Ersthund zieht Welpe die Ohren lang ?
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Hallo,
wir haben seit 7 Tagen eine 7 Monate junge Hündin aus dem Tierschutz bei uns.
Erstmal für 4 Wochen mit der Option das sie bei uns bleiben darf.Unser kastrieter Rüde reagierte erst recht erfreut und die beiden spielten auch zusammen.
Seit 3 Tagen geht es hier aber drunter und drüber und unser Ersthund ist sehr genervt von der Lütten.
Sie fordert ihn oft zum spielen auf und folgt ihm auch mal.
Er zieht ihr dann immer öfter an ihren Ohren.
Das Ganze sieht dann so aus, dass er auf ihr draufhängt und ihr an den Ohren zieht.
Wenn es mir zu bunt wird stoppe ich beide und dann ist auch alles wieder normal.
Wie verhalte ich mich in diesen Situationen richtig?Dazu kommt das mein Ersthund mittlerweile wie abgeekelt auf die Kleine reagiert.
Kommt sie in die Nähe, legt er sich weit weg usw. und ich habe schlechtes Gewissen meinem Ersthund gegenüber.
Vielleicht ist er einfach ein Einzelhund, immerhin ist das Spielen mit anderen Hunden draußen ja ein Unterschied.Ich würde mich über Rat freuen.
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Sollen die das unter sich ausmachen oder hast Du einen Plan wie man Hunde im Zusammenleben erzieht?
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Ich stoppe bis jetzt die Kleine, wenn sie den Ersthund belästigt, aber einen wirklichen Plan hab ich nicht, da wir noch nie einen Zweithund hatten.
Ich kann nur beobachten und versuchen zu lernen.
Vielleicht war es auch zu naiv zu glauben ich packe das.
Bin zur Zeit sehr am zweifeln und habe mich wohl selbst überschätzt. -
Es sollte für beide Hund klare Regeln geben, die du dann auch konsequent durchsetzt. Das kann z.B. sein, keiner darf in das Körbchen des anderen, drinnen wird nicht gespielt usw.. Da ist DEIN Management gefragt.

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Stell dir vor: zwei Kinder im gleichen Haushalt. Ohne Regeln, ohne Leitplanken, ohne Management. Was passiert?
Chaos. Irgendwann blutende Köpfe.
Du bist für beide verantwortlich. Die Junge darf den Rüden nicht dauernd belästigen, der Rüde muss aber nicht die Junge erziehen. Das ist dein Job. Beide müssen sich an Regeln halten, und DU musst subito lernen, zwei Hunde zu führen. Sonst eskaliert es!
Bald kommt auch das Thema Ressourcen auf, dann bist du richtig gefordert.Wenn du das Abenteuer 2 Hunde packen willst, hol sofort einen guten Trainer ins Haus der dir erklärt worauf es ankommt.
Parallel dazu Kauf dir das Buch: einmal Meutechef und zurück. Da findest du bereits einige wichtige Hinweisen und Tips. -
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Ich würde darauf achten, dass dein Ersthund ausreichend Ruhe vor der Kleinen bekommt, so junge Hüpfer können ganz schnell mal nervig und anstrengend werden. Wenn er in seinem Korb liegt, darf sie nicht zu ihm hin, feste Ruhezeiten einführen usw. Zur Not könnte auch eine Hausleine helfen.
Spielen nach draussen verlagern, drinnen nur ruhige gemeinsame Aktivitäten.
Wenn du das alles konsequent durchziehst, dann haben deine beiden in kürzester Zeit raus was du möchtest und was nicht.
Und nicht aufgeben, 7 Tage ist noch keine lange Zeit, ihr habt euch ja alle noch gar nicht aneinander gewöhnt
Hier dachten wir auch erst, dass die ältere Hündin den Junghund niemals akzeptieren oder mögen wird, inzwischen sucht sie seine Nähe und die beiden kuscheln ganz viel. Alles mit den oben beschriebenen Regeln gelöst.
LG -
Danke für eure Antworten.
Also bei einem Hundetrainer haben wir gestern angerufen und dieser hätte erst nächsten Monat einen Termin.
Ich hatte aber eigentlich ein gutes Gefühl bei ihm am Telefon.
Ich hoffe das die Kleine bleiben kann und er uns dann Tipps geben könnte.
Wir haben den Termin ferstgehalten, aber wenn ein Termin ausfällt dann bekommen wir auch früher einen.Futterneid gibt es bis jetzt überhaupt nicht und es wird sich auch nichts geklaut.
Die meiste Zeit ist es ruhig, nur wenn sie ihn zum Spielen auffordert oder ihn folgt kommt es manchmal zum Ohren ziehen.Die beiden sind übrigens nur jeweils 2,5 kg Hunde.
Mein Problem ist eher das ich denke das ich unseren Rüden unglücklich mache und er lieber Einzelhund wäre.
Sie sucht schon oft seine Nähe, aber legt sich dann weg.
Vielleicht hatte ich eine zu romantische Sicht auf die Dinge, so eine in der Beide irgendwann ein Team wären.Danke auch für den Buchtipp.
Ich möchte nicht gleich aufgeben, vielleicht kann ich ja an der Situation auch wachsen.Lg
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In der Mehrhundehaltung darfst du nicht immer davon ausgehen, dass die Hunde sich mögen. Manche Hunde ignorieren sich einfach nur.
Bei mir ignorieren sich Hermann und Balou. Sie spielen nie miteinander aber es gibt auch keine Probleme.
Ich würde die Entwicklung abwarten und die junge Hündin bremsen wenn sie deinen Ersthund zu sehr bedrängt.
Ich kenne Mehrhundehalter bei denen es ein Jahr gedauert hat bis die Hündinnen gemeinsam in einem Körbchen liegen. Nach 7 Tagen würde ich nicht zu viel erwarten.
Ich habe mir nach Einzug meines Dritthundes gesagt wenn ich nicht nach ein paar Tagen mit allen Hunden beim Tierarzt sitze weil es eine Beißerei gab bleibt er.
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Ich sag mal wie das bei uns so war/ist.
Mein damaliger Rüde war schon alt. Aber eigentlich sein Leben lang nicht alleine. Als die Hündin einzog war sie ebenfalls etwa 7 Monate. Der Senior fand es toll, jemanden "auf Augenhöhe" zu habe. Das hat man aber nur gemerkt, wenn man ihn - bzw Hunde- gut kannte.
Aber kuscheln mit dem Jungspund war nicht seins-. Unter seiner Würde vermutlich.
Sie wär am liebsten in seinem Körbchen eingezogen. Und wollte uuunbedingt immer ganz nah sein. Musste sie lernen. Das hat er ihr erklärt und ich habe aufgepasst, das sie ihn nicht zu sehr bedrängte, also eingegriffen, BEVOR es ihm zu bunt wurde. Ebenso habe ich eingegriffen, wenn er sie gemobbt hat. Und immer bevor es MIR zu bunt wurde. Ausserdem wurden in der Anfangszeit alle Hausregeln besonders klar und konsequent eingefordert und nachgehalten. Und zwar durch mich. Dem Rüden gegenüber als Erinnerung und Verhaltensrahmen und der kleinen gegenüber, damit sie das lernen kann. Also natürlich mit unterschiedlichen Mitteln und in unterschiedlicher Intensität. Ich habe noch nie erlebt, das Rüde/Hündin nicht funktioniert. Aber sehr wohl, dass alt und jung nicht immer ein selbstläufer ist.sie hat sich dann einfach rangepirscht, wenn er schlief, alte Leute schlafen ja sehr tief. Und dann lag sie ihm zu Füssen, ohne ihn zuberühren und er konnte da auch nicht mehr wiederstehen und war den rest seines Lebens sehr nachsichtig mit ihr. Lag halt natürlich auch an ihrem sehr vorsichtigen Temperamt. -Was der Grund war, warum sie hier einzog und nicht ihre Schwester, die ich persönlich lieber gehabt hätte.
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