Ersthund in Patchworkhand :-)

  • Hi Zusammen,


    Mein erster Beitrag (nach der Vorstellung). Ich bin schon länger stiller Begleiter des Forums.

    Kurz zu unserer Situation:


    Meine Lebensgefährtin wurde mit Hunden groß und Ihr Wunsch nach einem felligen Familienmitglied ist sehr groß.

    Wir sind eine Patchwork-Familie mit zwei robusten Jungs (5 und 6 Jahre).

    Im Sommer 22 werden wir unser Haus mit 400m² Wohnfläche und 1000m² Grundstück am Ortsrand eines kleinen Dorfes beziehen.


    Meine Partnerin arbeitet 20 Stunden die Woche, voll im Homeoffice. Heißt der Hund wäre nie alleine. Selbst wenn Sie wieder ins Büro müsste, reden wir hier dann nur noch

    über drei Tage in der Woche und dann auch reduziert auf vier Stunden pro Tag.


    Genug "Betreuungszeit" können wir dem Hund also bieten.

    Wir sind grundsätzlich sportliche Menschen, die aber auch nichts gegen einen Faulenzertag haben.

    Ich gehe davon aus das sich der Hund sehr auf meine Partnerin einstellen wird, würde mich aber sehr freuen, wenn ich nicht nur der geduldete Mitbewohner wäre. :D


    Ich war sehr lange skeptisch gegenüber Hunden eingestellt. Hatte übermäßig großen Respekt, beschäftige mich aber mittlerweile seit Monaten mit den Tieren.

    Viel Theorie. Mittlerweile führen wir regelmäßig die Hunde aus dem nahen Tierheim zum Gassi gehen aus. Wir waren bei einer Züchterin einer Rasse, von der wir glaubten das diese voll auf uns passt.

    Im großen und ganzen bin ich gerade ziemlich euphorisch und möchte mich bestmöglich vorbereiten. Ihr merkt... die Frage "Ja oder nein" stellt sich uns nicht mehr. :-) Wir wollen einen Hund.


    Und damit komme ich nun zu meiner Frage. Welcher Hund möchte bei uns wohnen? xD Ich bin die kompletten VDH Rassen durchgegangen. Habe mich über die verschiedenen Rassen belesen. Die Züchterin bei der wir waren, war eine Züchterin der Chodsky Pes.

    Soweit ich weiß gibt es nur zwei in Deutschland. Eine sehr kompetente und freundliche Frau, die uns in Bezug auf die Rasse aber auf den Boden der Tatsachen zurück holte. "Zu agil" "starke Reflexe auf Bewegungen" (Stichwort Kinder). Daher haben wir wieder etwas Abstand genommen. Die Hunde gefielen uns Live wahnsinnig gut (um vielleicht mal unsere optische Vorliebe ins Spiel zu bringen).


    Ich mache mir gerne die Arbeit und klappere alle zwei Wochenenden einen Züchter ab. Nur wäre es schön, reale Erfahrungen von Hundebesitzern zu erhalten, die uns schon mal in einer Richtung lenken können. Offensichtlich ist es schwer nur aufgrund der Internetrecherche einen "besuchbaren" Hund zu finden. Selbst wenn die Beschreibungen erstmal zutreffend sind. Und mit "besuchbar" meine ich eben, der Hund könnte passen, schau ihn dir bei einem GUTEN Züchter an.


    Wir würden mit Ihm gerne 2-3x die Woche auf den Hundeplatz. Joggen gehen (20km Runden), wandern gehen. Ob Nasenarbeit, Agility, Dummy, Trailing oder was es da alles gibt, ist uns erstmal egal. Wir möchten

    mit unserem Hund arbeiten, sind aber realistisch, das wir hier nicht Tagtäglich die Zeit für aufwenden wollen und können. Er soll mit anderen Hunden und Familienmitgliedern (außerhalb des Hauses) weitestgehend verträglich sein. Aufgrund der Waldnähe auch weniger Jagdtrieb haben.


    Von der Züchterin wurde uns zum Altdeutschen Schäferhund geraten. Etwas ruhigere Natur wie der Chodsky und Souveräner im Umgang mit Kindern.

    Mir ist durchaus bewusst, das kein Hund gebacken wird. Ich stelle mir die Erziehung eines Hundes ähnlich schwer, schön, nervenaufreibend, spannend, wie die eines Kindes vor. Allerdings gibt es ja auch bei Hunden typische Merkmale die wenigstens in eine Richtung tendieren...


    Hmm... ich habe versucht anhand der von mir gelesenen Beiträge, die meisten möglichen Fragen von euch direkt zu beantworten.


    Ich freue mich über alle möglichen Ratschläge. Vielen Dank im voraus!



    Beste Grüße


    Loeffel

  • Huhu,


    mit Kindern würde ich persönlich von jeglichem Hütehund Abstand nehmen. Zumindest als Ersthundehalter. Ob sich deine Frau das mit ihrer bestehenden Hundeerfahrung zutrauen würde, muss sie wissen.


    Lg.

  • Von der Züchterin wurde uns zum Altdeutschen Schäferhund geraten. Etwas ruhigere Natur wie der Chodsky und Souveräner im Umgang mit Kindern.

    Altdeutsche Schäferhunde sind Gebrauchszüchtungen. Die sind dafür gemacht an der Herde zu arbeiten und die sowie ihren Schäfer auch zu verteidigen. Das wäre für einen Haushalt mit Kindern ungefähr meine allerletzte Wahl.


    An euer Stelle würde ich das Pferd von hinten aufzäumen und mich fragen: Was wünsche ich mir von einem Hund? Soll er sehr menschenfreundlich und dann vielleicht etwas distanzlos sein? Oder ist euch ein Hund, der Menschen ignoriert lieber? Einen Hund, der fremde Menschen doof findet, würde ich mir als Familie mit Kindern nicht zulegen. Was für ein Verhalten wünscht ihr euch gegenüber anderen Hunden? Wollt ihr ganz einsam Gassi gehen, oder eher auf einer Freilauffläche stehen und Klönschnack mit anderen Hundebesitzern halten? Würde es euch stören, wenn der Hund jagt und wärt ihr bereit ihn nötigenfalls an der Schleppleine zu führen und/oder entsprechend Zeit ins Training zu investieren? Soll der Hund eher sensibel sein und damit oft auch etwas empfindlich für eure Stimmung und Geräusche? Oder eher mit einer "mir gehört die Welt" Mentalität rumlaufen und dafür weniger nachfragen, ob seine Ideen jetzt wirklich gut sind? Welche Optischen Vorlieben habt ihr?


    Gerade wenn Hundesport gewünscht ist, würde ich mir mal verschiedene Vereine anschauen und schauen welchen Sport ich mir langfristig vorstellen kann. Joggen gehen kann jeder gesunde Hund. Wie motiviert sie dabei sind, steht auf einem anderen Blatt und ist auch von der Gestaltung eurer Rund eabhängig, ob Freilauf oder 2m Leine.

  • Ich sehe da irgendwie sofort den Retriever. Am ehesten den Golden. Die sind nett und aufgrund der hohen Wurfzahlen findet man sicher einen, der vom Agilitätslevel passt.

    Jagdtrieb ist mit konsequenter Erziehung gut zu händeln und menschenfreundlich sind sie in der Regel auch. Gehören zu den Rassen, die eher verträglich mit Artgenossen sind. Wenn man vernünftige Regeln etabliert für Kinder und Hund sind die auch ein Kumpeltyp.

    Habt ihr euch in die Richtung mal Gedanken gemacht?

  • 2-3x die Woche Hundeplatz und Joggen, wandern etc??? Dazu daheim Frau und 2 Kinder?? Ich bin Hundepsortler mit Leib und Seele und 2-3x die Woche Training ist schon als Single eine Hausnummer. Das ist nämlich nicht wie im Fitnessstunde wo du eine Stunde bist und dann ab nach Hause sondern du bist dann locker mal 4 Stunden und mehr da. Meist wird einzeln trainiert, jeder hilft jedem und meist sollte jeder auch 2x wenigstens kurz drankommen. Zack ist das Flutlicht wieder mal an. Das ist schon echt heftig wenn nicht alle in der Familie da auch solchen Spaß dran haben oder man eben respektiert dass da einer mit Hund nie Zuhause ist und quasi ein Doppelleben führt. nein, einen Hundesporthund teilt man sich nicht auf dem Platz. Einer führt und der andere ist halt nicht der HUndeführer. Alles andere verwirrt den Vierbeiner nur.


    Darum jetzt nochmal die Fragen wie ihr euch euren Hund vorstellt. Optisch ist das jetzt schon klar aber das solltet ihr echt abhaken. DSH, Chodsky und Gelbbacken passen einfach nicht.


    Könnt ihr mit Jagdtrieb leben? Sprich Hund meist an der Leine oder sehr sehr vie arbeit und nie entspannt durch die Gegend schlurfen oder doch lieber gemäßigter?


    Umgang mit Fremden... könnt ihr damit umgehen wenn Besuch nicht freudig sondern aggressiv begrüßt wird? Oder doch lieber etwas neutraler oder gar nett?


    Möchtet ihr euren Hund gerne überall hin mitnehmen oder ist es für euch (auch organisatorisch) möglich den Hund neben eurem Alltag auszulasten?


    Wie sieht es auch mit den Haaren? Wollschweine züchten und Dauerputzen oder lieber kleine Piekse Nadeln oder lieber gar keine? Fellpflege, Drama oder gerne?


    Ich hör jetzt erstmal auf :winking_face_with_tongue:

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


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    Einfach den Futtercheck ausprobieren - ich bin sehr glücklich, auf diesem Weg nun das richtige Futter gefunden zu haben.


    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face


  • Hey,


    das ging schnell. Danke!

    Schnappschildkroete

    Ich wünsche mir von meinem Hund das er ein vollwertiges Familienmitglied sein möchte. Also ein Begleiter in allen fällen, den man aber auch mal zum einkaufen daheim lassen kann. Er soll die sportlichen Aktivitäten gerne mitmachen wollen. Also nicht nur mitlaufen sondern laufen wollen. Am liebsten wäre es mir, wenn er fremde Menschen ignoriert, seinen Artgenossen weitestgehend aufgeschlossen ist. Wir wollen nicht zwingend einsam Gassi gehen, sind aber auch nicht die Typen die Stundenlang irgendwo rumstehen und schwätzjen halten müssen. Ich möchte den Hund definitiv auch von der Leine lassen können. Jagdtrieb sollte bestenfalls weitestgehend abtrainierbar sein. Also ja, wie in meinem ersten Beitrag geschrieben, wollen wir uns umfassend aber nicht endlos viel Zeit für das Training nehmen.


    Er sollte keine Mimose sein, aber auch kein Terminator zu besten Zeiten. :-) Eine gute Portion Selbstbewusstsein ist aber durchaus gewünscht.

    Optische Vorlieben: Hätte ich mir einen Hund malen dürfen, wäre es der Chodsky geworden. Bin von der Optik begeistert. Howavart, finde ich auch Klasse.

    Lange Zeit fanden wir auch den Eurasier als Familienhund sehr passend. Ich muss mir nur irgendwie das Kringelschwänzjen schön reden :D

    Ansonsten sollte er auch nicht wirklich viel kleiner wie 45cm sein.


    so weit ^^


    LG


    Loeffel

  • Lockenwolf

    Aufgrund der Patchwork Situation sind die Kinder nicht immer bei uns. alle zwei Wochenenden sind wir komplett ohne und jede dritte Woche ist mein Sohn bei seiner Mama.


    Also das wandern machen wir eh jedes Wochenende an einem Tag (fast xD) und das Joggen würde ich in die abendliche Gassirunde einbauen. Die 20Km werden eine Ausnahme darstellen. Ich denke so eher 7-10 am Abend. Jagdtrieb, wie gesagt, ungern. Einfach weil ich Ihn gerne frei laufen lassen würde und ja, dafür auch Zeit opfere ihm das weitestgehend abzutrainieren.


    Der Besuch sollte ignoriert werden. Ein bekannter Hundebesitzer hat seinem Hund antrainiert, beim klingeln in sein Körbchen zu gehen. Wäre für uns die Optimallösung :-)

    Der Hund sollte schon oft dabei sein. Beim einkaufen etc... soll und müsste er auch mal alleine sein können.


    Haare sind kein Problem. Nackt soll er nicht sein und keine Fellbombe. Die Ami Collies sollen ja auch sehr tolle Tiere sein. Optisch sagen Sie mir NOCH nicht zu ^^

  • Howis finde ich auch toll, aber die sind nicht ohne. Brauchen kompetente Führung und konsequente Erziehung, sonst nehmen sie die Sache mal gern selbst in die Hand. Gibt Exemplare, die Besuch gar nicht mögen, wenn er ihrer Meinung nach nicht voll unter Kontrolle ist. Das machen sie dann selbst, wenn ihnen ihre Menschen ihnen da nicht kompetent scheinen.

    Ich kenne einen, der bei Besuch in den Keller verfrachtet wird, weil seine Familie ihn in der Situation nicht geregelt kriegt. Der Halter ist mit Airdale Terriern aufgewachsen und kein völliger Hundeneuling.

    Tolle, schöne und gut erzogen souveräne Hunde, die man in Punkto Wachen und Schützen aber nicht auf die leichte Schulter nehmen sollte.

  • Hallo, das Leben das ihr eurern zukünftigen Vierbeiner bieten könnt hört sich toll an. Jeder Hund würde sich darüber freuen


    Das Aussehen ist auch wichtig und ich würde nie einen Hund nehmen der überhaupt nicht gefällt, aber es sollte immer nachrangig gegenüber den Rasseneigenschaft stehen.


    Kurz gesagt, was nützt euch die Schöhnheit des Hundes wenn er geraden den Freund eures Sohnes gegen die Wand stellt.


    Und schäferhund und verträglich passt nicht zusammen. Dafür werden diese nicht gezüchtet. Und das kann man nicht anerziehen.

    Man kann sie so erziehen, dass sie andere Hunde ignorieren aber in dem sinne verträglich, dass man sie ohne großes Managment mit anderen Hunden laufen lassen kann...nein.

  • Howis finde ich auch toll, aber die sind nicht ohne. Brauchen kompetente Führung und konsequente Erziehung, sonst nehmen sie die Sache mal gern selbst in die Hand. Gibt Exemplare, die Besuch gar nicht mögen, wenn er ihrer Meinung nach nicht voll unter Kontrolle ist. Das machen sie dann selbst, wenn ihnen ihre Menschen ihnen da nicht kompetent scheinen.

    Ich kenne einen, der bei Besuch in den Keller verfrachtet wird, weil seine Familie ihn in der Situation nicht geregelt kriegt. Der Halter ist mit Airdale Terriern aufgewachsen und kein völliger Hundeneuling.

    Tolle, schöne und gut erzogen souveräne Hunde, die man in Punkto Wachen und Schützen aber nicht auf die leichte Schulter nehmen sollte.


    Ich durfte in meinen Kinderjahren (ich glaube bis 15) eine ganz tolle Howa Hündin erleben. Allerdings immer nur als Ferienkind für ein paar Wochen im Jahr. Vielleicht daher die leichte "liebelei" zu der Rasse. Ansonsten hatte ich keine Hundekontakte.

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