Meinung zu Trainingsphilosophie u Einzelstunde erbeten

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    hejhej ins rund


    ich weiß das hier viele fitte leute in bezug auf training unterwegs sind. mir fällt es im hundebereich noch bissl schwer, gutes von schlechtem zu trennen, deswegen hätte ich gern meinung zu meiner "hospitation" einer gruppenstunde u meiner einzelstunde bei trainerin j


    sie ist speziell im bereich jagdhunde unterwegs, züchtet selbst, ist jägerin, richterin u eben trainer

    hauptsächlich arbeitet sie mit jägern auf prüfung deren hunde zur jagdlichen arbeit hin, bildet auch fremdhunde aus u führt diese wenn gewollt auch auf prüfung

    sie bietet aber auch explizit für jagdhunde in familienhand training an


    vor jeglicher arbeit in spezielle gebiete (ich meine hier apport, schweiß etc) steht als DIE grundlage für alles "teambildung" mit dem hund

    dafür nutzt sie verschiedene übungen


    1.

    aussteigen aus dem auto

    wird erst erlaubt wenn hund nicht drängelt, stubst, hüpft etc. er muss ruhig verharren, sonst kommt er nicht raus


    2.

    direkt im anschluss an das aussteigen aus dem auto

    stellt sich der hf auf die leine u wartet so lange bis hund ruhig neben ihm ist. liegen, sitzen, stehen ist egal, hauptsache ruhig. ideal wäre liegend, gechillt


    3.

    hund links o rechts neben sich (leinenführigkeit)

    hund soll an lockerer leine neben einem sein. dann geht der hf über eine körperdrehung direkt auf die schulter des hundes zu u veranlasst diesen zu weichen. klappt das kann man direkt einen schritt nach vorn u stop

    zieht der hund nach vorn soll man ihn wieder neben sich ziehen, genauso wenn hund in irgendeine richtung geht, zurück "zuppeln" (zuppeln deswegen, weil beim dackel mit 5 kg braucht es da ja nix an kraft... bei einer 6monatigen polnischen bracke sah das schon ganz anders aus..)

    btw ich kenne das leine video von flying paws ;) deswegen mein bauchgrummeln dabei


    4.

    zwangskuscheln

    man dreht sich den hund auf den rücken u klemmt ihn zw. seine beine (im sitzen) u dann wird solange ruhig die brust gestreichelt, bis der hund einschläft


    5.

    leckerli/füttern

    eine hand führt das leckerli zu boden. will der hund ran, wird er mit der freien hand zurück geschoben. lecker liegt am boden, hund darf so lange nicht ran bis er den hf angeschaut hat (blickkontakt)

    hat der blickkontakt stattgefunden nimmt der hf das lecker, führt es sich selbst zum mund um es dann betont lässig dem hund zu überreichen


    das ist für sie basisarbeit. denn ihre philosophie ist, ausbildung auf sozialer ebene u nicht über trieb. deswegen gibt es bei hr zb auch kein reizangeltraining

    befehle sollen auf ein minimum reduziert werden, es soll körpersprachlich kommuniziert werden


    mein dackelding war gestern ob der situation entsprechend aufgedreht, ja, logisch, hab ich nie mit ihm geübt. raus ausm auto u direkt nüscht machen wurde mit schnüffeln, fiepen, rumwuseln quittiert

    in ihrer übungsscheune selbiges, einer ihrer hunde war auch dabei


    ich denke, dackel hat lerntechnisch nichts mitgenommen, also zumindest nix in richtung "entspann dich"

    das ist jetzt meine hausaufgabe. und mir isses logisch, dass es erst daheim in eh gechillter umgebung geübt werden muss u man dann die anforderung u reize steigern kann

    neues im training lernen kann er ja dann eigentlich erst, wenn er in fremder umgebung u bei fremden hunden chillig bleiben kann, oder?


    ein bißchen lässt mich das ganze an das natural horsemanship denken, dessen auswüchse ich in der pferdeszene ziemlich ablehne


    es ist halt die geschichte mit der körpersprache ... ich bin kein hund, ich gehe aufrecht u hab hände u noch vieles mehr. klar lernt mein hund im zusammenleben mich zu lesen u zu ahnen was ich will, aber ich kann nach meinem wissen doch nie innerartlich mit ihm kommunizieren :ka:


    noch dazu bin ich echt ein wattebauscher u hab die basis bzgl lerntheorie, positive verstärkung etc auch theoretisch verinnerlicht. meiner meinung nach passt das aber nicht in dieses trainingskonzept?


    was denkt ihr?


    mein ziel dort ist eigentlich, dem dackel rassegerechte auslastung zukommen zu lassen. denn von fährten, apport etc sauber aufbauen habe ich selbst noch keinen richtigen plan


    ich tu mich gerade sehr schwer, diese art training zu beurteilen u vor allem in sinnvoll oder nicht einzuordnen. könnt ihr mir da helfen?


    bitte fragt wenn euch etwas unklar ist o ich zu wirr geschrieben habe!

    danke fürs zulesen =)

  • Dr. SAM - dein online Tierarzt
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  • Mich stört das hier am meisten:

    zwangskuscheln


    man dreht sich den hund auf den rücken u klemmt ihn zw. seine beine

    Wäre nicht meine Art, den Hund zu erziehen.


    Das mit aus dem Auto steigen ergibt Sinn, hab ich ähnlich bei all meinen Hunden so gehalten.


    Vielleicht nochmal ein paar andere Trainer und ihre Arbeitsweise anschauen?

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  • Was sagt dir denn dein Bauchgefühl?


    Es gibt so viel Wege nach Rom.


    Punkt 1 und 2 mach ich auch so, ausser dass ich ned auf die Leine stehen


    Punkt 3

    Kurze Leine heisst hier auch bei mir laufen, kein schnüffeln kein pinkeln, das setz ich mit Körperblocks durch ... ich kann mir gesundheitlich keine ziehenden Hunde leisten, des macht mich kirre und bei insgesamt 50kg ...


    Leinenführigkeit an längerer Leine üb ich allerdings mit markern und Belohnung, Orientirung an mich ...


    Punkt 4 ... hmmm ich üb schon auch, dass sich der Hund in alle Lagen bugsieren lässt. Aber das bau ich mit ganz viel Ruhe und in kleinen schritten auf. So dass der Hund lernt mir da zu vertrauen. Ist halt dann sehr praktisch wenn gesundheitlich was ist dass man da überall hinkommt alles machen kann


    Punkt 5 eher nicht so meins. Ich nutz im Alltag kaum leckerchen, im Training will ich einen fordernden Hund. Und beim Füttern ist die einzige Regel mir nicht auf die Pelle zu rücken bis der Napf aufm Boden steht

  • 1 und 2 gibt es hier auch immer. Aufgeregt geht es hier nie los. Egal welcher Hund. Damit erledigt sich meist auch 3 ganz schnell.


    Aber den Sinn vom "Zwangskuscheln" verstehe ich nicht. Das mit dem Leckerli auch nicht.

    • Neu

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    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



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  • . Das mit dem Leckerli auch nicht.

    Das mit dem Leckerli ergibt schon Sinn; so soll der Hund lernen, nichts vom Boden aufzunehmen. Ist nichts anderes als ein Antigiftködertraining.


    Ähnlich hab ich es mit meiner Hündin auch gehandhabt. Sie hat ja anfangs alles gefressen, was sie finden konnte.

  • Gehe weitgehend mit den anderen konform: Punkt 1 und 2 sinnvoll, Rest klingt seltsam. Leinenführigkeit kontraprodiv und das mit den Leckerchen viel zu elaboriert. Vielleicht dann noch drei mal anhauchen, bevor mans dem Hund gibt? ;)


    Allerdings Punkt 4, was du Zwangskuscheln nennst: Das machen wir in abgeänderter Form auch. Ich sitze auf Stuhl, Kiste oder so, Hund muss zwischen meinen Beinen, mit dem Rücken zu mir, Sitz machen. Ich streichel dann in langen ruhigen Bewegungen den Brustkorb und die Beine runter, eine Hand immer am Hund. Das ist wunderbar, um junge (oder ältere) Wusel in anstrengenden Situationen zu beruhigen; z.B. beim Warten am HuPla, wenn sie das noch nicht kennen und ziemlich am Rad drehen. Auf den Rücken legen würde ich den Hund in so einer Situation nicht, weil das den Stress für den Hund u.U. erhöht.

  • Was sagt dir denn dein Bauchgefühl?

    das meint, das prinzip konditionierte ruhe, ist gut u hilfreich, kann ich aber auch ohne trainer aufbauen, bzw muss es am anfang sogar, weil ich erstmal ne gewohnte u entspannte umgebung brauch, damit der lerneffekt einsetzt


    den rest, leinenruck, weichen lassen, zwangskuscheln, fand ich nix für mich


    ach, was ich noch vergessen habe bei 2.

    der hund darf nicht in meinen bereich eindringen. ein zwischen die beine stellen, anlehnen, anstubsen wird rigeros unterbunden. hund wird dazu weg geschoben etc. die große bracke zb hat, als ich zuschauen war, ihren hf mit der schauze angestubst. korrektor war patsch auf die nase mit der hand.... da sie es immer wieder versucht hatte, wurde die patschintensität erhöht, das war für mich echt unschön anzusehen


    aber, zur jagdlichen, fachlichen arbeit kann ich nix sagen


    trainer sind hier halt relativ rar ... der gebrauchshundeplatz hat uns mit "ohhh, dackel, na der soll doch lieber jagen gehen" abgewiesen

  • Das mit dem Leckerchen wird gemacht damit der Hund lernt nicht ohne Erlaubnis etwas vom Boden zu nehmen /essen.

    Der Sinn dahinter ist es, dass man nicht nein sagt muss wenn der Hund was am Boden liegt essen will. Er hat gelernt es nicht zu nehmen außer es wird ihm erlaubt.

    Für mich macht es schon Sinn besonders wenn man einen Staubsauger hat. Es kostet halt viel Mühe weil er nicht an Erfolg kommen darf.

  • . Das mit dem Leckerli auch nicht.

    Das mit dem Leckerli ergibt schon Sinn; so soll der Hund lernen, nichts vom Boden aufzunehmen. Ist nichts anderes als ein Antigiftködertraining.


    Ähnlich hab ich es mit meiner Hündin auch gehandhabt. Sie hat ja anfangs alles gefressen, was sie finden konnte.

    hmmm

    ihre intention dahiner ist, ich chef, ich will das nicht essen, hier, kannst du haben

    sie hat es an ihrem hund demonstriert.. beugt sie sich über ihn, guckt ihn an u hat das lecker innner hand nimmt es der hund nicht. steht sie aufrecht u gibt es betont lässig nimmt es der hund

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