Bei mir, Fuß oder Hinter- und wie?

  • Hallo zusammen,
    für den Freilauf möchte ich ein Kommando etablieren, welches den Hund nah bei mir hält und ihn, während er im Kommando ist aus dem Handlungsspielraum nimmt. Sie soll in dem Moment „passiv“ mit mir laufen.
    Nun die Frage, welches der drei ich dafür am besten nehme?

    Die Trainerin, nach deren Buch wir trainieren schlägt das „Hinter mir“ vor- mit den eingangs von mir genannten Begründungen. Die Meuten werden ja auch erst immer hinter den Führern gehalten und dürfen erst auf Kommando los.
    Nachteil: Läuft der Hund hinter mir, sehe ich nicht was er macht und kann schlechter eingreifen.
    Ich brauche kein „Fuß“ wo der Hund Nackenschmerzen bekommt.
    Ich tendiere daher dazu ein „bei mir“ als „Fuß“ ohneHans-guck in die Luft einzuführen.

    Und wo ich schon im Schreibfluss bin- wie habt Ihr es trainiert?
    Danke für Eure Meinungen.

    Gruß, Florian

  • Ich hatte für diese Situation ein Handtarget trainiert. Der Hund kam zu mir und sollte dann mit der Schnauze meine flache Hand mit der Nase anstupsen, dazu musste er natürlich mit mir mitlaufen. Er befand sich somit ideal neben mir. Ich habs dann ausgeweitet, so dass das eigentliche Signal nur noch darin bestand, dass der Hund neben mir auftauchte und dass das Wegnehmen meiner Hand ihm sagte, hier laufen solange kein anderes Signal kommt. Akustisches Signal hatten wir nicht. Ich hab den Hund mit seinem Namen gerufen, dann hat er die Hand gesehen und wusste was zu tun war.

  • ist ja relativ egal wie du es nennst. meine hunde kennen das hundesportfuß, was sie im alltal aber so nicht zeigen, hinter mir,bei mir für links neben mir laufen und ran fürs rechts neben mir laufen. ran benutzen wir hauptsächlich fürs rad.

  • Ob du Fuß, bei mir, oder Schnitzel sagst, ist Wurscht.

    Bei mir gibt es Fuß nur als Sportfuß. Weil wir es halt brauchen, da Hundesportler. Wenn du es nicht brauchst, nimm ruhig Fuß.

    Eine Freundin brachte ihrem Hund hinlegen auf Sitz bei, Hinsetzen auf Platz. Verwirrte nur umstehende Personen, nicht den Hund.

  • Bei uns ist Fuß das Hundesportfuß. Brauchen wir im Alltag nicht.
    "Hinter mir" nutze ich auf engen Wegen oder bei Treppen. Hinter mir will ich den Hund sonst nicht haben, aus den von dir genannten Gründen.
    Will ich das der Hund in unmittelbarer Nähe neben mir läuft und nicht sein Ding macht gibt es ein "Bei mir".
    Trainiert haben wir es im Rahmen der Arbeit zum Thema Leinenführigkeit. Mit Kurzführer oder verkürzter Leine gab es immer ein "Bei mir" was automatisch jeglichen Zug an der Leine untersagt. Ohne Leine musste ich dann nur noch mit ihr üben das "Bei mir" auch immer mit einem Kommando aufgehoben wird. Das war für mich aber schwieriger als für den hund.

    Welches Kommando nutzt spielt am Ende keine Rolle, solange der Hund versteht was du von ihm willst.

  • Ich habe es so gemacht wie @Estandia.
    Zusätzlich habe ich aber noch das verbale Kommando “bei mir“. Normalerweise reicht aber ein Pfiff und das Handzeichen, damit Pino locker an meiner Seite läuft, bis er wieder Freigabe bekommt.

  • Ich sage dazu "Fuß", was aber nicht bedeutet, dass meine Hündin an meinem Bein kleben und mich anhimmeln muss. Sie muss einfach nur neben mir bleiben und dabei ist es mir auch egal, ob sie das links oder rechts macht. Ich rufe sie zu mir, zeige mit dem Finger auf die Seite auf der ich sie haben möchte und dann sage ich "Fuß" und sie bleibt neben mir.

  • Wow, ich bin ehrlich beeindruckt! Unsere Emma (oder wir) sind noch lange nicht so weit. Bisher kann ich sie nicht frei laufen lassen, weil sie dann sofort durchstartet und ihrer eigenen Dinge nachgeht. Zur Zeit sind es Schmetterlinge. Die sind viel interessanter, als alles, was wir bieten können. Ihr Jagdtrieb scheint sehr ausgeprägt zu sein. Ich finde es schade, würde sie gern auch mal toben lassen. Aber solange der Rückruf nicht klappt, gibts das nicht.
    Wäre auch daran interessiert, wie ihr das entspannte Bei-Fuß-Laufen hinbekommen habt.

  • Bei Pino war es eigentlich ganz leicht.
    1. Macht das kleine Fressmaschinchen für Leckerchen absolut alles
    2. hat er keinen besonders großen Jagdtrieb
    und
    3. bewegt er sich ohnehin nie besonders weit weg von mir.
    Habe ich erwähnt, dass ich echt froh bin einen langweiligen Hund zu haben :D

  • Bei uns heißt das Kommando "zu mir". Sag ich, wenn zB jemand entgegenkommt, und ich noch nicht erkennen kann, ob der entgegenkommende Hund angeleint ist. Ist er dann offensichtlich frei, kommt anschließend die Freigabe für meine, weiterzulaufen, ist er aber angeleint, sind meine schon zum Anleinen "griffbereit".

    "Zu mir" heißt bei uns einfach nur, sich in nem Dunstkreis von ca. einem Meter um mich herum aufzuhalten.

    HInter mir mag ich keinen Hund haben. Das macht mich wahnsinnig, weil ich dann dauernd gucken müßte, ob net einer sich irgendwo festschnuppert, und dabei abbiegt, oder der Andre nen Hasen riecht und die Spur verfolgt. Ich will mitbekommen, was die vorhaben *gg

    Ein wirklich souveräner Hundeführer hat´s nicht nötig, die Hunde hinter sich zu scheuchen, um sich als Chef zu etablieren, das halt ich für den größten Quatsch der Menschheitsgeschickte..... *gg Wo mein Hund auch immer läuft, selbst wenn er 100 Meter voraus rennt - Chef bin immer noch ich. Wenn ich jedes Mal um meine Führungsposition bangen müßte, wenn einer von denen vorn läuft, ich würd ne Identitätskrise kriegen :-) :-)

    Hab auch schon solche Videos auf Youtube gesehen, wo irgendeiner (ohne jegliche Trainerqualifikationen) erzählt hat, der Hund müsse immer hinter ihm laufen, weil ER der Chef sei(n möchte) *gg Nunja - jedem Tierchen sein Plaesirchen....

    Wobei es natürlich auch immer Hunde gibt, die grundsätzlich hinten laufen. Kenn ich von Bekannten von mir. Würde mich wahnsinnig machen...

    Und wenn Hund grundsätzlich lieber vorn läuft (Hund is nun mal schneller als der Mensch), dann tu ich ihm sicher keinen Gefallen (mir auch net, wegen des Aufwandes, das durchzusetzen!), wenn ich ihn beständig hinter mich sortiert haben möchte.

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