Langzeitcortison bei chronischer Rhinitis, Spondylose und HD

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    Hallo ,


    Lange waren wir nicht aktiv, jetzt brauche ich Rat, Erfahrungen und vielleicht Ideen. Unsere Tierärzte sind überfragt und können allmählich nicht mehr helfen.


    Mein Minibullterrierrüde ist nun 7 Jahre alt und hat einige Baustellen. Die wohl belastendste ist die chronische lymphosplasmazelluläre Rhinitis. Die wurde mittels MRT und Endoskopie inkl. Laboruntersuchung des Gewebes diagnostiziert. Seine komplette rechte Nasenhöhle ist eigentlich zu mit Gewebe. Als Symptome zeigte er lang andauernde Rückwärtsniesattacken über mehrere Minuten mehrmals am Tag, eitrig-blutiger Schleim aus der Nasenseite, Niesen und Kratzen an der Schnauze. Gerade bei den Attacken wird er irgendwann panisch, weil er keine Luft bekommt.

    Das, was hilft ist Langzeitcortison gespritzt etwa alle 6 Wochen. Er hat es bisher 3x bekommen. Auch gegen die Schmerzen auf Grund seiner Spondylose und der HD scheint das Cortison zu wirken, denn er läuft nach der Spritze gerade in den ersten Wochen deutlich besser und motivierter.


    Leider zeigt das Cortison auch Nebenwirkungen. Keli hat viel Fell verloren und es wachst auch nicht nach. Er kratzt und beißt sich die Pfoten auf und ist schläft sehr sehr viel. Häufig zittert er.


    Eine Alternative könnte das Spülen des Nasengangs mit Cortison sein. Das wird unter Vollnarkose gemacht und ist laut Tierärzten aber bei der chronischen Form eher wenig erfolgsversprechend, weil nur von kurzer Dauer im Gegensatz zu einer akuten Form. Hat da jemand Erfahrungen?


    Wir waren bei zwei Tierheilpraktikerinnen. Das hat uns leider auch nicht geholfen, weil sie beide das Cortison absetzen wollten, bevor man etwas anderes versucht und sie ihre Behandlungen beginnen können. Leider werden die Symptome dann so stark, dass es nicht vertretbar ist noch viele Tage zu warten und genau da liegt auch das Problem. Ich weiß einfach nicht mehr, was man noch machen kann...


    Hat jemand Ideen zu Alternativen? Kennt gute Tierärzte in Berlin oder Umgebung? Rat oder Tips, wie man die Nebenwirkungen mildern kann?


    Wir freuen uns über jeden Denkanstoß in jede Richtung...

  • Ich habe leider keine Erfahrung mit dieser Erkrankung, aber ein paar Gedanken: hochdosiert Cortison fährt ja das Immunsystem runter, das würde ich unterstützen, z.B. mit Hagebuttenpulver. Zuviel Cortison im Körper ist ja auch bei Cushing-Hunden der Fall, vielleicht gibts von den zugehörigen Menschen noch gute Tipps? Und soweit ich weiß, wird Cortison über die Leber abgebaut, da könnte man auch noch im Blut schauen, ob sie belastet ist und ihr ggf. zum Beispiel mit Mariendistel helfen.


    Alles Gute für Keli!

  • Ich würde erst mal Brainstrming machen, woher das Pfotenbeißen sonst noch kommen könnte.

    Es ist eher unwahrscheinlich, dass es vom Cortison kommt. Da würde ich persönlich eher in Richtung Stress denken, evtl durch die Behandlungen, die Erkrankung an sich oder auch sonstige Umstände.


    Zum Rest kann ich sagen, Mr E bekommt jetzt seit... ich glaube 6 Jahren (genau müsste ich nachgucken in den Unterlagen) täglich Cortison auf Grund seiner Autoimmundermatose. Ja, das Fell ist eine Katastrophe, die von den letzten OPs rasierten Stellen sind ohne Unterwolle oder gar nicht mehr nachgewachsen - er hat seit einem Jahr eine Irokesenrute deshalb. Aber das ist halt so. Er bekommt entsprechende Mäntel, im Haus ein Wärmekissen oder einen SnuggleSafe bei Bedarf.

    Jetzt nach 6 Jahren merkt man langsam, dass man mit den Nebenwirkungen an die Grenze kommt, wobei man sagen muss er ist auch schon fast 11,5 Jahre alt jetzt. Kritisch war es hier nur immer wenn nach OPs oder bei Verletzungen Infektionen aufgetreten sind, da war mit dem Cortison dann immer etwas basteln angesagt, dass man das in den Griff bekommt.


    Aber generell würde ich die Dauercortison Therapie unter den Vorraussetzungen immer wieder so durchziehen. Mein Credo war immer, das Cortison mag die Anzahl der Tage vielleicht (sogar drastisch) reduzieren, aber die Tage, die e hat, soll er so beschwerdefrei wie möglich verleben können.

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  • Ich habe leider keine Erfahrung mit dieser Erkrankung, aber ein paar Gedanken: hochdosiert Cortison fährt ja das Immunsystem runter, das würde ich unterstützen, z.B. mit Hagebuttenpulver. Zuviel Cortison im Körper ist ja auch bei Cushing-Hunden der Fall, vielleicht gibts von den zugehörigen Menschen noch gute Tipps? Und soweit ich weiß, wird Cortison über die Leber abgebaut, da könnte man auch noch im Blut schauen, ob sie belastet ist und ihr ggf. zum Beispiel mit Mariendistel helfen.


    Alles Gute für Keli!

    Danke für deine Antwort. Tatsächlich ist die Leber lt. Blutbild schon etwas belastet. Mariendistel werde ich bestellen, das hat auch unser Tierarzt empfohlen und bei unseren Pferden konnte ich damit gute Erfahrungen machen.


    Zur Immununterstützung gibt es gefühlt ja hunderttausend Möglichkeiten und MIttelchen, sodass ich dann immer vor lauter Angeboten nich tmehr weiß, was davon nun Sinn ergibt und was nicht. Aber in die Richtung denke ich schon immer wieder. Vielleicht finde ich hier dazu auch noch ein paar Ideen.

  • Ich würde erst mal Brainstrming machen, woher das Pfotenbeißen sonst noch kommen könnte.

    Es ist eher unwahrscheinlich, dass es vom Cortison kommt. Da würde ich persönlich eher in Richtung Stress denken, evtl durch die Behandlungen, die Erkrankung an sich oder auch sonstige Umstände.

    Stress kann durchaus sein, er ist extrem stressanfällig und ein unentspannter Hund. Auch wenn das durch Training deutlich besser geworden ist und wird, fährt er schon schnell hoch und eher nicht so schnell wieder runter.


    Zum Rest kann ich sagen, Mr E bekommt jetzt seit... ich glaube 6 Jahren (genau müsste ich nachgucken in den Unterlagen) täglich Cortison auf Grund seiner Autoimmundermatose. Ja, das Fell ist eine Katastrophe, die von den letzten OPs rasierten Stellen sind ohne Unterwolle oder gar nicht mehr nachgewachsen - er hat seit einem Jahr eine Irokesenrute deshalb. Aber das ist halt so. Er bekommt entsprechende Mäntel, im Haus ein Wärmekissen oder einen SnuggleSafe bei Bedarf.

    Jetzt nach 6 Jahren merkt man langsam, dass man mit den Nebenwirkungen an die Grenze kommt, wobei man sagen muss er ist auch schon fast 11,5 Jahre alt jetzt. Kritisch war es hier nur immer wenn nach OPs oder bei Verletzungen Infektionen aufgetreten sind, da war mit dem Cortison dann immer etwas basteln angesagt, dass man das in den Griff bekommt.

    Genau so ist es bei ihm auch. Das Fell nach einer Op im Juli 2020 ist gar nicht nachgewachsen, am Kopf, an den Beinen und an der Rute wird er auch immer kahler. Da wo er noch Fell hat ist es dünn, stumpf und schuppig. Andere Ursachen wie Parasiten, Allergien etc. sind ausgeschlossen worden. Keli trägt drinnen und draußen bei Bedarf Mäntel oder Pullis. Snugglesafe ist eine gute Idee! Daran habe ich noch nicht gedacht, aber gerade für Wartezeiten im Auto könnte das gut helfen.


    Ich denke auch, dass es wahrscheinlich keine Alternative zur Langzeitcortisontherapie gibt, weil wir die Ursache nicht beheben und wahrscheinlich wirklich nur gucken können, dass die Symptome in einem akzeptablen Maß bleiben.


    Danke auch dir für die Antwort!

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    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

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  • Soweit ich weiß, kann man bei Cortisontherapie den Nebenwirkungen entgegen wirken in dem man nicht täglich sondern nur alle 2 Tage Cortison gibt, damit die körpereigene Cortisolproduktion nicht gehemmt wird. Dazu müsstest du aber von der Langzeitgabe weg.

    Ich kenne eine wirklich gute Tierärztin in (Rand)Berlin. Aus welcher Ecke kommst du denn?

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