Unsere Junghunde...der alltägliche Wahnsinn - Teil VII
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Helfstyna -
20. Februar 2017 um 17:01 -
Geschlossen
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Der Alltag mit Lito läuft eigentlich richtig gut. Aber dieses schlecht zur Ruhe kommen fällt uns immer wieder auf die Füße.
Selbst nach längerer Kopfarbeit oder ordentlicher körperlicher Auslastung, ist er im Haus immer noch on Tour. Guckt ob Shira oder die Katzen mit ihm spielen, will in den Garten, rennt mit seinem Spielzeug durch die Gegend usw.
Sowie ich ihn irgendwo ablege oder ihn in sein "Alleinbleibe-Bereich" bringe, ist sofort Ruhe und er schläft oder döst zumindest. Also er kann es definitiv problemlos, aber nur wenn man es ihm sagt.Nun ist er vormittags aber 5,5 Stunden allein. Das Alleinsein ist an sich auch kein Problem. 2-3 Stunden davon schläft er in etwa davon. Die anderen wuselt er aber wieder von links nach rechts auf der Suche nach Beschäftigung. Wenns gut lief, blieb er an seinem Spielzeug, der Kauwurzel und dem Geweihstück. Wenn nicht war die Couch und die Stühle dran, seine Körbchen und Kissen wurden geschreddert, die Katzen geärgert usw...
Wir haben seinen Bereich während des alleine Bleibens jetzt auf Flur, Küche und Badezimmer beschränkt. Fazit: Klopapier und Klobürste sind wunderbares Spielzeug. Das wird nun also auch weg gepackt. Nun geht er aber an die Türzargen und zerkaut die, ich werde ein wenig wahnsinnig
Stress schließe ich zu 90% aus. Während der Zeit läuft die Kamera, die ich mir danach anschaue. Die Körperhaltung ist die gesamte Zeit entspannt, kein Jaulen (ein leises Fiepsen und gegen das Gitter drücken, wenn Shira oder die Katzen mal ans Türgitter kommen), kein Bellen, kein Hecheln, entspanntes Hin und Her laufen, ruhiges Schlafen dazwischen.
Wenn der letzte geht gibt es noch einen gefüllten Kong und ein Geweihstück und eine Wurzel liegen immer noch mit da.Ich weiß eigentlich gar nicht, was ich hören will
Aber habt ihr noch irgendwelche tollen Ideen?
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Hi,
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Atrevido:
Was Du beschreibst kenn ich so auch. Ich hab diesbezüglich hier im Forum tolle Ratschläge bekommen. Ich war auch immer am Denken, das wenn ich den Hund auch gut auslaste, er doch auch müde werden müsse.. vor allem von Kopfarbeit.
Ich hab täglich - zusammen genommen- ca. 30 min. Dummyarbeit gemacht und dazu noch gut 2 h an Spaziergängen plus Hund im Garten und Wohnung bissl alleine rumlaufen lassen etc. - in den Alleinbleib-Phasen noch Kong oder Futter im Pappschachteln verpackt damit Hund "auspacken " kann .. für meinen Hund zumindest war das zu viel! Nachdem mir hier eindringlich geraten wurde, das Programm (v.a. Dummy deutlich zu reduzieren) wird meine Maja eine Andere.. sie beginnt, sich von alleine hinzulegen.. schläft und springt nicht mehr ständig gleich auf wenn jemand vorbeiläuft..Die Auslastung war in unserem Fall Überlastung.
Besonders nach längerer Kopfarbeit (von der Du ja auch schreibst) wurde sie richtig gaga.. weniger ist da eindeutig mehr..Zu dem Thema das der Hund irgendwann in der Wohnung unruhig anfängt rumzulaufen ..
hatten wir auch..
Meine Hundetrainerin hatte den für unseren Hund ultimativen Tipp... sie kommt in die Box. Ich fand den Gedanke anfangs echt tierquälermässig.. zumal wir Platz haben und Maja ein eigenes Zimmer mit angeschlossenem großen Flur zur Verfügung hat, wo sie auch nix ernsthaft kaputt machen könnte.. aaaaber - wir haben es probiert. Und unserem Hund hat diese strikte räumliche Begrenzung wirklich geholfen. Sie schläft seither morgens knapp 6 Stunden in dieser Box. wir haben es auch mit Cam kontrolliert. Wenn der erste von uns heim kommt, wird sie direkt geöffnet.. und es steigt ein gähnender, sich streckender.. wie früh morgens nach der Nacht verschmuster Hund aus der Box.
Das die Box geschlossen wurde, haben wir inzwischen wieder rückgebaut... ist nicht mehr nötig.. sie hat gelernt das es morgens ihr Platz ist und liegt inzwischen von selbst da rein.. hat ungefähr 1 Monat gedauert. Inzwischen machen wir sie nur noch manchmal zu, damit es sich noch festigt.Wie gesagt, davor hätte ich das als drakonische Maßnahme empfunden.. aber unserem Hund hat das geholfen. Wir haben für das Wohnzimmer extra noch einen Kennel angeschafft, auch da liegt sie jetzt immer rein, wenn sie mit uns dort ist - ihr gefällt das Gefühl von HÖhle und Geborgenheit.. und keiner von uns belästigt sie dort.. dafür darf sie dort mal einen Kong haben oder Kauknochen.
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Und selbst tote Tiere wären hier nicht erlaubt, da hätte ich zuviel Schiss von wegen irgendwelcher Krankheiten. Wobei es mich schon mal vorab ekelt, solche Dinger dann rauszuholen. Hoffentlich funzt das Pfui-Kommando dann noch...
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Der Alltag mit Lito läuft eigentlich richtig gut. Aber dieses schlecht zur Ruhe kommen fällt uns immer wieder auf die Füße.
Selbst nach längerer Kopfarbeit oder ordentlicher körperlicher Auslastung, ist er im Haus immer noch on Tour. Guckt ob Shira oder die Katzen mit ihm spielen, will in den Garten, rennt mit seinem Spielzeug durch die Gegend usw.
Sowie ich ihn irgendwo ablege oder ihn in sein "Alleinbleibe-Bereich" bringe, ist sofort Ruhe und er schläft oder döst zumindest. Also er kann es definitiv problemlos, aber nur wenn man es ihm sagt.Ich seh das wie @Maja1377 Für mich wirkt das eher wie eine Überlastung. Wie sieht es denn aus, wenn Lito mal weniger Beschäftigung hat, ihr aber da seid? Oder wenn du einfach mal ausprobierst, eine Tätigkeit/Beschäftigung wegzulassen, regelmäßig?
Irgendwie hab ich gerade ein Deja vu daran, als meine Tochter noch ein Baby war - damals, noch in allem sehr unsicher, hab ich mich auch gefragt: Muss ich das Kind eigentlich bespaßen, wenn sie wach ist und rumliegt? Manches kommt mir davon beim Thema Hund wieder in den Sinn.
Eine Freundin hat mir vor einigen Monaten gesagt (da hatten wir Nemo noch nicht): Mach nicht zuviel mit ihm, eher mal weniger, dann fordert er das später nicht ein und wird nicht zum Adrenalin-Junkie. Daran halte ich mich, auch wenn ich manchmal immer noch mit diesem Satz "Muss ich den Hund eigentlich bespaßen, wenn er so in der Wohnung rumliegt?" hadere. Aber solange er döst, habe ich ein gutes Gefühl. Und er ist dadurch auch ein Hund (geworden), der sich selbst mitten im Hundegewühl/Spiel einfach in die Ecke legen und chillen kann.
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Wenn nicht war die Couch und die Stühle dran, seine Körbchen und Kissen wurden geschreddert, die Katzen geärgert usw...
Wir haben seinen Bereich während des alleine Bleibens jetzt auf Flur, Küche und Badezimmer beschränkt. Fazit: Klopapier und Klobürste sind wunderbares Spielzeug. Das wird nun also auch weg gepackt. Nun geht er aber an die Türzargen und zerkaut die, ich werde ein wenig wahnsinnig
Das Alleinsein ist an sich auch kein Problem.
Ich denke schon, dass das Alleinsein ein Problem für ihn ist, sonst würde er diese Sachen nicht machen, sondern schlafen.
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Lito war von Tag 1 an bei uns so. Also selbst als Welpe mit Mini-Programm hat er unglaublich wenig geschlafen, war aber gleichzeitig nie drüber oder überdreht. Sondern "nur" agil.
Auch jetzt glaube ich nicht an Überlastung. Im normalen Alltag gibt es morgens in der Woche eine langsame ca. 40 Minuten Runde ausschließlich an der Leine. Danach ist auch noch etwas Zeit zum Runter kommen ehe er dann tatsächlich die ca. 5,5h alleine ist. Irgendwann zwischen Nachmittag und Abend gibt es eine Runde von 30-90 Minuten je nach Zeit, Wetter usw, wo er den Großteil frei läuft. Das ist wirklich nur laufen und schnüffeln wie er möchte, ohne Übungen etc.
2-3x die Woche gibt es dann abends noch eine Einzelrunde für ihn, in dem wir auch immer etwas üben. Dann war die Nachmittagsrunde aber entsprechend kurz.
Seit 3 Wochen gehen wir jetzt einmal wöchentlich für 45min auf den Platz, wo er völlig drin aufgeht. Danach legt er sich von allein mal 30-60Minuten hinAm Nachmittag/Abend gibt's dann immer mal wieder kurze Übungen im Garten oder im Haus, alle 3-4 Tage vielleicht mal 10Minuten Dummy. Im Durschnitt am Tag vermutlich nicht mehr als 10 bis max. 15 Minuten verteilt auf mehrere Einheiten. An manchen Tagen gibt es gar Nichts für den Kopf und am WE auch manchmal ausschließlich den Garten, ohne Runde oder groß Bespaßung. Wie es eben gerade passt. Sein Verhalten ist aber immer gleich.
Finde ich für einen Junghund von 7 Monaten einer aktiven Rasse vom Programm eigentlich in Ordnung
Ihn 5x die Woche für 5,5Stunden in die Box zu packen ist mir definitiv zu lang. Er hat ja bereits nur begrenztem Raum zur Verfügung. Alleszusammen sind das vermutlich keine 20m².
Maximal das Spiel mit Shira. Die beiden spielen wirklich jeden Tag sehr ausgiebig miteinander. Im Haus ist es nur ein bisschen balgen auf der Couch. Im Garten ist es schon recht aktives Renen und Bolzen. Mal sind's nur 10 Minuten, mal insgesamt auf den Tag verteilt auch 1-2 Stunden. Das Spiel ist von beiden ausgehend.
Aber sollte es wirklich Überlastung sein, müsste ich das doch auch im Garten, auf den Runden oder auf den Platz und bei Übungen merken. Ein überlasteter Hund kann sich doch eigentlich nicht gut konzentrieren. Lito kann das aber erstaunlich lang für sein Alter und lernt unglaublich schnell. Auf den Runden flitzt er zwar viel, ist aber immer voll bei mir und macht überhaupt keinen überdrehten Eindruck.
Es ist ja nicht der erste Hund. Aber die anderen beiden ruh(t)en einfach in sich. Solche "Probleme" gab es nicht mal im Ansatz.
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Ich denke schon, dass das Alleinsein ein Problem für ihn ist, sonst würde er diese Sachen nicht machen, sondern schlafen.
Ich sehe das Problem nicht im Alleine bleiben, sondern in seinem nicht zur Ruhe kommen. Wenn wir da sind tut er ja haargenau das gleiche, aber dann lege ich ihn ab und er kommt zur Ruhe.
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Vllt. wäre es hilfreich, den Platz noch mehr zu begrenzen, sodass er nicht gerade in einer Box sitzt, aber in einem größeren "Gehege", sodass er erst gar nicht auf dumme Gedanken kommen kann.
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Ich seh das ganze ehrlich gesagt etwas entspannter.
Ich glaub weder, dass Lito überfordert ist (dann müsste er auch andere Stressanzeichen zeigen), noch, dass er ein allgemeines Problem mit dem Alleinsein hat.
Er war ja nun von Anfang an ein Hund, der kein all zu großes Ruhebedürfnis hatte und das ohne dabei zu überdrehen oder der gleichen.In der Wohnung würde ich etwas variieren, wenn ich da bin.
Sprich durchaus mal nutzen, dass er so gut herunterfährt, wenn man ihn ablegt oder wegsperrt. Einfach weil ihm das ja leicht zu fallen scheint bzw. leichter als von selbst herunterzufahren.
Hin und wieder würde ich ihn aber durchaus über Frust arbeiten, damit er das Erlebnis hat herunterzufahren, obwohl die ablenkenden Faktoren dort sind. Sprich einfach bloß die Dinge abbrechen, die er machen möchte. Bis ihm quasi nichts anderes mehr übrig bleibt, als zu schlafen.Beim Alleinbleiben wäre mir die Zeitspanne definitiv zu lang um den Hund dort täglich in die Box zu sperren. Es gibt Hunde, da ist das durchaus sinnvoll - einfach weil sie außerhalb der Box sich stressen und man dann abwägen muss zwischen "Hund der sich unendlich stresst" und "geringem Bewegungsfreiraum. Aber das ist bei Lito ja gar nicht, weil er mit dem Alleinbleiben kein Problem zu haben scheint.
Ich würd da eine völlig reizarme Umgebung erstmal schaffen. Ich würd ihm glaub ich die Möglichkeit einfach geben auch zu spielen. Sprich eine Kauwurzel und ein Spielie rein und dann mal eine Zeit lang filmen. Vielleicht sind es ja auch nur kurze Spielphasen (weil man halt ausgeschlafen und voller Energie ist) und dann schlummert er wieder. -
@Atrevido Vielleicht findest Du auch im "Lonely Barkers - Der Alleinbleib-Selbsthilfe" Thread noch ein paar Infos oder Ideen (...da sind wir auch *hust*) Emma verhält sich ähnlich - allerdings hat sie bisher Möbel in Ruhe gelassen (Kissen allerdings nicht).
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