• Vielleicht solte ich doch nochmal über einen besuch bei einer Hundeschule nachdenken.

    Ganz grundsätzlich finde ich, dass Du einige Dinge mit Blick auf die Rasse sehr gut machst: ohne viel Druck, mit Vorhersehbarkeit, Klarheit, Berechenbarkeit, Intuition, einem im positiven Sinne wachsamen Blick und Ruhe erreichst Du sehr viel bei einem JRT. Gut möglich, dass Du damit zusammen mit Deinem Hund gut durch das Leben kommst. Auch möglich, dass es irgendwann nicht mehr reicht und Du Dir tatsächlich einen Trainer suchen musst. Aber momentan sehe ich da keinen Grund für.

    Wichtig ist letztendlich, dass Du Dich mit der Methode wohl fühlst, die Du anwendest und dass sie zum Ziel führt. Dass das ganze ohne Berücksichtigung der Lerntheorie funktioniert (ganz gleich, in welche Richtung Du arbeitest) glaube ich allerdings nicht und ich wäre sehr vorsichtig bei Trainern, die Dir das versprechen. Aber ich denke, dass sowohl das, als auch der Weg, den man letztendlich einschlägt, eine Entwicklung ist, die fast jeder Hundehalter früher oder später durchläuft.

  • Man muss nicht in die Hundeschule und man muss nicht Sitz und Platz üben.

    Es geht darum, dass der Hund lernt, zu akzeptieren, dass du ihm gewisse Vorgaben machst und ihn einschränkst (darf nicht dem Fuchs/Hasen/Reh hinterher z.B.). Impulskontrolle, Frustrationstoleranz, Orientierung an dir, ds sind so Kanckpunkte.

    Wie man das erreicht - da gibt es sehr verschiedene Wege. Es kann sehr sehr nütuzlich sein, wenn ein Hudn die Grundkommandos kennt. Aber man kommt auch ohne Sitz durchs Leben.

    Mit Hundeschul ABC allein kommt man im Alltag auch nicht weit...

    Jedenfalls, bei einem 6 Monate alter Hund kann man noch kaum Aussagen treffen. Ausser: Er wird sich verändern.

    Stell dir mal vor, ich würde dir ganz begeistert erzählen, wie toll meine Tochter ist, ganz ohne großartige Erziehung: Sie bleibt abends nie länger weg, als erlaubt. Sie kifft nicht, sie säuft nicht, sie treibt sich nicht rum. Sie findet mich toll und will den ganzen Tag mit mir Kuscheln. Super oder? Und dann sage ich, dass sie 3 Jahre alt ist...

    So in etwa ist das.

    Hunde werden erwachsen, genau wie wir, und ändern ihr Verhalten. Es wäre sehr schlimm, wenn sie immer so bleiben, wie mit 6 Monaten!
    Aber wenn man das nicht ein bisschen im Blick hat, kann es einem ganz schön um die Ohren fliegen, wenn man keine Basis geschaffen hat.

  • Dass sie so ein negativen ruf hat wusste ich nicht und hätte ich auch nicht gedacht. Die Meinunge über sie machen mir ein ganz flauen Magen.

    Bewahr dir das Gefühl.
    Viele Trainer, selbsternannte Trainer, vermeintliche Experten auf Hundewiesen, jahrzehntelange Hundehalter, Hunde-TV-Sendungen-guckende Klugscheißer und fischgebackene Hundehalter werden dir immer mal wieder von irgendwelchen Methoden, Erziehungstricks, Tipps oder Wundern erzählen.
    Dann denk an das flaue Gefühl, das dich jetz bei den Einschätzungen über die Nowak beschleicht, mach dich schlau (das DF ist wirklich nicht der schlechteste Ort dazu) und handele erst dann.
    Es gibt leider sehr viele und erstaunlich verbreitete Methoden, die Hunden gegenüber richtig fies sind, ohne dass man das als wohlmeinender Halter gleich erkennt.

    Oft hilft die Überlegung, wie eine Menschenentsprechung der gleichen Situation aussähe - wie würde ich mich fühlen, wenn jemand die ganze Zeit drohend einen Schritt auf mich zugeht oder mich sogar anfasst oder gar antischt.
    In anderen Fällen braucht man mehr Infos, gerade wenn es um "Hilfsmittel" wie Endloswürger, dünne, an empfindlichen Stellen angebrachte Halsbänder etc. geht.

    Das flaue Gefühl kann einem später mal helfen, wenn doch mal etwas dumm läuft, zu bemerken, dass man gerade einen Fehler macht. Ob man den selber macht, eine Traineranweisung befolgt oder dem Hund einem neuen Trainer auf dessen Aufforderung kurz übergibt. Das flaue Gefühl ist ein sehr gutes Warnzeichen. Nutze es für euch.

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