Hunde mit Magenproblemen

  • Hallo zusammen,

    mein Hund leidet seit 6 Monaten unter unerklärlichen Magenproblemen. Tierärzte sind ratlos. Von zwei verschiedenen Ärzten weiß ich, dass es gerade eine Welle von unerklärlichen Magenerkrankungen von Hunden gibt.

    Sind hier andere Hundehalter, deren Hunde ebenfalls betroffen sind? Würde mich gerne austauschen :upside_down_face:

  • Mit so einer Diagnose würde ich mich nicht abfinden...

    Was genau sind eure Symptome?

    Welche Tests und Blut/Kot Werte wurden genommen?

    Wie lief die Ausschlussdiät?

  • Hey,

    der Hund (2 Jahre, aus dem Tierschutz) kann seit 6 Monaten nachts nicht schlafen, weil er unter heftigen Schmatzen und Aufstossen leidet :frowning_face: . Die Symptome treten ab 1 Stunde nach der Fütterung auf und halten ca. 8 Stunden an. Begleitetende Symptome sind körperliche Mattheit, Unlust und gesteigerte Aggressivität (na ja, akuter Schlafmangel).

    Blut normal, Kot normal, Hund ansonsten topfit. Ultraschall war unauffällig.


    Häufige Fütterung verschlimmert die Symptome, genauso wie Omepratzol. Linderung bringt nur Mcp und Gaviscon.


    Ausschlussdiät läuft seit 3 Monaten, probiert habe ich Royal Canin Anallergenetic (null Änderung, nur harter Kot), Hills z/d (enorme Gewichtsabnahme und gesteigerte nächtliche Unruhe und Advance Hypoallergenetic (verstärkt Symptome, aber wenigstens ist der Kot nicht mehr knochenhart). Zwischendurch hat er nix anderes gefressen, weil raus kam er nur mit Fressschutz.


    Davor habe ich Wochenlang selbst gekocht. (Reis/Hühnchen, vegetarisch, nur Pferdefleisch- ich habe quasi alles schon durch :smiling_face_with_sunglasses: ) Tierische Proteine als Ursache kann ich langsam ausschliessen, weil das Advance verwendet als Proteinbasis Soja.


    Darmflora wird auch seit 6 Monaten aufgebaut.


    Was auffällt ist, dass mit jedem Futterwechsel eine kurzfristige Besserung von 2-5 Tagen eintritt. Dann sind die Symptome wieder in alter Höhe da. Da das Mcp als einziges Medikament hilft, kann man zumindestens sagen, dass der Hund unter einer Dauerübelkeit leidet. Aber warum und wieso keine Ahnung. Daher hier meine Suche nach anderen Betroffenen, um zu sehen, ob es irgendwelche gemeinsamen Nenner gibt :pleading_face: . Umweltgifte/ -einflüsse waren nämlich auch eine Theorie, weil bei uns in der Nähe letzten Sommer alles unter Wasser stand.

  • Die Symptome klingen grausam und schmerzhaft. Das tut mir leid für euch.


    Das ist aber verdammt viel ausprobieren in kurzer Zeit. Wurden die einzelnen Komponente über Wochen eingeschlichen? Meine Hündin hat chronische Pankreatitis (habt ihr bestimmt ausgeschlossen?) und bei Wechseln unter 3 Wochen Zeitspanne wäre hier auch Land unter.

    Auch Medikamente Omepratzol richten manchmal mehr Schaden an als sie helfen, aber da kennen sich andere besser aus.

    Das klingt als müsste grundsätzlich mal Ruhe in die Ernährung rein.


    Was war den vorher? War sie ein entspannter Hund? Kommt sie mit ihrer aktuellen Umgebung klar? Viel Unternehmen könnt ihr bei ihrem Zustand wahrscheinlich nicht?


    Hier gibt es einige User mit mehr Erfahrung im Magen Problemen. Die können wertvolle Tipps geben.

    Drück euch die Daumen.

  • Hey,

    dank dir für deine lieben Worte.

    Wir waren bei einer sehr teuren Internisten, die auf Magenerkrankungen für Hunde spezialisiert ist. Die hat eigentlich keine Erkrankung feststellen können. Omepratzol etc pp wurde über einen sehr harten Monat ausgeschlichen. Und alles andere langsam rein. Der Hund selber ist eher sehr nervös und unruhig. Obwohl, mittlerweile ist er eher eine Schlaftablette (klar, Schlafmangel). Ist ein Hütehundmix und eigentlich sehr aktiv. Spaziergehen oder Auslastung ist möglich, aber sehr anstrengend. Er mag eigentlich gar nicht raus. Ich vresuche Ruhe in die Ernährung rein zu kriegen, das hatte ich auch letztens mit dem Hills versucht. Aber der wurde dadurch so dünn und hatte solche Beschwerden, ich hab das schneller zum Fenster raus geworfen, als man gucken konnte :rolling_on_the_floor_laughing: Habe mittlerweile keine Ahnung, was ich da ihm noch geben kann. Scheint ja alles ihm zu schaden :loudly_crying_face:

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face


  • Ist die Schilddrüse gecheckt? In dem Zusammenhang könnte es nämlich auch verminderte Magensäure sein, das würde erklären, warum es unter Säureblockern schlimmer wird


    Wurde auch eine Magenspiegelung gemacht? Mein Arzt sagt immer, daß Ultraschall die nicht ersetzen kann

  • Schilddrüse ja, ist unauffällig. Magenspiegelung noch nicht, spreche ich nächstes Mal an, danke :-)

    Habt ihr wirklich alle Schilddrüsenwerte überprüfen lassen? Die müssen separat angefordert werden, sind 8 Werte oder so.

  • Ich weiß leider nicht, wieviele Werte das waren. Es wurde noch einmal Blut abgenommen, aber den Laborbericht hatte ich nicht angefordert, weil es hiess, wäre alles normal.

  • Ich weiß leider nicht, wieviele Werte das waren. Es wurde noch einmal Blut abgenommen, aber den Laborbericht hatte ich nicht angefordert, weil es hiess, wäre alles normal.

    Ich kann dir nur raten die gesamten Berichte jetzt nachträglich anzufordern. So kann der nächste Arzt auf allem aufbauen. Bei so komplexen Angelegenheiten (Magen, Unruhe, Aggression) wirkt alles aufeinander ein und die Lösungssuche kann länger dauern. Schilddrüse ist defintiv ein Ansatzpunkt, der auf alle 3 Punkte anspielen kann. :muede:


    Warst du bei einem Verhaltenstierarzt? Die gucken sich das ganzheitlich an und arbeiten auch mit guten Trainerinnen zusammen.

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