Unterschiedliche Erziehungsansätze
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Moin,
Nächstes Wochenende ist es soweit, wir nehmen eine kleine Aussie Dame in unsere Familie auf.
Nun habe ich das Buch vom Rütter gelesen. Dieser arbeitet in der Grunderziehung besonders mit den Sigbalwörtern "Tabu" (gar nicht erlaubt) und "Schluss" (jetzt nicht mehr).
Außerdem schlägt er den Schnauzengriff vor im Ausnahmefall um das "Tabu" aufzubauen. Größtenteils soll aber mit negativer Bestrafung, also Ignoranz gearbeitet werden.
Das "Nein" schreibt er wird meist zu viel verwendet und häufig abgelutscht.
Unsere Züchterin hat uns ein anderes Buch empfohlen und vom Schnauzengriff abgeraten. Dort wird mit Ja und Nein gearbeitet. Aber ich bin mir auch nicht sicher ob diese Befehle evtl. Zu unklar sind weil Nein bei Schluss und Tabu angewandt wird. Bzw. was ist dann das Signal "Aus" ?
Kann man bei Aussies auch das "Aus" als Tabu nutzen ohne es durch Schnauzengriff 1-2 klar zu machen? Und nutze ich nein dann als "Schluss" ?
Für mich ist es schlüssig, dass es eindeutige Bedeutung von Wörtern gibt. Bei Nein ist das allerdings nicht so schlüssig.
Gruß Carolin
- Vor einem Moment
- Neu
Hi,
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Grundsätzlich ist es nicht nötig körperlich irgendwas durchsetzen zu müssen beim Hund. Schon gar nicht bei einem Aussie, der da rassebedingt auch schnell mal gegenhält. Hundeerziehung sollte kein K(r)ampf sein. Nehm bitte Abstand von Schnauzgriff und co und lass dir nichts einreden von wegen "die Hundemutter macht das auch so".
Welches Wort ihr letztendlich verwendet ist ganz euch überlassen. Wichtig ist nur, dass der Hund lernt, was welches Wort genau bedeutet. Das müsst ihr ihm beibringen. Hunde kommen nicht mit einer Liste an Signalen auf die Welt, die sofort funktionieren.
Ich habe für meinen Hund z. B. nur das Signal "Aus" was das "ausgeben/abgeben" von Dingen bedeutet. Er gibt also ein Spielzeug genauso aus wie einen Kauknochen.
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Außerdem schlägt er den Schnauzengriff vor im Ausnahmefall um das "Tabu" aufzubauen. Größtenteils soll aber mit negativer Bestrafung, also Ignoranz gearbeitet werden.
Nein, das ist ja wie auf den Schäferhundplätzen vor 30 Jahren. Schnauzengriff wendet man nicht an. Unser junger Hund setzte vor ein paar Tagen den Schnauzengriff bei einem Welpen ein, der ihn tierisch nervte, aber Faro ist ein Hund und kein Mensch
Ich habe für meinen Hund z. B. nur das Signal "Aus" was das "ausgeben/abgeben" von Dingen bedeutet. Er gibt also ein Spielzeug genauso aus wie einen Kauknochen.
Ja, so ist es bei uns auch. Aus bedeutet "leg es aus" und nichts anderes.
Kommandos kannst Du benennen, wie Du es willst, Hauptsache dem Hund wird klar, was Du meinst
Höre besser auf die Züchterin, denn sie kennt sich mit der Rasse aus
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Du kannst mit primär positiver Verstärkung viel mehr, viel angenehmer für den Hund und dich erreichen, als mit negativer.
Was willst du denn mit dem Aussie machen? Was sollen seine Aufgaben sein?
Die Trainingsmethoden müssen zu dem speziellen Hund und seinem Einsatz ebenso passen wie zu seinem Halter. -
Nun habe ich das Buch vom Rütter gelesen. Dieser arbeitet in der Grunderziehung besonders mit den Sigbalwörtern "Tabu" (gar nicht erlaubt) und "Schluss" (jetzt nicht mehr).
Außerdem schlägt er den Schnauzengriff vor im Ausnahmefall um das "Tabu" aufzubauen. Größtenteils soll aber mit negativer Bestrafung, also Ignoranz gearbeitet werden.
Und dieses Buch ist wirklich vom Rütter? Der ist doch eigentlich DER Futterbeutel/Leckerlie/Schleppleinen-Trainer schlechthin.

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PS: Es gibt einen Thread zum Thema Lob und Tadel der eine ganz lohnende Übersicht verschiedener Positionen und Erfahrungsberichte zu diesem Thema gibt.

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Hi,
ist es denn ein Welpe oder ein second Hand Hund der einzieht?Ich würde noch gar nicht groß auf Kommandos etc. Wert legen.
Auch gar nicht trainieren am Anfang.Erstmal eine Grundkommunikation finden. Dass ihr lernt euren Hund zu verstehen, und dass er lernt euch zu verstehen.
Natürlich sollten gleich zu Beginn die "Grundregeln" gelten..
Aber da reicht es am Anfang locker zu managen.
Einfach nix rumliegen lassen was er nicht ins Maul nehmen darf - dann braucht es erstmal auch kein "Aus".Wenns ein welpe wird,
empfehle ich euch herzlichst dieses Buch:
Es ist kein "Grunderziehung im 1. Lebenjahr-buch" oder so.
Es zeigt Bedürfnisse auf, Entwicklungsphasen, Hundekommunikation, was ist wichtig in der Sozialisation.
es zeigt, wie man mit Welpi/Hund zusammen wachsen kann ohne einen festen Lerhplan und strikte Trainingseinheiten.Geht ruhig den Hundeeinzug wie den Einzug eines Kindes an.
wenn ein baby kommt, überlegt ihr doch auch nicht gleich wie ihr ihm dann am besten die Multiplikation beibringen wollt
Auch wenn ich ein dreijähriges Kind adoptieren würde, würde ich mir keine Gedanken darüber machen, wie ich es denn am besten durchsetze dass es in der Straßenbahn sitzen bleibt.das alles hat doch Zeit - erstmal zusammen wachsen und gucken wie man sich als Team macht.
Nachher als Kommando kannst du so ziemlich alles nutzen was du willst.
Hauptsache du bringst es dem Hund fair und verständlich bei, und meinst auch immer das selbe.Ich kannte mal nen Halter, der hatte als Rückruf-Wort "Muchachoooo" gebrüllt.
Und unser Lob-.Wort für arek ist "fein". Meinem Bruder ist das zu öde. Wenn mein bruder meinen Hund loben will, sagt er "fett Arek! fett!" - klappt genauso gut.
Hat er auch gelernt.Wichtig ist dass du dir im Klaren bist, was du mit dem Wort verknüpfen willst.
"Aus" bedeutet bei usn lediglich die Ausgabe von beute. Also "Gib her was du gerade im Maul hast".
Oft,w enn ein Hund klefft, höre ich en Halter wild "Aus Susi! Aus" quaken - na mein Hund würde bei "Aus" auch nicht aufhöhren zu bellen. Hat ja ne ganz andere bedeutung.Genauso wie der Name meines Hundes.
Wenn wir spazieren sind, und ich "Arek!" rufe - bleibt er stehen udn guckt mich an. er kommt dann meist nicht zu mir zurück.
Da habe ich schon öfter gehört "na das muss aber noch geübt werne mit dem höhren wa?".
Nein - 2Arek" bedeutet bei usn nur "schau mich an" - das bedeutet nicht "höhr auf damit" oder "komm zurück".
Ihc kann nicht "Arek" sagen und erwarten dass er zurück kommt. - Das muss schon ganz klar aufgebaut werden.Also, nutze was du willst, ist dein Hund und dein Alltag.
Wenn dir "Nein" zu häufig gesagt wird (meist ists auch die Betonung) versuche es doch mit englischen begriffen wie "No" oder "Yes".Aber findet da eure eigene Kommunikation.
Vielleicht reicht bei euch auch ein Blick. Vielleicht habt ihr ja auch einen so Sprachunbegabten Hund wie ich, dass ihr alles mit Handzeichen machen müsst
(Arek kann, trotz Training, ca. 3-4 Kommandos (Hier, Arek, Nein, Sitz)
Mit Handzeichen/Körprsprache kann er um die 20 (Aus kann er übrigens auch nur mit Handzeichen, nicht mit Wort)Ich finde ja, so Bücher die einen Lerhplan vorgeben udn dir sagen wie du was zu trainieren hast, schrenken ein oft mehr ein als dass es nutzt.
WAnregungen sind wichtig.
Aber viel wichtiger ist es, die eigene Kommunikation zu finden mit dem Hund.Ich trickse ab und an mit meinem Hund - weiß genau wie ich wlechen trick aufbauen muss damit Arek den verstehen kann.
Ich wollte einem anderen Hund den ich besuchen war auch ein paar einfache Tricks beibringen (war über mehrere Tage dort).
ich bin kläglich gescheitert. weil ich mit dem Hund keine Kommunikation hatte wie mit meinem eigenen.
Die methoden die bei Arek funktionieren, funktionierten nicht bei dem anderen Hund - der hatte gar keine Chance mich zu verstehen) -
falls du noch was zum lesen suchst.
Finde ich diesen Blog auch sehr interessant:Klartext Hund: Die Seele des A…lochhundes
Klartext Hund: Solidarität mit Plastikflaschen-Hundetrainern?
Mir haben solche Texte viel mehr geholfen mit meinem Hund umzugehen, als "Lehrpläne".
(gut, ich hatte auch großes Glück und musste nie groß rumerziehen am Hund - ode rich kann mich nicht mehr dran erinnern ...) -
Hey,
Ja sie ist ein Welpe und wenn ich sie abhole ha. 9,5 Wochen alt.
Also ein direkter Lehrplan ist es m.e. auch nicht. Nur das Vokabular wird vorgeschlagen. Was mir tatsächlich nicht so gefiel ist, dass es so klingt als ob man am ersten Tag 3-4 Sachen (pipiplatz, Körbchen, Box, Name und am besten noch einiges mehr) üben sollte uns sie das direkt verstehen und können muss. Da muss die Kleine sich ja erstmal akkimatisieren.Einen Sozialisierungsplan gab es. Das fand ich gar nicht schlecht, weiß aber natürlich, dass ich diesen nicht als Bibel ansehen sollte.
Das was ich mich halt gefragt habe war ob der Schnauzengriff jetzt nötig ist. Aber da denke ich tatsächlich auch das der Aussi da auch leicht ohne trainiert werden kann.
Ich möchte natürlich nicht direkt trainieren, will aber nicht irgendwann nebenbei falsche Signale aufbauen. Also halt nicht Begriffe zu weit oder spezifisch fassen. Das oben genannte Beispiel mit "Aus" z.b. wo es auch bei Bellen angewandt wird und eben nicht greift.
Welche Standardsignale habt ihr denn ( gerne auch Handzeichen). Also Sitz Platz und mach Rolle jetzt nicht. Eher halt "aufhören" , "loslassen" "immer verboten" "warten" "kommen" "bleiben" "gehen" habt ihr überall eigene oder sogar noch mehr Standardkommunikation?
Die links habe ich noch nicht durch werde ich gleich mal gucken.
PS: bei meinem Kind gucke ich noch nicht wie man multiplizieren beibringt. Aber auch da informiere ich mich schön mit einem kleinen Blick in die Zukunft. Allerdings ist es ja auch eher in unseren Genen, da den richtigen Umgang zu finden. Ein Hund verhält sich ja doch anders und entwickelt sich halt schneller, sodass ich in der Erziehung nicht grobe Fehler machen möchte.
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Größtenteils soll aber mit negativer Bestrafung, also Ignoranz gearbeitet werden.
Wird beim Hütehund / Aussie nicht gut funktionieren!
Lass dir ein anderes Buch empfehlen. Ich bin nicht mehr so in der Materie....aber es gibt echt tolle Bücher.
Und wenn du einen Kamin hast, nimm das Rütterbuch zum anzünden...dafür taugt es.Und geh zu ihm in die Shows, die sind auch gut, aber Hundeerziehung guck dir bei Profis an...nicht beim Entertainer...
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