Unsere Junghunde... der alltägliche Wahnsinn Teil 9

  • Möchte jemand eine neunmonatigen gelben Labrador haben?

    Nachdem ich gestern sehr positiv gestimmt war weil mir in der Hundeschule einiges gezeigt worden ist was seine leinenpöblei angeht ist er heute im Wald zweimal völlig ausgeflippt.

    Alles außerhalb von 10 Metern ist völlig in Ordnung, alles was uns entgegenkommt geht gar nicht.

    Ich bin gerade echt müde und geschafft.

    Das tut mir leid :streichel:

  • Möchte jemand eine neunmonatigen gelben Labrador haben?

    Nachdem ich gestern sehr positiv gestimmt war weil mir in der Hundeschule einiges gezeigt worden ist was seine leinenpöblei angeht ist er heute im Wald zweimal völlig ausgeflippt.

    Alles außerhalb von 10 Metern ist völlig in Ordnung, alles was uns entgegenkommt geht gar nicht.

    Ich bin gerade echt müde und geschafft.

    Das tut mir leid :streichel:

    Ich danke dir .

    Es gibt ja wirklich viele Hunde die an der Leine den Blödmann raushängen lassen, aber irgendwie stört es mich bei den anderen überhaupt nicht, bei mir selber macht es mich wahnsinnig.

  • Das verstehe ich gut, es gibt wenig was mich so massiv stört wie Theater an der Leine. Ich habe gerade den Hund einer Vereinskollegin im Training. Pubertierender DSH Rüde der rumflippt sobald irgendwas mit Herzschlag in der Nähe ist. Da brauche ich echt alle Konzentration um ruhig und geduldig zu bleiben. :ugly:


    Zum Kontrollieren finde ich es am effektivsten wenn eine Hand ins Halsband greift (und da gerne schmal oder eine Kette, da schmeißen sie sich nicht ganz so blöd rein wie in ein bequemes breites Halsband) und die andere in den Rückensteg eines gut sitzenden Geschirrs. Hund ans Standbein drücken, dann machen die nämlich gar nichts mehr.

  • Murphy lässt an der Leine auch gern den Werwolf raus hängen. Wenn ich ihn dann in irgendeiner Weise berühre geht er mich an. Ich fahre jetzt am besten wenn es geht viel Abstand rein bringen und ich schicke ihn körperlich tatsächlich sehr massiv rückwärts. Letztens konnten wir sogar in relativ kurzer Entfernung vier keifende große Hunde passieren und Murphy nahm sogar Futter an das hatten wir tatsächlich noch nie. Ich hoffe nun das ich darauf aufbauen kann und er auch in Zukunft in solchen Situationen Futter nehmen kann.

  • Mit Mailo habe ich es ähnlich gemacht. Nachdem ich mich ein Jahr nur semi-erfolgreich mit möglichst positiven Herangehensweisen abgemüht habe gab es ein paar Mal eine deutliche Ansage in Form von körpersprachlich massiv zurück schicken.

    Seitdem ist Ruhe, die Leine ist locker und er kann sich endlich entspannen und Futter als Belohnung annehmen.

    Dem hat bei dem ganzen Geclicker die Führung gefehlt.


    Wichtig finde ich, dass der Hund grundsätzlich weiß was erwartet wird, sonst ist das Vorgehen ziemlich unfair und stresst den Hund nur noch mehr.


    Man muss natürlich abwägen ob der Hund das abkann und ob es ihm hilft.

    Den oben angesprochenen DSH würde ich aktuell nicht so massiv korrigieren weil der noch nicht ansatzweise weiß, was er stattdessen machen soll.

    Den lenke ich um, stopfe Futter rein und wenn er losflippt wird er an Halsband und Geschirr fixiert, an meine Seite gesetzt und sobald er sich halbwegs beruhigt hat (geht relativ schnell, sobald er sich nicht mehr bewegen kann regt er sich auch nicht mehr so schlimm auf) geht's weiter mit Umorientierung und Futter.

  • Bei Grisu hilft im Notfall (also der andere Hund taucht sehr plötzlich und nah auf): sofort umdrehen, Abbruch so deutlich wie nötig um generelle Ansprechbarkeit wieder herzustellen, sobald Grisu wieder "da" ist, belohnen, Dynamik weiter runterfahren, und absolut nichts in Richtung anderer Hund machen (außer der greift an oder so). Aber vom Gedanken her: da bist nur du, Grisu, und ich und wir gehen hier jetzt ruhig lang. Da existiert sonst nichts, was uns zu interessieren hätte.

    Dagegen auf Distanz/mit Zeit/anderer Hund angeleint: prima Training, um Umorientierung und ruhiges Verhalten zu üben! Das bewusst als Training ansehen und ganz ruhig und bewusst in die Situation gehen. Fühlt man sich nicht gut: umdrehen, weggehen... Immer noch besser als ausrastender Hund (der lernt ja aus jeder einzelnen Begegnung). Langsam Routine entwickeln und sich nur auf sich und seinen Hund konzentrieren; egal was der andere denkt; egal ob man meint, da müssen wir durch. Nein, müssen wir nicht, wir müssen uns gut fühlen. Die eigene Grundeinstellung und das konzentrieren aufeinander ist hier das wichtigste

    Grisu ist allerdings nicht leinenaggressiv, sondern generell bei Nähe aggressiv.

  • Bei meinem geht es auch wunderbar wenn wir genug Entfernung haben. Manchmal möchte er hin, manchmal nicht. Grundsätzlich ohne Leine ist er völlig verträglich. Er knallt aber bei diesen Aktionen so dermaßen durch dass er überhaupt nicht mehr ansprechbar ist. Ich könnte den wahrscheinlich windelweich prügeln und er würde das nicht merken.

    Nichtsdestotrotz bin ich überzeugt dass wir das hinkriegen. Ich muss halt rausfinden was der Auslöser ist. Ich glaube nämlich dass Hündinnen die uns entgegenkommen kein Problem darstellen und das ist daran liegt wenn es Rüden sind.

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