Oskar ist ängstlich

  • gerne, sie hat noch ein video gemacht, was ich auch sehr gut finde. viel mehr hab ich mir von ihr -leider- noch nicht angesehen. sollte ich wohl mal tun ;)

  • was mir noch eingefallen ist: manche hunde wollen auch nicht, dass ihnen die hand entgegengestreckt wird, zum schnüffeln, für die ist das schon ne drohgeste (etwa weil sie oft verjagt wurden o.ä.). die standards wie: in die hände klatschen, arme weit ausholend zu beiden seiten des körpers ausgestreckt wie wenn man nen menschen umarmen möchte o.ä. natürlich auch unterlassen, ebenso frontales auf den hund zugehen und ihn dabei anstarren. an sich am besten sich ruhig, entspannt und für den hund so gut es geht berechenbar verhalten, nix hektisches, lautes produzieren (keine unerwarteten, "komischen" bewegungen machen oder laute von sich geben), keine unruhe reinbringen etc.
    sich generell mehr passiv verhalten und den hund auf dich zukommen lassen.

    hab ich was vergessen?

    achja: natürlich nicht von oben den kopf tätscheln oder an sich über den hund beugen, von oben herab etwas machen, wenn dann besser aus der hocke-position seitwärts arbeiten.

  • @U undM
    Genau diese Themen waren heute Inhalt bei der Hundetrainerin. Seitlich nähern, auch von der Seite anleinen, nicht über den Kopf streichen, mich klein machen, ihm nicht direkt in die Augen schauen, alles langsam und gemächlich machen - das ist der Punkt, an dem ich richtig an mir arbeiten muss. Ich bin schnell und laut, also muss ich mich entschleunigen. Ich geh jetzt auch zum Telefonieren mit meiner Mutter raus (so hat die Nachbarschaft auch was davon), da meine Mutter vor allem am Telefon schlecht hört und ich schreien muss.... Ich bemühe mich sehr, nicht mit Geschirr zu klappern, langsam zu gehen, nicht laut nein zu sagen, wenn er was nicht tun soll oder klaut, sondern nur "tsch". Alles schwierig für mich, kriege ich aber für den Kleinen hin. Ich bin ja lernfähig...

  • @sab1707 du, ich hab durch meine auch so einiges gelernt. bis dahin war ich doch sehr impulsiv und spontan, emotional und einfach ungeduldig.

    yoah. jetzt bin ich geduldig (geworden und werde es wohl immer noch mehr), ruhig, hab einiges an "wie nähere ich mich einem hund nicht" gelernt und vieles mehr. momentan lerne ich durchsetzungsfähigkeit/-vermögen.

    ich hab durch meine z.b. auch gelernt, dass ich eben nicht souverän bin, sondern in konfliktsituationen gerne einfach mal nur laut werd, ohne dass was dahinter steckt. joah, das hat sie mir dann auch gut gezeigt.
    eben, dass sich durchsetzen und souverän sein heißt, ruhig bleiben und auf deiner meinung beharren ;)
    -vor allem der "beharren"-teil fällt mir noch oft schwer ;)

    du kannst auch ganz gut hunde hibbelig machen, wenn du schnell redest, gehst; laut redest etc. - zumindest sensible hunde z.b.
    aber ebenso auch ruhe reinbringen, indem du ruhig und langsam verbal lobst, langsam gehst und langsames gehen des hundes einforderst, etc. =)

    zum beispiel ;)

    die trainerin klingt toll! ;)

  • nicht mit Geschirr zu klappern,

    Aus welchem Grund nicht?

    Ich bin da immer zwiegespalten einen Hund nicht an Altagsgesräusche zu gewöhnen, sondern sie abzustellen.
    Ich finde es eher wichtig, dass es für den Hund normal wird, dass es da mal zu Geräuschen kommt. Denn wenn es die Ausnahme ist, wird die Ausnahme für den Hund zu einem Problem. :ka:

    Meine Hündin zB ist sehr schreckhaft (gewesen) was Dinge wie Tassen/Gläser abstellen, PET Flaschen poppen/knacken angeht. Und hätte ich auf Rücksicht auf sie damit aufgehört meine Tassen abzustellen, oder mir Glasflaschen gekauft, hätte sie nicht gelernt, dass es normal ist und das sie mit den Geräuschen umgehen muss.

    Alles andere was ich gelesen habe, find ich gut soweit.

  • Aus welchem Grund nicht?
    Ich bin da immer zwiegespalten einen Hund nicht an Altagsgesräusche zu gewöhnen, sondern sie abzustellen.
    Ich finde es eher wichtig, dass es für den Hund normal wird, dass es da mal zu Geräuschen kommt. Denn wenn es die Ausnahme ist, wird die Ausnahme für den Hund zu einem Problem. :ka:

    Meine Hündin zB ist sehr schreckhaft (gewesen) was Dinge wie Tassen/Gläser abstellen, PET Flaschen poppen/knacken angeht. Und hätte ich auf Rücksicht auf sie damit aufgehört meine Tassen abzustellen, oder mir Glasflaschen gekauft, hätte sie nicht gelernt, dass es normal ist und das sie mit den Geräuschen umgehen muss.

    Alles andere was ich gelesen habe, find ich gut soweit.

    vielleicht nicht extra damit klappern?
    ich seh das eben auch zwiegespalten. finde es bei geräuschängsten eben auch schwierig, bei anfänglichem meiden von bestimmten dingen dann nicht in eine vermeidungsspirale reinzukommen.
    vielleicht mag wer anders was dazu schreiben mit tips?

  • Ich sehe das je nach dem unterschiedlich. Reagiert der Hund z.B. extrem auf das Klappern, bemüht man sich anfänglich erst einmal um ruhige Abläufe. Gerade bei einen schreckhaften Hund kann so ein Klappern etc den Hund so verschrecken das man wieder bei minus null ist.
    In solchen Situationen gehe ich erst mal sehr bedacht und vorsichtig vor. Das steigert man dann wirklich erst mal sehr langsam und kleinschrittig.
    Erst einmal zählt das Vertrauen, dann kann man langsam das Pensum steigern, je nach Hund.

  • Das ist die Krux bei Angsthunden. Den Mittelweg zwischen zuviel und zuwenig zu finden.

    Ich denke mir halt immer: Wenn man den Hund komplett vor gewissen Geräuschen schützt, dann wird es vielleicht nach hinten los gehen, wenn er diesen Geräuschen unbeabsichtigt ausgesetzt wird.

    Man wird nie verhindern können, dass man mal mit Geschirr klappert. Das liegt in der Natur der Sache. Man sollte daraus natürlich auch keine Show machen und den Hund unnötig verunsichern.

    Als mir auffiel, das Rosie ein Problem mit gewissen Geräuschen hat, habe ich die Geräusche nicht abgestellt, sondern einfach so weiter gemacht. Ich habe es nicht mit Ablenkung oder Leckerlies versucht, sondern einfach mit dem Vorhanden sein und meinem Verhalten (das sich nicht änderte zum entspannten Verhalten) irgendwann in sie reinbekommen, dass es nur ein Geräusch ist und das nichts passiert wenn es auftritt. Weder was negatives, noch was positives. Denn es ist einfach da.

    Aber das ist vielleicht auch eine Frage dessen, wie weit man ein Vertrauensverhältnis aufbauen konnte.

    Meine Geräuschempfindliche Dame hat übrigens nicht einmal mit der Wimper gezuckt, als nicht weit entfernt ein Blitz einschlug, Silvester ist ihr völlig wurst. Da bleibt die völlig entspannt. Nur PET Flaschen (vor allem) sind ihr ein Grusel. Daher gehe ich davon aus, dass es in ihrem 1,5 Jahren bevor sie zu mir kam, damit mal ein sehr negatives Erlebnis gab. Aber ich weiß nicht welches.

  • Deshalb eben je nach dem. Mit einem eher sonst selbstsicheren Hund, kann man das schon so machen. Da würde ich das mit der Pet Flasche angehen. Evtl wurde sie mit Wasser korrigiert, und die Petflasche knackte dabei. Schreckerlebnis zweifach, Wasser und Knacksen. Oder die Flasche wurde auf sie geworfen, wer weiss.
    Wenn es ein zwei Dinge sind, wo die Hunde reagieren, kann man ja davon ausgehen, es gab in dem Punkt ein Erlebnis. Daran kann man gut arbeiten.
    Jedoch bei einen Hund, der vor so vielen und bei dem kleinsten Geräusch zusammenzuckt, sollte man doch erst bedacht vorgehen, und eben solche Schreckreize doch erst mal vermeiden, bis das Vertrauen stimmt. Und sich dann da vorarbeiten.

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