Unsicherem Welpe Sicherheit geben

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    Hallo.


    Wir haben seit ca. 4 Wochen einen Parson Russell Welpen. Er ist jetzt ca. 14 Wochen alt und eigentlich läuft alles wirklich super.


    Bis auf das er draußen schnell verunsichert ist. Folgende Situationen sind unter anderem dabei: durch mehrere Menschen zu gehen findet er gruselig, wenn andere Hunde kommen versteckt er sich oft hinter mir oder wehrt sie ab, an Zäunen mit bellenden Hunden vorbeizugehen traut er sich nicht.


    Ich möchte ihm gerne sein Selbstbewusstsein stärken. Aber wie mache ich es am besten? Er darf natürlich immer bei mir Schutz suchen. Ich ignoriere das aber meistens, ab und an fliegt auch schon mal ein Keks.

    Irgendwelche Ideen? ?

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  • Warum muss er denn aktuell durch viele Menschen hindurch? Warum dürfen fremde Hunde, die ihm Angst mache, zu ihm hin?


    Sozialisierung bedeutet nicht "ich schlepp den überall hin, damit der sich an alles gewöhnt" sondern positive Erfahrungen schaffen. Dafür muss man als Mensch durchaus auch sorgfältig vorausplanen und unangenehme Erfahrungen von vorne herein umgehen.

    L'enfer n'existe pas pour les animaux, ils y sont déjà - Victor Hugo

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    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


    Das hat mir die weitere lange Suche nach dem richtigen Futter erspart: Hier müssen Ihr lediglich wenige Minuten investieren und einige konkrete Fragen zu Ihrem Hund oder Katze beantworten. Anschließend erhaltet Ihr, abgestimmt auf Ihren Liebling, bis zu fünf Futterproben als kostenloses Paket zugeschickt!


    Einfach den Futtercheck ausprobieren - ich bin sehr glücklich, auf diesem Weg nun das richtige Futter gefunden zu haben.


    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



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  • Noch hast Du die Chance, ihm zu zeigen, dass Du Unsicherheiten erkennst und sie für ihn auflöst.

    Sei es, dass Du ihn nicht dazu zwingst, durch Menschenmengen/ an Zäunen mit bellenden Hunden zu laufen oder dass Du Hunde wegschickst/ abfängst, die er gruselig findet.


    Sobald er in die Pubertät kommt, ist der Drops erst einmal gelutscht. Da wird der kleine Parson sich alles selbst vom Hals halten, was ihn nervt, und Du wirst ewig gegen das Pöbeln an der Leine arbeiten müssen, während Dein Hund nicht mehr auf Dich reagiert (weil er glaubt, dass Du ihm eh nicht hilfst).


    Deshalb sei froh, dass er Dir zeigt, dass er Hilfe braucht, konzentrier Dich auf seine Signale und arbeite mit ihm in seinem Sinne. Kein "da muss er jetzt durch", kein "das muss er jetzt lernen". Das Wichtigste ist jetzt, dass er lernt, dass Ihr ein Team seid und er sich absolut und blind auf Dich verlassen kann. Das ist Gold wert, alles andere kommt später.

  • Menschenmengen kommen uns nicht entgegen. Aber schonmal Familien.

    Es ist zum Beispiel so, dass er sich irgendwo festgeschnüffelt hat. Ich gehe dann weiter und da ist es mir passiert, dass ihm Menschen entgegen kamen. Dabei zieht er den Schwanz ein und bleibt stehen.


    Er muss oder soll nichts mit Hunden klären. Es ist nur so, dass ich zum Beispiel Welpen treffe und dann frage ob es ok ist, wenn die schnüffeln können. Ich Knie mich dann hin und lasse ihn schauen so lange er möchte. Meist geht er irgendwann aus meinem Schutz raus und traut sich selbstbewusst hin. Wenn der andere Hund dann aber auch auf ihn zukommt zieht er den Schwanz ein und ist dann schonmal zum abwehren gekommen.


    Was sollte ich in den beschriebenen Situationen besser machen?

  • Dankeschön. ?

    Das hilft mir schon.

    Aber was soll ich konkret in den Situationen machen? Eigentlich ist er immer im Freilauf und orientiert sich super an mir.

    Bei den Zäunen machen wir dann für gewöhnlich einen größeren Bogen oder ich nehme ihn mit Leckerchen an die abgewandte Seite und wir laufen gemeinsam vorbei.

  • Ich bin da oft hin und her gerissen. Einerseits möchte man natürlich Schutz bieten, andererseits finde ich, dass man dem Welpen damit auch vermitteln kann, dass sein Unbehagen berechtigt ist, wenn man alles vermeidet, was er für sich erstmal als gruselig identifiziert.


    Ich finde, dass sich das was du machst, gut anhört. Unser Welpe tickt auch so und ich habe es in den letzten Wochen so ähnlich gemacht.


    Ich setze ihn auch nicht allem ungefiltert aus. Aber wenn uns ein Spaziergänger entgegenkam und er wie angewurzelt stehenblieb, bin ich auch mal einfach weitergegangen, habe ihm kurz aufmunternd zugesprochen und dann ist er mir doch irgendwann zugelaufen. Daraufhin habe ich ihn kurz gelobt „Wahnsinn, bist du mutig!“ und wir sind ohne viel Tamtam weitergegangen.


    Inzwischen schaut er mich in solchen Situationen noch kurz an, dann sage ich ihm „Alles okay“ und wir können gemeinam vorbeigehen.


    Da er sich offenbar bei mir rückversichert, habe ich nicht den Eindruck, da jetzt irgendein Vertrauen tief erschüttert zu haben. ;)

  • Aber was soll ich konkret in den Situationen machen?

    Zeig ihm in der Situation, in der er unsicher ist, eine Alternative. Probier einfach aus, womit er sich sicher fühlt.

    Wenn er also im Abstand auf der "sicheren Seite" am Zaun vorbeilaufen kann: super!

    Fühlt er sich wohler, wenn ihr umdreht: dann dreh um und probier es einfach am nächsten Tag noch einmal.

    Ist er auf Deinem Arm sicher, dann eben der Arm.

    Bleib einfach offen, neugierig, probier aus, achte auf Deinen Hund und vertrau Deinem Bauchgefühl.

    Achte auch darauf, dass er Erholungsphasen bekommt, wenn er etwas ganz fürchterlich aufregend fand. Auch die Verknüpfung von "Pause/ Ausruhen nach Aufregung" ist später sehr hilfreich.


    Ich hätte bei einem Parson jetzt nicht so wahnsinnig viel Sorge, dass der unsicher bleibt. Die haben ja später eher ein Ego, das durch keine Tür mehr passt. :D

    Deshalb würde ich seine Unsicherheiten ernst, aber nicht übermäßig wichtig nehmen und im Auge behalten, aber ganz stark auf Kooperatiion und Bindung setzen.

    Wenn Du ihm zeigst, dass die Welt schön und es an Deiner Seite sicher ist, dann lernt er das auch.

    Diesen Punkt später nachzuholen, wird schwierig, und eine gute Bindung sorgt außerdem dafür, dass der Hund sich dauerhaft sicher bei und mit Dir fühlt (und Dir später zumindest ein Zeitfenster lässt, um ein Veto einzulegen, bevor er selbst entscheidet :D)

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