Rüpelhaftes Spielen bis es blutet

  • Liebes Forum,

    nun muss ich hier doch mal meine Unsicherheit posten und hoffe, dass Ihr mir ein paar Tipps geben könnt.

    Meine 10 Monate alte Whippethündin hat einen Spielgefährten, einen ca. 18 Monaten alten Doodle. Er ist sehr früh kastriert worden und ein ungeheuer stürmischer und lebhafter Kerl, der - so wie ich das sehe - auf kaum eine "lass uns mal ausruhen"-Einladung unserer Hündin reagiert. Sobald sie sich hinlegt oder schnüffeln will, hängt er schon wieder an ihr dran und beißelt am Halsband, rempelt sie an oder besteigt sie.

    Zu Beginn war sie ihm eher unterlegen, obwohl sie ihm jederzeit hätte davon laufen können. Dann war sie läufig und bekam mehr Oberwasser, irgendwann hat sie entdeckt, dass sie ihn an den Ohren packen kann und er dann nicht viel tun kann. Aber nun ist es eher wieder umgekehrt, er bedrängt sie in meinen Augen sehr und sie wirkt ein bisschen ratlos, weil er nicht zur Ruhe zu bringen ist. Allerdings haben wir sie erst ein paar Monate und sind noch nicht so geübt im Lesen von Hundeverhalten.

    Was mir nun Sorgen macht, ist, dass bei den beiden letzten Spielbegegnungen Blut geflossen ist. Einmal aus ihrer Lefze, und heute hat er sie am Ohr erwischt, da ist ein richtiger kleiner Riss, der immer wieder zu bluten anfängt, wenn sie sich z.B. schüttelt. Die beiden haben in seinem Garten gespielt und ich habe mit seinem Frauchen gequatscht, und dann wollte ich mal nach den beiden sehen und sie hatte total viel Blut am Kopf und war ganz verstört.

    Was tun? Ich kann das nicht einschätzen, aber das mit zweimal Blut ist mir nun doch zu viel. Ich würde ja mal zur Hundeschule gehen und jemanden die beiden zusammen anschauen lassen, aber sein Frauchen meint, er sei ein ganz Lieber, der eigentlich immer von den anderen eins drauf kriegt und der sowas nicht braucht. Heute war sie aber dann doch etwas geschockt, glaube ich.

    Wie ist das? Bei so jungen Hunden? Gehört das dazu? Wie intervenieren wir? Eigentlich mögen die zwei sich, z.B. geht unsere Hündin dann auch immer wieder zu ihm hin, wenn mal doch kurz Pause war, oder sie zieht wie blöd an der Leine, wenn wir in Richtung seines Zuhauses gehen.

    Freu mich auf Eure Gedanken!

  • Nein, das gehört nicht so. Der Doodle gehört erzogen.

    Die Erwartung, dass ein solcher Mix seine und die Grenzen anderer kennt und respektiert, ist unwahrscheinlich. Da muss der Besitzer ran.

  • bis der Bengel nicht erzogen wird, würde ich jeden Kontakt meiden. Das was da scheinbar abgeht ist kein normales spielverhalten und bedeutet nur streß für deine Hündin


  • Ich fände das zu viel..

    Klar balgen sich Hunde mal, und klar geht auch mal was "kaputt" (gerade Ohren sind empfindlich).

    Aber rein von der Beschreibung her habe ich nicht das Gefühl dass es sich noch um ein ausgeglichenes Spiel handelt. Spiel bedeutet nämlich das BEIDE Seiten es abbrechen können. Wenn sie nicht mehr mag und er weiter auf ihr Trampolin springt hat das nur mehr wenig mit Spaß zu tun, vor allem für deine Hündin. Da wäre allerdings auch das Frauchen des Rüden gefragt ihn einzusammeln und gegebenenfalls anzuleinen bis er wieder "runter" ist.

    Dass der Rüde immer wieder eins auf die Nuss bekommt wundert mich nun allerdings gar nicht. Meine würden ihn nach genau 1 Warnung ("jetzt ists aber genug!") auch in Grund und Boden stampfen.

    Mit 10 und 18 Monaten sind eure beiden nämlich keine Teenager mehr- das sind erwachsene Hunde. Und diese sollten auch die Anzeichen des Gegenüber lesen und akzeptieren können.


    Ich mag solche Duracell-Hunde allerdings auch nicht besonders. Bei mir hätte der Rüde ne Auszeit an der Leine bis er sich wieder so weit im Griff hat dass er ein "nein" auch akzeptieren kann.
    So rein von der Beschreibung her wirkt es auf mich wie ein komplett (überfordert) überdrehter Hund bei dem anstatt Hirn nur lose rollende Murmeln vorhanden sind.

  • Es kann natürlich mal bluten wenn Hunde spielen.
    Aber der Rüde bedrängt scheinbar deine Hündin und akzeptiert ihre Grenzziehung nicht. Da müsst ihr als Menschen dran. Wenn die andere Halterin keinen Handlungsbedarf sieht musst du das Spiel beenden, wenn es zu viel wird.

  • Aber rein von der Beschreibung her habe ich nicht das Gefühl dass es sich noch um ein ausgeglichenes Spiel handelt.

    So sehe ich das auch; da ist schon lange etwas gekippt und für meine Hündin wäre so ein Grobian ganz sicher kein Spielpartner mehr. Das hätte ich schon längst abgebrochen/unterbunden.

    Ich würde die Hündin nicht mehr mit diesem Hund spielen lassen, er hat keine "Spielkultur", wahrscheinlich bekommt er deshalb von den anderen Hunden öfters eins auf die Mütze.

  • Hört sich an wie ab Labradoodle den ich mal kannte. Nur aus Neugier, was für ein Doodle ?

    Ich würde die zwei nicht mehr spielen lassen. Früher war ich da auch eher naiv, meine Hündin hat dabei fein gelernt sich zu wehren bzw das Angriff die beste Verteidigung ist. Danach hatte ich das Problem.

    Der Doodle zeigt kein gutes Sozialverhalten deiner Hündin gegenüber . Natürlich kann es mal einen Ratscher geben, aber so wie du das beschreibst wäre mir das zu doll. Wenn Euch der Kontakt wichtig ist würde ich angeleint mit beiden Hunden in angemessenen Abstand spazieren gehen. Das würde ich so lange machen bis beide Hunde entspannt sind. Evt kann man dann mal wieder über Spielkontakt nachdenken.

  • Wenn ihr die beiden Hunde weiterhin miteinander spielen lassen wollt, dann fände ich es auch wichtig, dass das beaufsichtigt geschieht! Sozusagen ein moderiertes Spiel, bei dem ihr schnell eingreifen könnt, wenn es zu wild wird. So kann der Raufbold eventuell angepasstes Spielverhalten erlernen.

    Generell würde ich bei Hunden, (besonders die) die nicht zusammenleben, immer ein Auge drauf haben und nie einfach machen lassen. Klar kann das bei vielen Konstellationen gut gehen, aber sicherheitshalber würde ich immer lieber zuschauen und bereit zum rechtzeitigen Eingreifen sein :)

  • Solche Spielkontakte würde ich meinen Hunden nicht antun. Es gibt bestimmt andere Hunde mit denen es mit deiner Whippet-Hündin besser harmoniert.

    Ein Spiel bei dem Blut fließt geht für micht gar nicht.

    An Stelle der Doodle-Hundehalterin würde ich daran arbeiten, dass sich der Rüde beim Spielen etwas bremst denn ich kann mir nicht vorstellen, dass viele Hundehalter ihren Hunden ein so rabiates Spiel zumuten wollen.

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