Der "gefährliche" Hund

  • Die Hundeverordnungen, die ich bisher gesehen habe, haben in irgendeiner Form Hunde, die notwendig für einen Arbeitseinsatz sind, als Ausnahmen definiert. Auch die Regelungen zur Gefährdungshaftung machen einen Unterschied zwischen Nutztieren und Luxustieren.


    Hier in Hessen steht der Kangal auf der Liste.

  • Die Hundeverordnungen, die ich bisher gesehen habe, haben in irgendeiner Form Hunde, die notwendig für einen Arbeitseinsatz sind, als Ausnahmen definiert. Auch die Regelungen zur Gefährdungshaftung machen einen Unterschied zwischen Nutztieren und Luxustieren.


    Hier in Hessen steht der Kangal auf der Liste.

    Ja, in Hessen steht der Kangal auf der Liste, deshalb hab ich meine McYassi auch aus einem hessischen TH.

    Die Mastin Espanol in Bayern, die im Herdenschutz eingesetzt werden, müssen einen Wesenstest machen.

    Bei 12 - 15 Hunden für eine Schäferei mit mehreren Herden ein enormer Kostenfaktor.

    Meine Rinder sind Luxustiere (Brauni nickt wichtig :lol:), ich verdiene keinen Cent damit. Ich könnte eine Nebenerwerbslandwirtschaft anmelden dafür müsste ich konventionell düngen, damit ich mehr Rinder auf meiner Fläche halten kann, um eine Gewinnerzielungsabsicht nachweisen zu können. Damit wäre aber die Sache mit Arnika und Braunkehlchen dahin......

    Der Wolf macht da übrigens keinen Unterschied, ob "Hobby"-Tier oder gewerblich genutztes Tier.

  • Hmmh - da müsste ich mich mal näher schlau machen. Jagdgebrauchshunde wären hier z. B. auch als Ausnahme definiert. Ich weiß es nicht - denke aber nicht, dass jeder Jäger ein Gewerbe angemeldet hat :???:Auch Such- und Rettungshunde fallen darunter.


    Aber stimmt schon, an sich ist Sinn und Zweck der Ausnahmen, zusätzliche Schwierigkeiten beim Verdienst des Lebensunterhalts zu vermeiden.


    Spannende Frage, die behalte ich mir mal im Hinterkopf.


    Heißt, Dich würde die Gefährdungshaftung bei allen Deinen Tieren voll treffen, weil Du kein Gewerbe angemeldet hast?

  • Die Mastin Espanol in Bayern, die im Herdenschutz eingesetzt werden, müssen einen Wesenstest machen.

    Bei 12 - 15 Hunden für eine Schäferei mit mehreren Herden ein enormer Kostenfaktor.

    Und genau das meine ich. Es trifft einfach die Falschen.

    Wenn man dann noch die uneinheitlichen WT Bedingungen dazu nimmt, na ole.

    Der krasse Karl mit seinem noch krasseren Kangal hingegen, der meldet den ggfs. gar nicht oder als Irgendwas Mix und ist fein raus.

    Eine Kontrolle vor Ort, bei jedem Hundeerwerb, würde das schon mal einschränken, weil sich zumindest irgendwer den Hund anschaut.

    btw, es war hoffentlich ok dich als Beispiel genommen zu haben, du bist hier, für mich, der Foren HSH;)

  • Und genau das meine ich. Es trifft einfach die Falschen.

    Wir Weidetierhalter haben da tatsächlich gar nicht so viel dagegen, im Gegenteil, in jeder von den Herdenschutzverbänden durchgeführten Arbeitstauglichkeitsprüfung für HSH wird mitgeprüft, ob sich die HSH bei Provokationen gesteigert aggressiv verhalten. Sowas würde zum Nichtbestehen der Prüfung führen.

    Wir müssen ja immer auch den Aspekt der Herdenschutzförderung mitbedenken.

    Allerdings müssen diese Wesenstests dann aber auch an den Kontext Herdenschutz angepasst sein.

    Einen HSH im Einsatz, der sich nicht wehrt, wenn er angegriffen wird, kann ich nun mal nicht brauchen. Kann niemand brauchen.

    Aber an diesem Thema zeigt sich die Bigotterie (heisst das so, das klingt so nach Konditorei) unserer Gesellschaft - Wölfe willkommen, aber HSH, die ihren Job machen, davon wollen nur wenige was wissen. Das sind besondere Hunde mit einer ganz besonderen Aufgabe und die Bevölkerung muss einfach auch lernen, dieses Arbeitsfeld der Hunde zu akzeptieren und zu respektieren.

    btw, es war hoffentlich ok dich als Beispiel genommen zu haben, du bist hier, für mich, der Foren HSH

    Kein Problem. Wir gehören ja zu den bayerischen Pilotbetrieben, die auch für Öffentlichkeitsarbeit gedacht sind.

  • Chris, mein Papa ist auch Nebenerwerbslandwirt. Keine Gewinnerzielungsabsicht, muss Beitrag für die Berufsgenossenschaft zahlen, erhält aber auch Förderung für Landschaftspflege. Ist das in Bayern anders? Er duengt auch nichts und es geht auch nicht um den Ertrag.

  • BG zahl ich auch - das ist unabhängig davon, ob Hobby oder Beruf, hier in Bayern ists an die Flächengrösse gekoppelt.

    Ohne Gewinnerzielungsabsicht kann ich in Bayern keine Landwirtschaft anmelden. Dazu kommen noch ein paar andere Dinge.

    Landwirtschaftliche Förderungen z. B. für Mutterkuhhaltung, Weidehaltung, spezielle KULAP- und Naturschutzprogramme könnte ich aber beantragen - eine landwirtschaftliche Betriebsnummer wegen der Tierhaltung hab ich ja, die ist dafür Voraussetzung.

    (Das hat aber mit dem Thread-Thema jetzt nix mehr zu tun)

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