Kläff kläff kläff - und was mach ich da?

  • Für mich ist die Situation in der er bellt nunmal nicht von Bedeutung, da keine Gefahr oder Grund für eine Anzeige besteht. Deswegen mache ich die Situation nicht extra besonders in dem ich auch noch Aufmerksamkeit gebe und bestärke: Ja du hast Recht, hier passiert gerade etwas ganz schlimmes. Ich bin in der Situation der der sie regelt, nicht der Hund.

    Es gibt ja auch Optionen dazwischen.
    Offensichtlich beruhigt es deinen Hund nicht, wenn du ihn in diesem Situationen ignorierst. Mir scheint die Option, ihm ruhig und freundlich mitzuteilen, dass alles ok ist, am natürlichsten. Dadurch zeigst du ihm ja, dass du alles im Blick hast und regelst und dein Hund fühlt sich (hoffentlich) auch wahrgenommen.
    Natürlich hängt das vom individuellen Hund ab und letztlich einschätzen kannst es nur du.
    Aber um ihn - wie du befürchtest - darin zu bestätigen, dass entgegenkommende Menschen/Hunde schlimm und megaaufregend sind, müsstest du ihm diese Emotionen vermitteln, also dich selbst ängstlich oder sehr aufgeregt an ihn wenden und am besten noch immer hektisch zwischen ihm und den Entgegenkommenden hin- und herblicken.

    Du schreibst ja auch, wenn du ihn beim Bellen und Knurren im Haus ansprichst, wird er ruhig und kommt an deine Seite. Vielleicht ist es ja wirklich nur das, was er von dir braucht. Die Bestätigung, dass alles ok ist.

  • Mein kleiner Mischling ist nun fast ein Jahr, er lebt während ich arbeiten bin betreut mit anderen Hunden zusammen - also immer im Rudel und es kommen ab und an noch bekannte oder ganz fremde Schnauzen dazu.

    Das gefällt ihm soweit ich das beurteilen kann super (sonst hätte ich es natürlich auch nicht so geregelt und laufen lassen). Er hat ein tolles Sozialerhalten entwickelt, deeskaliert wenn ein anderer zu ruppig ist und fetzt mit denen die genau lustig drauf sind wie er. Ich finde das macht er wirklich gut!

    Er freut sich jeden morgen hinzugehen und freut sich ebenso wenn ich ihn abhole.

    Das wirft bei mir die Frage auf, wer denn letztendlich für den Hund der ErzBer ist.
    Die Tagespflege oder Du?

    Habt Ihr ein gemeinsames Erziehungskonzept?

  • Was ist dein Hund für ein Mix?

    Ich habe selber zwei Shelties, eher bellfreudige Hunde.
    Auf dem Spaziergang gehe ich sehr vorrausschauen. Ich weiss welcher Reiz meine Hunde brauchen um zu kläffen. Ich denke das ist ein erster Schritt zu Lösung. Herausfinden was/warum er kläfft/bellt. Bei Disney sind es z.B. grosse Leute mit Hut, langem schwarzen Mantel etc. Bei Ayden sind es grosse andere Hunde. Beide bellen, aber aus total anderen Grund. Disney bellt weil er mir sagen will, hey da ist etwas, ich beschütze dich (hatten mal ein Vorkommnis), bei Ayden ist es aus Unsicherheit/Angst vor dem anderen Hund. Durch zwei verschiedene Probleme, gibt es andere Lösungen. Ayden bekommt Sicherheit, Abstand zum anderen Hund vergrössern etc. Disney bekommt, wenn ich sehe es kommt jemand der ins Schema passt, kurz seinen Namen, ein Sssch oder ich sehe es. Und gut ist, er weiss dann, ich regle das. Natürlich splitte ich bei beiden Situationen.

    Wenn sie im Training/Vorfreude zum Training bellen, werden sie korrigiert. Dort empfinde ich es als Unart wenn sie bellen. Leichter gesagt als getan xD

  • Emil, auch Sheltie, :hust: ist ein extrem bellfreudiger Hund und gerade jetzt im Urlaub raubt es mir gerne den letzten Nerv.
    Er bellt aus verschiedenen Emotionen und ich gehe auch unterschiedlich darauf ein. Er hört Geräusche, oder es klopft: Er bellt eher tief und etwas drohend, wenn ich nicht in seiner Nähe bin rennt er zwischen dem Reiz und mir hin und her. Entweder ich schicke ihn auf seinen Platz und öffne die Tür, sage aber vorher, dass alles in ordnung ist, oder wenn draussen Geräusche sind, sage ich ihm auch, dass alles gut ist. Das führt zumindest zu einer Abschwächung des Bellens, weg geht es dadurch bislang nicht. Oder zumindest nicht sofort.
    Ist er aufgeregt, weil es zum Gassi geht bellt er hoch und ausdauernd und ich stoppe alle Aktivitäten, bis er sich beruhigt. Klappt zuhause einigermaßen, jetzt im Urlaub gerade gar nicht. Bzw nur bei meinem Mann :muede: .
    Beim Spielen und jagen bellt er wieder anders, ich wußte vorher gar nicht, dass Hunde so unterschiedliche Tonlagen für ihre Emotionen haben.
    Nunja, Emil ist jetzt 1,5 J. alt, wir sind weit davon entfernt das Bellen abstellen zu können. Auch wenn ich es meist einordnen kann. Wir arbeiten weiter, aber ein leiser Hund wird er nie werden.

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