Vizsla Muskelerkrankung Dystrophie Erfahrungen?

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    Hallo ihr Lieben,


    vor gut einem Jahr habe ich noch verzweifelt davon geschrieben, wie überfordert ich mit dem kleinen Welpen bin.. und wie wenig Bindung wir haben (verrückt!). Mittlerweile liebe ich dieses kleine Wesen so sehr. Umso schwieriger ist es, dass wir vor einigen Wochen die Nachricht bekommen haben, dass die Maus eine Muskelerkrankung hat. Seit ein paar Tagen bin ich nun schlauer.. zuerst wurde auf einen seltenen Gendefekt getippt, der bei den Vizslas vorkommen kann "idiopathisch entzündliche Myopathie". Dies wurde nicht bestätigt - nun heißt es, dass es mit hoher Wahrscheinlichkeit ein muskuläre Dystrophie vorliegt, also Strukturveränderungen der Muskeleiweiße. Ebenso ein Gendefekt.. bei dem die Therapiemöglichkeiten sehr begrenzt sind und mir einzig und allen Physiotherapie sowie die Zugabe von Neurobion N forte (B1, B6) und L-Carnithin um den Muskelstoffwechsel zu beeinflussen.


    Hat hier irgendjemand noch anere Erfahrungen, Tipps?


    Mal kurz zum Erkrankungsbild:

    Sie hatte wiederkehrende Infekte, als letztes eine Lungenentzündung.. daraufhin wurde sie in die Klinik gebracht, da es ihr sehr schlecht ging. Dort gab man ihr zu dem 1. wirkungslosen Antibiotika ein 2. hinzu, das endlich angeschlagen hat. Als ich Sie aus der Klinik abgeholt habe ging der ganze Spaß los.. vorher war sie fit, keinerlei großen Probleme beim Fressen oderÄhnliches.. seit ich sie geholt habe aber sehr seltsame Schluckbeschwerden. Sie hat mehrfach hintereinander geschluckt und den Hals gestreckt, später fing sie an pausenlos Gras zu fressen, sie krächzt und würgt und es schien als hätte sie Sodbrennen (besonders im Liegen), sodass sie dann schnell wieder alles abschlucken muss. (das ist aktuell immer noch unser größtes Problem).

    Nach ettlichen Untersuchungen stellte man fest, dass die Speiseröhre schlaff und verlagert ist, der Kehlkopf halbseitig gelähmt und der Mageneingang offen steht, sodass es natürlich kein Wunder ist, das Magensäure aufsteigt.

    Seitdem hat sie viel an Gewicht verloren, übergibt sich häufiger und wirkt sehr verspannt. Benötigt sehr viel Schlaf.


    Derzeit erhält sie Pantoprazol und MCP für die Magenangelegenheit. Sie bekommt gekochtes Fleisch und Gemüse/ Süßkartoffel/ Haferflocken und ein Magenpulver von der Heilpraktierin. Alles püriert - scheint sie momentan am besten zu vertragen und übergibt sich dadurch sehr viel weniger. Ich versuche sie weitgehend ruhig zu halten, ihr viel Schlaf zu gönnen und vom Gras fressen abzuhalten. Das hat sich durch die Nahrungsumstellung auch minimal verbessert. Zugenommen hat sie dennoch bisher kaum. Eine Gewichtszunahme wäre so wichtig, bevor sie den nächsten Infekt bekommt...


    Wir versuchen jetzt noch zu kämpfen und es ihr die Zeit so gut wie möglich zu gestalten.. ich wäre natürlich für alle Tipps sehr sehr dankbar!!!


    Liebste Grüße

    Lina

  • Dr. SAM - dein online Tierarzt
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  • Oje... zur Muskelgeschichte kann ich wenig sagen, ausser dass angepasste und vorsichtige Physio und Schwimmen Sinn macht. Habt ihr da jemanden an der Hand? Ev mit Schwimmmöichkeit?


    Es gibt im Bereich Orthomolekurarmedizin wirklich einiges was bei Infektanfälligkeit und entgleistem Immunsystem helfen kann. Bekannt ist Kurkuma - da musst du aber ein gutes Präparat nehmen. Normales Kurkuma ist zuwenig bioverfügbar. Ich kauf meines im Humanbereich über i-Herb.


    Ebenfalls interessant könnte Weihrauch sein. Damit habe ich bis jetzt nur beim Menschen Erfahrung, aber da durchwegs positive - wirkt auch schmerzlindernd, entzündungshemmend und kann das Immunsystem modulieren. Bin da selber gerade am überlegen dem Hund davon zu geben. Vorsicht bei der Dosierung - ist als Harz nicht ganz ohne, niedrig und dem Gewicht angepasst anfangen.


    Experimentell wäre LDN - low dose Naltrexon. Wurde bei Tieren schon gemacht, aber ich hab dir keinen Kontakt. Beim Menschen hat die Therapie sehr schöne Erfolge bei allem wo das Immunsystem eine Rolle spielt. MS, Fibromyalgie, ME/CFs, Schmerzerkrankungen usw. Googel mal, ist spannend. Bei ca 40% der Menschen wirkt es sehr gut. Bei anderen tritt der Reboundeffekt nicht ein - warum weiss man nicht. LDN blockiert die Endorphinrezeptoren für ein paar Stunden, das kann die Produktion von Endorphinen erhöhen und die Rezeptoren werden sensibler. Das hat einen sehr grossen Effekt auf das Immunsystem, Psyche und Schmerzempfinden. Sehr niedriges Risikoprofil. Muss nur sehr vorsichtig und niedrig angefangen werden. Bei einer solchen Diagnose ohne ernsthafte etablierte Therapiemöglichkeiten würde ich persönlich sowas wohl versuchen, auch wenns wirklich experimentell ist.


    Wenn du willst kann ich dir gern mehr Infos geben, kannst mich auch anschreiben.

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  • Was für eine schlimme Diagnose. Hatte bisher noch nie von sowas gehört, es tut mir soo leid für euch. Hoffe, man kann ihr trotzdem irgendwie helfen, damit sie ein lebenswertes Leben leben kann.


    Zur Gewichtszunahme:


    Hunde nehmen nicht durch Fleisch und Gemüse zu, dazu benötigen sie Fett und Kohlehydrate.


    Fett z.B. gute Öle, Leinöl, Lachsöl usw., Butter, Schweineschmalz, Rinderfett (man kann sogar Rinderfettpulver kaufen), Lammfett usw.


    Natürlich mußt du erst probieren, was und wieviel davon sie verträgt, langsam rantasten !, sie darf keinen Durchfall davon bekommen, auch euren Tierarzt fragen – ich weiß ja nicht, ob sie das überhaupt fressen darf.


    Vizslas nehmen generell nur schwer zu, sehen oft aus wie „Hungerhaken“, besonders in den Jugendjahren. Meiner ist auch so einer.


    Ihm koche ich mehrmals die Woche Haferbrei, eine Prise Salz dran und ein Stück Butter. Das mische ich unters Naßfutter. Frißt er mit Begeisterung, auch pur. Nur so hält er sein Gewicht und damit habe ich ihn auch auf sein jetziges Gewicht gebracht.


    Lasse ich das auch nur eine Woche weg (Hotel/Urlaub), nimmt er sofort ab.


    Aber auch Kohlehydrate sind in dem Fall wichtig, er bekommt von uns immer Restnudeln, Kartoffeln usw. dazu.


    Ich drücke dir und ihr die Daumen, dass euch nachhaltig geholfen werden kann !

    Liebe Grüße


    Lilaja

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


    Das hat mir die weitere lange Suche nach dem richtigen Futter erspart: Hier müssen Ihr lediglich wenige Minuten investieren und einige konkrete Fragen zu Ihrem Hund oder Katze beantworten. Anschließend erhaltet Ihr, abgestimmt auf Ihren Liebling, bis zu fünf Futterproben als kostenloses Paket zugeschickt!


    Einfach den Futtercheck ausprobieren - ich bin sehr glücklich, auf diesem Weg nun das richtige Futter gefunden zu haben.


    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



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  • Oh das ist traurig und tut mir sehr leid:streichel:

    Nach ettlichen Untersuchungen stellte man fest, dass die Speiseröhre schlaff und verlagert ist, der Kehlkopf halbseitig gelähmt und der Mageneingang offen steht, sodass es natürlich kein Wunder ist, das Magensäure aufsteigt.

    Seitdem hat sie viel an Gewicht verloren, übergibt sich häufiger und wirkt sehr verspannt. Benötigt sehr viel Schlaf.

    Persönliche Erfahrung habe ich damit nicht, lese aber in einem anderen Forum über eine Hündin die genau diese Probleme hat. Sie ist medikamentös eingestellt, bekommt extra Futter (Futalis) in kleinen Portionen und frisst in einem besonderen Stuhl. Dennoch hat sie immer wieder mal eine Art Schübe und braucht viel Ruhe.

    Ist eine OP angeraten bzw. würde diese helfen?


    Mit muskulärer Dystrophie habe ich "nur" Menschenerfahrung. Unsere Tochter hat eine Form der Muskeldystrophie.

    Liebe Grüße


    Ute mit Sally und Manni

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