Schönes und Schweres - zeigt Eure Rumänen

  • Ich lese ja die Threads, in denen Leute über ihre Probleme mit Auslands-Hunden schreiben, und denke oft, was für großes Glück wir hatten. Klar, Luna hat ihre eine große Baustelle (der Jagdtrieb) aber ansonsten ist sie derart toll, dass selbst die TÄ überrascht war. (Sie kennt offenbar mehr ängstliche bzw. traumatisierte Auslandshunde als solche wie Luna, was ich komisch finde, da bei uns im Ort die Auslandshunde überwiegend total gechillt, verträglich und easy-going sind - mit wenigen Ausnahmen z.B. eine Hündin, bei der eine Schilddrüsenerkrankung vorliegt, und eine, die allen Menschen gegenüber - auch ihren eigenen - sehr distanziert ist.)

    Luna mag erstmal ALLE Menschen. Sie ist das was man "zutraulich" nennt. Besonders Kinder liebt sie (leider sind unsere Enkelkinder wegen der Entfernung gar nicht so oft hier, was mir ein wenig leid für sie tut. Leih-Kinder kann ich hier leider keine auftreiben). Sie kommt mit allen anderen Hunden klar (außer wenn ihr einer "doof" kommt). Meine Vermutung war immer, dass sie ihre Welpenzeit in einer Familie verbracht haben muss, anders kann ich mir das nicht erklären. Sie hat auch von Anfang an mit uns gespielt.

    LucyLou schreibt in einem aktuellen Auslandshund-Strang:

    Zitat


    Hunde lernen das [Spielen] im jungen Alter (Welpe, junger Junghund). Sie lernen, wie man mit Menschen spielt und dass man mit ihnen spielen kann in der Phase, in der sie noch sehr verspielt-unbedarft sind.
    Es gibt sicher Ausnahmen, aber ich kenne das von vielen TS-Hunden, die mit über einem Jahr erst zu Menschen kamen, die das überhaupt erstmals im Leben dieses Hundes versucht haben: die Hunde sind entweder eh schon recht ernsthaft-erwachsen (und haben diesen Spiel-mach-trotzdem-Spaß-Kick mit Menschen nie erlebt / erlernt) oder sie verstehen das "menschliche" Spiel nicht. Das ist mit viel Vertrauen je nach Hundetyp noch nachholbar, aber es gibt genug erwachsen eingezogene TS-Hunde, die mit Menschen nicht spielen.

    Ebenso wie das Grundvertrauen in Menschen früh gebildet wird und ist das nicht passiert, wird es schwer. Das müssen nicht mal schlechte Erfahrungen sein, es können auch einfach fehlende sein.

    Das bestätigt meine Vermutung, dass Luna in einer Familie gelebt hat, bevor sie ausgesetzt wurde. Wir wissen nicht genau wie alt sie bei ihrem Auffinden war, der TA schätzte sie damals auf ca. ein Jahr. Danach lebte sie 6 Monate in einem Haushalt auf einer Pflegestelle in Rumänien, wo sie es sehr gut hatte (viel Liebe, Kuscheln, andere Hunde).

    Wir haben echt ein Wahnsinns-Glück gehabt. Als wir damals einen Hund "suchten", haben uns ja nur unsere Erfordernisse vor uns selbst und einer Direkt-Adoption bewahrt: wir brauchten einen mit "besonderen" Kindern verträglichen Hund und einen mit anderen Hunden verträglichen Hund (wegen des Enkelshelties). Ein besonders ängstlicher, scheuer oder traumatisierter Hund wäre absolut nicht gegangen. Zum Glück haben wir noch rechtzeitig die Kurve weg von einer Direkt-Adoption gekriegt. Es wäre für uns vermutlich nicht gut ausgegangen. Andererseits habe ich ja im Internet eine Hündin gefunden, der ich im Sommer 2022 im rumänischen Nirgendwo begegnet bin, und auch DIESE Hündin liebt Menschen und lebt jetzt ohne größere Probleme einen normalen deutschen Alltag nachdem sie vor einigen Wochen nach D kam. Nach Jahren in denen sie sich alleine durchschlagen musste.

    Meine schlichte Theorie ist, dass kleine, süße Hunde es unter Umständen etwas leichter haben als die etwas größeren, weil ihr Betteln eher von Erfolg gekrönt ist. Unsere Erlebnisse mit Straßenhunden in Rumänien spielten sich hauptsächlich in der Zivilisation ab, also nicht irgendwo in der karpatischen Wildnis mit total verwilderten Rudeln großer Hunde, und ich erinnere mich an einige Abende auf Restaurantterrassen, wo zahlreiche freundliche Hunde (und Katzen... die leider oft den kürzeren zogen) schwanzwedelnd um die Tische flanierten, und Streicheleinheiten und Essen abstaubten - von rumänischen Gästen (wir waren fast überall die einzigen Ausländer). Daher denke ich, dass manche Hunde schlicht gelernt haben, freundlich zu sein. Und dass manche Leute auch möglicherweise ein falsches Bild von rumänischen Straßenhunden haben. Das soll jetzt niemandem seine schlechten Erfahrungen absprechen!! Meine ist nur ganz anders, und ich habe auch dort viele liebenswerte, freundliche Hunde gesehen (deshalb war es ja so schlimm für mich!). (Wir waren mehrmals im westlichen Rumänien, das ist mit Sicherheit eine andere Geschichte als weiter östlich.)

    Einmal beim ersten Besuch, 2022, hat uns ein Hund während einer kleinen Bergwanderung von Baile Herculane aus verfolgt. Er lief immer mit ein wenig Abstand hinter uns her - mein Mann hatte ein wenig Bedenken. Er (also der Hund) wusste aber genau, dass auf dem Gipfel die Brotzeit ausgepackt wird! Leider hatte er bei uns Pech - wir hatten im Hotel gut gefrühstückt. Er ist dann einfach umgedreht und zurück gelaufen.

    Mir käme immer wieder nur eine Rumänin ins Haus.

  • Mir ist noch was eingefallen :winken: gibt's eigentlich Reisekrankheiten speziell Rumänien und Nachbarländer?

    Ja, gibt es. Süd- und Osteuropa werden da unterschieden. Je nachdem, wo dein Hund her kommt also Süd-, oder Ostrumänien. Ich würde Südeuropa wählen, wenn nicht ganz sicher ist, wo der Hund schon überall war, weil da mehr Krankheiten abgedeckt sind.

  • Mir ist noch was eingefallen :winken: gibt's eigentlich Reisekrankheiten speziell Rumänien und Nachbarländer?

    Bei Levi wurde vor der Ausreise der Snap(4dx)-Test gemacht, auf Anaplasmose, Ehrlichiose, Borreliose (alles von Zecken übertragene Krankheiten) und Herzwürmer. Der war negativ, aber man hat mir gesagt, dass ich den zur Sicherheit nach 6 Monaten wiederholen lassen soll.

    Was meinte denn deine Tierärztin?

  • Da der Hund ja schon drei Jahre in Deutschland ist (Familie Nr. 1) und laut EU-Pass schon 8 Jahre alt ist (ich finde ihn "jünger") wird wohl nix sein?!

    Konny ist negativ getestet gewesen (in Spanien) und ICH habe verpennt ihn testen zu lassen :roll: damals war "KatzenTheater" und auch bei der TÄ ist das untergegangen... drei Jahre später ging's ihm schlecht und da wurde getestet.

    ALLE meine Hunde+Katzen sind von mir nachgetestet worden nur Konny nicht und der hatte dann Babesien+Leishmanien :nicken: Mist aber auch!

    Für meinen Seelenfrieden kann ich ihn jetzt testen lassen aber von Seiten der TÄ ähhh nicht so wirklich wichtig (flapsig gesagt).

    Er hat ein Lipom, das demnächst mal operiert werden soll und bei der Gelegenheit können die Zähne "poliert" werden und in Vorbereitung auf die Narkose wird ein neues Geriatrisches Blutbild gemacht (Frühling/Sommer 2025 war das letzte Mal) und dann kann er ja auch getestet werden.

    Im Herbst oder so...

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