig für die Besitzerin, ich sah sie ja doch fast jeden Tag laufen.
Also stelle ich mich erstmal auf längere Zeit ein.
Für die längere Zeit möchte ich, dass mein Mann auch die Wohnung normal betreten kann.
Ich habe festgestellt, dass ich sie in ihr Bett schicken kann. Dort bleibt sie auch, ich löse auf. Wenn sie auflöst, schicke ich sie zurück. Das funktioniert auch ganz gut. Wenn sie bellt, schicke ich sie in ihr Bett, sie ist ruhig, mein Mann kann z.B. in die Küche. Er setzt sich, ich löse auf, sie geht zu ihm, schnuppert. Er sitzt nur da, schaut sie nicht an, er hat nur die Hand am Rande der Sitzfläche. Hier stupst sie dann vehement, lässt sich kraulen. Ich weiß, wir bestimmen, wann und ob und wie lange. Aber ist in diesem Falle nicht wichtiger, dass sie eine positive Erfahrung macht? Die Idee dahinter ist ja, dass es in ihrem Tempo geht. Kommen lassen, positive Erfahrungen.
Wenn er von der Eckbank aufstehen will, gehe ich mit ihr aus dem Zimmer, damit sie sich nicht bedrängt fühlt. Heute war sie dann ruhig, als er aufstand. Sie ging zu ihm, schnupperte und zeigte dieses "Schmuse/Spielverhalten", was evtl. das Fiddeln sein könnte, das ich erst googlen musste. Ich habe nur Hunde betreut, die ich seit Welpenalter kenne, diese zeigten so etwas nicht.ZitatDarüberhinaus kann das schmusen/spielen auch Kontrollverhalten und/oder Fiddeln sein und würde damit das genaue Gegenteil zu dem, was Du erhoffst (Freude, Freundlichkeit, Mögen des Mannes) bedeuten. Das muss man aber genau anschauen, um das beurteilen zu können.
Draußen zeigt sie das "Schmuse"Verhalten bei ziemlich jedem. Wenn die Besitzerin stehen bleibt, sich mit jemanden unterhält, dann geht die Hündin auf die andere Person zu, geht auf die Hinterfüße (springt also nicht) an die Person gegenüber, sehr vorsichtig, stupst. Sie drückt auch ihren Kopf total an denjenigen. Ich hatte aber immer das Gefühl, dass das nicht wirklich "Mögen" ist, denn die Rute war da nicht entspannt. Dieses Verhalten finden alle so süß, deshalb hatte die Besitzerin auch viele Angebote, dass sie im Falle des Falles die Hündin nehmen würden. Sie zeigte dieses Verhalten heute auch bei meinem Mann, dazu aber auch noch etwas spielerisches Verhalten.
Was hätte das für Auswirkungen, wenn das wirklich Fiddeln wäre, muss das unterbunden werden? Wir waren ja froh, dass sie von sich aus auf ihn zugeht, obwohl er steht. Falsche Annahme?
Mein Bestreben wäre klar, dass das Verhalten mit dem Mann stressfreier wird. Am Anfang war ich mir nicht sicher, ob sie im Zweifel auch beißen würde. Ich kenne ja nur die Aussagen, sie möge keine Männer, bei ihrer Besitzerin wird sie an die Couch gebunden, wenn Männer in die Wohnung kommen. Draußen wurden oft Männer verbellt, die Besitzerin ließ das zu. Ich habe aber das Gefühl, dass die Eskalation weniger wird. Sie regt sich kurz auf, dann aber richtig, ich schicke sie in ihr Bett, sie ist ruhig. Hilfreich ist auch, wenn wir uns unten draußen treffen und er sie in die Wohnung führt. Dort lässt sie sich auch problemlos von ihm ableinen, setzt sich brav vor ihn hin. Dort bekam sie ein Leckerli.
ZitatVielleicht besteht das Problem deiner Pflegehündin auch nicht mit dem Thema "Mann", sondern, wie bei uns, bei dem Konzept "wir leben zu zweit", und dein Mann passt einfach nicht in ihr "Familien Konzept".
Ich würde ihr einen Platz zuweisen, und wenn sie mit einem Spielzeug knurrend an deinem Mann vorbei läuft, schickt ihr sie konsequent auf ihren Platz. Im Grunde ist das ein provokatives verhalten von ihr.
Es ist sicher so, dass sie nur das Konzept "zu zweit" kennt. Wenn Männer kommen, wird sie ja angebunden und bellt sicherlich. Sie hat somit auch keine richtig positiven Erfahrungen mit Männer. Dies möchte ich gerne ins Positive drehen. Man weiß ja nicht, was kommt. Wenn ich das schaffe, dann ist die Situation ja auch nicht so aussichtslos. Denn eines ist klar: Auf Dauer kann ich sie nicht behalten. Wir haben uns bewusst gegen einen eigenen Hund entschieden.
Das mit dem Platz zuweisen habe ich gemacht, sie geht in ihr Bettchen. Dorthin schicke ich sie seit gestern konsequent. Sie liegt dort auch gerne freiwillig, auch die ganze Nacht. Dieser Raum ist auch ihr Rückzugsort, der Mann betritt ihn aktuell nicht.
ZitatSchwierig zu lesen, ich verstehe nicht, worum es geht. Dein Haus, Deine Regeln. Wenn Du auf der Couch liegen, als verwöhnt empfindest, dann lass sie nicht auf die Couch, das lernt die Hündin schnell, auch wenn sie ständig Streicheleinheiten einfordert, Du musst die Hand nonstop auf den Hund legen? kannst Du ignorieren. Gemeinsam spielen, streicheln machst Du, wenn Du das möchtest. Du bietest ja andere Sachen, mehr Spaziergänge... Dass die Hündin nicht unbedingt zu ihrem eigenen Zuhause zieht, bedeutet nicht, dass es ihr ab sofort bei Dir besser gefällt, sie nimmt es hin. Dein Mann sollte sie erstmal möglichst ignorieren, damit sie sich an ihn gewöhnen kann. Ist sie ein kleiner Hund? Ich hatte mal einen Spitzmix in Pflege, der war anfangs ziemlich ähnlich. Ist sie mit in einem Schulbüro?
Das mit dem Nonstop die Hand auf sie legen war nur am ersten Tag. Sie war dann ruhig, hörte auf zu fiepen. Danach war das nicht mehr nötig. Inzwischen ignoriere ich auch dieses Einfordern von Streicheleinheiten. Beim Mann sind wir uns eben nicht sicher.
Es ist ja schon mal okay, wenn sie sich mit der Situation arrangiert. Sie liegt auch nicht permanent vor der Türe, wie ich es von anderen Hunden kenne, die kurz mal bei mir waren. Sie ist bei mir. Ignorieren ist in der Mache, wie reagiert er auf Annäherungen wie dieses Stupsen? Sie ist kniehoch, Bild als Avatar, ich habe auf die Schnelle nicht rausgefunden, wie ich ein Bild hochladen kann. Nein, sie ist nicht im Schulbüro. Wir wohnen in einer Dienstwohnung in der Schule, dort hat sie ihr Bett in meinem privaten Büro/Gästezimmer. Sie kommt mit der Schule nicht wirklich in Berührung, ich gehe aktuell auch so raus, dass ich möglichst wenig Kinder treffe. Also nicht zum Schulstart oder Schluss.
Zusammengefasst:Zeitspanne: Unbekannt
Ziel: Mann soll in die Wohnung kommen können und sich dort auch bewegen, ohne verbellt zu werden. Ich kann aber schon sehr große Fortschritte zu Samstag sehen.
War das besser verständlich? Mir schwirrt so viel im Kopf rum.
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Guten Morgen,
ich schreibe einfach mal weiter, um auch die Fortschritte festzuhalten.
Wir haben eine weitere Verbesserung, für die kurze Zeit finde ich das absolut toll.
Wenn GG kommt, schlägt sie an. Sie läuft Richtung Türe, wuuuuuwuuuuwuuu, GG setzt sich auf die Bank, sie läuft zu ihm, ohne Bellen, Streicheleinheit, er steht auf, sie zeigt Freude auf dem Weg zu mir.
Sie hat ein Problem, wenn er unvermittelt aufsteht, das versuchen wir zu vermeiden. Also z.B., wenn sie unter dem Tisch ist, steht er nicht auf. Ich stehe auf, verlasse die Küche, sie folgt mir, er steht auf. Dann kann er auch problemlos in der Wohnung umhergehen.
Gestern waren wir auf der Couch. Sie zwischen uns (Eckcouch), Streicheleinheiten von GG, ein Bild für Götter. Hund entspannt, Bauch gekrault. Wirklich entspannt, keine Unterwürfigkeit.
Ich bin dann ins Bett. Wir haben eine Wohnung, das Büro, wo Hündin und ich schlafen, ist neben dem Wohnzimmer. GG schaut noch fern, wir haben die Türe auf. Sie geht auch zu ihm, aber als sie ihn auf der Couch sitzen sitzt, verbellt sie ihn wieder. Ich schicke sie wieder in ihr Bett. GG geht ins Bett, wir machen die Türe zu. Das ist mir momentan noch wichtig, weil er ja vielleicht in der Nacht auch mal aufstehen muss.
Heute früh angeschlagen, als GG aufgestanden ist. Als GG das Bad verlassen hat, auch kurz gebellt, erkannt, ruhig, alles gut. Er sperrt die Schule auf, kommt wieder, ich im Bad, Hund schlägt an, läuft hin, gleiches Ritual, alles gut.
Was habe ich geändert? Ich hatte sie konsequent in ihr Bett geschickt, aufgelöst, wenn sie ruhig war. Wenn GG jetzt kommt, mache ich Alltagssachen. Ganz normal weiter. Nach dem Motto: Schau mal, nichts gefährlich, wenn ich nicht alarmiert bin, musst Du es auch nicht sein.Anschlagen ist für mich okay, sie weiß ja nicht, wer kommt. Sie darf nur nicht knurren. Das tut sie im Normalfall jetzt auch nicht mehr.
Wenn sie aufgeregt ist, holt sie ihren Bären. Das scheint irgendwie eine Kanalisierung ihrer Aufregung zu sein. Aber der Bär ist nicht zerfetzt, sie trägt ihn dann nur rum.
Für diese paar Tage eine sehr positive Entwicklung.
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Gestern kam durch Hinweis meiner Physio auf, welche Rasse bei der Hündin mit dabei sein kann. Es ist ziemlich eindeutig: Kroatischer Schäferhund. Ich kannte diese Rasse gar nicht, passt auch zu ihrem Verhalten. Jetzt wird auch die Bellerei klar.
Es zeigt aber auch, dass diese Hündin eigentlich der total falsche Hund für eine alte Frau ist, die am Stock geht.
Die Hündin lernt auch ziemlich schnell.
Sie kennt den Bettbefehl, sie bleibt auf Kommando, auch wenn sie es gerne mal von selbst auflöst, geht aber dann wieder ins Bett. Dann warte ich und löse auf.
Die kennt das "Fertig" von GG, wenn er mit den Streicheleinheiten aufhört.
Sie reagiert auf "So". Zeichen von GG, dass er jetzt aufsteht.
Sie kann Sitz, Platz, Bleib, Pfote und High Five.
Sie hat einen Ball, wo sie gecheckt hat, dass man den rumschubsten muss, dass Leckerli rausfallen.
Sie hat binnen ein paar Tagen gelernt, dass die Geräusche aus dem Schulhof normal sind. Nicht alle, aber ziemlich gut. - Vor einem Moment
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