Angstpipi bei Rüde?
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Gast97554 -
1. Februar 2019 um 09:49
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Hallo ihr lieben
mir schwirren seit ein paar Tagen wieder Dinge durch den Kopf und ein kleiner Vorfall gestern veranlasst mich jetzt doch nochmal hier nach Rat bzw. eurer Einschätzung zu fragen. Einmal vorab ich weis nicht ob die Situationen auf die Distanz überhaupt einschätzen kann, ein Versuch ist es wert. Vielleicht analysiere ich meinen Hund auch Tot aber irgendwie habe ich das Verlangen sein Verhalten einordnen, ihn verstehen und entsprechend handeln zu können. Ich versuche mich kurz zu fassen und euch die Situationen kurz zu erklären.1. letzten Sonntag: Wir gehen immer mit einem Rudel am Wochenende laufen zwischen 3 und 5 Hunden insgesamt. Seit zwei/drei Wochen ist jetzt noch eine Freundin mit ihrem Hund dazugekommen und Marley und ihr Hund kennen sich von klein an sprich seit Marley bei uns ist. Dass die beiden ein generelles Problem miteinander haben wir aber nicht wissen was genau es ist, ist uns schon länger klar. Jetzt war es letztes Wochenende so, dass der andere Hund Marley während wir gelaufen sind angegangen ist als Marley von hinten aufgeschlossen hat und durch die Gruppe wieder ein Stück weiter vor laufen wollte (Bekannt ist, dass der andere Hunde seine Halterin recht konsequent verteidigt und es macht gerade so den Anschein, dass er Marley in keinster Weise in der Nähe von ihr duldet eben nicht mal beim vorbeilaufen). Marley geht bei solchen Aktionen erstmal in Deckung hatte dann aber 2 Minuten später seine Schnüffelstelle ziemlich stark gegen ihn verteidigt, ein Verhalten das er sonst gar nicht zeigt und der andere Hund hat es auch gut angenommen. Ca. 15 Minuten später standen wir auf einer Wiese, Marley versucht den anderen Hund zum spielen aufzufordern der signalisiert mehrmals mit knurren, abschnappen dass er keine Lust hat und erwischt Marley schließlich auch beim abschnappen. Kurzes fiepen, zurück springen, Gedankensortieren und nach vorne gegen nach dem Motto "so nicht mein Freund".
2. Gestern: wir hatten Marley gestern bei einem guten Freund gelassen für ein paar Stunden da wir eingeladen waren und er so lange noch nicht problemlos allein bleibt. Dieser Freund ist mit seinem Hund auch Sonntags immer mit dabei. Als ich dann wieder dort war um ihn abzuholen, habe ich mich kurz zu allen Hunden auf den Boden gesetzt. Meiner ist durchs Wohnzimmer gelaufen und seiner kam zu mir und hat sich Streicheleinheiten abgeholt. Marley kam dazu (ich würde es mit Beschwichtigender Haltung beschreiben) und hat seinen Kopf ebenfalls zu mir gerückt und wollte gestreichelt werden. 2 Sekunden später fängt zwischen den beiden ein harmloses Gerangel an, ich bin aufgestanden weil ich wenig Lust hatte, dass insgesamt 50 kg auf mir rumturnen und im selben Moment korrigiert der Hund des Freundes Marley der wiederum schmeißt sich auf den Rücken und beschwichtigt (Ich habe die Situation bis dahin als eigentlich eher harmlos eingestuft) der andere Hund hat noch einmal kurz nachgebrummt nicht geknurrt seinen Kopf auf Marleys Brust abgelegt nicht gebissen und gezwickt und meiner fängt vor lauter Angst (?) das pieseln an
Hab den anderen dann sofort von Marley runter und Marley zu mir gerufen. Er ist auch total erleichtert zu mir gekommen. Ich habe ein total schlechtes gewissen, dass ich es überhaupt soweit kommen lassen habe aber das ging wieder so schnell und wie gesagt war es eigentlich keine große Sache kein knurren, kein große Intensität hinter dem was die beiden gemacht haben und trotzdem war es für meinen scheinbar so schlimm dass er pieseln musste.Sorry für den langen Text aber ich werden um ehrlich zu sein gerade nicht sonderlich schlau aus meinem Hund. Einerseits wie im 1. Fall beschrieben lässt er sich gewisse Dinge nur bis zu einem gewissen Grad gefallen aber andererseits bekommt er solche Angst wie gestern.
Er ist jetzt knapp ein Jahr alt. Kann es sein, dass Rüden in dem Alter wirklich denken sie hätten (sorry für den Ausdruck) die dicksten Eier aber eigentlich sind sie total unsicher? Oder kann das auch von Hund zu Hund zu extrem unterschieden werden, dass er bei dem einen am liebsten im Erdloch verschwinden würde und beim nächsten würde er auch den Konflikt nicht scheuen? Ich tue mir gerade irgendwie etwas schwer zu unterscheiden wann der Stinker Schutz bräuchte wie gestern oder auch als er am Sonntag beim vorbeilaufen von dem anderen angegangen wurde und wann er eigentlich korrigiert gehört weil er wie beim anspielen zu penetrant war? Wie gesagt ich glaube ich analysiere Tod aber ich möchte einfach so gerne verstehen was sich da immer abspielt
Vielen Dank euch schonmal
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Hallo,
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Mir kommt es anhand Deines Textes so vor, als wäre Dein Hund ein richtiges "Opfer" für andere Hunde. Nimm mir die Bezeichnung jetzt bitte nicht übel!
Kann es sein, dass andere Hunde Deinen Hund nicht gut lesen können? Dass die Kommunikation da irgendwie nicht passt?
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als wäre Dein Hund ein richtiges "Opfer" für andere Hunde. Nimm mir die Bezeichnung jetzt bitte nicht übel!
nehme ich dir nicht übel, hört sich gemein an aber ja den Gedanken, dass er sich eher klein machen lässt hatte ich auch schon. Ein Freund meint zwar immer er würde auf Prollo machen wollen ich würde meinen Hund so allerdings eher weniger einstufen. Wenn es bei Fremdhunden zu kurzen "wer ist der größere Checker" Situationen kommt lässt Marley relativ schnell ab und kommt zu mir gelaufen und dann schnell weiter weg von dem Hund
Kann es sein, dass andere Hunde Deinen Hund nicht gut lesen können? Dass die Kommunikation da irgendwie nicht passt?
Hmm das weis ich nicht. Wir haben ihn aus Rumänien. Ich habe manchmal das Gefühl er spricht eine "feinere" Hundesprache achtet auf viele Kleinigkeiten bei anderen Hunden und agiert dementsprechend. Wir sind einmal einer Rumänenhündin begegnet und ich war sprachlos wir harmonisch die beiden agiert haben als würden sie ihre ganz eigene Sprache sprechen. Habe ich bis jetzt nur einmal in diesem Ausmaß bei ihr erlebt.
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Wenn ich es richtig verstanden habe, hat Dein Hund mit dem Hund Deiner Freundin offensichtlich ein Problem. Ihr wisst nur nicht genau welches!
Wie alt sind die Hunde? Gemeinsam aufgewachsen; ich würde sagen die probieren gerade sich aus, klären ihre Stellungen.
Das Pieseln bei Deinem Hund ist eine Beschwichtigung und er signalisiert "Tu mir bitte nichts". Er ist da sehr unterwürfig.
Ich würde die beiden gut beobachten und mehr managen, öfters mal eingreifen, denn die Hunde haben untereinander nichts alleine zu regeln.
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Wie alt sind die Hunde? Gemeinsam aufgewachsen; ich würde sagen die probieren gerade sich aus, klären ihre Stellungen.
Unserer wie gesagt jetzt knapp ein Jahr haben ihn allerdings auch erst mit 4 1/2 Monaten bekommen und der Hund der Freundin ist 6 Jahre alt also definitiv raus aus dem Pubertätsalter.
Ich würde die beiden gut beobachten und mehr managen, öfters mal eingreifen, denn die Hunde haben untereinander nichts alleine zu regeln.
An für sich beim laufen machen die beiden eigentlich keine Probleme. Wenn der Hund des Freundes Marley mit seinem spielen zu sehr bedrängt wird er abgerufen oder Marley kommt auch da direkt zu mir wenn er das Gefühl hat ihn nicht alleine los zu werden. Oder vielleicht unterschätze ich auch diese Situationen schon zu sehr und wir sollten da noch früher einschreiten? Ich fand das Verhalten gestern wirklich extrem dafür, dass die beiden sonst eigentlich nie Probleme miteinander haben

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Ich glaube eigentlich schon, dass der Ältere dem Jüngeren gerade klar macht, dass er "unter" ihm zu stehen hat.
Ein gemeinsames Hundespiel sollte fair sein. Das heißt, jeder Hund hat die gleichen Chancen. Alles was darüber hinaus geht, ist nicht mehr tolerierbar.
Hunde abrufen, Spiel beenden und wirklich rechtzeitig eingreifen. Nicht warten bis der andere Hund gemobbt oder bedrängt wird.
Ist es wirklich ein Spiel? Oder versucht der Ältere den Jüngeren zu Dominieren? Wäre nicht schlecht, wenn sich ein erfahrener Hundetrainer "das Spiel" anschaut.
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Ist es wirklich ein Spiel? Oder versucht der Ältere den Jüngeren zu Dominieren?
Nunja fair ist es nicht wirklich weil der andere 10-15 kg mehr auf die Waage bringt und Marley körperlich ziemlich stark "rumschuppst" wenn es das unter Hunden gibt?

Also es waren beim Eingangspost zwei Situationen mit zwei verschiedenen Hunden. Ich vermute du beziehst dich gerade mehr auf die Auseinandersetzung gestern und dem Verhalten zwischen denen beiden.
Wenn ich ganz ehrlich sein darf, kommt in mir manchmal das Gefühl auf, dass unserer teilweise wirklich gemobbt wird. Wenn der Hund von gestern mit ihm anfängt zu "spiele" geht Marleys Rute relativ schnell runter und er versucht ihn mit abschnappen in die Richtung ihn los zu werden. Er nimmt ihn aber nicht für voll. Der Hund um den es da geht ist ca. 2 Jahre alt. Dann denke ich mir wieder, dass ich es mit beschützen und betütteln auch nicht übertreiben möchte. Wie gesagt ich tue mir da gerade einfach etwas schwer die Grenze zwischen er braucht Schutz und Übermutti packt Hund in Watte zu ziehen
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Wenn ich ganz ehrlich sein darf, kommt in mir manchmal das Gefühl auf, dass unserer teilweise wirklich gemobbt wird.
Mir kommt es eben auch so vor (wie oben geschrieben).
Es gibt Hunde, die ziehen sowas richtig an
Hat man ja auch hier im Forum schon öfter gelesen :/ -
Nunja fair ist es nicht wirklich weil der andere 10-15 kg mehr auf die Waage bringt und Marley körperlich ziemlich stark "rumschuppst" wenn es das unter Hunden gibt?
Das Gewicht sollte bei einem Spiel eine untergeordnete Rolle spielen. (Nicht bei einem Kleinsthund und einem Großhund). Rumschubsen ist aber nun mal kein Spiel, sondern ein körperliches Bedrängen.
Das Dein Hund uriniert, ist Angst! Das würde bei einem Spielkameraden so nicht passieren. Dein Hund fühlt sich bedrängt, sehr bedrängt, körperlich unterlegen, hat Angst, pinkelt!Wenn ich ganz ehrlich sein darf, kommt in mir manchmal das Gefühl auf, dass unserer teilweise wirklich gemobbt wird
Wenn Du schon so ein Gefühl hast, bestätigst Du meinen Eindruck, den ich von Deiner Beschreibung her habe: Dein Hund wird gemobbt! Es ist kein Spiel!
Wenn der Hund von gestern mit ihm anfängt zu "spiele" geht Marleys Rute relativ schnell runter und er versucht ihn mit abschnappen in die Richtung ihn los zu werden.
Einen Spielkameraden los werden
das ist kein Spiel mehr, das ist Bedrängen !Dann denke ich mir wieder, dass ich es mit beschützen und betütteln auch nicht übertreiben möchte
Dein Hund versucht sich mit Abschnappen einen offensichtlich nicht spielerisch eingestellten Hund vom Hals zu halten. Er schafft das nicht alleine!
Hier bist Du gefordert Deinen Hund zu unterstützen, ihm Hilfestellung zu geben, damit der Ältere ihn nicht bedrängt.
Was passiert, wenn Du Deinen Hund zu Dir rufst? Gibt der Ältere auf, oder setzt er nach?
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Was passiert, wenn Du Deinen Hund zu Dir rufst? Gibt der Ältere auf, oder setzt er nach?
Also egal ob ich ihn abrufe oder ob er von allein meine Hilfe sucht der andere setzt eigentlich so lange nach bis Marley bei mir ist und ich mich zwischen beide stelle und den anderen weg schicke. Also selbst wenn Marley dann bei mir steht wufft der andere ihn dann noch an. Wobei auch der Halter von dem anderen Hund relativ oft seinen dann eben auch abruft weil wir sehen, dass es Marley einfach zu viel ist.
Wie würdest du denn die erste Situation mit dem anderen Hund deuten? Bei dem versucht er definitiv mehr seinen Standpunkt zu vertreten. Ich sag mal, dass Marley nach nicht erfolgreicher Spielaufforderung irgendwann erwischt wurde würde ich eher in die Schiene selbst schuld wenn du ihn nicht in Ruhe lässt stecken aber das angehen beim Laufen aus dem nichts heraus wäre für mich auch da wieder eigentlich der Moment bei dem der andere Hund doch eigentlich korrigiert gehört oder? Die Halterin sieht es etwas anders deswegen habe ich mir schon überlegt beim nächsten mal einfach selbst dazwischen zu gehen wenn sie es nicht tut ob das richtig wäre weis ich nicht aber ich möchte eben nicht meinem ständig Büschel Unterwolle rausziehen müssen weil der andere ihn schnappt nur weil er vorbei läuft

Mit diesen Hunden sind wir eben regelmäßig unterwegs und ich weis dass solche Situationen wieder aufkommen und dann möchte ich beim nächsten Mal einfach drauf vorbereitet sein und richtig agieren können.
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