Unterschiedliche Erziehungsansätze
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Vielleicht ist die Sache mit dem Schnauzgriff hier auch ein Mißverständnis.
Um dem Welpen etwas anzutrainieren, ist der Schnauzgriff absolut ungeeignet, den dadurch lernt der Hund allenfalls, sich dem Menschen möglichst rasch zu entziehen, sobald er was Interessantes im Fang hat.
Andererseits sollte man schon wissen, wie man seinem Hund im Notfall (!) rasch das Maul öffnen kann, falls der Hund etwas Gefährliches aufgenommen hat. Eben mit einem Griff über die Schnauze und Druck gegen die Lefzen, bis der Hund den Fang öffnet. Das ist aber eine Notfallmaßnahme und nicht Teil der Erziehung.
Allgemein finde ich, daß gerade Büchermenschen (ich bin auch einer) mindestens zwei, besser gleich drei Welpenratgeber lesen sollten, dadurch kommt man unweigerlich zu dem Schluß, daß es die eine und einzige Weisheit nicht gibt, sondern daß viele Wege zum Ziel führen. Nach der Lektüre stellt man die Bücher am besten hoch oben ins Regal, vergißt sie dort weitgehend und läßt sich voll und ganz auf den jungen Hund ein. Er ist der beste Lehrer.

Dagmar & Cara
- Vor einem Moment
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Hi,
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Grundsätzlich gibt es mindestens genauso so viele Erziehungsansätze wie es Hundehalter gibt.
Es scheint euer erster Hund zu sein, daher würde ich mich nicht auf Bücher verlassen, sondern auf jemanden der euch "live" Dinge zeigt und euch mir Ratschlägen zur Seite steht.
Für mich persönlich wäre alles was nach Rütter arbeitet schon mal kein Weg.
Aber ja, es macht durchaus Sinn sich VORHER Gedanken zu machen welche Signale man für was verwenden möchte.
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Danke für die Links 'Manfred007'!
Es ist etwas OT aber ich hab jetzt durch sie endlich eine Erklärung für Ayus für mich bisher unverständliche Angst vor Plastikflaschen.
Vielleicht noch dazu etwas allgemeiner:
Spoiler anzeigen
Viele Menschen neigen meiner Erfahrung nach dazu einen Umgang mit Hunden der auf Härte setzt für schneller und effektiver zu halten. Anzunehmen, wenn man rigoros und streng genug sei habe der Hund ja gar keine andere Alternative als folgsam zu sein.
Abgesehen von dem Verlust an Lebensfreude bei diesen Vorgehensweisen, übersieht dieser Ansatz, die vielen mit Härte behandelten Hunde, die in Tierheimen geendet sind (oder gar nach Angriffen auf andere eingeschläfert wurden), die wie mein (vor einigen Monaten adoptierter) sensibler Spatz dadurch hochgradig (angst-) aggressiv geworden sind.Ayu hat dabei gelernt (alle) blechernen Geräusche, Männer (insbesondere sportlich wirkende), alle Hunde, Plastikflaschen, besonders leckeres Futter und noch einiges mehr zu fürchten.
Außerdem hat er gelernt, dass er nie fliehen darf, nie Bedürfnisse anmelden, das hinter Zäunen die Feinde stehen und jede mögliche Gefahr direkt nach Kräften zu bedrohen ist.
Alles völlig unnötig. Ayuin liebt es (wie fast alle Tiere und auch Menschen) anerkannt und gelobt zu werden und ist bereit sich darum sehr zu bemühen.
Er ist klug, er freut sich wenn er etwas verstanden hat, es zeigen kann, es mir gefällt und er gelobt wird.
Alle paar Tage kann er so ein neues Signal, einen neuen Trick erlernen.
Seine vorherigen Halter wählten einen anderen Weg. Er lernte von ihnen über die Jahre lediglich 4 Signalworte, entwickelte viele Ängste und kontra produktive Strategien mit diesen umzugehen.
Daran werden er und nun auch ich (neben all unserer gemeinsamen Freude) noch lang üppig zu tragen haben.Genutzt hat das niemandem. Sie waren mit ihm überfordert und gaben ihn schließlich 4,5 jährig ab.
Einen, wirklich, wirklich lernwilligen, sanften, super klugen, sensiblen Hund.
Das muss alles auch bei negativen Trainings Ansätzen nicht so laufen. Aber viel zu oft tut es das eben doch.
Ich würde auch zum Abgleich vieler Informationen aus verschiedenen Richtungen raten, mich ebenso ausführlich über rassespezifische Besonderheiten und Bedürfnisse informieren, über verschiedene Trainings Ansätze, wie auch unbedingt über das Ausdrucksverhalten von Hunden allgemein (zB mit den 5 Stunden langen DVDs "Das Kleingedruckte in der Körpersprache des Hundes") und dann:
Nach der Lektüre stellt man die Bücher am besten hoch oben ins Regal, vergißt sie dort weitgehend und läßt sich voll und ganz auf den jungen Hund ein. Er ist der beste Lehrer.
Viiiiiel Geduld, Spaß und auch eine Tüte voll Glück!

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Danke an alle,
Ja es ist unser erster Hund. Bzw der 2. Nachdem ich mit einem Hund aufgewachsen bin (westhighlandterrier und somit ja im Verhalten sehr ubterschiedlich) ich erinnere ur nicht wie meine Eltern das gemacht haben als ich 3 war... und sie hat auch nicht viel gekonnt, was aber auch nicht nötig war. Beim aussie wünsche ich mir aber mehr und möchte ja auch rassespezifisch fördern.
Eine Hundeschule wird natürlich auch besucht. Wohne auch in Niedersachsen wo der Hundeführerschein ja Pflicht ist.
Der Schnauzengriff war übrigens auch als solcher gemeint. Eigentlich finde ich Rütter auch sehr sympatisch und er empfiehlt ihn ja nicht als hauptmaßnahme, erklärt sie aber als "letzten schritt".(soll ihn jetzt nicht verteidigen)
Ich bin froh das ich mich hier noch einmal informiert habe. Ich werde jetzt über Lob & Ignoranz bzw. Tiefe (böse) Stimme als letzter schritt arbeiten. Da lass ich es mal auf mich zukommen.
Ich versuche es jetzt erst einmal mit folgenden Grundbefehlen.. ich hoffe ich komm da nicht durcheinander (nicht das mein Hund cleverer ist als ich);-).
KOMM
BEI FUß
BLEIB
GEH
AUS (lass los/Spuck aus)
NEIN oder TABU (Das darfst du nicht, z.b. bei kläffen)
GENUG (beenden eines Spieles einer Aktion die aber nicht grundsätzlich verboten ist).
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Aber hoffentlich nicht gleich alles in der ersten Woche

Ein "Genug"-Kommando dneke ich braucht es nicht.
Wenn man mit Hund spielt hat man ja normalerweilse ein Spieli dabei (zumidnest kenne ich keinen Hund der ohne Spiele mit seinem Halter spielt)
Und um das spiel zu beenden reicht ja das Kommando "Aus". Man steckt das spieli weg und gut ist.Es ist meist eh einfacher dem Hund ein "Aus" beizubringen wenn man mit einem Spielzeug anfängt.
Was ich noch als sehr wichtiges (vermutlich gerade für den Aussie) Kommando einbauen würde wäre ein.
"Geh auf deinen Platz und bleib da - entspanne dich"Bei uns heißt das "Decke"
Muss nicht sein Platz sein - ich kann auch meine Jacke auf die Wise legen, sage Decke udn er legt sich entspannt hin. (im Bus ist er natürlich trotz des "Decke"Kommandos nicht so entspannt wie in einer Restaurantecke - logisch ^^)
Bei uns ist da ein art Decke aber shcon wichtig - hilft den Platz zu begrenzen. Ein handtuch, eine Jacke, ein richtiges Hundebett - was eben da ist.
Mit ner Mütze geht das auch mal,)Es ist eher ein Kommando zum runterfahren.
Währen Sachen wie "Bleib" und "Platz" immer noch etwas mit "bleibe Aufmerksam und warte ab auf das nächste Kommando" zu tun haben.
Ist "Decke" wirklich - leg dich hin und entspanne dich, jetzt passiert hier nichts mehr.Für mich wären
Nein
Komm
Decke
und eventuell noch Aus die ersten wichtigsten Kommandos - der Rest kann warten. -
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Was mir noch einfällt:
KOMM als Rückrufsignal macht sich manchmal vielleicht etwas ungünstig.
Einsilbige Worte lassen sich schlechter rufen.Viele benutzen daher "Zu mir" oder "Komm her".
Kannst ja mal versuchen ws leichter ist - mit lauter stimme und Betonung zu rufen.Wir haben "Hier" als Rückruf - ist ein lang gezogenes Hiiiiier ... schön ist was anderes

Hatte ich mir vorher keine gedanken gemacht und würde im nachhinein lieber ein zweisilbiges Kommando wählen ...Achso, was ja auch noch wichtig ist, ist der Name des Hundes.
Hunde idendifizieren sich ja nicht über ihren namen wie wir Menschen - die haben da nicht so ganz das "Ich-Bewusstsein".
Von daher ist der Name auch nur eine Art "Kommando" - wird der Name gesagt, passiert etwas, meist was schönes. Gibt was leckeres, ein Spiel, kuscheln, eine Aufgabe ...
Meistens läuft diese Konditionierung aber ganz automatisch im Alltag.
Wir haben es auch nur expleziet geübt, weil Arek eigentlich vorher einen anderen Namen hatte.
Beim welpen würde ich es vermutlich nicht machen ... wer weiß. -
super vielen Dank
. Ja wir machen langsam und der Name wird auch gelernt. Der wird allerdings auch einsilbig (rey). Das klappt schon
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Ein Aussie zieht ein...
Ich hoffe, Du hältst uns auf dem Laufenden, wie es mit dem kleinen Terrorkrümel funktioniert.
Mach Dich nicht verrückt (ich weiß nicht, in wievielen Threads ich das heute schon geschrieben habe..). Lass es auf Dich zukommen.
Wenn die kleine Kröte da ist, muss die noch keine Kommandos können/kennen. Die ersten paar Tage geht es nur mal darum, Dich/Euch kennenzulernen, das neue zu Hause kennenzulernen, das um das zu Hause herum usw.
Sie wird anfangs noch viel schlafen und viel erkunden. Lass sie. Und mach am Anfang nicht zu viel mit ihr. Sie lernt schnell (auch das, was sie nicht lernen soll), aber überfordere sie nicht. Sie sollte zunächst lernen, dass es super ist, wenn man liegt und schläft
denn ein Aussie arbeitet mit Dir, bis er tot umfällt. Und das wollen wir ja nicht.Denk einfach daran, nach jedem Schlafen, Fressen, Spielen - da müssen sie raus.
Und dann einfach alle 2 Stunden - raus.
So bekommst Du schnell einen Rhythmus rein und den Hund relativ zügig stubenrein. Es wird seine Zeit dauern, bis die Hundeblase größer ist und der Hund länger einhalten kann. Aber für den Anfang ist es so ein kleiner "Richtwert". Dann klappt das.Unsere Lilli hieß am Anfang eher "Nein" als Lilli.
Nein - Nein - Nein - Nein - Nein - Nein - Nein - Nein.
Ich kam mir schon total bescheuert vor.
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