Schnell überreizter Welpe & andere Problemchen

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    Hallo Liebe Hunde-Community :)


    Meine Freundin und ich haben uns vor 1,5 Wochen einen Welpen zugelegt. Er ist ein Mischlingsrüde und wurde von seiner ersten Familie an uns abgegeben, weil die Tochter angeblich eine Allergie entwickelt hat. Wir hatten die Familie auch nach Eltern, Temperatment etc. ausgefragt und gesagt bekommen, dass er ein ruhiger Artgenosse ist und die Eltern auch ziemlich klein und ruhige Familienhunde waren. Zu der Rasse konnten aber weder sie noch der "Züchter" Angaben machen. Wir sind uns allerdings nicht mehr sicher, ob die ehemaligen Besitzer wirklich ehrlich waren oder einfach überfordert und ihn deshalb loswerden wollten, denn auch sonst war die Familie von der wir ihn hatten wohl nicht ganz bewandert in der Welpenerziehung. Da machen wir uns mittlerweile selber ziemliche Vorwüfe nicht genauer nachgefragt zu haben und der Familie so vertraut zu haben.


    Mittlerweile zeigt sich nämlich, dass der kleine Misha (aktuell 12 Wochen alt) alles andere als ein "ruhiger" Zeitgenosse ist. Er überdreht sehr schnell und das auch schon bei "ruhigem" Spielen und kurzer Pipi-Pause, was das Trainieren der Beißhemmung ziemlich schwierig macht. In vielen Anleitungen dazu heißt es immer, dass man mit einem Spielzeug spielen soll und sobald er die Hände berührt, unterbricht man das Spiel. Das Problem dabei ist, dass er häufig direkt auf die Hände geht und sich wenig für das Spielzeug interessiert. Gerade wenn er überdreht kommt es da ziemlich schnell zu Frustbeißen, was wenig mit Spielen zu tun hat. "Aua" zu rufen, stachelt ihn tatsächlich noch mehr an und wenn er Hände nicht mehr erreichen kann, müssen danach Füße/Waden dran glauben. Hat da noch jemand Tipps, was wir eventuell noch versuchen könnten? :ka:


    Außerdem kommt er häufig nicht von selbst zur Ruhe, sondern will immer weiter Spielen auch wenn wir ihn ignorieren. Das einzige was dann hilft ist ihn in seine Box zu bringen, diese zu schließen und sich ruhig daneben zu setzen. Nach 1-5 Minuten bellen/fiepen kommt er dann meist zur Ruhe und schläft ein. Da wären wir ebenfalls für Tipps dankbar, ob das so in Ordnung ist bzw. ob er das irgendwann auch von selber lernt.


    Stubenreinheit klappt mittlerweile schon ziemlich gut, allerdings knurrt und beißt er jedes Mal wenn wir draußen waren und ich ihn dann wieder aufnehmen möchte, um ihn in die Wohnung zu tragen. Runter ist kein Problem, aber hoch ist jedes Mal ziemlich schlimm, sodass wir mittlerweile einen Handschuh benutzen. Allerdings auch nur bis wir das Treppenhaus erreichen, danach ist alles wieder gut. Wir haben schon verschiedene Trage-Methoden ausprobiert, aber keine scheint ihm wirklich zu gefallen.


    Ganz kurz zu seinem Programm. Wir gehen 2x am Tag eine "größere" Runde 10-15 Minuten und ansonsten nur kurz runter fürs Geschäft. Zwischendurch immer kleinere Trainingseinheiten (2-3x für 2-3 Minuten, dabei hat sich gezeigt, dass er unglaublich intelligent ist und neue Sachen schon nach wenigen Wiederholungen begreift) und ansonsten Spieleinheiten und ein Bekannter mit Junghund hatte uns noch empfohlen Schnüffelspiele zu machen, weil das seine Hündin als Welpe auch immer müde gemacht hat. Daran hat er zwar ziemlichen Spaß, wird danach aber nicht müde sondern aufgekratzt. Außerdem haben wir gelesen, dass man damit erst später anfangen soll, weil es noch zu anstrengend ist und man den Hund ans "Arbeiten" gewöhnt, deshalb haben wir das erstmal gelassen. Aber auch da wären wir dankbar für eure Einschätzung :)


    Das aktuell keinerlei Welpenschule etc. möglich ist, ist natürlich ziemlich kontraproduktiv :/ Wir hatten allerdings schon eine Online-Besprechung mit einer Trainerin, was zumindest schon etwas geholfen hat.


    Tierärztin und Hundetrainerin waren sich übrigens ziemlich sicher, dass zu großem Anteil ein Hütehund drinsteckt. Das ist noch eine ganz andere Problematik, die ich aber in einem extra Thread erkläre.


    Wir sind euch für jeden Hinweis sehr dankbar :)

    Jan, Lisa & Misha

  • Ich würde das Spielen einfach mal weglassen. Das macht den Welpen gaga, schafft Konflikte und macht Hände zu einer Problemzone.

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  • flying-paws Also gar nicht mit ihm Spielen und nur Spaziergang/Trainieren?


    Caissa Wir wohnen in der Stadt, da ist es aktuell eigentlich immer Leine. Heute sind wir rausgefahren zu einem sehr kurzen Bindungsspaziergang ohne Leine. Das hat relativ gut geklappt, allerdings hatte er einen sehr großen Radius um uns herum.

  • Und da liegt, glaube ich, das Problem: Sein ganzes Programm besteht aus kurzen Dingen, die Spannung fördern, aber nie abbauen: kurzes Leinelaufen, kurzes wildes Spielen, mehrmals am Tag kurz üben - und irgendwann fliegt er euch um die Ohren, weil der aufgebaute Druck irgendwo, irgendwie raus muß.


    Was er meines Erachtens brauchen würde, wäre ein längerer Spaziergang täglich, freilaufend und in seinem Tempo, zum Schnüffeln, Erkunden, Weltentdecken und auch mal ordentlich rennen. Ohne den Druck, sich ständig auf euch einstellen zu müssen, dafür mit der Möglichkeit, sein Temperament sozusagen kontrolliert abbrennen zu können, auch mal Hund zu sein und zufrieden und entspannt nachhause zu kommen.

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    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



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  • Habt ihr keine Grunflächen oder Parks in der Nähe, wo ihr ihn hintragen könntet?

    Ich finde 2x 15min Leine gehen (zusätzlich in der Stadt -> extra Reize) zu viel für einen 12 Wochen alten Welpen.

    Vor allem, wenn er unausgeglichen wirkt, dann wird das wahrscheinlich nicht helfen.

    Also wenn es irgendwie möglich ist, dann würde ich lieber 1x am Tag für einen Spaziergang im Freilauf (oder mit schleppender Schlepp, wenn euch das zu unsicher ist) rausfahren. Ansonsten nur zum Lösen raus und an der Leine gehen immer mal in kurzen Einheiten üben.

    Balu, Berner Sennen Mix (*2015)

    Reika, Landseer (*2020)

  • Also wir leben zwar in der Stadt, aber der Spaziergang ist trotzdem im Park (natürlich trotzdem mit einer Menge Reize). Wir werden ab morgen mal den Leinenspaziergang gegen einen Hinterhof-Schleppleinen Ausflug austauschen :)

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