Hofhund gesucht

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    Hi


    hast du hier Hofhund gesucht* schon mal geschaut? Dort wird jeder fündig!


    • Mein Cousin hat auf dem Hof zwei Großspitze. Die passen nicht nur auf, sondern sind auch dabei wenn Tiere auf eine andere Weide gebracht werden.

      Meiner geht auf Umtrieben auch mit. Aber es geht ja um einen Hund, der das Vieh arbeitet, wenn ich das richtig verstehe.

    • Allerdings hab ich hier im Forum so rausgehört, dass das die "Universal-BCs", die hier wirklich eine große Bandbreite vom Hüti über Hofwache bis zum Familienhund abdecken, in D nicht gibt, sondern nur echte Schaf-Spezialisten.

      Ich hatte es so verstanden, dass ein Wachhund erwünscht ist, der nicht bloß ein bisschen Wauwau macht.

    • Hier in Schottland würdest Du nicht lange überlegen (viele der genannten Rassen bekommt man hier nicht), sondern Dir einen Border Collie holen. Das ist hier der Farmhund schlechthin, der all diese Aufgaben übernimmt.


      Allerdings hab ich hier im Forum so rausgehört, dass das die "Universal-BCs", die hier wirklich eine große Bandbreite vom Hüti über Hofwache bis zum Familienhund abdecken, in D nicht gibt, sondern nur echte Schaf-Spezialisten.


      Soll der Hund denn nachts draußen bleiben und wachen? Ist der Bereich dann komplett eingezäunt?


      Hi
      Echt? Das habe ich so noch gar nicht gehört. Ich war allerdings auch noch nie dort vor Ort. Wenn ich was gesehen oder gehört habe, dann meist, dass die Border Collies in Zwingern sind und eben nicht frei auf dem Hof herum laufen. Zumal sie ja nicht selbst entscheiden können, wann Arbeit angesagt ist und wann nicht. Oder haben die Hunde dort einen abgegrenzten Bereich fernab vom Vieh?
      LG Maren

    • Nathy: "Nur" war nicht abwertend gemeint, absolut nicht! So ein Hund wie Deine Sierra wäre wahrscheinlich der berühmte Sechser im Lotto für IreneK: solide ausgebildet und hervorragend veranlagt und mit einer gesunden Balance aus Eigenständigkeit und Gehorsam.


      @IreneK: Such mal nach Beiträgen von Nathy, in denen sie von ihrer Sierra schreibt, die ihr wohl des öfteren zu sagen scheint, Mensch, lass mich nur machen, ich weiß schon, was ich tue. So hat Sierra sie mal vor einem heranstürmenden Bock gerettet, und meinen Allerwertesten hat mir im Sommer 2016 der Koolie gerettet, als ein Gallowayochse aus dem Gebüsch auf mich zustürmte. Hätte ihm der Hund nicht ins Flotzmaul gebissen, hätte er mich voll frontal erwischt, so war's nur die linke Schulter.


      Rinderhunde sind übrigens in der Regel kleiner und leichter als Schafhunde, das ist so gewollt, weil sie in die Fesseln und ins Flotzmaul schnappen sollen und nicht in Rippen oder Keulen wie bei Schafen. Der Westerwälder Kuhhund ist so auch kleiner als die anderen Altdeutschen Hütehunde.


      Wir haben hier keinen Aussie mehr - meine frühere Shepherdhündin, mit der ich auf den Hof gezogen bin, war kein Arbeitshund -, weil ich unbedingt einen kurzfelligen Hund wollte, denn unsere Drei leben ganz normal mit im Haus, und ein Langfellhund, der mit Gülle in Kontakt kommt? Nein danke; der mäßig befellte Border Collie ist schon eklig genug, wenn er sich im Sommer beim Küheholen auf "Stopp" hinter den Tieren in die Kacke wirft...


      Das ist ein Vorteil von Aussies, die arbeiten normalerweise aufrecht und legen sich nicht ab wie Border Collies - obwohl @Antonis Phelan auf der Koppel hinter Rindern oft stehen bleibt; sie schrieb mal, dann haben die Tiere mehr Respekt vor ihm, er hätte das Kommando "lie down" alleine in ein ganz normales Stopp umgewandelt.


      Wir haben hier zum 2. Mal einen Cattle Dog und sind überglücklich damit. Der frühere Hofdrachen war ebenso ein Glücksgriff wie unsere jetzige Kontrolleuse, die aus Finnland stammt; der Zwinger nennt sich "Iznogood". Passender könnte er nicht sein!!


      Schau mal bei Youtube nach "Australian Cattle Dog Rocky herding", das ist der Großvater von unserer Kontrolleuse.


      Caterina

    • Naja. Es ist schon sinnvoll sich für Rinder einen Hund zu suchen, bei dem die Eltern und Großeltern nicht nur in der Beschreibung der Rasse arbeiten. |)

    • meine Eltern haben ihre Hof- und Kuhtreibehunde gefunden über den Milchkontrolleur, der Land und Leute kannte. Einen Welpen (DSH- Hündin, war sehr verträglich mit Mensch und Tier, hat ihren eigenen Fan- Club gehabt und trotzdem Mumm in den Knochen um Kühe zu treiben) hab ich mit abgeholt, direkt aus dem Kuhstall.

    • Ich hatte es so verstanden, dass ein Wachhund erwünscht ist, der nicht bloß ein bisschen Wauwau macht.

      Ah, und ich hatte verstanden, dass der Wauwau machen sollen, aber auch keinen direkt angehen und vom Hof komplementieren. Also eher mehr Show als Ernst.

      Echt? Das habe ich so noch gar nicht gehört. Ich war allerdings auch noch nie dort vor Ort. Wenn ich was gesehen oder gehört habe, dann meist, dass die Border Collies in Zwingern sind und eben nicht frei auf dem Hof herum laufen. Zumal sie ja nicht selbst entscheiden können, wann Arbeit angesagt ist und wann nicht. Oder haben die Hunde dort einen abgegrenzten Bereich fernab vom Vieh?

      Ich kenne durch die Pferde und Ausflüge in dem Umgebung einige Höfe und im Grunde leben überall BC. Es gibt da eine riesige Bandbreite.


      An meinem alten Hof war der Verwalter mit einer Hündin unterwegs, die nachts wohl im riesigen Zwingergelände (halber Hof) war und tags immer mit ihm unterwegs. Hinten auf dem Pickup (geschlossener Aufbau mit Gittertür) oder hinten auf dem Quad. Die Hündin fing an zu arbeiten, wenn sie das Go bekommen hat (Handzeichen) beim Befahren der Weide.
      Sie hat an Rindern und Schafen gearbeitet. Soweit ich gehört hab, hat sie dem Verwalter vorletzten Winter das Leben gerettet, weil sie rein ist als ein im Winter eingestallter Bulle ihn angegriffen hat.


      Sonst im Umgang total cool. Bellt zu Hause, unterwegs ignorant zu Menschen und Hunden.


      Im letzten Stall war eine BC-Hündin als Hofhund. Absolut hoftreu, bellte, aber war verträglich mit Fremdhunden, die vorbeiliefen, Spaziergängern, Reitern usw, kein Interesse an den Pferden und Schafe auf den Weiden direkt am Hof.


      Das sind die beiden, die ich gut und persönlich kenne. Weitere Beispiele, die zumindest auf den ersten Blick vergleichbar wirkten, hab ich ihn großer Zahl erlebt. Gerade die Farm-BCs, die am Vieh arbeiten, tun das gar nicht von alleine, sondern immer in Kooperation mit dem Besitzer/Hundeführer.
      Im schottischen Fernsehen laufen ja regelmäßig Hüti-Veranstaltungen... schon interessant, das zu sehen. Und vieles davon sieht man wirklich oft im Alltag.


      Mir fallen spontan nur zwei ein, die im Zwinger leben und nur hin und wieder aufs Grundstück dürfen. Die haben aber keine Farm und Schafe. Sprich, keine Arbeit. Die fand ich sehr un-entspannt.

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