Kläff kläff kläff - und was mach ich da?
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Sprinkles -
22. Dezember 2016 um 17:57
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Hallo ihr Lieben!
Ich wollte mal einige Erfahrungen und Tips zusammentragen, die mir vielleicht helfen könnten :)
Mein kleiner Mischling ist nun fast ein Jahr, er lebt während ich arbeiten bin betreut mit anderen Hunden zusammen - also immer im Rudel und es kommen ab und an noch bekannte oder ganz fremde Schnauzen dazu.
Das gefällt ihm soweit ich das beurteilen kann super (sonst hätte ich es natürlich auch nicht so geregelt und laufen lassen). Er hat ein tolles Sozialerhalten entwickelt, deeskaliert wenn ein anderer zu ruppig ist und fetzt mit denen die genau lustig drauf sind wie er.
Ich finde das macht er wirklich gut!Er freut sich jeden morgen hinzugehen und freut sich ebenso wenn ich ihn abhole.
Alles super soweit!ABER
er kläfft. Uff. Und wie.
Wenn ich mit ihm auf den Hundeplatz gehe oder uns jemand entgegen kommt fängt er an zu bellen. Auch wenn er die Hunde schon kennt, manchmal sogar wenn nur Menschen da sind.
Bin ich dann erstmal "angekommen", z.B. auf dem Hundeschulplatz und wir warten alle, dann ist er wieder ruhig. Es ist eher beim Hingehen / Entgegenkommen.Auch vorm TV nimmt er keinen Halt. Sobald ein Hund bellt knurrt er oder bellt gleich laut los. Es reicht sogar wenn ein Tier (hauptsache irgendwas auf 4 Pfoten) im TV zu sehen ist.
Wenn eine Situation sehr überwältigend ist bellt er übrigens nicht, bzw. der Impuls ist viel geringer. Ein Beispiel: Innenstadt. Da war er bisher nur 2mal. Angst hat er nicht (hat er irgendwie nie, haha) aber man merkte schon, dass das ganz schön aufregend war. Da hatte er dann gar nicht dran gedacht die anderen Hunde anzubellen.
Ich würde gerne daran arbeiten, dass etwas zu kontrollieren. Meine bisherigen Taktiken: Wenn er an der Leine ist und anschlägt halte ich ihn sehr kurz und hinter mir. Nicht so dass es wehtut, aber gewiss nicht mit einer freundlichen Stimmung. Also so, dass er (zumindest theoretisch) verstehen soll, dass ich dieses Verhalten blöd finde.
Zu Hause darf er nicht auf Sessel oder Sofas.Wenn ich ihn dazu auffordere auf meinen Schoß zukommen passiert das von mir auf (vielleicht 1-2 die Woche). Falls er da anfangen sollte zu knurren oder bellen fliegt er gleich wieder runter.
Hättet ihr Tips was ich noch verbessern könnte?
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Meine bisherigen Taktiken: Wenn er an der Leine ist und anschlägt halte ich ihn sehr kurz und hinter mir. Nicht so dass es wehtut, aber gewiss nicht mit einer freundlichen Stimmung. Also so, dass er (zumindest theoretisch) verstehen soll, dass ich dieses Verhalten blöd finde.
Du findest es blöd - Dein Hund versteht gerade gar nichts. Außer, dass er hinter Dich muss und da fragt er sich warum und weshalb werde ich da abgewürgt (kurze Leine). Eigentlich weiß er gar nicht um was es geht!
Wäre es nicht einfacher ihm zu zeigen, dass sein Verhalten unerwünscht ist und was er stattdessen tun soll?
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Also so, dass er (zumindest theoretisch) verstehen soll, dass ich dieses Verhalten blöd finde.
Was lernt ihr so in der Hundeschule?

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Ich würde wahrscheinlich versuchen, zu trainieren, dass er mich anschaut, wenn der etwas entdeckt, was man bekläffen könnte.
Sodass er quasi lernt: Ich schaue das Kläffding (Hund) an und dann Frauchen, weil es gibt einen Keks, wenn ich was sehe. -
Ich habe mit Smilla auch einen Hund, der eine sehr geringe Auslöseschwelle zum Bellen hat. Also... wenn Lucy mal bellt, ist die Welt kurz vorm Untergehen, wenn Smilla bellt, ist sie ganz leicht irritiert oder ganz leicht aufgeregt oder hat etwas bemerkt und dann meldet mam halt erst mal und überlegt dann, ob das wohl wirklich nötig war
. Manche Hunde bringen das auch einfach mit, hat wenig damit zu tun, dass man was falsch gemacht hat oder zu lasch erzieht oder so. Ich hab ja nun 4 Hunde hier sitzen und Smilla ist diesbezüglich wirklich einzigartig...Ich muss ehrlich sagen, es stört mich so sehr nicht
, aber die Umwelt schon eher, also arbeite ich so ein wenig schon dran. Deckeln/schimpfen, einengen... schafft bei Smilla aber kein Stück Entspannung und eine andere Grundeinstellung den Reizen gegenüber. Ich will ja nicht, dass der Hund aus Angst vor Strafe seine Emotionen unterdrückt, sondern bestenfalls die Emotionen anders werden. Smilla kennt ein "danke, aber da ist kein Geist (das darf existieren/ernsthaft, ein Sheltie-fressendes Monster?)". Da hab ich anfangs halt immer kurz einen Blick aufs Geschehen geworfen und teile ihr dann freundlich-ruhig mit, das eingeschätzt und für unbedenklich befunden zu haben. Je ruhiger man selbst ist und je weniger Aufmerksamkeit man um "auf Verdacht gemeldetes" macht, umso gut. Findet Smilla aber etwas wirklich bedrohlich (auch wenn es nur eine seltsam geformte Wurzel ist), gehe ich mit ihr hin, teile ihr wieder mit, dass ich es untersucht und für unbedenklich befunden habe... lobe sie auch für mutiges Erkunden und fertig. Mit der Zeit lernt ein Hund, meinen "das ist kein Monster" zu vertrauen. Mit diesem Teil von Smillas Bell-"Problem" haben wir kaum noch was zu tun, also das hat gut funktioniert bei uns und wenn, ist es mittlerweile so, dass sie einmal wufft und mich dann ansieht, ob das wirklich ankläffenswert ist.Das andere ist natürlich, wenn Smilla bellt auf Grund einer hohen Erregungslage. Da kann man z.B. über die Erwartungshaltung gehen. Also z.B. Smilla bellt, wenn es zu einer bestimmten Wiese geht, auf der sie mit Ballspielen rechnet. Dann wird dort eben nicht mehr Ball gespielt, aber auch das mit Ankündigung. "Nö, heute nicht" und doof in der Gegend rumstehen. Es kommt da auf die Tonlage an und was danach passiert, sage deinem Hund einfach was immer dir gerade durch den Kopf geht
. Irgendwann wird der Satz dann verinnerlicht als "Aufregung lohnt sich nicht" für den Hund.
Ansonsten hilft in akuten Erregungslagen auch das Vorgeben einer Ersatzhandlung, auf die sie sich konzentrieren (!) muss. Eine Aufgabe halt, was immer sich da gut anbietet, den Hund nicht hochfährt, die aber auch nicht doof für den Hund ist. Solche Ersatzhandlungen kann man ebenfalls generalisieren, wenn man mag. -
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Du findest es blöd - Dein Hund versteht gerade gar nichts. Außer, dass er hinter Dich muss und da fragt er sich warum und weshalb werde ich da abgewürgt (kurze Leine). Eigentlich weiß er gar nicht um was es geht!
Wäre es nicht einfacher ihm zu zeigen, dass sein Verhalten unerwünscht ist und was er stattdessen tun soll?Hast du auch ein Beispiel wie, wenn das viel einfacher ist?
Ja sicherlich ist das ein Verständigungsproblem, da gebe ich dir Recht. Vielleicht weiß er gar nicht, dass Bellen jetzt einfach nicht erwünscht ist.
Wie zeige ich ihm das?
Ich habe es bislang immer so gehalten über Stimmung und Körpersprache zu "kontrollieren" - Was könnte ich nun zusätzlich machen oder verbessern? Wie versteht der Hund mich besser?
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Ich würde wahrscheinlich versuchen, zu trainieren, dass er mich anschaut, wenn der etwas entdeckt, was man bekläffen könnte.
Sodass er quasi lernt: Ich schaue das Kläffding (Hund) an und dann Frauchen, weil es gibt einen Keks, wenn ich was sehe.Da hätte ich Angst, dass mein Timing dafür zu schlecht ist und dass ich ihn für das Bellen belohne.
Draußen wird er mich nicht von alleine ansehen, wenn er was entdeckt hat. Außer ich spreche ihn an (Ansprechen während unerwünschtem Verhalten = Aufmerksamkeit = Belohnung?).
Drinnen, beim Fernseher zum Beispiel, knurrt er oft erst und schaut auch mal zu mir hoch. Da zu loben fände ich sehr merkwürdig - wie ist das für den Hund verständlich dass er aufhören soll in diesem Moment?
Hast du da Erfahrungen mit? -
teile ihr dann freundlich-ruhig mit, das eingeschätzt und für unbedenklich befunden zu haben.
So habe ich auch angefangen!
Vielleicht nie richtig durchgezogen?Bin einfach erhobenen Hauptes und gleichmäßigen Schrittes an der "Gefahr" vorbei. Wenn es ein Mensch mit Hund ist ging das gut auf, weil man den dann nett grüßen konnte. Ich dachte mir so versteht er, dass ich die Situation unter Kontrolle habe und er nichts melden muss.
Da es (nach meinem Befinden, kann natürlich total falsch sein) nicht gefruchtet hat habe ich mit der "alles ist gut, ich bin da" Körpersprache aufgehört und mit "Das gefällt mir nicht und du hast gar nichts zu sagen" angefangen. Weil ich ihn auch als sehr tough einschätze.
Vielleicht war das falsch, oder ich habe mich falsch mitgeteilt!
Habe ihn die letzte Zeit beim knurren und bellen im Haus wieder nett angesprochen. Da kommt er auch sofort an meine Seite und ist relativ ruhig.
Aber nur solang ich ihm durch Reden Aufmerksamkeit gebe, haha. Angucken tue ich ihn da übrigens nicht.
Vielleicht versuche ich es doch nochmal intensiv mit deiner Methodik. Danke!
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Da hätte ich Angst, dass mein Timing dafür zu schlecht ist und dass ich ihn für das Bellen belohne.
Wenn du ihm nicht den Keks gibst, während er bellt, wirst du ihn nicht für das Bellen belohnen.
Du kannst ihm, falls du davor wirklich Angst Hast, ja erst das Kommando "Schau" bei bringen und eine Handlungskette draus machen, bei der du das Kommando dann weglässt.Draußen wird er mich nicht von alleine ansehen, wenn er was entdeckt hat.
Natürlich tut er das nicht von allein. Das wird harte Arbeit. Du willst ja das Bellen durch etwas anderes ersetzen. Bei meinem Hund war es losrennen. Ich wollte das Losrennen durch eine andere Handlung ersetzen.
wie ist das für den Hund verständlich dass er aufhören soll in diesem Moment?
Hast du da Erfahrungen mit?Komm davon weg, dass die Idee ist, dem Hund zu sagen, was er NICHT tun soll. Zeig ihm, was er STATTDESSEN tun soll. Dich anschauen, zum Beispiel.
Ich habe Erfahrung mit einem Hund, der alles, was sich bewegt, gejagt hat. Dabei kamen immer Jagdrufe, auch bei Sichtung. Ist nicht das gleiche Problem, aber ähnlich. -
So habe ich auch angefangen!Vielleicht nie richtig durchgezogen?
Bin einfach erhobenen Hauptes und gleichmäßigen Schrittes an der "Gefahr" vorbei. Wenn es ein Mensch mit Hund ist ging das gut auf, weil man den dann nett grüßen konnte. Ich dachte mir so versteht er, dass ich die Situation unter Kontrolle habe und er nichts melden muss.
Klingt für mich eher so, als hättest du ihm mitgeteilt: "Es ist mir scheißegal, ob du Angst hast, ich zieh das jetzt durch." Also unter freundlich mitteilen verstehe ich was anderes.
Ich nehme mal an, dass ihr das in der Hundeschule so lernt, weil du nicht drauf geantwortet hast. Da wird dann auch immer der Hund korrigiert, weil er was falsch macht, oder? In dem Fall solltest du mal nach einer Hundeschule schauen, die dir zeigt, wie du zusammen mit deinem Hund erwünschte Verhaltensweisen einstudieren kannst. - Vor einem Moment
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