Wenn der Hund den Menschen nicht braucht

  • Huhu,

    die Thematik richtet sich an Besitzer von Hunden, die gelernt haben, ohne Menschen auszukommen,
    sei es als ehemalige Straßenhunde etc.
    Und die im Grunde weiterhin selbständig entscheiden, was sie tun.
    Wie habt ihr es geschafft, sie in Euer Leben zu integrieren, sie frei laufen lassen zu können, für den Hund
    so etwas wie der Mittelpunkt zu werden?
    Wo sind die Grenzen?

  • Hm..wir haben einen Hund, der etliche Jahre auf der Straße gelebt hat.
    Er hat noch alle Kommandos gelernt und sich gut in die Familie eingefügt.

    ABER: Er hat keinerlei Will to please. er mag und wirklich, aber er meint nicht, dass er in irgednetwas auf uns angewiesen ist.
    Kommandos befolgt er, weil er weiss, er muss.
    Es gibt aber bis heute zwei Dinge - jagdbares und ca 60% aller anderen Hunde- die ihn alles ignorieren lassen.
    "Macht ihr mal Euer Ding, ich komme zurück, wenn ich fertig bin"
    Zwei Trainer nacheinander haben beim Anti Jagd Training nichts bewirkt - er kann bis heute nie von der Schlepp.
    Er hat etwas gegen große Hunde und gegen Hunde, die nicht penibelst das korrekte Begrüßungsritual einhalten.
    Die werden angekläfft und - liessen wir ihn - gemaßregelt.
    Mit beliebigen anderen Ex- Straßenhunden versteht er sich eigentlich immer auf Anhieb.
    Meldet alles und jeden...auch hier haben wir mit allen Ansätzen versagt.
    Extreme Schuß und Knallangst
    Ein Teil der Dinge kommen sicher von den wilden Jahren. Ein Teil von der Mischung- wahrscheinlich Berger des Pyrenees und irgendein kerniger Terrier.
    Ein Teil von unsere Unfähigkeit...

    Viele Grüße

    Ingo

  • Zwei meiner ehemaligen Straßenhunde hatten mal ein Zuhause gehabt, daher war es vermutlich bei ihnen nicht ganz so heftig ausgeprägt. Wir haben uns gegenseitig gleich total geliebt, so dass sofort eine Bindung da war, Vertrauen ebenso. Aber es braucht natürlich schon Zeit, bis sich so ein Hund wieder auf den Menschen verlässt. Die Integration war gar kein Thema - diese Hunde sind sehr anpassungsfähig, sonst hätten sie auf der Straße, in Tierheimen und Tötungsstationen nicht überlebt.
    Leine-/Schleppleine war allerdings die ganze Zeit ein Muss, denn der Jagdtrieb eines solchen Hundes ist natürlich extrem. Beide Hunde musste ich krankheits-/behinderungsbedingt schnell bzw. ziemlich schnell gehen lassen, so dass ich die Entwicklung nicht über Jahre beobachten konnte.
    Eine meiner jetzigen Hündinnen war zwar keine Straßenhündin, muss aber im ersten Leben sehr viel Freiheit gehabt haben. Sie ist jetzt über vier Jahre hier und war ebenfalls gleich voll integriert, sie liebt uns heiß und innig, hört auch prima. Dennoch hat sie sich bis heute eine gewisse Selbständigkeit bewahrt, was sich z.B. auf Spaziergängen deutlich zeigt. Sie macht da ihr Ding und ist dann richtig glücklich. Es hat 1,5 Jahre gedauert, bis sie von der Schleppleine kam, da sie einen ziemlich extremen Jagdtrieb hat. Ich habe bei ihr die Pfeife konditioniert, das funktioniert prima. Ich muss sie aber schon etwas im Blick haben bzw. etwas Kontakt halten, sonst könnte sie jederzeit einer Fährte nachgehen. Da sie weiß, dass ich auf sie achte, ist sie auch mit Schnüffeln und Mäuselöcher buddeln absolut zufrieden.
    Sie blendet die Außenwelt dann fast komplett aus und bleibt durchaus 50-80m zurück, aber ab einer gewissen Entfernung schießt sie hinter uns her, um uns nicht zu verlieren. Darauf kann ich mich absolut verlassen.
    Es braucht Zeit, viel Zeit und Geduld, Feinfühligkeit, Verständnis, Lesen der Körpersprache, viel gemeinsame fröhliche Beschäftigung, Spielen und solche Dinge, dann wird es immer besser, so sind jedenfalls meine Erfahrungen. Dinge wie Futter nur aus der Hand und nur für eine Gegenleistung von ihr, wie ja viele Hundetrainer empfehlen, so etwas hat es hier nie gegeben - besonders nicht in Anbetracht der Vergangenheit meiner Hunde. Damit diese Hunde sich fallenlassen können, merken, dass sie die ja auch schwere Bürde der Verantwortung abgeben können, dazu müssen sie sich sehr sicher fühlen, sie brauchen dazu eine Kontinuität in vielen Dingen, dazu gehört z.B. auch das Wissen, nicht mehr hungern oder sich selbst Nahrung beschaffen zu müssen.
    Ob man es immer schafft, ihr Mittelpunkt zu werden, das weiß ich nicht. Aber das ist auch nie mein Ziel gewesen - wichtig war für mich nur, dass die Beziehung, das Zusammenleben und das Leben im Umfeld konfliktfrei waren, gut liefen.

    @Ingo, ich denke, bei Eurem Hund kommt eine Menge an Besonderheiten in seinem Verhalten von den rassespezifischen Eigenschaften des BdP. Gepaart mit seinen Erfahrungen in der Vergangenheit wird es äußerst schwer, bestimmte Dinge wegzubekommen. (Habe auch einen besonders typischen BdP-Mix ;) .) Was seine Ängste betrifft, so könntet Ihr mal die Schilddrüse unter die Lupe nehmen. BdP neigen zur Unterfunktion, sei es klinisch oder subklinisch. Meine ist auch betroffen und durch die Substituierung hat sie erhebliche Entwicklungsschritte gemacht.

    VG Petra

  • Finya ist so ein Hund. Sie ist jetzt seit über 5 Jahren bei mir und sie ist immer noch fest davon überzeugt, dass sie immer Recht hat und so agiert sie auch.
    Ich sag bei ihr gern, dass sie eigentlich gar nicht erzogen ist. Sie kann weder richtig an der Leine laufen, noch hört sie wirklich auf den Rückruf. Sie ist irgendwie total verpeilt und in ihrer eigenen Welt und gleichzeitig total klar im Kopf, regt sich nie unnötig auf, weiß genau, was sie will und wie sie es bekommt. Ihre Blicke sprechen Bände.
    Sie hat gelernt, dass die Umwelt ihr nichts tut (sie hatte ja Angst bis Panik vor Menschen und Hunden, war allgemein draußen sehr hektisch und schnell hysterisch) und Menschen werden seit sie das begriffen hat völlig ignoriert. Bei Hunden entscheidet stark die Sympathie, aber normal sind ihr die auch egal und sie ist froh, wenn wir einfach schnell dran vorbei gehen. Einzig kleine Hunde, besonders weiße mobbt sie, da muss ich frühzeitig anleinen oder sie auf den Arm nehmen. Sie kann ein wirkliches Miststück sein, wenn ihr ein Hund auf die Nerven geht |)

    In wildfreien, gut einsehbaren Gebieten kann sie frei laufen. Sie war sehr lange an der Schleppleine. (Davor und immer wieder dazwischen hatten wir Phasen, wo ich ihr zu viel vertraut habe und die kleine Ziege einfach hunderte Meter weit gerannt ist, wenn sie gerade irgendwo hin wollte. Wer braucht schon Frauchen? Bis dieses Spiel mit dem "ich geh einfach weiter und mein Hund kommt dann schon" funktioniert hat, hat es Jahre gebraucht.)
    Die Schleppleine hab ich nach und nach abgebaut in dem sie nur dann freilaufen durfte, wenn sie mit mir kooperiert und meine Beschäftigungsvorschläge angenommen hat. Dazu habe ich wie eine Irre ewig lange jede kleinste Kontaktaufnahme gemarkert, anfangs schon, wenn ein Ohr in meine Richtung gezuckt hat. Irgendwann hatte sie das so intus, dass sie einen gewissen Radius von selbst eingehalten hat und dann eben stehen geblieben ist, zu mir geschaut und gewartet hat, ob ich ihr sage, sie soll warten oder ob sie weiter laufen darf. Das macht sie immer noch, auch wenn sie inzwischen eigentlich sowieso immer mindestens ein Ohr bei mir hat.

    Den Rückruf konnte ich in all den Jahren nicht durchsetzen, allerdings glaube ich, dass das auch mit ihrem kaputten Bein zu tun hat. Da wollte ich sie nicht zwingen unnötig oft hin und her zu laufen und Inkonsquenz ist bei so einem Kommando natürlich ziemlich fehl am Platz. Deshalb hab ich ihr ein Stopkommando beigebracht, dass sie sehr gut beherrscht. Zwischendurch abrufen geht, aber unter Ablenkung bleibt mir nur einsammeln. Ich hatte damit in 5 Jahren noch nie Probleme, gehe aber auch sehr vorausschauend spazieren und Finya hält wie gesagt ihren Radius gut ein.

    In Wildgebieten ist sie immer an der Leine. Da gehe ich kein Risiko ein. Inzwischen ist sie zwar wirklich super und gut kontrollierbar, aber eine Sekunde Unachtsamkeit von meiner Seite und sie wäre weg. Sie zeigt zwar mittlerweile wirklich gut an, aber sie will dann eben auch eine Reaktion von mir und wenn die nicht kommt, entscheidet sie eben allein.
    Sie darf auf meine Anweisung Spuren nachgehen. Das hat ihr sehr geholfen bei Wildsichtungen ruhiger zu bleiben und hat sie mir gegenüber viel kooperativer gemacht. Es ist unser gemeinsames Hobby geworden, so wie andere eben Hundesport machen. Wir machen Jagdspaziergänge und sie weiß genau, dass sie nur MIT mir an ihr Ziel, nämlich zum Jagen kommt.

    Sonst war bei ihr das Wichtigste, dass sie merkt, dass ich sie in jeder Situation beschütze und vor allem, dass ich niemals die Nerven verliere. Sie hat eine sehr starke Persönlichkeit und damit sie jemandem vertraut, ihn ernst nimmt und auf ihn hört, erwartet sie das eben auch von ihrem Gegenüber. Einmal nicht aufgepasst und sie regelt ihre Angelegenheiten wieder selbst.

    Naja ihr Mittelpunkt...ich bin ihr wichtig, aber sie ist zum einen ein zurückhaltender Hund und zum anderen wird sie immer sehr selbstständig bleiben. Sie ist nicht so wie Frodo, der ganz offen zeigt, dass er mich braucht, aber wenn ich mir denke, dass sie, wenn es draußen knallt zu mir kommt und an mir hochspringt, weil sie auf den Arm will, weil sie sich da sicherer fühlt, dann werde ich ihr wohl einen Teil ihrer Selbstständigkeit doch abgenommen haben =)

  • Wie habt ihr es geschafft, sie in Euer Leben zu integrieren

    Durch Geduld.
    Langsam aufbauen, dass vom Menschen Gutes kommt: Futter, Gassi.
    Eventuell eine gute Hundeschule, die nicht Gehorsam erzwingt, sondern auf Zusammenspiel ohne Druck hinarbeitet.
    Hat bei meinem verkorksten Terrier viel gebracht.

    Gut ist dabei auch, dass jemand von außen auf die Hund/Halter-Beziehung schaut.

  • Ich finde, diese Probleme die hier geschildert werde, treffen auch auf etliche andere Hunde zu, welche nicht auf der Straße gelebt haben.

  • Ich finde, diese Probleme die hier geschildert werde, treffen auch auf etliche andere Hunde zu, welche nicht auf der Straße gelebt haben.

    Ja, so geht es mir auch.

    Huhu,

    die Thematik richtet sich an Besitzer von Hunden, die gelernt haben, ohne Menschen auszukommen,
    sei es als ehemalige Straßenhunde etc.
    Und die im Grunde weiterhin selbständig entscheiden, was sie tun.
    Wie habt ihr es geschafft, sie in Euer Leben zu integrieren, sie frei laufen lassen zu können, für den Hund
    so etwas wie der Mittelpunkt zu werden?
    Wo sind die Grenzen?

    Ich halte auch diesen Frage-Ansatz für schwierig, weil er m. M. n. von falschen Voraussetzungen ausgeht.

    Schon allein bei Straßenhunden gibt es ja viele verschiedene Lebens-Varianten - am allerseltensten wird allerdings die vertreten sein, in der EIN Hund sich allein durchschlagen muss. Die meisten Strassenhunde leben in lockeren sozialen Gruppen und auch da kann nicht jeder tun und lassen, was er will. Manche dieser Gruppen leben weit entfernt vom Menschen und kennen diese kaum, manche in dessen unmittelbarer Nähe und machen mit Menschen sehr wechselhafte Erfahrungen. Nette Menschen stellen mal oder regelmäßig Futter oder Wasser hin, nicht so nette Menschen verjagen die Hunde aktiv oder gar Schlimmeres.

    Viele ehemalige Strassenhunde sind gar nicht bös drum, wenn ihnen ein Grossteil der Überlebenssorgen abgenommen wird. Das hängt vom individuellen Wesen, von mitgebrachten Rasseeigenschaften und von den bereits gemachten Erfahrungen ab.
    Die wenigsten Hunde würden, hätten sie die Wahl, sich freiwillig für "zurück auf die Strasse" entscheiden, das ist ja kein romantisches Pfadfinder-Zeltlager, sondern ein wirklicher Überlebenskampf, der mit Hunger, Durst, Verstecken, unbehandelten Krankheiten, Wettereinwirkungen und allen möglichen Gefahren einhergeht. Hunde können "verwildern", aber sie sind keine ursprünglichen Wildtiere mehr.

    Die Integration solcher Hunde in ein menschliches Umfeld steht und fällt damit, dass man sich dem Hund als verläßlicher, souveräner Sozial-Partner erweist. Das dauert seine Zeit und geht nur mit Geduld und sehr viel Verständnis für den Hund. Das bedeutet dann allerdings nicht, dass einem Dinge wie Freilauf, nicht Jagen und perfekter Gehorsam automatisch in den Schoß fallen - ein Hund, der es gewohnt ist, selbst zu jagen, wird nun nicht aus plötzlich erwachter Liebe zu seinem neuen Menschen, damit aufhören. Da muss man als HH genauso dran arbeiten, wie HH-Kollegen mit nicht-ex-Strassenhunden auch.

    Die Lektion, sich bedingungslos auf jemand anderen verlassen zu können, ist eine der schwersten im Leben aller Lebewesen, nicht nur im Leben von ex-Strassenhunden. Und die wenigsten Menschen können diesem Anspruch wirklich gerecht werden. Hunde mit ausgeprägter Vergangenheit werden sich dort am wohlsten fühlen, wo ihre elementarsten Wesenszüge akzeptiert und b. Bd. gemanaged werden und sie gleichzeitig ihre lebensnotwendigen Grundbedürfnisse erfüllt sehen - bei hochsozialen Lebewesen wie den Hunden gehört da auch zu, dass sie einen festen Platz in einer sozialen Gruppe innehaben.

    Die Grenzen bei solchen ex-Strassenhunden sehe ich in erster Linie in den Erwartungen der Menschen.

    Das, was Du @IngoK z. B. schreibst, finde ich unglaublich schade. Da klingt ein wenig Enttäuschung über Dich selbst als Halter durch - dabei habt Ihr es doch offensichtlich geschafft, dass Euer Hund Euch vertraut. Den Rest schafft Ihr durch Management. Mir persönlich kommt das um Klassen besser vor, als einen Hund mit seinen Vorerfahrungen und seinen rassebedingten Anlagen in eine Wunsch-Form pressen zu wollen, in die er einfach nicht hineinpasst.


    und gegen Hunde, die nicht penibelst das korrekte Begrüßungsritual einhalten.

    Das spricht für Deinen Hund und nicht gegen ihn. Leider spricht das aber auch gegen die Erwartungen unserer heutigen Zeit, dass nämlich Hunde sich nicht mehr benehmen dürfen wie Hunde. Deshalb sind wir Halter so gefragt, sei es durch erzieherische/ausbilderische Maßnahmen oder sei es durch Management.

    LG, Chris

  • Wie habt ihr es geschafft, sie in Euer Leben zu integrieren, sie frei laufen lassen zu können, für den Hund
    so etwas wie der Mittelpunkt zu werden?
    Wo sind die Grenzen?

    Mein Hund ist aus Griechenland. Ein Brackenmix mit Extra-Portion Bracke. Hat wohl vorher 8-9 Monate auf der Straße gelebt, hat sich zu Beginn aufgeführt wie King Koks. Am Anfang war ich mir sicher, dass das arme Tier taub und fast blind ist. Nach 1 Woche habe dann bemerkt, dass es sich um eine besondere Art der Spezialisierung handelte: Die Bracke hatte die Gabe, mich optisch und akustisch komplett auszublenden. Das war wirklich beeindruckend, denn jedes Rascheln eine Schwarzdrossel im Gebüsch wurde bemerkt und laut bekläfft und jeder Fuchs schon von Weitem gesehen. Frauchen konnte winken, mit Käse wedeln und dabei pfeifen, rufen, weinen - völlig egal.

    Es folgten 9 Monate Schleppleinen- und AJT+JET-training und ein maximale Strukturierung des Brackenalltags. Er durfte wirklich gar nichts mehr wählen: Ich sagte ihm, wann er durch die Tür gehen durfte, wann er in meiner Nähe sein durfte, wann es Zeit zum Streicheln und Spielen war und für Essen wurde gearbeitet. Bei mangelnder Kooperation habe ich Spaziergänge/Spiele sofort beendet, sodass ich an manchen Tagen 10 Gassigänge hatte. Wurde ich überhört, wechselte ich von der Schlepp sofort auf die kurze Leine und bin sofort nach Haus gelaufen- ohne Schnüffelstopps. Gleichzeitig haben wir das Apporteln und Suchhundesport angefangen. Nach ca. 1 Jahr konnte ich diese "Zwangsmaßnahmen" ausschleichen lassen und heute, nach 2,5 Jahren haben wir eine relativ gute Bindung. Er rennt nicht mehr weg, lässt sich von allem Wild (außer Füchse) abrufen und bemerkt seit Neustem sogar, wenn ich plötzlich weg bin (und sucht mich sogar).
    Natürlich hat er immer noch ein paar Bausstellen, er ist ein Trödler geworden, lässt sich nicht immer sofort aus einem wilden Spiel abrufen und braucht viel Ansprache beim Gassi gehen. Aber insgesamt ist er schon ein sehr sehr toller Hund geworden.

  • Ich denke auch, dass die Thematik für sehr eigenständige Rassen genauso oder evtl sogar mehr zutrifft als für ehemalige Straßenhunde. Evlt guckst du mal in Foren explizit für die jeweiligen Rassen nach. Da findest du sicher viele hilfreiche Tipps und Erfahungsberichte.

    Mein Chow (ab der 13. Woche bei uns) war jedenfalls um Welten eigenständiger und wesentlich weniger kooperationsbereit als mein Setter mit einigen Wochen bis Monaten Straßenerfahrung.


    Bei meinem Chow hat das einfach über eine sehr lange Schleppleinenzeit und sehr, sehr konsequenter Erziehung funktioniert. Er hatte wirklich nicht die Gelegenheit sich mir zu widersetzen, ich habe nie "ausnahmsweise mal" nachgegeben und mir vorher immer gründlich überlegt welches Kommando ich geben und auch durchsetzen kann, insbesondere im Freilauf.
    Viel Druck und ein harter Tonfall hat nie viel gebracht, die meisten (Futter-)Belohnungen haben ihn auch nicht besonders interessiert.
    Man muss halt auch einfach die richtige Motivationsquelle finden. Bei uns war es zb gemeinsames Laufen, bisschen rumhüpfen und freuen, meine eigene Freude und ehrliches überschwängliches Lob.

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