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  • Irgendwie scheint man nur die Wahl zwischen mehreren Übeln zu haben. :ka:

    So ist es.

    Ich gehöre ja auch schon länger zur Fraktion, daß ich tatsächlich lieber das Risiko eingehe, daß meine Hunde eine Zeckenkrankheit bekommen, als sie dauerhaft für die Zecken giftig zu machen.

    Vor allem, wenn ich lese, was hier oft für ein Aufwand betrieben wird, sogar mit mehreren Insektiziden in Kombination, und die Hunde trotzdem Zecken haben.

    Im Prinzip ist es ein ständiges Aufrüsten - die Zecke gewinnt schlussendlich immer.

    Ich habe aber auch leicht reden, bei uns ist der Zeckendruck nicht hoch. Mal sprühe ich die Hunde vor dem Gassi mit Zedan ein, mal kämme ich sie mit einem Flohkamm durch, mal mache ich gar nichts.

    Wenn sie dann mal eine Zecke haben, wird diese entfernt und gut.

    Ich möchte damit niemanden belehren, bekehren oder sonstwas. Früher gab es bei uns auch Nexgard, Halsband und Spot on. Aber ich möchte das einfach nicht mehr. Damit möchte ich keine Diskussion lostreten, jeder macht das, was er für richtig hält und verantworten kann.

  • Halsbänder müssen auf der Haut aufliegen. Das ist bei Hunden mit sehr viel Unterwolle natürlich schwieriger als bei Hunden ohne oder mit wenig Unterwolle.

    Dann kann ich das bei Sams dicker Halskrause komplett vergessen.

  • Ich gehöre ja auch schon länger zur Fraktion, daß ich tatsächlich lieber das Risiko eingehe, daß meine Hunde eine Zeckenkrankheit bekommen, als sie dauerhaft für die Zecken giftig zu machen.

    Vor allem, wenn ich lese, was hier oft für ein Aufwand betrieben wird, sogar mit mehreren Insektiziden in Kombination, und die Hunde trotzdem Zecken haben.

    Im Prinzip ist es ein ständiges Aufrüsten - die Zecke gewinnt schlussendlich immer.

    So sehe ich es ehrlich gesagt auch. Mir widerstrebt es total, wie du so treffend sagst, den Hund dauerhaft für die Zecken giftig zu machen. Das trifft es exakt, und genau das ist auch der Standpunkt meines TA, der die dauerhaft vorhandenen Insektizide im Hundekörper für gefährlicher hält als die - durchaus realistisch vorhandene - Möglichkeit, dass eine Zecke den Hund krank macht.

    Ich glaube, ich probiere es auch erst mal ohne Insektizide, zumal Sam ohnehin sehr viel nicht verträgt.

  • Wir hatten 2 festgebissene Zecken in einem Jahr die nicht ganze 24 Stunden am Hund festgebissen waren. Trotzdem bekam er Anaplasmose. War sehr schlimm. Blutgerinnung so gut wie nicht mehr vorhanden sehr hohes Fieber, Gliederschmerzen usw.

    Seit dem ist Zeckenschutz das ganze Jahr auf dem Hund. Möchte das nicht nochmal erleben.

    Es ging wahnsinnig schnell bergab innerhalb von Stunden. Zum Glück hab ich auf einen Test Zeckenkrankheiten beim TA bestanden. Er dachte da noch es sei was anderes.

  • . Sachlich ist für mich nicht wirklich nachvollziehbar, welches Risiko wie gross ist.

    Das Problem ist mMn, dass der Anteil der Zecken, die mit diversen Erkrankungen infiziert ist, innerhalb verschiedener Regionen extrem stark schwankt und es dazu relativ wenig systematische Untersuchungen gibt. Das RKI gibt z. B. für Borreliose einen Durchseuchungsgrad von bis zu 30% an, das heißt aber nicht, dass überall so ein hoher Anteil an Zecken infiziert ist. Für Anaplasmose oder Babesiose müsste man mal genauer suchen, ob es dazu Studien gibt, ich hab auf die Schnelle nichts für Deutschland gefunden.

    Hier in Leipzig z. B. schlagen die TÄ schon länger Alarm, weil es mittlerweile so viele erkrankte Hunde gibt, in der Zecken-"Hauptsaison" ist von mehreren Hunden pro Woche die Rede, die stationär aufgenommen werden müssen und es teils trotzdem nicht schaffen. Wir werden hier aber auch von Auwaldzecken überrannt. Daher bekommen meine Hunde durchgängig Nexgard oder Simparica, weil SpotOns auch nicht mehr wirklich wirken.

    In anderen Regionen Deutschlands kann es aber schon wieder ganz anders aussehen, daher ist eine allgemeingültige Aussage so schwierig. Dass ein Tierarzt in mehreren Jahrzehnten (!) aber noch nicht einen einzigen Hund in der Praxis hatte, der sich über Zecken mit einer Krankheit infiziert hat, scheint mir ehrlich gesagt mehr als unwahrscheinlich und würde mich eher fragen, ob man es halt schlicht nicht untersucht. Da würde ich auf alle Fälle mal noch bei weiteren Praxen anfragen, wie deren Erfahrungen sind.

  • Ich gebe Spot-ons etc. Nicht nur gegen zecken sondern auch gegen steckmücken, sandmücken usw. Die ganzen Mittelmeererkrankungen kommen auch bei uns in Deutschland an. Am besten ist wenn die zecken erst gar nicht an den Hund gehen aber da habe ich in 12 Jahren Hundehaltung noch nichts gefunden was zuverlässig wirkt.
    ein hundeleben ist eh schon viel zu kurz, da ist „Chemie“ das kleinere Übel für mich.
    Die zwei hier bekommen gerade Advantix weil Trudy zeitgleich auch entwurmt wird und es nicht so viel Auswahl gibt von Mitteln die zeitgleich gegeben werden können bzw. wo es Studien dazu gibt.

  • Habe heute die erste Zecke abgepflückt.
    Hier wird es also wieder Zeit für die Frontpro Tabletten.

    Hab früher mit Spot ons gearbeitet und letztes Jahr gewechselt. War mit dem Ergebnis sehr zufrieden und werde es dieses Jahr fortsetzenund hoffe, dass es weiter hilft.

  • Ehrlich gesagt, einen TA, der als besten Zeckenschutz absuchen und absammeln empfiehlt und das bei einem Hund mit dichter Unterwolle, den könnte ich nicht ernst nehmen und würde mir mindestens eine Zweitmeinung einholen. Und dass in einer Praxis in 20 Jahren nicht eine zeckenübertagbare Krankheit diagnostiziert wird, ist mehr als unwahrscheinlich, auch für Gegenden, die nicht so massiv betroffen sind wie wir hier. Da würde mir einfach die Objektivität und Weitsicht fehlen... Denn wenn ein TA das für sich abstreitet, wird im Fall der Fälle auch nicht darauf untersucht. Sowas gibt es sogar hier und der nicht mal ein Jahr alte Hund hat das mit seinem Leben bezahlt (Symptome und Blutbefunde waren eindeutig, aber es wurde nicht auf Babesios untersucht).

  • Hier ist im Moment die Hochzeit mit Babesiose-Fällen, plus minus Anaplasmose. Verringerung der Anzahl gibt es nur kurz im Sommer und Winter. Und die Anzahl der Fälle wäre deutlich höher, wenn die Hunde keinen Zeckenschutz bekommen würden! Denn die meisten Babesiose Patienten hier haben keinen effektiven Zeckenschutz bekommen ...

    Aber der Tenor ist immer derselbe: alle Besitzer mit einem erkrankten Hund möchten das nie wieder für ihr Tier und lassen ihrem Hund danach einen Zeckenschutz zukommen.


    100% Sicherheit gibt es natürlich auch damit nicht. Nachgucken und absammeln gehört trotzdem dazu. Denn jede Zecke, die nicht andocken kann, ist gut.

    Es ist wirklich ätzend, blöde Mistviecher...

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