Magen vorsorglich annähen lassen

  • Hallo,

    ich kann deine Gedanken irgendwie nachvollziehen, dennoch...

    Danke euch, also eher nicht vorsorglich machen?


    Ich würde das Risiko einer OP nicht eingehen, um mir eine Scheinsicherheit zu erkaufen.

    Weißt du, ich habe sehr viel Vorsorge betrieben. Ali war sowieso jährlich beim Herzultraschall, deshalb habe ich jährlich ein Sono des gesamten Bauchraums machen lassen. Ich hatte immer Angst vor Milz- oder Leberkrebs. Ali starb trotz regelmäßigen Blutbildern und jährlicher Ultraschalluntersuchungen an Krebs. Der Krebs war nicht in der Leber, sondern am Hals... Selbst ein Röntgenbild des Halses brachte den Krebs nicht zum Vorschein.

    Man kann sich leider nicht in allen Lebensbereichen ansichern. Leben bleibt lebensgefährlich... leider.

    Ich würde mir ehrlich die Frage stellen, ob ich es mir verzeihen könnte, meinen Hund nur wegen dieser OP zu verlieren. Jede OP birgt schließlich auch Risiken, egal wie toll und erfahren der Operateur ist...

  • Ich würde das Risiko einer OP nicht eingehen, um mir eine Scheinsicherheit zu erkaufen.

    So sehe ich das auch.

    Ich habe hier insgesamt 3 MD, davon 2 totale und eine Teildrehung erlebt (trotz Frischfütterns, mehreren Mahlzeiten und Co), ich würde trotzdem keine vorsorgliche Gastropexie machen lassen.

    LG, Chris

  • Man kann sich leider nicht in allen Lebensbereichen ansichern. Leben bleibt lebensgefährlich... leider.

    So ist es. Ich habe es bei Otto erfahren müssen. Am 10. Januar bei seiner Tollwutimpfung nach grundlicher Untersuchung unseres Tierarztes gesund.

    10 Tage später will Otto nicht mehr aufstehen, wie aus dem nichts, Tierarzt gerufen, der versteht es auch nicht, nichts ursächliches zu finden. Sein Zustand verschlechtert sich, er frißt nicht mehr, er liegt nur noch, löst sich auch nicht mehr.

    Wir tragen ihn ins Auto fahren in die Tierklinik. Inzwischen hat er einen aufgedunsenen Bauch, aber keine Magendrehung, keinen Darmverschluß, er wird kathetert, seine Blase entleert sich. Blutuntersuchungen ergeben eine hämolytische Anämie. Ultraschall findet in seinen Organen keinen Hinweis auf Tumorerkrankung. Auch in der Flüssigkeit, die sich mittlerweiele in seinem Bauchraum sammelt finden sich keine Tumorzellen.

    Prognose, schlecht, die Anemie ist sehr wahrscheinlich nicht regenerativ.

    Dann entdeckt einer der Ärzte, mehr oder weniger durch Zufall, weil Otto meinen Arm im Maul hatte, die Wucherung an seinen Molaren im Unterkiefer. So ausgeprägt so tief, der Onkologe sagt nicht operabel.

    Das war es. Otto wurde 4 Jahre und 5 Monate alt.

    Wie hätte ich vorsorgen können?

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