Erfahrung mit Baby und Junghund

  • Hallo liebes Forum,

    Wir haben einen 11 Monate alten Neufundländer Rüden und bekommen nun (relativ ungeplant, aber glücklich) unser erstes Baby im Juli. Da er für einen Neufi sehr sensibel ist, neigt er oft zu übermäßiger Aufregung in verschiedenen Situation. Dies ist auch das größte Problem, das ich sehe in Bezug auf das Baby. Er ist dabei weder übermäßig dominant noch aggressiv, das ist einfach sein Charakter, dafür ist er aber auch unglaublich wissbegierig und erlernt leicht, schnell und gern Kommandos. Wir haben die Welpenschule und Junghundschule besucht, was er super gemeistert hat. Generell ist er Kinder gewöhnt und liebt sie auch, aber er ist natürlich der sprichwörtliche Elefant im Porzellanladen und da flossen schon mal Tränen bei meiner Nichte, wenn er zu grob wurde vor lauter Aufregung. Wir werden auf jeden Fall noch einmal unsere Trainerin hinzuziehen. Hat jemand Erfahrung, wie man, trotz dieser sensiblen Entwicklungsphase des Hundes, die Zeit mit dem Baby erzieherisch vorbereiten kann, sodass alle - auch Hundi - glücklich werden? Wie habt ihr den Hund an die neue Situation gewöhnt und was sollten wir beachten? Mich interessieren vor allem eure Erfahrungen in Bezug auf Baby mit Junghund/pubertierendem Hund!

    Danke schon einmal für eure Antworten und beste Grüße,

    Yue :winken:

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    Geht ganz einfach.
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  • Hi
    oh wie schön. Glückwunsch zum baldigen Nachwuchs :-)
    Ich würde gar nichts machen. Ich halte von dem ganzen "Gewöhne und Gemache" mit dem Hund vor der Geburt gar nichts. Es ist wie es ist und da müssen alle durch.
    Ich hatte bei den Geburten meiner drei Kinder immer zwei Hunde gehabt. Ich habe sie halt irgendwann mit dem Baby konfrontiert. Aber auch nicht derart, dass ich ihnen das Baby vors Gesicht gehalten habe, sondern ich habe mich benommen wie ich mich auch ohne Hunde benommen hätte.
    Man muss als Eltern halt immer nen Auge auf Hunde und Kinder zusammen haben. Aber ansonsten läuft der Hund halt ganz normal mit.
    Du wirst auch nicht vorausahnen können anhand seiner jetzigen Charaktereigenschaften wie er sich wohl mal beim Baby verhalten wird. Die Karten werden neu gemischt und das Baby wird ein Familienmitglied sein. Das ist nochmal was anderes als fremde Kinder.
    LG Maren

  • Wir haben auch gar nichts gemacht. Hund ist jetzt 8 Monate alt, Baby 3 Monate. Ich halte von so Tips wie "die erste volle Windel aus dem Krankenhaus mitbringen und den Hund dran schnüffeln lassen" gar nichts. Ihgittitgitt. Ist uns tatsächlich mehrfach geraten worden...

    Am Anfang fand Bruno das Weinen unheimlich, vor allem nachts ist er dann geflüchtet. Nach kurzer Zeit war es ihm egal, jetzt pennt er stoisch weiter, wenn das Baby weint ;)
    Ab und zu braucht er ein bisschen Extraaufmerksamtkeit und wir müssen ihm sagen, wie lieb wir ihn haben :D

    Und klar, Baby und Hund nicht alleine lassen. Ansonsten war für ihn ganz schnell klar, dass das jetzt einfach ein neues Familienmitglied ist.

    Alles Gute :applaus:

  • .... Ich halte von so Tips wie "die erste volle Windel aus dem Krankenhaus mitbringen und den Hund dran schnüffeln lassen" gar nichts......

    Danke auch, daß das überflüssig ist. Daß Frau schwanger ist, weiß der Hund wahrscheinlich, noch bevor der erste Strich im SS-Test erscheint!

    Unser Bossi wußte auch vor meiner Tochter, daß ihr Baby an dem Tag kommen würde. Der is den ganzen Tag hinter ihr hergedackelt, in sie reingekrochen, und hat sie nicht aus den Augen gelassen. Bis abends um 19 Uhr, als dann die Geburt echt losging. Dann ging Töchterchen schlagartig auf, was der Hund den ganzen Tag schon hatte *gg

    Insofern: Hund wird wissen, daß da was im Anmarsch ist :-)

    Man muß nur gucken, ob es Dinge gibt, die ihm derzeit schon Probleme bereiten. Und wenn das bei Dir ein aufgeregter Hund ist, könntest Du zB ein Entspannungssignal einführen, und einen Ruhplatz, auf dem Hund grundsätzlich herunterkommen kann und aus dem Weg ist. An diesen kann er sich dann später zurückziehen, wenns ihm irgendwo zu viel wird - und dafür kann man jetzt schon ein Kommando einführen (zB "Decke!"), das man hinterher dafür verwendet, ihn dorthin zu schicken. Oder Du führst ein Tabu fürs Kinderzimmer ein, sodaß er dieses nicht betreten darf, und das Kind kann später darin herumkrabbeln, ohne gefährdet zu werden durch nen spielwütigen oder zu trampeligen Hund. Oder statt das Zimmer zu tabuisieren, mach ein Kindergitter dran, sodaß Hund einfach so nicht reinkommt. Geht auch und ist sicherer als ein Tabu, das ja immer mal mißachtet werden könnte, wenn man wegguckt.

    Ansonsten würd ich bei so einem großen Hund die Leinenführigkeit extrem konsequent umzusetzen versuchen - am Kinderwagen oder mit Kind im Tuch braucht man keinen 40-Kilo-und-mehr-Hund, der "mal eben" in die Leine springt, weil ein andrer Hund entgegenkommt. Das könnte man vorher schon zB mit dem leeren Kinderwagen üben, sodaß er nur zB auf Höhe des Hinterrades läuft, aber nicht weiter vorgeht oder so, oder eben einfach die Länger der normalen Spaziergehleine zu respektieren beginnt, sprich nicht nach vorn oder zur Seite zieht beim Laufen. Man darf dabei aber nicht vergessen, daß das in dem Alter für den Hund einen ganz schönen Anspruch darstellt, längere Strecken gehen so sicher noch nicht. Dann lieber ne Runde mit Hund alleine, während der Partner aufs Kind guckt, und dann mit Kind ohne Hund raus. Oder zusammen, einer hält den Hund, der andre trägt das Kind.

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