Unser Zwergpudel will beißen, wenn man etwas aus der Körbchenritze holen möchte - Was tun?

  • Bürsten ist fast unmöglich, Wundbehandlung ist ganz unmöglich.
    Der wird schon misstrauisch, wenn man ihn nur anguckt. Mit dem tricksen wir schon seit Jahren, ein ganz schwieriges Tier.

    Ich meine, @Estandia hat hier im Forum mal ein Video eingestellt, in welchem gezeigt wurde, wie man mit einem Clicker das Bürsten trainiert.

  • Der hat keine Vorgeschichte.
    Der ist als Hofhund auf einem Reiterhof aufgewachsen.
    Er ist da so mitgelaufen, nicht großartig erzogen, keine Grenzen gesetzt.
    Sein Herrchen ist gestorben und die Frau konnte/wollte den Hund nicht behalten.
    Ein Mädel aus dem Stall hat ihn dann übergangsweise genommen, in ein Reihenhaus mit winzigem Garten.
    Dort ging der Hund über Tisch und Bänke, klar, er war 24 Stunden Freilauf gewohnt und war nun im Haus und ging an der Leine raus.
    Die hatten ihn zwar gern, aber das ging gar nicht.
    Der Hund wurde inseriert (als Schäferhund, den Malinois hat man wohlweislich unterschlagen...) und wir haben ihn angeguckt.
    Und da haben wir die Lage falsch eingeschätzt. Das ständige Rumgehibbel, hin und her und rein und raus von ihm, dass er sofort, aber ganz nebenbei zupackte, wenn ihn jemand festhalten wollte, das absolute Nichthören auf irgendwelche Anweisungen, das haben wir auf die ungeeignete Umgebung und uns Fremde im Haus geschoben.
    Wir haben gedacht, wenn er bei uns wieder als Hofhund den ganzen Tag draußen ist, legt sich die Nervigkeit und mit 18 Monaten kann man einen Hund ja noch erziehen.
    Aber er hatte schon zu lange eigene Entscheidungen treffen können.

  • Sag mir Bescheid, wenn ich mich irre, aber @Diana M. hat hier irgendwie gar nicht nach Ratschlägen oder Trainingstipps gefragt. Ihr wollt ihr nur anhand ein paar Postings aufdrängen, was sie zu tun oder zu lassen hat :ugly: .

    Stimmt. Sie hat es ja auch total drauf - AUßER bei dem gestörten Hund. Und dem anderen gestörten Hund, der zum Fressen komplett alleine sein musste. Und wahrscheinlich allen anderen Hunden, die nicht als Junghund mal kurz und knackig zurechtgewiesen wurden.

    Bei dem Post ging es doch aber darum, dass angeblich keiner Fragen stellt. Die Fragen gab und gibt es, die wurden aber ignoriert.

    Dass jemand, der meint "wenn es eskaliert, wird der Hund eingeschläfert" keine Tipps will, ist schon klar. Aber es wurde sich doch ausdrücklich darüber gewundert, dass angeblich keine Fragen kommen. Da würde ich immer wieder darauf hinweisen, dass durchaus Fragen gestellt wurden. Weil es stimmt.

  • Und so kommt man von einer Frage, die sich auf ein Problem mit einem Zwergpudel bezieht auf einen problematischen DSH-Mali-Mix, deren Halter ja eigentlich gar keinen Rat und keine Tipps möchten.
    Ob sich die TS hier noch mal zu Wort meldet...ich glaube es fast nicht.

  • Ich habe jetzt den zweiten Hund, der jahrelang ohne menschliche Führung gelebt hat. Darum glaube ich nicht, dass besagter Hund so schwierig ist, weil er 18 Monate Hofhund war.


    Wenn dem so wäre, hätte Pino niemals den kooperativen Umgang mit Menschen gelernt und Troll würde für den Rest seines Lebens ein bissiges Monster bleiben. Ist aber nicht so. Und das liegt sicher nicht an meinen genialen Fähigkeiten, sondern daran, dass Hunde auch im hohen Alter noch eine neue Lebensweise lernen können.

  • Hallo ihr Lieben und danke nochmals für Eure Tipps!

    Ich war die letzten Tage leider gesundheitlich verhindert und kam leider nicht wirklich dazu hier in das Forum
    zu schauen. Ich hoffe auf Euer Verständnis!

    Ich habe mit meiner Familie über sämtliche Themen hier gesprochen und ja: Das hat uns bislang sehr geholfen.
    Das Körbchen ist sein Reich und da etwas in seiner Gegenwart rausholen wird in Zukunft auch nicht mehr gemacht.

    Dennoch habe ich trotzdem noch einen kleinen Zwischenfall, der auch bei anderen Sachen
    vorkommt die man ihm aus dem Maul nehmen möchte:

    Ich bin derzeit in therapeutischer Behandlung und nehme aufgrund meiner gesundheitlichen Lage Antidepressiva.
    Mir ist an einem Abend in seiner Gegenwart eine Tablette runtergefallen. Ich habe natürlich sofort reagiert und
    bekam vor ihm noch die Tablette. Es war dunkel als das passiert ist. Er hat es aber fallen hören und wurde wach.
    Die Blicke sind komplett auf mich gewandert. Damit ich diese kleine Misttablette endlich finden konnte, habe
    ich das Licht angemacht und die Tablette direkt sehen können. Daraufhin kam auch er sehr schnell aus seinem
    Korb, fing an zu knurren und wollte zuschnappen. Zum Glück habe ich ihn dann schnappen können, wurde etwas
    lauter (ich habe nicht geschrien), schuppste ihn etwas weg und nahm sofort die Tablette in meine Hand.

    Für mich ehrlich gesagt doch schon etwas beängstigend wie sein Verhalten in solchen Momenten ist.
    Nehmen wir mal an, er würde im Park oder sonstwo etwas finden das er fressen möchte (im schlimmsten Fall
    mal von einem Köder gesprochen). Ich kann doch dann unmöglich hingehen und ihn in Ruhe fressen lassen,
    weil ich denke er könnte einen jeden Moment beißen.

    Meine Frage also: Was kann ich da machen? Wenn er zum Beispiel schon etwas im Maul hat, kommt er
    auch nicht auf die Idee etwas mit was ganz anderem zu tauschen. Zumal man auch 24 Stunden keine
    Leckerli bei sich hat und es ja in bestimmten Situationen auch schnell gehen muss.

  • Wenn mein Hund sich nach 6,5 Jahren noch nicht buersten laesst o.ae., dann zweifle ich nicht an seiner Lernfaehrigkeit, sondern an meiner Methode! Selbst mein Panikhund hat solche Dinge gelernt bzw. er konnte es dann ertragen ohne einen Panikanfall zu bekommen (und ich meine Panik!!).

    Ansonsten: Ich hatte einen Hund, dem drohen ausgepruegelt wurde. Sie hat es wieder gelernt und das lief eben wirklich ueber loben (jawollja!), respektieren der Grenzen und Vertrauensaufbau.

    Mali bedanken sich uebrigens nicht fuer den Arschtritt/die Pruegel. Irgendwann brechen die ein oder sie gehen gegen die Person, die das tut. Fuer mich ist die 'Unbrechenbarkeit' des Mali-Mixes nichts was mich wundert..

  • Draussen wirst Du bei den meisten Hunden nicht 100%ig sicher sein können.

    Aber Zuhause das Tauschen üben wird die Möglichkeit, dass er auf Kommando etwas fallen lässt, erhöhen.

    Biete ihm im Training etwas das er mag und tausche mit etwas das er noch lieber mag (wofür er sterben würde).

    Nicht verzweifeln, wenn es dauert.

  • Und so kommt man von einer Frage, die sich auf ein Problem mit einem Zwergpudel bezieht auf einen problematischen DSH-Mali-Mix, deren Halter ja eigentlich gar keinen Rat und keine Tipps möchten.
    Ob sich die TS hier noch mal zu Wort meldet...ich glaube es fast nicht.

    Natürlich bin ich auch weiterhin hier aktiv. Ich bin nur kein Forentyp, der ein Forum als sein zweites
    Zuhause ansieht. Desweiteren bin ich derzeit gesundheitlich nicht sehr fit und habe auch andere Verpflichtungen.
    Deswegen bitte ich um Verständnis dafür, wenn ich nicht all zu oft hier sein kann. Ich denke,
    dies ist "denke ich" auch kein wirkliches Verbrechen!

    PS: Wollte meinen letzten Beitrag editieren. Hat aber leider nicht geklappt.

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